"Sanierungsscheck": 40 Prozent mehr Investitionen als 2009

21. März 2011, 16:11

Aktion wird laut Raiffeisen Bausparkasse sehr gut angenommen

Sehr gut angenommen wird auch heuer wieder der "Sanierungsscheck", berichtet der Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse, Manfred Url. Wie schon bei der ersten Aktion 2009 wird auch heuer wieder die Hälfte der Förderansuchen über die Raiffeisen Bausparkasse abgewickelt.

Erste Auswertungen würden einen starken Trend zur umfassenden Sanierung (2/3 der Einreichungen) zeigen. Dies sei auch der Grund dafür, dass die durchschnittlichen Investitionskosten mit 48.000 Euro um 40 Prozent über dem Wert des Jahres 2009 liegen (34.000 Euro).

Hauseigentümer, die parallel zur Sanierung auch den Austausch der Heizung vornehmen (17 Prozent), investieren im Durchschnitt sogar 81.500 Euro. "Die Rechnung für den Wirtschafts- und den Umweltminister geht voll auf, das Zwölffache der eingesetzten Fördersumme fließt in die thermische Sanierung. Der Sanierungsscheck löst damit einen erfreulichen Win-Win-Effekt für Hausbesitzer, Bauwirtschaft und Umweltschutz aus", so Url.

Wie berichtet, beträgt die maximale Höhe der Förderung (samt Heizungstausch) bei Ein- und Zweifamilienhäusern 6.500 Euro, für Eigentumswohnungen 6.000 Euro. (red)

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4 Postings
herr leitl ist baustoffindustrieller: daher gibts förderung für fassadendämmstoffe

...und nicht für moderne heizkessel, energiesparende regelungen und stromsparende klimaanlagen

Da werden sich die Spechte freuen wenn sie wieder fleissig Löcher bohren können in frisch eingepackte Fassaden.
Wahrscheinlich wird der dicke SUV für den Baumeister gerade gebaut, der dann damit in 5-10 Jahren zur Schadensbegutachtung der bröckelnden und schimmelnden Styroporplatten an der Baustelle vorfährt.

Win-Win... aber sicher nur für Banken-Baufirmen!

Das will ich sehen, dass sicht EUR 48.000 bzw. EUR 81.500 amortisieren.

Bei vielen Haus- und Wohnungseigntümern wird sich das weder in 20 noch in 30 Jahren gerechnet haben, nicht mal bei 3-5% steigenden Heizkosten pro Jahr.

Der gemeine Österreicher lässt sich hier wie z.B. beim Leasing-"Autokauf" über den Tisch ziehen. "Sie kriegen den Scheck... Sie sparen Bares..." nur zahlen müssen sie's selber.

Und wenn in 2, 5 od. 10 Jahren die "Erdölwand" (=Styropor) wegen Schimmel darunter abfällt, dann werden nochmal 10-20 Tsd. EUR fällig... nur für's Entfernen, Entfeuchten und Entschimmeln.

warum glauben immer alle sanierung soll nur der energie einsparung dienen?
gebäude die in den 60ern oder 70ern errichtet wurden, werden jetzt nunmal zur sanierung fällig. ob man da dann ein paar zentimeter dämmung draufklatscht ist ziemlich irrelevant.

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