Kühlversuche werden fortgesetzt – Stromversorgung soll bald wiederhergestellt sein – Nahrungsmittel in Krisengebieten knapp

18. März 2011, 03:12
  • Das Navy-Schiff USS Mustin versorgt die Katastrophenhelfer mit Nahrung, Kleidung, Hygieneprodukten und weiteren Gütern des täglichen Bedarfs.
    foto: epa/cmc rachel costello

    Das Navy-Schiff USS Mustin versorgt die Katastrophenhelfer mit Nahrung, Kleidung, Hygieneprodukten und weiteren Gütern des täglichen Bedarfs.

  • Ein kürzlich von Tepco veröffentlichtes Foto zeigt weißen Rauch über Reaktor 3 von Fukushima Eins
    foto: ap

    Ein kürzlich von Tepco veröffentlichtes Foto zeigt weißen Rauch über Reaktor 3 von Fukushima Eins

  • Die Nacht ist über Tokio hereingebrochen. Die sonst grell erleuchtete Stadt ist nach Stromausfällen und Aufrufen, Strom zu sparen, relativ dunkel.
    foto: reuters

    Die Nacht ist über Tokio hereingebrochen. Die sonst grell erleuchtete Stadt ist nach Stromausfällen und Aufrufen, Strom zu sparen, relativ dunkel.

  • Kampf gegen die Auswirkungen des Super-Gau in Fukushima

  • Am Hafen der Stadt Sendai sieht man die Verwüstung nach den Erdbeben und dem Tsunami.
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    foto: epa/alex hofford

    Am Hafen der Stadt Sendai sieht man die Verwüstung nach den Erdbeben und dem Tsunami.

  • Mit Hubschrauber, die Wasser abwerfen, versucht das japanische Militär nun den beschädigten Reaktor 4 zu kühlen.
    foto: reuters/yomiuri

    Mit Hubschrauber, die Wasser abwerfen, versucht das japanische Militär nun den beschädigten Reaktor 4 zu kühlen.

Einsatzkräfte in Japan setzen Freitag früh (Ortszeit) die Kühlversuche der Reaktorblöcke in Fukushima Eins mit Hubschraubern, Wasserwerfern und Starkstrom fort. Über der teilweise eingestürzten Anlage schütteten Hubschrauber heute Tonnen Wasser auf die Reaktoren 3 und 4, wie der Fernsehsender NHK zeigte. Erstmals wurden auch Wasserwerfer verwendet, deren Einsatz Betreiber Tepco als Erfolg bewertete. Es sei Dampf aufgestiegen, folglich hätten sie das Becken mit den Brennstäben getroffen.

Die nukleare Strahlung blieb nach den Einsätzen allerdings unverändert hoch. Laut Experten könnte das daran liegen, dass verdampfendes Wasser am stark erhitzten Druckbehälter zusätzlich radioaktive Partikel in die Luft gewirbelt hat. Obwohl der Wind den Großteil der Strahlung zum Ozean trägt, bleibt die Angst der Bevölkerung vor Kontamination. In der Präfektur Fukushima verlassen immer mehr Menschen ihre Häuser und kämpfen gegen Kälte und Nahrungsmittelmangel. In Chiba wurde ein Nachbeben (Stärke 5,9) registriert, in Tokio wendeten Millionen von Haushalten mit individuellem Stromsparen einen drohenden Kollaps bei der Energieversorgung ab. Die Ereignisse in Japan im derStandard.at-Liveticker.

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02:40 Uhr: Der AKW-Betreiber Tepco erhöht den Grenzwert der Strahlenbelastung für die Arbeiter auf 100 Millisievert pro Stunde.

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02:35 Uhr: Sollten die Versuche der Kühlung und Wiederherstellung der Stromversorgung für die zerstörten Reaktoren nicht erfolgreich sein, bliebe noch die "Tschernobyl-Lösung", so die japanische Atomsicherheitsbehörde NISA. In diesem Falle würden die Reaktorgebäude mit Sand zugeschüttet und mit einer Betonkonstruktion eingesargt.

