Digitale Abos

"New York Times" ab 28. März hinter der Paywall

17. März 2011, 16:55

20 Artikel pro Monat sind künftig gratis - Digitale Abos kosten zwischen 15 und 35 US-Dollar

Ab 28. März stellt die "New York Times" die Onlinewelt ihrer Leserschaft auf den Kopf. 15 Jahre lang war das renommierte US-Blatt gratis im Netz abrufbar, ab diesem Zeitpunkt muss man für den vollen Zugang zum Onlineangebot ein digitales Abo nehmen. Für Verleger Arthur Sulzberger ist die Umstellung ein "Investment in die Zukunft" des Journalismus.

20 Artikel im Monat werden frei zugänglich sein, teilte Sulzberger in einem Brief an die Leser mit. Ab dem 21. Artikel werden User zur Kasse gebeten. Die Kosten betragen 15 US-Dollar im Monat für den Zugang zur Website inklusive Smartphone App, 20 US-Dollar werden für das Paket mit Tablet-App fällig und der volle digitale Zugang auf allen Endgeräten macht 35 US-Dollar. Abonnenten der gedruckten Ausgabe haben unlimitierten Zugang, zusätzliche Kosten fallen nicht an. 

Sulzberger räumt ein, dass man Hürden in den Köpfen vieler Leser überwinden müsse. Die Herausforderung sei, einen Preis zu finden, mit dem man sich nicht vom globalen Netzwerk abtrenne. Ziel ist es auch weiterhin, eine große Leserschaft zu haben.

Wer über Links in Suchmaschinen, Blogs oder Social Media zur "New York Times" surft, bekommt die Möglichkeit, den betreffenden Artikel zu lesen, auch wenn man das monatliche Limit bereits überschritten hat. (sb)

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Posting 1 bis 25 von 60
1 2
Scharlatan
00
19.3.2011, 21:09
Weiß das wer:

Sieht man irgendwo auf der NYT-Website, wieviel Artikel man schon gelesen hat und wieviele noch übrig bleiben?

Irre Gut
00
18.3.2011, 18:25
Und Tschuesssssss!

Hab das Blatt tlw gern gelesen... Ab dem Zahltag dann halt nicht mehr!

xxx...yyy...
01
19.3.2011, 09:13
ja sicher.

das blatt haben sie sicherlich niemals gelesen, denn das war immer schon zu bezahlen. maximal haben sie für nix die nyt online gelesen, aber selbst das glaube ih ihnen nicht. es sei denn sie sind wirklich so ein intelligenzler, der sich die zeitung nicht nach dem inhalt aussucht, sondern danach, ob sie gratis ist...

Christoph Karl Steininger
00
18.3.2011, 18:01
Ein Problem wird das auf jeden Fall!

Nicht viele Leute werden das Geld hergeben wollen, noch dazu wo man seine Kreditkartendetails bekanntgeben muß.

Hans Müller1
 
22
18.3.2011, 16:23
Schade, ist eine tolle Zeitung, kann aber verstehen

dass sie was verlangen wollen, immerhin recherchiert diese Zeitung noch selber und schreibt nicht einfach ab mit ein paar Meinungen dazu wie die meisten anderen Zeitungen

chris93
11
18.3.2011, 15:35
diskussionsbereit

Eigentlich finde ich es prinzipiell ok auch für die Internetartikel zu bezahlen. Z.B. Der Standard ist im Internet gratis.. warum sollte ich jetzt ein Print-Abo abschließen, wenn ich etwa über ein Tablet durchgehend aktuelle (!) Nachrichten abrufen kann und das auch noch gratis.

Also ich wäre auch bereit für die Artikel zu bezahlen. Für einen unlimitierten Zugang bis zu 7, oder 8 EUR im Monat (mehr wäre ich aber auch nicht bereit zu bezahlen).

Bsp. NYT: Ich werde mein iPad App sicherlich löschen und nicht mehr verwenden, denn ich werde auf gar keinen Fall 20 USD/Monat dafür bezahlen.

xxx...yyy...
00
19.3.2011, 09:17
traurig, dass ihnen guter journalismus nicht mehr wert ist

aber regen sie sich nicht auf, wenn sie eines tages in einer welt aufwachen, in der es nur noch medien á la "österreich" und "heute" gibt.

Dr. Viktor Frankenstein
04
18.3.2011, 13:40
Sulzberger räumt ein, dass man Hürden in den Köpfen vieler Leser überwinden müsse.

Nein, die Hürden auf eine andere Zeitung zu wechseln werden ganz gering sein!

invodaseibua
02
18.3.2011, 11:39

für zeitungen zahle ich prinzipiell schon seit jahren nichts mehr und daran wird sich auch nix ändern.

es wird immer eine gratis alternative geben.

