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Der Zara Rassismus Report 2010 zum Downloaden.
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Der Wiener Wahlkampf im Vorjahr habe weiter rassistische Vorurteile geschürt, beobachten Vertreter der Antirassismus-Initiative Zara.
Rassismus gegen Frauen mit Kopftuch nimmt zu. Das ist die Conclusio aus dem "Rassismus-Report 2010", den die Initiative "Zara" am Internationalen Tag gegen Rassismus vorstellte. 745 rassistische Vorfälle dokumentierte Zara im Vorjahr, das sind rund 50 weniger als 2009. "Der Report ist keine systematische Beobachtung, sondern nur die Spitze des Eisbergs. Doch davon lassen sich Tendenzen ableiten", sagte Sprecherin Claudia Schäfer. Zwei weitere Aspekte seien verstärkt zu beobachten: Rassistische Angriffe auf Kinder aus bikulturellen Beziehungen würden zunehmen, außerdem unterliege die zügellose Verbreitung von Hass und Hetze im Internet kaum Kontrollen.
Kopftuch am Arbeitsplatz unerwünscht
Muslimische Frauen, die sich dazu entscheiden aus religiösen Gründen ein Kopftuch zu tragen, wurden im Alltag vermehrt rassistisch beschimpft. Auch im Berufsleben führte dieses sichtbare Zeichen der Religionszugehörigkeit wiederholt zu Diskriminierungen. Es seien häufiger als bisher Fälle gemeldet worden, in denen Frauen mit Kopftuch am Arbeitsmarkt abgelehnt wurden. ArbeitgeberInnen würden oft negativen Reaktionen von KundInnen und MitarbeiterInnen vorbeugen wollen. Zara-Geschäftsführerin Barbara Liegl und Wolfgang Zimmer, Leiter der Beratungsstelle, erkennen zudem einen Zusammenhang mit der gezielten Politik gegen Muslime, die im Wien-Wahlkampf betrieben wurde.
Zimmer berichtete jedoch auch von einzelnen Erfolgen: So sei eine Muslimin zu einer Kündigung überredet worden, als sie sich entschloss, das Kopftuch auch an ihrem Arbeitsplatz zu tragen. Nach einem Gespräch wurde die Kündigung rückgängig gemacht und die Frau arbeitet wieder an der Kassa im Supermarkt - ohne Probleme mit ihrem Chef. "Da hat es eine Intervention gebraucht, damit klar ist, dass diese Art von Kündigung verboten ist", sagte Zimmer.
Rassistische Hetze im Internet
Die Hemmschwelle für offenen Rassismus gehe vor allem im Internet zurück, stellt Zara fest. Blogs, unmoderierte Foren und Postings in sozialen Netzwerken würden oft nicht nur rassistische Botschaften beinhalten, sondern auch Einschüchterungen und offene Drohungen, meldet Zara. Opfer der Beschimpfungen seien vor allem MuslimInnen, Juden und Jüdinnen und SchwarzafrikanerInnen. Diese Meldungen bleiben unkommentiert im Internet stehen, werden verlinkt und multiplizieren sich in einem bisher ungewohntem Ausmaß. "Dieser halbprivate Meinungsaustausch entzieht sich, bis auf wenige Ausnahmen, jeglicher Kontrolle", berichtet Claudia Schäfer. Daher sei ein Monitoring-System und eine benutzerfreundliche Meldestelle notwendig.
Lokalverbote auf Grund der Hautfarbe
Ein Dauerbrenner ist die Verweigerung des Einlasses in Lokale. Besonders Schwarze sind davon betroffen. Im vergangenen Jahr konnten hier Klagen in erster und zweiter Instanz gewonnen werden. Das kostete die LokalbesitzerInnen zwischen 720 und 1500 Euro pro Verweigerung des Einlasses. "Leider können wir in einigen Fällen keine Einsicht beobachten. Ein Wiener Pub hatte schon zwei Verfahren, verweigert aber bis heute die Zahlung des Schadenersatzes", sagt Zimmer. Auch österreichische PartnerInnen werden "mit"-diskriminiert und haben rechtlich Anspruch auf Schadenersatz, informiert der Leiter der Zara-Beratungsstelle weiter.