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02:20 Uhr: Mit einem Kampf an zwei Fronten soll die Kontrolle über die vier beschädigten Reaktoren zurückgewonnen werden. Einerseits soll an den Blöcken 1 und 2 eine neu verlegte Stromleitung das Kühlsystem wieder zum Laufen bringen. Das berichtete ein Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde NISA am Freitagmorgen in einer vom TV-Sender NHK übertragenen Pressekonferenz. Der Versuch für die neue Stromanbindung der beiden Blöcke solle noch am Freitag starten.

An Front Nummer zwei soll bei den Reaktoren 3 und 4 die Kühlung mit Löschhubschraubern und Wasserwerfern weitergehen. "Im Laufe des Tages" werde die bereits am Donnerstag begonnene Aktion wieder anlaufen, sagte der NISA-Sprecher. Es gehe los, wenn die Teams so weit seien. Am Morgen waren nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo dafür 130 Feuerwehrleute auf dem Weg zum Kraftwerk. In Block 3 ist das hochgefährliche Plutonium enthalten, in Block 4 droht das Abklingbecken voller abgebrannter Brennstäbe zu überhitzen.

Die übrigen zwei Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima eins, die Blöcke 5 und 6, sind noch weitgehend stabil. Nach Angaben der Internationale Atomenergieorganisation (IAEA/IAEO) vom Donnerstag gibt es dort "keine unmittelbaren Bedenken". Die Kerne und Brennstäbe seien nicht beschädigt und die Temperatur in den Abklingbecken steige nur leicht.

Wie die Nachrichtenagentur Kyodo nach der Pressekonferenz unter Berufung auf die NISA berichtete, sei für Sonntag auch ein Anschluss der Reaktoren 3 und 4 an die Stromverbindung geplant.

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01:40 Uhr: Auch am Freitag wird das Kühlen der zerstörten Reaktorgebäude fortgesetzt. Aus den Reaktorblöcken 2, 3 und 4 steigt nach Angaben der japanischen Atombehörde weißer Rauch oder Dampf auf. Die Versorgung der Reaktoren 1 und 2 mit Strom könnte am Freitag erfolgen. Die Reaktoren 3 und 4 sollten bis Sonntag wieder an Strom angeschlossen werden.

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01:30 Uhr: Die Wettervorhersage für Freitag verspricht eine leichte Besserung für die Menschen, die durch das Erdbeben obdachlos wurden. Die Temperaturen in den betroffenen Gebieten steigen auf rund acht Grad, doch in der Nacht fallen sie wieder bis knapp über den Gefrierpunkt. Der Wind sollte die nukleare Strahlung weiterhin Richtung offenes Meer blasen.

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23:30 Uhr: Der Einsatz der Löschhubschrauber hat offenbar kaum Erfolg gebracht. Nach Medienberichten haben sich die Messwerte bei dem AKW nicht verringert. Laut informierten Kreisen sind darüber hinaus die Wasserpegel in den Blöcken 1 und 2 weiter gesunken.

Die Brennelemente ragten in der Früh etwa 1,80 bis zwei Meter aus dem Wasser, auch im Block 3. Das bedeutet, dass hier der Wasserstand praktisch unverändert blieb. Die Pegel sanken auch in den Reaktoren 5 und 6, allerdings waren hier die Brennelemente noch mit Wasser bedeckt.

Der Zustand der Blöcke 1, 3 und 4 dürfte demnach sehr schlecht sein, Reaktor 2 dürfte hingegen nur leicht beschädigt sein. In keinem der Blöcke gibt es derzeit eine Energieversorgung. Zu Block 2 wurde eine Stromleitung gelegt, aber es war Insidern zufolge unklar, ob die Leitungen und Aggregate noch funktionstüchtig sind.

