3D-Sender schießen wie Pilze aus dem Boden

21. März 2011, 08:15

TV-Branche trotzt schwachem Gerätemarkt - Bislang nur wenig Interesse der Konsumenten

3D-Fernseher waren für die Elektronikindustrie bisher eine einzige Enttäuschung. Angesichts der vergleichsweise teuren Geräte und nach wie vor wenig verfügbaren Inhalten steigt das Interesse der Konsumenten nur langsam. Von den schwachen Verkaufszahlen lässt sich die TV-Branche aber nicht entmutigen, wie die Marktforscher von In-Stat  feststellen. Sie sagen für die kommenden Jahre einen wahren Boom an neuen 3D-Sendern voraus, obwohl das potenzielle Publikum bislang verschwindend klein ist.

Mehr als 100 Kanäle, die Inhalte in drei Dimensionen ausstrahlen, erwartet In-Stat bis 2015 - der bisherigen Marktentwicklung nach eine kaum vorstellbare Zahl. Den Experten zufolge hat aber weder der anfängliche Hype die hoch gesteckten Erwartungen der Industrie erfüllt, noch hat die Technologie ihre Versprechen gebrochen. "Die Realität liegt irgendwo zwischen den beiden Extremen", meinen die Marktforscher.

Flächenbrand

Nicht nur einige große, vorwiegend Pay-TV-Sender haben schon im Vorjahr mit 3D-Inhalten und -Übertragungen experimentiert, beispielsweise von der Fußball-Weltmeisterschaft. Darüber hinaus wurden bereits die ersten 3D-Kanäle sowohl in Europa, Nordamerika als auch Asien gegründe. 2011 werden es laut In-Stat noch deutlich mehr. Allerdings ist das Geschäft bisher primär von den Video-on-Demand-Systemen (VOD) der Pay-TV-Provider geprägt.

Von jenen, die bereits erste Gehversuche mit 3D-Content auf VOD-Basis gemacht haben, erwarten die Experten in den kommenden Jahren ebenso klassische Kanäle mit einer Ausstrahlung in 3D. Aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks unter den Pay-TV-Betreibern können einzelne Sender dabei für einen Flächenbrand sorgen. Sobald einer ein Angebot startet, werden andere folgen, um einen Verlust von Top-Kunden zu vermeiden, glaubt In-Stat. Den Stationen kommt zugute, dass die Herstellungskosten von 3D-Material mit der Zeit schrumpfen werden, womit die Content-Produktion schnell wachsen dürfte. Bleibt jedoch abzuwarten, um wie viele 3D-Haushalte sie letztendlich buhlen werden. (pte)

Link

In-Stat

Kommentar posten
10 Postings
Slaveverwandler
00
25.5.2011, 23:57

wenn sich der Schmarren durchsetzen kann, dann nur über Pornoindustrie.

Bodypainter
00

ein wahrer flächenbrand! wie pilze aus dem boden! von 1.000 fernsehern ist einer 3d! wahnsinn! ein boom! DER techniktrend!

celesto
00
23.3.2011, 12:12

sicher nicht so schnell....zuerst mal die technologie besser machen..bei einem großen fernseher will ich keien brille aufhaben und keine kopfschmerzen..ich will mich beim TV entspannen und icht konzentrieren!

Freigeist
03
22.3.2011, 23:04
fehlende inhalte lassen sich auch durch 3D nicht ersetzen

broncoo
02
21.3.2011, 18:40
besser gute 2D-Filme, als schlechte 3D-Filme ...

... und viele Effekte machen noch keinen "guten Film".

Sir Harry....
00
21.3.2011, 13:25
3D-Sender schießen wie Pilze...

Ja! Gut! Noch mehr Sender bitte!!!

Dann können wir alle 4 3D-Filme rund um die Uhr sehen...

BitteEntwerten
02
21.3.2011, 09:51

http://derstandard.at/129782091... r-bis-2015
Wenn man beide Artikel nebeneinander öffnet und schielt, kann man sie in 3D lesen.

appelchen
 
013
21.3.2011, 09:16
3D-Sender schießen wie Pilze aus dem Boden

Pilze vergammeln schnell...

OberWaldMeister
 
00
21.3.2011, 10:42

Vorallem, wenn ich auf Pilze 4 Jahre warten muss (weil bis 2015 sollen dann 100 Sender da sein), dann ist das nicht SCHNELL! ;)

AppleFanboy2.0
00
21.3.2011, 10:07

sehr schön gesagt...

warum wundern die sich das es floppt?

3D kino ist ja schon unnötig...warum sollte es bei fernsehern anderst sein

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.