Im Zara-Report wird von Lokalen berichtet, die zum Beispiel nur an einem Wochentag Schwarzen den Zugang gewähren oder wo unter Hinweis auf eine bereits erfüllte "Ausländerquote" der Einlass verweigert wird.
Ethnic Profiling durch die Polizei
"Auch die im Jahr 2010 gemeldeten Polizeifälle zeigen, dass unbegründete Anhaltungen und Durchsuchungen von Personen allein aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit und ohne konkrete Verdachtsmomente durchgeführt werden", kritisierte Barbara Liegl. Diese Vorgehensweise ist rechtswidrig und wirke sich zudem negativ auf das Vertrauen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen aus, sagte die Zara-Geschäftsführerin. Letztendlich werde Polizeiarbeit dadurch auch ineffizient.
Eine Chance, dieses Problem gezielt anzugehen, sei das Projekt "Polizei.Macht.Menschen.Rechte" des Innenministeriums. Darin werden die Stop- und Searchpraktiken der Polizei einer systematischen Analyse unterzogen und die Kommunikation mit verschiedenen Teilen der Gesellschaft intensiviert.
Niki Lauda fällt unangenehm auf
Auch Niki Lauda fiel im Rahmen des Zara-Reports wegen abwertender Äußerungen auf. Für den deutschen Privatsender RTL kommentierte er das Duell zwischen dem späteren Weltmeister Sebastian Vettel und dem polnischen Fahrer Robert Kubica mit den Worten: "Sebastian gegen den Polaken." (Julia Schilly, derStandard.at, 21. März 2011)
Mit einem milden Urteil endete der Prozess gegen einen 51-jährigen Wiener, der eine 36-jährige Kenianerin vom U-Bahn-Steig gestoßen hat. Deren schwere Verletzung sei keine Absicht gewesen, meint zum Unmut von Aktivisten die Richterin.
Verleger Willberg: "Nur so bleiben sie zeitlos"
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Sie kursieren massenhaft im Internet: Hoax-Mails, die Lügen über die angebliche Besserstellung von Ausländern verbreiten, werden von vielen bereitwillig geglaubt. Die neueste Lawine hat ein Polizist in Niederösterreich ausgelöst
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die leute von zara -und hier vor allem die frauen- sind herzlichst eingeladen mit muslimen (etwa aus saudi-arabien) zu tun zu haben. oder schlichtweg an jene brennpunkte in deutschland gehen die durch die zuwanderung von muslimen zur no-go bereichen geworden sind, dann versteht ihr vielleicht warum diese leute abzulehnen und zu diskriminieren sind bis sie wieder das land verlassen. zum abschluss noch ein fröhliches "wehret den anfängen"
sind imho sicherlich nicht politisch korrekte Bezeichnungen aber mit Rassismus hat das noch lange nix zu tun. Zara braucht eine Existenzberechtigung und möchte deshalb sensibilisieren. Geht es nach Zara, dann soll man solche "Beleidigungen(?)" nicht ignorieren, sondern gleich nach der Polizei bzw. Zara rufen. Davon leben sie schließlich, indem sie Mücken zu Elefanten aufblasen und somit aus einer Beleidigung einen langwierigen Streit heraufbeschwören. Früher hat man sowas mit einem Lächeln weggesteckt.
Die Aufrgeung hier bestätigt, dass die Arbeit von ZARA wichtig ist. Sie wirkt wie ein Spiegel für viele Leute. Die, die sich am meisten darüber aufregen, denen wird gerade jetzt erst bewusst, dass ihr Verhalten etwas mit Rassismus zu tun hat.