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22:50 Uhr: Japan hat nach Informationen der "Stuttgarter Nachrichten" ferngesteuerte Roboter angefragt, um sie in die Atomanlage hineinzulenken. "In Deutschland stehen solche Roboter in den kerntechnischen Anlagen zur Verfügung" zitiert die Zeitung den Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger. Sobald genaue Anforderungen aus Tokio vorlägen, werde in den Bundesländern nachgefragt, wer solche Roboter liefern könnte, sagte Unger.

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21:10 Uhr: US-Präsident Barack Obama hat eine Sicherheitsüberprüfung für die amerikanischen Reaktoren angeordnet. Die US-Atomkraftwerke seien in der Vergangenheit immer wieder "intensiv geprüft" und für sicher befunden worden, sagte Obama am Donnerstag in Washington. Die US-Regierung habe jedoch eine Verpflichtung, aus den Vorgängen in Japan zu lernen.

Obama sagte, die beschädigten Reaktoren in Fukushima stellten für Menschen in der Umgebung ein "bedeutendes Risiko" dar. Es sei indessen nicht zu erwarten, dass schädliche radioaktive Strahlung die US-Territorien im Pazifik oder das amerikanische Festland selbst erreichen werde.

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20.54 Uhr: Der Betreiber des Atomkraftwerkes Fukushima Eins, Tepco (Tokyo Electric Power Company), unterhält seit heute auch einen Twitter-Account, bisher allerdings erst mit zwei veröffentlichten Tweets und ausschließlich in japanischer Sprache: @OfficialTEPCO

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20.47 Uhr: Was lernt die japanische Bevölkerung aus dem atomaren Unglück? Die wirkliche Aufklärung beginnt erst, berichtet STANDARD-Korrespondent Martin Kölling aus Kioto.

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20:30 Uhr: Barack Obama hält derzeit eine Rede zur Situation in Japan. Er zeigt sich tief betroffen über die Vorgänge und verspricht, alle nötigen Ressourcen zur Unterstützung aufzubringen. US-Bürger in Japan sollen sich nicht innerhalb des 50-Meilen-Radius um Fukushima 1 aufhalten und die Anweisungen der Regierungen Japans und der USA befolgen. Obama wies darauf hin, dass die US-amerikanischen Atomanlagen sicher seien, dass aber gleichzeitig die Notwendigkeit bestünde, aus der Situation in Japan zu lernen. Einen Live-Feed finden Sie hier.

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20.22 Uhr: Warum setzen die Rettungsmannschaften alles daran, Wasser in die Reaktoren 3 und 4 zur Kühlung einzubringen? Diese und weitere Fragen werden hier beantwortet.

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20.14 Uhr: US-Präsident Barack Obama besuchte die japanische Botschaft in den USA. Er trug sich in ein Kondolenzbuch ein und sprach sein "Mitgefühl für das japanische Volk in dieser schweren Krise" aus.

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19.59 Uhr: Im kleinen Fischerdorf Otsuchi fehlt es nach dem Tsunami am nötigsten – "Manchmal muss eine Scheibe Brot für eine dreiköpfige Familie als Mahlzeit reichen." Zur Reportage: Kaum Reis oder Brot - Tsunami-Opfer kämpfen ums Überleben

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19.44 Uhr: Die USA haben ein Evakuierungsprogramm gestartet, das 20.000 Angehörigen von US-Militärs in Anspruch nehmen können. Sie bekämen das Geld für ihre Flugtickets erstattet, wenn möglich können sie auch Militärflugzeuge benutzen.

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19.18 Uhr: Angeblich sei es Ingenieuren gelungen, ein externes Stromkabel an Reaktor 2 zu legen, berichtet die IAEO. Der Reaktorblock soll mit Strom zur Kühlung versorgt werden.

