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Wien - Mit den warmen Temperaturen starten auch die Spitäler in eine neue Hochsaison. Nicht nur verletzte Sportler füllen die Behandlungszimmer, sondern auch allzu eifrige Hausfrauen und -männer putzen sich regelrecht spitalsreif. Österreichweit ist in den Monaten März und April mit rund 2.400 Unfällen zu rechnen, die beim traditionellen Frühjahrsputz passieren.
Damit bestätigt sich das eigene Heim einmal mehr als einer der gefahrenträchtigsten Orte. Die Verletzungen, die man sich beim Frühjahrsputz zuziehen kann, sind durchaus schwer: In den vergangenen Jahren führten je 40 Prozent der Unfälle zu Knochenbrüchen, rund 20 Prozent zu offenen Wunden. Weitere Verletzungen betrafen Sehnen- und Muskelregionen.
Prädestiniert für Haushaltsunfälle ist das Fensterputzen. 10 Prozent der Putzteufel verunfallen bei Stürzen aus der Höhe. "Es ist besser, einmal mehr die Leiter umzustellen oder Teleskopstangen zu verwenden als bei akrobatischen Verrenkungen einen Sturz zu riskieren. Überhaupt sollte man beim Putzen von Fenstern, hohen Kästen oder Küchenzeilen immer trittsicher unterwegs sein. Eine intakte Leiter gehört daher genauso wie Besen oder Wischmopp zum Frühjahrsputz dazu", rät Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Prävention im KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit).
Frühjahrsputz ist fest in weiblicher Hand
Noch immer sind es meist Frauen, die im Frühjahr putzwütig durchs Haus fegen. Besonders Frauen über 60 sind gefährdet für Stürze aller Art. Mehr als 50 Prozent aller gestürzten Hausfrauen sind älter als 60 Jahre. Das KFV empfiehlt daher: "Generell - aber vor allem in dieser Altersgruppe - beim Putzen nicht nur Socken oder Strümpfe zu tragen, sondern auf Schuhe mit rutschfester Sohle zurückzugreifen", so Robatsch.
Stress und Hektik beim Putzen sollte man tunlichst vermeiden. Der Frühjahrsputz ist lästig und langwierig, daher möchte man ihn möglichst rasch hinter sich bringen. Dennoch sollte man sich dafür ausreichend Zeit nehmen und sein Putzvorhaben planen: "Es ist ratsam, den Frühjahrsputz mit Aufräumen und Ausmisten zu beginnen, damit reinigt man nicht nur das Gemüt, sondern es werden auch gleich etwaige Stolperfallen entsorgt. Und auch beim Putzen hat man sich dazwischen Pausen verdient. Überanstrengung und Eile erhöhen das Unfallrisiko", warnt Robatsch. (red)
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