Übrigens.. In 20 Jahren kräht kein Hahn mehr nach der jetzigen Kopftuch-Diskussion.
Ich hab am Land auch noch Kopftuch getragen als junges Mädl. Gugl hat das bei uns geheißen. Das war gegen die Hitze, vor allem den Staub und den Gestank im Stall. Ich hätt mir auch eine Baseballmütze aufsetzen können oder einen Strohhut. Jedenfalls kenn ich keine Bäuerin von anno dazumal, die mit dem Kopftüchl im Sinn gehabt hätte, ihre weiblichen Reize zu verhüllen.
die oma hats sicher tag und nacht getragen, auch auf dem krankenbett und hätte es sicher wenn sie einen job beim lokalen greissler angenommen hätte, militant verteidigt, stimmts ??
nicht alles was hinkt ist ein vergleich.
ausser man ist entsprechend naiv.
Wo liegt genau der Unterschied wenn jemand wegen eines Piercings od. wegen kompletter Verschleierung nicht eingestellt wird?
Als Arbeitgeber ist es in div. Brachen in beiden Fällen verständlich und die "religiöse Keule" ist ein Witz. Sitzt der Gepiercte od. die Verschleierte in einem Büro ohne Kundenkontakt, ist es natürlich vollkommen Blunzn. Ist das nicht der Fall, würde ich auch jemand anderen einstellen...
Nur: Wenn der Gepiercte nicht eingestellt wird, interessiert es keinen Menschen. Wird eine verschleierte Frau nicht eingestellt, ist es Rassismus. Na kloar, wos denn.
mit islamistischem hintergrund; wirklich gefährlich; nicht nur islamistische gangsterrapper, die zum djihad aufrufen. aber auch unter diversen bevölkerungsschichten hierzulande exisitieren diverse rassismen - etwa in der islamischen ebenjener rassismus gegen von diesen als ungläubige - also nicht muslime - bezeichnete. oder in der sehr großen türkischen comunity jener oft stark ausgeprägte türkische nationalismus, der gerne zu rassismus gegen alls nichttürkische ausartet. aber auch generell in vielen weißen migrantengruppen ist rassimus etwa gegen farbige stark vertreten. also rassimus gibt es überall und er muss aufgezeigt und benannt werden; man darf die augen davor nicht verschließen, egal aus welcher ecke der jeweilige rassimus kommt.
Kopftuchtraegerinnen schief anzuschauen als "rassistsich" zu bezeichnen ist nicht nur hoffnungslos uebertrieben, sondern meines Erachtens auch gefaehrlich:
Wolf Biermann hat schon in den 70er Jahren (zum Scherz) gemeint, er bezeichnet die ihm unliebsam aufstossenden Dinge in der Bundesrepublik lieber als "faschistiod" und nicht gleich als "faschistisch". Denn, so Biermann, welches Wort wuede er denn dann noch im Koecher haben, wenn eines Tages der wirkliche Faschismus wieder auftaucht?!?
Zara hat jedenfalls seiner Klientel mit der an den Tag gelegten hysterischen Aufgeregtheit einen Baerendienst erwiesen. Viele werden den Verein wohl nun endgueltig nicht mehr ernst nehmen. Was den Leuten dort aber wurscht sein wird :-)))
als unternehmer oder personalist würde ich auch keine kopftuchträgerinnen einstellen. aber auch nicht jeden barträger.
man kann mir also zumindest keinen sexismus vorwerfen.
konflikte um "mullahbärte" gibt es aber wenige. männliche moslems passen sich optisch der mehrheitsbevölkerung an, für ihre frauen entscheiden sie das gegenteil.