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19.13 Uhr: Ein Video, aufgenommen beim Überflug über die Atomanlage Fukushima Eins, zeigt das Ausmaß der Zerstörungen aus der Nähe:

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18.46 Uhr: STANDARD-Korrespondet Martin Kölling verließ Tokio in Richtung Kioto: "Es fühlt sich an, als verrate ich Tokio. Verrate meine Freunde, die bleiben. Die Stadt scheint das zu spüren. Passanten schauen mich, den kofferschiebenden Ausländer, aus dem Augenwinkel an." Zur Reportage: Ein Abschied, der sich wie Verrat anfühlt

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18.20 Uhr: Die IAEA bezeichnete die Lage in Japan als "sehr ernst". Allerdings habe es heute grundsätzlich keine "signifikante Verschlechterung" in Fukushima gegeben ein, so ein Sprecher der Atombehörde.

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17.54 Uhr: Der japanische Yen hat im Vergleich zum US-Dollar heute seinen höchsten Stand seit dem zweiten Weltkrieg erreicht. Der Dollar kostete zeitweise 76,25 Yen, noch 2007 stand er bei 120 Yen.

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17.18 Uhr: Die Hilfe der internationalen Gemeinschaft geht weiter. Die USA entsenden ein  9-köpfiges Team, das auf die Folgen radioaktiver Unfälle spezialisiert ist, sowie vorerst 35 Millionen Dollar humanitäre Hilfe nach Japan. China und Südkorea haben die Lieferung hunderttausender Gallonen an Benzin und Diesel bewilligt und Russlands Premierminister Putin ließ die Bestände an flüssigem Erdgas im fernen Osten des Landes aufstocken, um die Zufuhr nach Japan erhöhen zu können.

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17.00 Uhr: Wie schon Österreich hat nun auch Deutschland die offizielle Vertretung von Tokio nach Osaka verlegt. Laut Auswärtigem Amt in Berlin "werden der Botschafter und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit fortführen". Es handele sich um eine "Präventivmaßnahme im Sinne der aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise".

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16.55 Uhr: Die nationale Polizeiagentur erhöhte die offiziellen Opferzahlen auf 5.692, jene der Vermissten auf 9.522.

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16:47 Uhr: Eric Ouannes, Geschäftsführer der japanischen Sektion von Ärzte ohne Grenzen erklärte in einem Interview die Einsatzbedingungen vor Ort: "Wir haben versucht, sehr schnell zu reagieren. Wir haben gleich von Beginn an ein sehr kleines Team gebildet, um möglichst flexibel und mobil zu sein und auf neue Situationen schnell reagieren zu können. Derzeit sind in den 20 bis 30 verschiedenen Evakuierungszentren, die wir besucht haben, die chronischen Krankheiten der alten Menschen die Hauptprobleme. Ein weiteres Problem sind die widersprüchlichen Informationen der letzten vier Tage. Der Transport ist ebenfalls schwierig. Die Straßen waren fast überall kaputt, wo wir hinfuhren, und Benzinmangel war auch ein Thema. Die vom Erdbeben und den Tsunamis betroffenen Menschen haben viele Probleme auf einmal: die Kälte - das Wetter ist derzeit eher schlecht - sowie Nahrungs- und Wassermangel. Der dringendste Bedarf sind Decken, damit besonders verletzliche Menschen gegen die Kälte geschützt werden."

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16.41 Uhr: US-Präsident Barack Obama kündigte für heute Abend ein offizielles Statement zur Situation in Japan an.

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16.37 Uhr: Die Nachrichtenagentur Kyodo hat die aktuelle Lage der Reaktoren in Fukushima Eins und die Maßnahmen zur Abwendung weiterer Folgen zusammengefasst (Englisch).

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16.17 Uhr: Japan sollte nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) alle Kraft auf humanitäre Hilfe für die Opfer des Erdbebens und die Wiederherstellung seiner Infrastruktur richten. Das finanzielle Potenzial dazu habe das Land, sagte die Sprecherin des IWF, Caroline Atkinson.

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15.53 Uhr: Die Schauspielerin Sandra Bullock hat laut CNN eine Million Dollar an das amerikanische Rote Kreuz für seinen Einsatz in Japan gespendet. Wie auch Sie die Betroffenen der Katastrophe unterstützen können, erfahren Sie hier.

