Groupon will aus Börsengang kein Schnäppchen machen

18. März 2011, 09:03
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    Ob Yoga, Gesichtsbehandlung oder Hotelübernachtung: Groupon lockt seine Nutzer mit Schnäppchenpreisen

Bis zu 25 Milliarden Dollar sollen Banken dem Online-Rabattjäger in Aussicht gestellt haben

Anfang Jänner gab sich das "Schnäppchenportal" Groupon angesichts seiner Börsenpläne noch bescheiden. Von einem Volumen von einer bis 1,5 Milliarden Dollar war die Rede, die man am Börsenparkett einsammeln wolle. Flugs meldete sich Investbanker Goldman Sachs zu Wort, der das zwei Jahre alte Unternehmen mit 15 Milliarden Dollar bewertete.

25 Milliarden US-Dollar

Doch genug ist offenbar nie genug. Nun soll es Gespräche mit weiteren Banken gegeben haben, die dem Internetunternehmen mit Sitz in Chicago 25 Milliarden Dollar in Aussicht stellen - berichtet das US-Magazin Bloomberg Businessweek, das sich auf "vertraute Kreise" beruft. Ein ansehnliches Sümmchen, mit dem Groupon in bester Gesellschaft mit der Freundesplattform Facebook ist, die institutionelle Investoren erst kürzlich auf einen Wert von 75 Milliarden Dollar hoben.

Wie auch immer der Wert der Vorteilspreiswebsite berechnet werden kann, große Erwartungen eilen der Entwicklung des 2008 von Andrew Mason gegründeten und geleiteten Unternehmen schon länger voraus. Der 30-jährige Mason scheint vom wachsenden Erfolg seines Konzepts reichlich überzeugt zu sein. Im Vorjahr ließ er den Internetriesen Google mit einem Sechs-Milliarden-Kaufangebot schnöde abblitzen.

Rabatte

Das Prinzip von Groupon und vielen ähnlichen Seiten (auch Facebook liebäugelt seit neuestem mit einem derartigen Service) ist simpel: Gebaut wird auf das Glücksgefühl von meist weiblichen Konsumentinnen, sich durch attraktive Rabatte (mitunter bis zu 80 Prozent) beim Kauf von drei Pizzas statt einer, bei einem Friseurbesuch, Fallschirm-Tandemsprung oder Übernachten im Romantikhotel etwas zu sparen. Dass man ohne Vergünstigung sich für das Produkt nicht interessiert hätte, stand für Schnäppchenjäger noch nie zur Debatte.

Groupon ist eigenen Angaben zufolge mittlerweile mit 2700 Mitarbeitern in mehr als 35 Ländern aktiv (demnächst auch in China) und zählt 70 Millionen registrierte Nutzer. Wie viel das Portal bei den Schnäppchen mitschneidet, ist nicht bekannt. Über die Höhe der Umsätze, die die Plattform lukriert, gibt das Unternehmen ebenso wenig Auskunft wie Mark Zuckerberg von Facebook. Berichten zufolge soll sich der Umsatz 2010 von 33 auf 760 Millionen Dollar vervielfacht haben. Erst im Januar hatte Groupon 950 Mio. Dollar von Investoren wie der russischen Internetholding DST eingesammelt, um seinen Wachstumskurs zu finanzieren. (kat/ DER STANDARD Printausgabe, 18. März 2011)

Der WebStandard auf Facebook

Shane o'Shea
00
18.3.2011, 14:09
Was mir sofort einfiel, als ich das erste Mal etwas von Groupon hörte:

Parasitismus (altgr. pa?? para "neben", s?te?? sitein "mästen, sich ernähren") (Schmarotzertum) im engeren Sinne bezeichnet den Resourcenerwerb (meist Nahrung) aus oder mittels eines anderen Organismus. Dieser auch als Wirt bezeichnete Organismus wird geschädigt, aber wird, wenn überhaupt, erst zu einem späteren Zeitpunkt getötet.

posten posten
00
18.3.2011, 10:36
"Wie viel das Portal bei den Schnäppchen mitschneidet, ist nicht bekannt."

Soweit ich es ein paar mal gelesen habe: 50%.
Ist aber kein Geheimmnis.

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