Verdächtige Österreicher

Gesetzeslücke bei Kindesmissbrauch

17. März 2011, 11:07
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    foto: apa/helmut fohringer

Nach dem Zerschlagen eines internationalen Kindesmissbrauchsnetzwerks gibt es auch in Österreich 14 Verdächtige - die nicht ausgeforscht werden dürfen

Im Rahmen einer großangelegten Polizeiaktion gegen ein Kindesmissbrauchsnetzwerk wurden 184 Verdächtige festgenommen, 670 Täter identifiziert und 230 Opfer (hauptsächlich Buben) vor weiteren Übergriffen und Vergewaltigungen gerettet. Unter den mutmaßlichen Tätern sind auch Österreicher, doch wegen einer Gesetzeslücke muss kein einziger von ihnen vor Gericht. 

Europol hat das österreichische Bundeskriminalamt zwar mit den E-Mail-Adressen der mutmaßlichen Täter versorgt, sie dürfen jedoch nicht ausgeforscht werden. Denn Kindesmissbrauch und das Ansehen von Kinderpornographie ist in Österreich zwar strafbar, nicht aber das Unterhalten über pädophile Vorlieben und Sexualpraktiken. Die 14 Österreicher hätten sich laut orf.at im Internet-Forum "boylover" über ihre sexuellen Vorlieben für Buben ausgebreitet. "Wer diese 14 Pädophilen sind, wissen wir nicht. Wir haben keinen Auftrag zur Ausforschung bekommen", sagt Harald Gremel, Leiter der Kinderporno-Meldestelle.

Gremel sagte weiter zu orf.at: "Wenn im Text bereits erkennbar ist, oder wenn er sagt, er möchte ein Kind missbrauchen, oder er hat bereits eines missbraucht, dann hat man natürlich eine Handhabe." Auch Hinweise, dass Forum-Mitgliedern kinderpornographisches Material ausgetauscht haben, würde die Grundlage für Hausdurchsuchungen bieten. Doch auch einen solchen Hinweis gab es nicht. (jus, derStandard.at, 17. März 2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 185
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Ben Vassy
25
20.3.2011, 14:23

Es gab also weder Hinweise auf einschlägige Taten der Überwachten (oder auf die Planung solcher Taten) noch gab es Hinweise darauf, daß sie verbotenes pornografisches Material hatten. Da war nix. Gar nix.

Und trotzdem tauchen ein paar Irre auf und fordern Strafverfolgung bzw. bezeichnen es als "Gesetzeslücke", daß man jemandem nicht die Tür eintreten darf, wenn absolut kein Verdachtsmoment vorliegt.

Kommts nur mir so vor oder erleben wir da grad sowas wie eine zweite Hexenverfolgung?

hema1
 
30
23.3.2011, 08:52
Kein Unschuldiger soll verfolgt werden

Die Frage ist aber, warum wurden jene Österreicher, die jetzt in Zusammenhang mit den Kinderschändern ausgeforscht wurden mit diesen überhaupt in Zusammenhang gebracht.
Irgend etwas muss wohl auch bei ihnen nicht ganz in Ordnung sein.

hema1
 
80
18.3.2011, 17:37
Frau Innenminister Fekter Sie haben Handlungsbedarf.

Oder betrifft das die Ministerin Bandion-Orter?
Jeder der ein unschuldiges Kind angreift, gehört angeprangert und eingesperrt. Wir brauchen keine solchen Schw.... in unserer Gesellschaft.
Die Zukunft muss den Kindern gehören!
www.hopeland.at

hema1
 
20
21.3.2011, 23:47
Ich bin geschockt!

Der rote Balken zeigt mir, dass hier viele Pädofile anwesend sind. Bedeuten euch Kinder nichts? Es ist ein Verbrechen sich an Kindern zu vergreifen.

opryde
02
22.3.2011, 10:36

es ist ein verbrechen sich an kindern zu vergreifen. dieses verbrechen wird geahndet. sie fordern hier allerdings die festsetzung von personen, denen aufgrund der vorliegenden daten kein verbrechen nachgewiesen werden kann. wie ein prozess läuft, wo man ohne beweise anklagt, sieht man derzeit im tierschützerbereich.

und es heisst "pädophile".

hema1
 
20
23.3.2011, 08:54
Stimmt doch nicht

Ich verlange nicht die Festsetzung Unschuldiger.
Ich verlange eine Überprüfung des Gesetzes, ob es ausreichend ist !!!!

LCD
01
23.6.2011, 11:55

Sie verlangen Verfolgung von Leuten die nichts strafbares gemacht haben.
Das Gesetz ist ausreichen. Pädophilie und darüber reden ist nicht strafbar, und das ist gut so. Erst wenn Delikte gesetzt werden (Kinderschändung) darf das Gesetz eingreifen.

naihoit
26
18.3.2011, 11:38
Die 14 Österreicher hätten sich laut orf.at im Internet-Forum "boylover" über ihre sexuellen Vorlieben für Buben ausgebreitet,

dürfen aber nicht ausgeforscht werden, weil es nicht verboten ist, sich über -wenn auch verbotene- Bedürfnisse oder Vorlieben zu unterhalten.
Wäre die Staatsanwaltschaft nicht ausreichend damit beschäftigt, das zu erforschen, worüber Tierschützer sich unterhalten (und das ist, s.o., ja nicht verboten), könnte sie ev., also, wenn ihr fad ist, einen ausreichenden Anfangsverdacht erkennen, der dann weitere Erhebnungen rechtfertigt.