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15.31 Uhr: Das Iwaki Kyoritsu Hospital, etwa 45 Kilometer von Fukushima Eins entfernt, besitzt nach Angaben der Zeitung Mainichi Daily nur mehr Nahrungsmittel für fünf und Medizin für drei Tage. Auch die Überlebenden und Rettungskräfte in der Präfektur Fukushima stehen immer ernsteren Mängeln an Essensreserven gegenüber, selbst Reis sei in manchen Gegenden Luxus.

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14.53 Uhr: Hohe Werte radioaktiver Strahlung wurden etwa 30 Kilometer außerhalb von Fukushima gemessen, berichtet NHK unter Berufung auf Japans Wissenschaftsminister. Sechs Stunden dieser Dosis ausgesetzt zu sein, wäre gleichbedeutend mit jener Menge, die ein Mensch innerhalb eines Jahres aufnehmen könnte, ohne gesundheitliche Schäden zu erleiden.

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14.50 Uhr: Die neue Starkstromleitung, die Fukushima Eins mit Energie zur Kühlung der Reaktoren versorgen soll, soll noch heute Abend (MEZ) stehen, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Die Kühlung per Wasserwerfer wurde zwischenzeitlich ausgesetzt, soll aber in Kürze wieder fortgesetzt werden, dann auch mit Löschflugzeugen des Militärs. Die bisherigen Bemühungen seien ein Erfolg, sagte ein Sprecher von Tepco, da Dampf ausgetreten sei und demnach die Wasserwerfer die Becken mit den Brennstäben getroffen hätten.

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14.37 Uhr: Ein Techniker der Atomanlage Fukushima Eins hat über seinen Einsatz und seine Mitarbeiter gebloggt. The Straits Times aus Singapur hat den Eintrag in einer englischen Übersetzung veröffentlicht.

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14.26 Uhr: Yukiya Amano, der Generaldirektor der in Wien ansässigen Internationalen Atomenergie-Organisation, hat soeben den Flug in seine Heimat Japan bestiegen. "Die Situation bleibt weiterhin sehr ernst", sagte er bei seiner Abreise am Flughafen Wien-Schwechat.

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14.21 Uhr: Viele Supermärkte in China können die Nachfrage nach Salz nicht mehr bedienen. Nach Berichten, die ausgetretenen radioaktiven Stoffe würden auf das offene Meer ziehen, befürchteten viele Menschen eine Kontamination von Meersalz, der wichtigsten Salzquelle Chinas. Zudem hoffen viele, das iodierte Salz würde möglichen Gesundheitsschäden vorbeugen. Mediziner verneinen diese Wirkung.

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14.08 Uhr: Singapur hat seine in Japan lebenden Bürger aufgefordert, das Gebiet in einem Radius von 100 Kilometern rund um die Atomanlage Fukushima Eins zu verlassen bzw. zu meiden. Die Vereinigten Staaten, Australien und Südkorea haben die Grenze bereits zuvor mit rund 80 Kilometern (50 Meilen) festgesetzt.

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13.58 Uhr: Vor wenigen Minuten wurden Teile des nordöstlichen Japan von weiteren Erdbeben erschüttert. Laut Fernsehsender NHK erreichte es Stärke 4. U.S. Geological Survey stufte die Beben bei einer Stärke von 5,6 bzw. 5,9 ein.

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13.55 Uhr: Ein Labor der Polytechnischen Universität von Katalonien in Barcelona hat die Schallwellen des Erdbebens von vergangenem Freitag aufgezeichnet.

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13.48 Uhr: Die Ausbreitungsrechnungen zeigen derzeit vorwiegend einen Transport auf das Meer hinaus. Derzeit geht die Wolke Richtung Südosten. In der Folge geht sie in Richtung Nordost. Bewohnte Gebiete außerhalb Japans werden derzeit nicht unmittelbar erreicht.

ZAMG

Weitere Grafiken dazu finden sie hier.