G. Bitte!
32
18.3.2011, 12:14

na wenn Ihnen "heute" oder das "bezirksblatt" reicht...

Fritz Meyer
21
18.3.2011, 08:07
Auf Nimmerwiedersehen!

In diesem Fall wird der "Mauerfall" dann wohl mit der Insolvenz einhergehen.

Bodypainter
04
18.3.2011, 07:59

arme new york times! da werden die leute wohl vermehrt auf anderen webseiten ihre nachrichten lesen und die einnahmen aus online werbung SEHR schrumpfen...

sündenfool
00
18.3.2011, 19:05

und welche seiten wären das?

meines wissens ist "die zeit" dem zuvorkommen, indem man einfach nicht alle artikel auf zeit.de veröffentlich hat.

wollte man auch wirklich alle artikel lesen, musste man weiterhin auf die papierausgabe zurückgreifen.

#-o^o-#
03
18.3.2011, 05:05
grrrr...

20 Artikel pro Monat sind zu wenig, 15$ eine Spur zu viel für meinen Bedarf...

Wünsche der NYT Alles Gute damit, vor allem im Kampf gegen Murdoch: http://www.zeit.de/2010/48/N... s-Robinson

G. Bitte!
20
18.3.2011, 12:15

murdoch hat auch seine zeitungen - zu recht - hinter die paywall gesteckt. Qualitätshournalismus ist eben nicht gratis.

sündenfool
00
18.3.2011, 19:07

er/sie sprich ja auch hournalismus.

jede stunde eine neue, rasch wieder vergessene meldung.

Dr. Viktor Frankenstein
00
18.3.2011, 13:42
Murdoch - Qualitätsjournalismus

???

xxx...yyy...
01
18.3.2011, 14:23
wenn sie dem wall street journal die journalistische qualität absprechen

dann outen sie sich als null-checker.

afterthought
00
17.3.2011, 23:59
Wie funktioniert es woanders?

Einige rennomierte Publikationen verwenden ein aehnliches System seit geraumer Zeit - ad hoc faellt mir der Economist und die Times of London ein - und das scheint dort auch gut zu funktionieren.

Dass eine Publikation in der Groessenordnung der NYT nicht nur ueber Werbung finanziert werden kann ist wohl klar. Jeder der anderes behauptet moechte bitte sofort mit dem Herausgeben einer solchen beginnen ;)

PS: Ueber kurz oder lang wird die Printausgabe

sündenfool
02
18.3.2011, 12:40

wie es funktioniert?

indem man bei der bezahlvariante extras anbietet und mehrfachgebrauch von accounts verhindert.

der economist bietet zb audio-podcasts an. ein subscriber, dem der account wichtig ist, wird sich hüten diesen anderen zu geben, weil die gefahr besteht, dass der andere ebenfalls den account weitergibt.

greifen mehrere leute gleichzeitig auf podcasts zu, wird es auffällig und man könnte den account einfrieren oder mit neuen zugangsdaten versehen.

afterthought
00
18.3.2011, 03:14
BTW

EUR 0.38 pro Tag fuer ein Abo sind fuer die NYT wirklich nicht uebel...

Andere Zeitungen kosten EUR 0.93 ;)

Bodypainter
02
18.3.2011, 07:59

ja, nur dass es sich nicht um die new york times handelt, sondern deren webseite.

afterthought
00
18.3.2011, 13:18

Die Webseite ist enthaelt den gesamten Printteil + zahlreiche Erweiterungen wie zB. Blog, Videos, Photostrecken

Reich sein muss sich lohnen!
01
17.3.2011, 22:17
Ich bin ja eher für das Flattr Modell

www.flattr.com

Ich lade da im Monat 15€ hoch und wenn mir ein Artikel (oder was auch immer) gefällt klick ich auf den Flattr-Button sofern es einen gibt.

Ist halt hauptsächlich in den Blogs etc. vertreten. Bei den professionellen Medien ist mir hier nur die TAZ bekannt.

Bei den Paywalls sehe ich immer das Problem, dass diese Inhalte dann nicht mehr von jeden Gerät aus abgerufen werden können.

Auch kann ich andere nicht mehr auf gute Artikel aufmerksam machen, da diese ja nicht unbedingt durch die Paywall können und jetzt nicht extra ein Abo abschließen werden.

Und ich bin ja nicht bloß bei einem Anbieter unterwegs.
Insgesamt sind das mindestens 5.
Und 5x15€ sind dann doch schon viel Geld...

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