Schmied will keinen Bundesländervergleich bei nächster PISA-Studie

21. März 2011, 13:54
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    foto: ap/punz

    Schmied mit BIFIE-Chef Haider bei der Präsentation der Pisa-Studie im Dezember.

Vergrößerung der Stichprobe wäre zu teuer - ÖVP fordert regionale Auswertungen

Wien - Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) plant auch bei der kommenden Ausgabe der OECD-Bildungsvergleichsstudie PISA 2012 keine Bundesländerauswertung. Durch die dafür nötige Vergrößerung der Stichprobe würden die Kosten der 1,6 Mio Euro teuren PISA-Studie um weitere 850.000 Euro steigen. Das Ergebnis wären aber lediglich "Vergleiche innerhalb eines Systems", so Schmied in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der ÖVP. Die "beträchtlichen zusätzlichen Ressourcen" erscheinen ihr daher "nicht sinnvoll eingesetzt".

In Österreich hat es mit Tirol und Vorarlberg bei PISA 2009 erstmals eine Auswertung von Bundesländerergebnissen gegeben. Die dafür zusätzlich anfallenden Kosten von jeweils 60.000 Euro wurden von den Ländern übernommen. In ihrer Anfrage pocht die ÖVP darauf, "nicht nur altersorientierte, sondern auch regionale Auswertungen" von Bildungsstudien zu erhalten; dies sei für eine "zielgerichtete, ergebnisorientierte Bildungspolitik" erforderlich.

Vergleich durch Bildungsstandards für Schmied sinnvoller

Schmied lehnt dies jedoch auch mit dem Hinweis ab, dass in Österreich die Bundesländer deutlich weniger weitgehende Aufgaben im Bildungsbereich hätten als die Regionen dies in Ländern wie Belgien oder Großbritannien haben. "Wesentlich sinnvoller ist, für Bundesländervergleiche kommende Ergebnisse der Überprüfungen der Bildungsstandards heranzuziehen", verweist die Ministerin auf die Überprüfungen der Kenntnisse in der 4. und 8. Schulstufe an Volks- und Hauptschulen sowie der AHS, die ab 2012 geplant ist. (APA)

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HornToBeWild
00
28.6.2011, 21:08

komisch dass man dass nicht will. Wo ich von einem südöstlichen Bezirk Niederösterreichs weiß, dass bei der Mathematik-Olympiade, die "good-old-school"-Schulen die ersten 3 Plätze belegt haben und danach erst sämtliche NMS und was weiß ich für Modelle gekommen sind.

Vielleicht wäre es einfach nur sinnvoll, wenn nicht alle Eltern gleich mit Rechtsanwalt kommen würden, nur weil vom Kind was gefordert wird ("ist ja so arm, hat Burnout und wird zu stark belastet"). Ich frag mich, wie alle Generationen bis jetzt den Druck ausgehalten haben...

carpediem99
 
00
28.6.2011, 18:58

ich wette jeden cent, dass eine bezirksweise auswertung des pisatests den grund für das schlechte abschneiden bestens dokumentieren kann...

665
13
23.3.2011, 14:53
das wäre ja wirklich fatal...

stelle man/frau sich vor, da käme heraus, dass in den Bundesländern alles super ist und die Schüler einer HS oder BHS über Europa Niveau liegen und nur in Wien schaffen die AHSler nicht einmal die mittlere Reife. Dann wären ja auf einmal gleich zwei schöne Argumente weg, das für die Bundeskompetenz und das für all die anderen Schwachsinnigkeiten der Frau Minister. Das konnen wir nicht zulassen. Dann könnte doch vielleicht irgendwer in Frage stellen, ob wir unser Schulwesen wirklich zu Tode sparen sollen.

Ahasver
00
29.6.2011, 11:45
Die Wiener werden nicht ruhen bis sie auch in den Bundesländern alles ruiniert haben

- und soviel zur http://tinyurl.com/Pisser-Studie

Hinter dem Berg
00
28.6.2011, 18:09
Ländervergleich

Siehe Standard 2. Februar, dann erübrigt sich Ihr Kommentar.

http://derstandard.at/129557141... rchschnitt

carpediem99
 
00
28.6.2011, 18:55

die dreissig % sagen gar nix - es könnten in wien ja zb 60% sein, etc - ein vergleich nur innerhalb der bundeslandes ist nur die halbe miete.- ein bundeslöndervergleich ist wohl das mindeste , was man sich an statistischer auswertung erwarten kann.
schließlich wüßte man dann auch , wo man verstärkte mittel zum nachbessern einsetzen müßte - aber ich vesteh schon, dass wien nicht extra ausgewertet werden möchte ...(vielleicht auch noch nach bezirken...na wui...) lol