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13.14 Uhr: Laut weiterführenden Aussagen von Betreiber Tepco wird das Kraftwerk Fukushima Eins frühestens morgen wieder mit Strom versorgt werden. Ebenfalls morgen sollen die Löscharbeiten per Hubschrauber fortgesetzt werden.

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12.43 Uhr: Tepco-Vertreter geben bei einer Pressekonferenz an, dass durch die Kühlung des Reaktors 3 mittels Helikopter die radioaktive Strahlung minimal verringert werden konnte. Das Unternehmen bittet weiterhin um die Kooperation der Behörden und Katastrophenhelfer, damit die Kühlmaßnahmen aus der Luft und am Boden fortgeführt werden können.

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12.38 Uhr: Vertreter des japanischen Stromunternehmens "Tokyo Electric Power Company" danken via Fernsehen der Bevölkerung für die Mithilfe beim Stromsparen. Dadurch hätte ein möglicher großflächiger Stromausfall in Japans Hauptstadt abgewendet werden können.

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12.27 Uhr: Wie lange die zwei Polizisten aus Salzburg und Tirol und ein Strahlenschutzexperte des Innenministeriums zur Unterstützung der österreichischen Botschaft und des Konsulates in Osaka bleiben, ist noch unklar. Derzeit gebe es 50 bis 70 ausreisewillige Österreicher, die in Japan ihren Lebensmittelpunkt haben, etwa die Hälfte besitze ein Flugticket, erklärte am Donnerstag der Sprecher des Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal. Unter den Österreichern herrsche keine Panik, sondern Disziplin.

Die von Tokio nach Osaka übersiedelte Botschaft stehe mit über 100 Österreichern laufend in Kontakt, sagte der Ministeriums-Sprecher. Die rund 70 im Großraum von Tokio und östlich davon lebenden Ausreisewilligen versuchten, so lange wie möglich in Japan zu bleiben.

Je nach der weiteren Entwicklung bestehe die Möglichkeit, die Auslandsösterreicher in den Süden oder Südwesten von Japan zu verlegen oder ihnen beim Verlassen des Landes zu helfen. Das "Go-Team", bestehend aus den zwei Polizisten, unterstütze sie bei Fragen der Logistik, des Transportes, der Kommunikation und Sicherheit. Sie helfen beispielsweise bei der Erledigung von Formalitäten, Ausstellung von Reisedokumenten - wenn etwa der Pass abgelaufen ist - und informieren über geeignete Transportmittel und Flugverbindungen, erläuterte Launsky-Tieffenthal.

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12.23 Uhr: Faymann und deutsche SPD planen EU-weites Volksbegehren zum endgültigen Atomausstieg.

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12.18 Uhr: Großflächige Stromausfälle in Tokio sind unwahrscheinlich, verlautbarte die Regierung nachdem die Nachfrage nach Strom die Spitze erreichte. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

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12.10 Uhr: Die Notmannschaft im AKW Fukushima besprüht den mit Plutonium bestückten Reaktor drei wieder mit Wasserwerfern, wie das Fernsehen meldet.

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Posting 1 bis 25 von 2817
Warten auf den Mega-Super-GAU?

Heute schon in den SN und jetzt in der Standardüberschrift. Den Super-GAU haben wir schon. Von einem technisch beherrschbaren Unfall kann nicht mehr gesprochen werden (wäre ein GAU).

Aber die Zeitungen wollen sich offensichtlich eine Superlative für die Katastrophe aufhalten. Es gibt scheinbar keine Beschreibung für das Undenkbare: Kernschmelze, durchbrennen, Kontamination von Tokio durch "falsche" Windrichtung.

Es ist derzeit nur Glück, dass noch nicht mehr passiert ist.

aber bitte...

schau dir das video oben an, dann siehst du doch, dass die alles unter kontrolle haben! wie zielgenau jeder wassertropfen an die gewünschte stelle gelangt! und die explosionen, haben sowieso nur zeugs vom kraftwerk entfernt, das total überflüssig war!

