Mariahilfer Straße: Jank bremst Vassilakou

16. März 2011, 19:54
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    foto: der standard/christian fischer

    Rad an Rad in der Mariahilfer Straße. Geht es nach den Grünen, soll dieses Bild schon bald der Vergangenheit angehören.

Die Wirtschaftskammer steht einer Umwandlung der Einkaufsmeile in eine Fußgängerzone skeptisch gegenüber

Wien - Aus Sicht der Wirtschaftskammer sollen die Wiener auf der Mariahilfer Straße vor allem eines tun: ihr Geld ausgeben. Nun, da Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) laut darüber nachdenkt, die Shoppingmeile in eine Fußgängerzone umzuwandeln, betont man seitens der Kammer, die Straße sei "auch als Verkehrsweg innerhalb Wiens von großer Bedeutung". Die Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer, Brigitte Jank, geht nun auf Konfrontationskurs mit der Stadträtin: "Wenn sich herausstellt, dass die Änderungen keine wesentlichen Verbesserungen aus Sicht der Wirtschaft bringen, kann es keine Fußgängerzone geben."

Für Jank gilt es eine Reihe offener Fragen zu klären: Erreichbarkeit der Betriebe, vor allem von Bäckern oder Hotels außerhalb der definierten Lieferzeiten; mögliche steigende Immobilienpreise und damit eine weitere "Filialisierung" der Einkaufsstraße; und die 300 öffentlichen und 300 privaten Parkplätze, die laut Wirtschaftskammer durch eine Fußgängerzone verlorengingen.

Runder Tisch geplant

In einem "ergebnisoffenen Prozess ohne Zeitdruck" will Jank all diese Probleme klären lassen. Am kommenden Dienstag gibt es einen runden Tisch, an dem auch Vassilakou teilnimmt.

Im grünen Stadtratsbüro wird derweil beschwichtigt: Ebendieser runde Tisch sei dazu da, alle Fragen zu klären, und die Anliegen der Wirtschaftskammer würden - ebenso wie die Standpunkte der Bezirke - bei dem Projekt berücksichtigt. Das Ziel sei jedenfalls eine Verkehrsberuhigung in der Einkaufsstraße. Ende Februar hat Vassilakou dazu eine Studie in Auftrag gegeben, die im Herbst vorliegen soll.

Zukunft der Einkaufsstraße offen

Eine reine Fußgängerzone, betonte die Stadträtin vor einigen Wochen, stehe nicht unbedingt ganz oben auf ihrer Wunschliste: Sie will auf der Mariahilfer Straße auch das Radfahren erlauben (Stichwort Shared Space), Autofahrer sollen sie weiterhin zumindest queren können. Wie die Einkaufsstraße in Zukunft aussehen werde, sei offen - fest steht für Vassilakou aber, dass die Verkehrssituation nicht so bleiben soll, wie sie derzeit ist: "Das kann ich mir nicht vorstellen." Anfang nächsten Jahres könnten erste Maßnahmen gesetzt werden. (hei, DER STANDARD Print-Ausgabe, 17.3.2011)

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Fritz Menzl1
00
Shared Space

Interessant, wofür alles nun "Shared Space" herhalten muß, ... .... für die vorgeschlagene Lösung wäre eine einfache Tafel möglich: Allgemeines Fahrverbot, ausgenommen Fahrräder ...

Roland Schweiger1
00
23.3.2011, 19:37
Ich bin für FuZo + Sonntagsöffnung!!

Was die Ladenöffnungszeiten betrifft (v Geschäften u Banken u Post) ist Ö sowieso ein Schlaraffenland,sogar im ärmeren Tschechien gibt es längst Sonntagsöffnung (zB TESCO). Bin definitiv kein Auto Gegner und FuZos müssen schon auch per Auto erreichbar sein, aber auf der MaHü sind die Autos wirklich STÖREND, merkt man zB wenn man beim Bortolotti sitzt. Positives Beispiel f d Umwandlung einer Straße in eine FuZo: Favoritnerstraße! Eines ist außer Zweifel: die MaHü wertet auf, wenn sie zur FuZo wird, Kurzparkzonen würde ich kostenfrei oder zumindest sehr günstig anbieten. (zB Tiefgaragen + bei_Kauf_1 1/2 Std_kostenfrei)

Victor Riviéra
12
23.3.2011, 09:57
Ach die frühen 80er sind wieder da ;-)

Haben wir das nicht auch bei der Kärntnerstraße hören dürfen? Liefern bis 1030 geht dort auch- alles eine Frage der Organisation...
Die konsumenten, die mit dem Auto kommen sind doch eh die Wenigeren: 10qm Parkplatz für zumeist eine Person, die dann mit einem Sackerl vom H&M wieder wegfährt...
Frau Jank: Bitte die Statistiken nachzulesen, wie sich das Kaufverhalten vor und nach der Verkehrsbreuhigung verhalten hat und dann weiterreden!
Aber eines ist eh klar: Wenn die Wirtschaftskammer lauthals schreit "NEINEINEIN!!" dann pssierts meist ganz schnell ;-)

Schnabeltierfresser
03
22.3.2011, 11:00
Die Wirtschaftskammer

ist gegen eine Fußgängerzone, weil das die Immobilienpreise steigern könnte? Also weil die Straße dadurch offenbar attraktiver würde? Ist das Janks Ernst?

www.tramway.at
13
21.3.2011, 18:24
Als Selbstständiger...