Fleisch
00
28.6.2011, 15:53

Man kann es auch anders herum interpretieren: Nachdem die Lehrpläne und sonstigen Unterrichtsstrukturen bundesweit vereinheitlicht sind und nur die Verwaltung Ländersache ist, kann es nur an den Sturkturen in den Ballungsräumen liegen, wenn es dort Schwierigkeiten gibt: Die Schulen sind überfüllt, während am Land sich die Lehrer mit kleinen Klassen beschäftigen können; die Sozialstruktur bedingt, dass höherer Förderbedarf gegeben ist. Daher: Ballungsraum-Milliarde für den Ausbau der Schulen in Wien (und wo es sonst noch starken Bedarf gibt). (Sparen wenn nötig, dann dort, wo es schon jetzt kaum mehr Kinder gibt: Am Land). Na? Wäre nicht nur für die Frau Minister, sondern insgesamt auch eine Chance.

Hans Müller1
 
03
22.3.2011, 17:11
Interessant: Wir erfahren dass es nicht möglich ist Bunderländer

zu vergleichen, gleichzeitig wurde uns gesagt dass Pisa gezeigt hat dass die schlechten Ergebnisse nichts mit Schülern mit Migrationshintergrund zu tun haben. Frag mich wie es möglich ist das eine auszuwerten und das andere nicht

hurchzua
04
22.3.2011, 13:26
das Kostenargument ist vorgeschoben,

es soll nur Wien - genauer gesagt die wiener Pflichtschulen - geschont werden.

Ich komme übrigen selbst aus Wien. Dass das wiener Pflichtschulwesen - auch dank verfehlter Politik der Stadt - am Boden ist, pfeiffen aber die Spatzen vom Dach.

Bärbel1
00
22.3.2011, 13:09

die bundesländer sind generell zu teuer.

Mag. Schonsein
00
28.6.2011, 18:04
In Wien darf halt niemand gscheiter sein als der Herr Bürgermeister.

HornToBeWild
03
22.3.2011, 12:48

Aber warum denn nicht? Weil man dann draufkommen würde, dass Wien sehr viel schlechter abschneidet wie der Rest?

LL MM
02
21.3.2011, 23:21

Bullshit-Bingo in Reinkultur.

Alfred Moosbrugger
014
21.3.2011, 20:16
Auch keine AHS-Daten

Man will auch keine Daten von den AHS veröffentlichen, denn dann würde sich herausstellen, dass die AHS um Längen besser sind als die hochgelobten Neuen Mittelschulen.

Gell, Frau Ministerin, you can fool some people sometimes, but you can't fool all the people all the time.

Fleisch
00
28.6.2011, 15:55

Vielleicht sind ja gar nicht die AHS besser, sondern es gehen einfach gescheitere Kinder hin? Das war doch eigentlich die Grundidee der AHS, oder?

665
00
23.3.2011, 14:47
leider nicht ganz richtig

. . . .you can fool some people sometimes, but you can't fool all the people all the time. . . . nur 'all the time' dauert bei uns nur 4 Jahre und damit wird sie uns beweisen, dass es geht

hannsib
 
11
22.3.2011, 17:38
Sachlich unrichtig

Neue Mittelschulen (so wie HS und AHS) werden von Schülern bis 14 Jahren besucht, PISA testet aber 16jährige. Viele Hauptschüler sitzen mit diesem Alter bereits in einer BHS, AHS, BMS oder Berufsschule - genauso wie Schüler der Unterstufe der AHS. Neue Mittelschulabgänger können noch gar nicht dabei sein, weil es diesen Schultyp noch nicht so lange gibt.

Das Argument "AHS schneidet besser ab als HS oder NMS" ist SACHLICH SCHLICHTWEG FALSCH und wird meist nur dazu verwendet um AHS - Propaganda zu betreiben.

Sche
01
23.3.2011, 15:23
Richtig, es werden 16jährige getestet

Wir (PTS) waren letztes Jahr auch Pisa-Schule.

Ähm...Moment...mit 16 Jahren ist man doch nicht mehr in der Polytechnischen Schule.
Doch, nämlich dann, wenn man freiwillig wiederholt, weil das Zeugnis so schlecht war, dass man keine Lehrstelle findet.
Und trotz dieser "qualifizierten" Testgruppe fallen die Ergebnisse von Pisa schlecht aus? Seltsam.

Worauf ich hinaus will: Für mich macht der PISA-Test nur dann Sinn, wenn er am Ende der Schulpflicht stattfindet - wenn das in Österreich eben früher ist als in anderen Ländern, was soll's. So wie es derzeit ist, kann das Ergebnis ja nur zu Verfälschungen führen.