den burschenschaftern den deckel verbieten, den skinheads ihre frisuren und ihre kleidung. und selbstverständlich den orthodoxen juden ihre kostümierung. und dann müssen wir auch darüber nachdenken, ob es nicht gesellschaftspolitisch untragbar ist, wie frauen in der werbung dargestellt werden. und der gesellschaftliche druck den wir auf frauen (und zunehmend auch auf männer) ausüben, damit sich diese ganzkörperenthaaren und in immer kürzeren röcken auf immer höheren absätzen durch die gegend stolpern (und mal ehrlich, wie komme ich dazu bereits frühmorgens in der u-bahn aufgegeilt zu werden?)
nein, eine liberale gesellschaft geht nicht an einem stück stoff am kopf vor die hunde. wenn sie wie saudi arabien agiert, dann jedoch schon...
Wieso verbieten? Will eh keiner.
Ich würd aber auch keinen Skinhead einstellen. Einfach so 1.weil mir das nicht gefällt und 2. weil ich die Aussage hinter so einer Kostümierung nicht mag. Das muss aber für alle Leute gelten. In Anwaltskanzleien seh ich auch selten Dirndlträgerinnen und am Oktoberfest gibts keine Damen im Chanel-Kostüm.
das ist ein feiner islamischer brauch, den wir zu recht übernommen haben. ich mag keine haare auf der zunge.
so funktioniert gute assimilation. die mehrheitsgesellschaft übernimmt von der minderheit die sinnvollen neuerungen. die minderheit legt das sinnlose ab.
Ein Skin wird selten eingestellt, erstens weil sein eigener Lebensentwurf meist einer Arbeit entgegensteht und auch wegen seiner Montur. Ich würde auch keine Tätowierte einstellen, der die Peckerln bis ins Gesicht "wachsen". Ein orthodoxer Jude hat entweder ein eigenes Geschäft oder arbeitet bei einem anderen orthodoxen Juden. Die bleiben meist unter sich. Burschenschafter tragen ihre typische Tracht, so weit ich weiß, nicht im Alltag, sondern nur bei ihren Veranstaltungen.
Und diesen Ganzkörperenthaarungskult finde ich seltsam, aber bitte. Da finde ich nur unterhaltsam, wie angeekelt manche auf Natürliches reagieren. Aber das ist eine andere Geschichte.
Da liegen schon noch Welten dazwischen, und relativ selten werden die Symbole tatsächlich aus religiöser Überzeugung getragen und nicht als Schmuck- oder Erinnerungsstück, aber warum nicht? Mindestens eine Regelung, dass sie nur unsichtbar getragen werden dürfen, wäre durchaus annehmbar.
es geht ja eigentlich gar nicht ums verbieten.
zara kritisiert ja nur dass solche mensche aufgrund ihrer kopfbedeckung diskriminiert werden.
und jetzt seien sie doch bitte ehrlich: wenn bei ihnen jemand mit zb. burschenschaftskapperl vorstellig wird und dieses den lieben langen tag tragen würde:
würden sie ihn in ihrem unternehmen arbeiten lassen?
wo sie doch offenbar so liberal sind...
und ja, ich denke die meisten die nicht nähe taborstrasse wohnen würden erstmal blöd schauen wenn sie die dort lebenden juden sehen. es liegt denk ich in der menschlichen natur stark andersartiges (also abweichend zur lokalen norm) erstmal in augenschein zu nehmen...
kann und wird es auch passieren, dass man bei einem Einstellungsgespräch kräftig diskriminiert wird.
Bei "einschlägigen" Unternehmen, ist so ein Schmiss allerdings quasi die Eintrittskarte, und alle anderen ohne diese Kampfspuren werden diskriminiert ..
.
wo lesen Sie etwas von "kopftuch verbieten"?
wo hören Sie etwas von "kopftuch verbieten"?
meines wissens haben nicht mal so radikale elemente wie H.C. & co. gefordert, das "kopftuch zu verbieten".
könnten Sie uns bitte verdeutlichen, wer wann wie und warum das "kopftuch verbieten" will?
danke!
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