Die Explosionen waren sogar höchst hilfreich.

Sonst könnte man jetzt nicht von außerhalb mit Wasserwerfern und Hubschraubern kühlen.

Mount Fuji in Red

Habe diesen Film schon vor Jahren gesehen und kann mich erinnern, daß es mir dabei nicht gut gegangen ist.

Aus heutiger Sicht eine apokalyptische Vision, die plötzlich zur unbegreiflichen Realität wird.

http://www.youtube.com/watch?v=mTg3D1PoyUE

Jetzt bleibt wohl nur noch die Hoffnung, daß dieses Desaster irgendwie in überschaubaren Dimensionen gehalten werden kann. Es darf keiner der sechs Reaktoren und keines der sieben Aufbewahrungsbecken in offenen Brand geraten, sonst ist Japan verloren. Und dann werden wohl auch irgendwann der Reihe nach die anderen Anlagen folgen, ich glaube nicht, daß die dann noch rechtzeitig soweit entschärft werden können, daß sie ohne Hightech-Zivilisation rund herum nicht irgendwann hochgehen.

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UND? Schon gespendet?

Da oben, der Banner! Anklicken! Gemma, aber alle und ned nadern...

noch immer angesoffen oder schon wieder?

was passiert danach eigentlich, wenn mal alles wieder gekühlt wird? bleibt das gerippe so stehen und baut man dann rundherum alles wieder auf? wie kann man das AKW stilllegen? und was ist mit den alten brennstäben die dort irgendwo lagern, die sind doch mindestens genauso gefährlich wie reaktor 1-4!?

Wenn alles wieder gekühlt wird und unter Kontrolle kommt, dann kann die Menschheit ganz laut Danke sagen (zu wem auch immer) und eine kleine Party feiern.

Um sich sodann an die Arbeit zu machen, den ganzen Dreck so schnell wie möglich weltweit soweit unter Kontrolle zu bekommen, daß wir zumindest eine Chance auf ein zukünftiges Überleben haben.

Angesichts der Menge und Gefährlichkeit unserer Probleme wird das aber ein extrem langwieriges, extrem leidvolles Unterfangen mit äußerst unsicherem Ausgang.

Wenn Fukushima nicht mehr kontrollierbar sein sollte, wird wohl in wenigen Monaten die Welt nicht mehr dieselbe wie heute sein. Ich fürchte, dann wird die Katastrophe nicht mehr zu stoppen sein, weitere Anlagen werden folgen.

100 mSv pro Stunde

Um das mal zu unterstreichen: Die Dosis die man in der Natur abkriegt liegt bei 2 mSv pro JAHR. Ein Jahr hat aber 8760 Stunden. Bedeutet: Die Strahung in der Umgebung des reaktors liegt um das VIERHUNTERTAUSENDFACHE über dem Normalwert.

Wenn der Wind "nukleare Strahlung verbläst" ..

In der Berichterstattung wird "nukleare Strahlung" beliebig mit radioaktiven Partikeln vertauscht. Das ergibt sinnwidrige Aussagen wie "Der Wind bläst die nukleare Strahlung Richtung offenes Meer."

Das eine kommt zwar nicht ohne das andere vor, aber Strahlung und radioaktive Partikel sind zwei grundsätzlich verschiedene Dinge - die auch verschiedene Probleme verursachen. Wenn nur Strahlung austreten würde, wäre die Schlacht schon gewonnen und Tokio könnte aufatmen.

Es wird ohnehin querfeldein vereinfacht, dass sich die Gesetze der Physik biegen. Das ist bei der Komplexität der Materie bis zu einem gewissen Grad verständlich. Aber diese völlig falschen Aussagen tragen nichts zum Verständnis bei.