Coldplay21
01
22.3.2011, 20:13

Alleine dass sie das Wortgebilde "AHS-Propaganda" gebrauchen zeigt, wie wenig sie das alles durchblicken. Die "Neuen Mittelschulen" sind es ja, die sich rühmen, dass sie im Gegensatz zu Hauptschulen auch AHS-Professoren haben. "AHS-Propaganda", dass ich nicht lache. Die ganzen Probleme haben wir ja dadurch, dass alle in die AHS drängen, selbst jene, die nicht dort hin gehören.

hannsib
 
00
22.3.2011, 23:10
dass alle in die AHS drängen, selbst jene, die nicht dort hin gehören.

Völlig richtig. Und wer nimmt diese Kinder letztendlich alle auf? DIE AHS. Und warum? Weil Jeder Schülerkopf "Kohle" bringt.

Coldplay21
00
23.3.2011, 00:27

Vielleicht sollten Sie aber auch nicht zu erwähnen vergessen, dass

1. Die AHS zunächst mal quasi jeden aufnehmen MUSS, weil es keine Aussiebetest mehr gibt.

2. Die AHS in Wien ERST RECHT jeden aufnehmen muss weil der Staat es Eltern, die sich auch nur einen Hauch um die Bildung und Sicherheit ihrer Kinder scheren nicht zumuten kann, die Kinder auf eine Wiener Hauptschule zu geben.

Glauben Sie mir, die "Kohle", von der Sie reden, ist mehr als zweitrangig bei den meisten AHS, die nicht unbedingt Privatschulen solchen Types sind, wo bevorzugt schwarz/rot/grün-Politiker ihre Sprösslinge geben (Lycee, Strebersdorf, etc., wir wissens eh)

Coldplay21
03
22.3.2011, 09:57

Siehe auch: Die Grafik, die es trotz Vertuschungsversuchen aus dem Unterrichtsministerium in die Medien schaffte. mini-Wikileak sozusagen:

http://www.oepu.at/bilder/11... gleich.jpg

hannsib
 
00
22.3.2011, 21:31
Diese Grafik zeigt nur:

Die DURCHSCHNITTLICHEN Leistungsniveaus bei den Vortestungen für die Bildungsstandards.

In heterogenen Klassen (wie in der NMS) - wo also leistungsstarke und leistungsschwache SchülerInnen drinnensitzen - ist es völlig normal, dass der Klassendurchschnitt schlechter ist als in Klassen, wo nur leistungstarke Schüler drinnensitzen.

DAS BEDEUTET ABER NICHT, dass der leistungsstarke Schüler in einer NMS schlechtere Leistungen bringt oder "unterforderter" ist als in einer Gymklasse.

Diese Grafik hat auch nichts mit "Vertuschungsversuchen" zu tun: Sie wird jedem Lehrer, welcher Vortestungen für die Bildungsstandards durchführt präsentiert. Man sieht sogar als Lehrer die Leistungen der eigenen Gruppe im Vergleich dazu.

Coldplay21
00
23.3.2011, 00:40

"In heterogenen Klassen (...) ist es völlig normal, dass der Klassendurchschnitt schlechter ist als in Klassen, wo nur leistungstarke Schüler drinnensitzen.
DAS BEDEUTET ABER NICHT, dass der leistungsstarke Schüler in einer NMS schlechtere Leistungen bringt oder "unterforderter" ist als in einer Gymklasse."

Woher nehmen Sie diese Informationen? Ich möchte einen handfesten Beweis für diese beiden Sätze, die sich diametral wiedersprechen. Ich nehm stark an, sie sind im Moment des Schreibens von Ihnen erfunden worden.

Ich jedenfalls kann meine Behauptungen stützen durch eigene Erfahrung und Sie auch auf Literatur verweisen. Sie können zB mit Fends Theorie der Schule beginnen wenn Sie wissen wollen wie gut die Gesamtschule tatsächlich ist.

hannsib
 
00
23.3.2011, 22:00
Das Arithmetische Mittel

BSP 1 : Arithmetisches Mittel von 60 und 20: = 40 (zB NMS)

BSP 2 : Arithmwetisches Mittel von 45 und 55: = 50 (zB AHS)

Obwohl das arithmetische Mittel der AHS besser ist, heißt das nicht, dass in der NMS lauter Deppen sitzen und alle halbwegs Intelligenten untergehen.

Natürlich verkommt die HS und die NMS in Ballungszentren zur Restschule. Auch ich würde meine Kinder in Ballungszentren nie in eine HS schicken.

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