LCD
01
23.6.2011, 11:57

Nachdem Saskijan in ihrem Weblog dafir werbung gemacht hat, wurndert es mich dass dort nur 14 Österreicher waren.

-blos so-
14
18.3.2011, 19:10
bei den Tierschützern habens das ja auch nur deswegen gemacht

weil sich eine Lobby über den Innenminister die Polizei vor den Karren hat spannen lassen...

was glaubens wie viele reichere Mitglieder der Gesellschaft diesen Neigungen im Verborgenen nach gehen...

Death Of Rats
27
18.3.2011, 11:29
:-(

Wenn das wenigstens eine kommentarlos übernommene APA-Meldung gewesen wäre, aber nein, das ist tatsächlich vom Standard selber.

Nach den sensationsgeilen "Live-Tickern" aus Ägypten/Libyen/Japan der nächste Tiefschlag eines ehemaligen Qualitätsmediums. Quo vadis, Standard?

WLG
11
18.3.2011, 17:19

Ich verstehe nicht ganz, was Ihnen an den Live-Tickern nicht passt. Meiner Meinung nach ist das die beste Methode für ein Printmedium, auf dem neuesten Stand zu sein.

suboptimal
 
86
18.3.2011, 11:06
aha ….. Das Unterhalten über pädophile Vorlieben und Sexualpraktiken in einem geheimen Geheimforum ist zwar VERDÄCHTIG,

aber die Polizei darf nicht einmal herausfinden, WER das ist und ob diese streng geschützten Pädophilen ihre Vorlieben nicht doch woanders ausleben oder schon ausgelebt haben. Vom darüber Reden zum Tun ist es wahrlich nur ein kleiner Schritt.
Ein paar unangenehme FRAGEN sollten Pädophile, die die Nähe von pädophilen VERBRECHERN suchen und genießen, schon aushalten. Die Behörde, die sogar die Ausforschung der Namen verweigert, stinkt sehr ordentlich.

(Name der Redaktion bekannt)
08
18.3.2011, 09:19

Die Kommentarfunktion für Artikel führt dS aus gutem Grund nicht ein. Dieser Artikel wäre dunkelrot.

(Name der Redaktion bekannt)
00
18.3.2011, 09:20

Pardon, Bewertungsfunktion.

Fritz Meyer
226
18.3.2011, 08:01
Man bezeichnet diese "Gesetzeslücke" weithin auch als...

Rechtsstaat.

Und dort gilt üblicherweise immer noch "in dubio pro reo". Und nicht "Der Zweck heiligt die Mittel"!

AlBundyFan
 
13
18.3.2011, 08:10
in dubio pro reo

hat überhaupt nichts zu tun damit ob ein verhalten starfbar ist oder nicht.

es sagt, daß man ein verhalten nachweisen muß, um zu bestrafen.

Fritz Meyer
00
18.3.2011, 08:14
Ist schon klar.

Ich bezog mich auf den GRUNDSATZ unseres Rechtssystems.

Was im weiteren Sinn durchaus etwas mit diesem Fall zu tun hat.

maruh
115
18.3.2011, 07:57
Oo

hat der standard jetzt schreiber von der krone?

was soll diese überschrift? was soll dieser schrott artikel?
versteht ihr das unter qualitätszeitung?!

wenn ich so nen mist lesen will geh ich zur österreich, heute, krone und co

256 graustufen
04
18.3.2011, 07:29

als qualitätszeitung könnte sich der standard solche schlagzeilen echt sparen...

Zickenkrieg, Gesetzeslücke ...: vielleicht einfach kurz einen Schritt zur Seite machen und nachdenken, bevor drauflosformuliert wird. Vorsätzliche Manipulation unterstelle ich (noch) nicht. Aber echter Journalismus geht anders.

Anton Friesl
12
18.3.2011, 16:23
Kein Qualitätsblatt sondern eine Gesinnungspostille.,.

Ben Vassy
00
20.3.2011, 14:35

War nie anders, seit dem ersten Erscheinen.

Cliche1
10
17.3.2011, 23:59

als qualitätszeitung könnte sich der standard solche stockfotos echt sparen...

Johannes St.
 
269
17.3.2011, 21:14
dass diese Subjekte in einschlägigen Foren herumschreiben sollte doch genug Verdacht sein um eine Hausdurchsuchung genehmigt zu bekommen

aber in Österreich werden ja vor allem die Täter geschützt,
Opferschutz ist ein Fremdwort.

opryde
01
18.3.2011, 09:55

das ist ja das problem bei dieser sache: die auswertung der mails besagt, dass es keine opfer gibt.

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