Kan bittet Deutschland um Hilfe, und verweigert gleichzeitig die Hilfe des Nachbarn??

http://derstandard.at/plink/129... 3/20366619

Ohne zynisch sein zu wollen. Als tu experte würde ich es wie die reaktorkerne machen und vor scham mit dem erdgrund verschmelzen.
Ich hoffe die tepco aufsichtsräte und manager werfen schon höchstpersönlich die betonmischer für die csernobyl lösung an und helfen vor ort tatkräftig mit. Ist doch zu erwarten, man kann doch das unternehmen jetzt nicht im stich lassen oder soldaten opfern, oder?

>> "19.44 Uhr: Die USA haben ein
>> Evakuierungsprogramm gestartet, das 20.000
>> Angehörigen von US-Militärs in Anspruch nehmen
>> können. Sie bekämen das Geld für ihre Flugtickets
>> erstattet, wenn möglich können sie auch
>> Militärflugzeuge benutzen."

1. Für die Leute, die die Bedrohlichkeit der Lage nicht richtig einschätzen können.
2. Für die Leute, die noch immer dem Irrtum aufliegen Atomstrom wäre billig.

Massen-Bukkake

Hier findet seit den Morgenstunden das groesste bisher stattgefundene Massen-Bukkake der Geschichte statt. Gemma, spritztz kraeftig weiter mit euren Schlaeuchen, Jungs!

Bullshido greets from Tokyo

Uebersichtsgraphic zu allen Reaktoren der Fukushima Anlage

http://nyti.ms/eTBgOt

Wenn ich das recht verstehe, hat doch die ganze Misere damit angefangen, dass man das Notkuehlsystem des AKWs im Batteriebetrieb betreiben musste bis die Akkus leer waren. Mich wundert ob man da nicht vielleicht einen Reaktor im Normalbetrieb haette weiterfahren koennen/sollen, um die damit gewonnene Energie zum Betreiben des Kuehlsystems oder wenigstens zum Wiederaufladen der Akkus zu verwenden. Sobald die anderen Reaktoren ordentlich runtergefahren worden waeren, haette man sich dann um den letzten kuemmern koennen. Vielleicht war's ja auch technisch nicht moeglich. Ist aber schon komisch, da sitzt man sozusagen an der Quelle und alles haengt von Batterien ab.

falls die pumpen nicht

anspringen, dürfte es wohl stufe 7 erreicht haben. eine strahlendes andenken für die ewigkeit und die unmittelbare bevölkerung.

Also ein bisschen seltsam kommt mir das Ganze schon vor:

Da stehen Atomkraftwerke direkt neben dem Meer, alle reden von Kühlung, und nach einer Woche kommt man drauf, dass man vielleicht Wasserwerfer mit Meerwasser einsetzen könnte.
Aber man ruft nicht etwa die Feuerwehr, die damit schon Erfahrung hat, sondern Polizisten und Militärs.

Dann kommt man drauf, dass man keinen Strom hat, und Notstromaggregate gibt es scheinbar auch keine.

Als die Aggregate endlich herangeschafft wurden passten aber die Stecker nicht, und dann gab es keine passenden Schläuche.

Nebenbei vergisst man noch, Wasser in ein Becken zu pumpen, in dem verbrauchte Brennstäbe liegen, damit die auch noch anfangen zu brennen.

Hubschrauber werden angefordert, aber selts

[Messwerte] Bis Tokyo ist die Strahlung bis jetzt anscheinend nur geringfügig gekommen.

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Messwerte der letzten Tage: http://bit.ly/geigercou... er-Tokyo1a
Infos zur Messtation: http://derstandard.at/plink/129... 4/20329028

das dauert alles viel zu lange...

dabei weiss man nicht einmal, ob man die pumpen rechtzeitig zum laufen bekommt. max 24 stunden.

Interessante Gesichtsstudien von der IAEA Pressekonferenz

http://bit.ly/fx1G1P

danke!

die grässlichen fratzen des kapitalismus...

Super größter anzunehmender Unfall.

TAPCO erklärt gerade, wie das mit dem Strom funktionieren soll:
http://www.ustream.tv/channel/n... k-world-tv

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Posting 1 bis 25 von 2817

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