...der bei dieser "Wirtschaftskammer" Zwangsmitglied ist, stößt mir das schädliche Verhalten einer solchen Kämmererin sauer auf. Die Kammer behindert die Wirtschaft wo's nur geht - in meiner Gasse hat man die Parkplätze aufs Maximum erhöht, jetzt, paar Jahre später sind fast alle Geschäfte weg, weil kein Mensch dort mehr zu Fuß gehen mag (Gehsteige verschmälert). WK war dafür. Sonntagsöffnung - brauch ma ned, sagt die Kammer! Fuzo Mahi - brauch ma ned, obwohl da oft zu Fuß kein Durchkommen mehr ist. Wer bremst diesen unsäglichen Verein?

stoneisland
00
21.3.2011, 20:16

um welche strasse geht es?

www.tramway.at
00
21.3.2011, 22:04

Gegend um die Seisgasse im 4., nahe Draschepark & BWK. War "life" dabei, als die von längs- auf schrägparken umgebaut wurde, unter Inanspruchnahme der eh schon schmalen Gehsteige.

Susanne_B
10
22.3.2011, 09:05

waren Sie nicht vielmehr LIVE dabei?

Dr. Nick Rivieras
00
23.3.2011, 18:38

Sie haben einen scharfen Blick fürs Wesentliche ;)

stoneisland
00
21.3.2011, 22:16

die haben dort parkplätze auf dem ehemaligen gehsteig verlegt? echt merkwürdig...

www.tramway.at
00
22.3.2011, 14:10
Seisgasse, Schönburgstraße

Ja, vorher waren dort Längsparker, die Gasse ist eigentlich zu schmal für Schrägparker, so hat man die Gehsteigkante angerampt und die Autos stehen längs zur Hälfte am Fußweg (Restbreite grad für 2 Personen ohne Tasche). Die Schrägparker auf der anderen Seite blasen die Abgase nun in Richtung Geschäftslokale. Parkplatzgewinn ca 1-2 Plätze, für mich war das der letzte Tropfen im vollen Fass, dort wegzuziehen.

stoneisland
00
26.3.2011, 08:45

ich kenne gegenbeispiele, wo parkplätze vernichtet wurden um eine fahrradspur zu machen, auf der man tagelang keine radfahrer sieht.

ama2deus
00

ich kenne straßenabschnitte, die für die anrainer ein direkt vor ihren haustüren gelegener naherholungsraum sein könnten, die aber für den straßenverkehr freigegeben sind, obwohl dort tagelang kein auto fährt.

stoneisland
00

sie meinen, nicht einmal die anreiner dort haben ein auto... wo ist das denn? ^^

e h
01
21.3.2011, 09:05

Die Frau Jank fürchtet also Nachteile für die Unternehmen in der Mariahilferstraße und gleichzeitig steigende Immobilienpreise - die Mieten werde wohl wegen der schlechter werdenden Rahmenbedingungen steigen .....

Reisebegleiterin
10
20.3.2011, 19:43

fragt sich nur was die jank dafür bekommt, dass sie so vehement dagegen is.
die wirtschaft würds ja ned belasten.

Bluesman25
 
34
20.3.2011, 06:58
Pro Fuzo!!!

1. querungen selbstverständlich weiterhin möglich lassen. z.b. otto bauergasse.
2. zustellbetrieb für geschäfte mit leicht verderblicher frischware weiterhin ermöglichen.
selbstverständlich müssen auch alle anderen betriebe weiterhin beliefert werden.

die geschäfte haben nichts zu befürchten. im gegenteil: die "mahü" als fuzo wäre ein vorzeigemodell allererster klasse und wird den betrieben eine imageaufwertung bescheren.

last but not least: kein einziger autofahrer mit privatfahrzeug ist gezwungen die mahü zu malträtieren. die leute tun das aus faulheit, ignoranz, gedankenlosigkeit und weils eben möglich ist. niemand wird das "fahrerlebnis" auf der mahü vermissen, wenn es nicht mehr erlaubt ist.

Jr Ewing
00
20.3.2011, 09:48

Das heißt Fußgängerzone.

MovGP0
00
20.3.2011, 12:05
haha

ich muss bei "fuzo" immer an "futurezone" denken ;)

Major Nelson
 
11
20.3.2011, 12:55
Und ich an Fuzzis.

August Semmel
02
20.3.2011, 00:01
Ach was, her mit der Fuzo

in der Maryhelperstreet, der Meidlinger Hauptstraße, der Favoritenstraße, dem Spittelberg und der Kärntner Straße hats auch nicht geschadet - eher im Gegenteil.

bloody-nine
 
513
19.3.2011, 23:40
abgesehen vom notorischen

pro-auto-reflex der övp gehts doch da nur darum, der rot-grünen und damit övp-freien stadtregierung eins reinzuwürgen.
speziell den grünen, weil die den platz innehaben auf den die övp - gottgegebenerweise, quasi - einen anspruch zu haben glaubt.
klassische övp-taktik halt, eh wie überall sonst auch.

lagrangian
32
20.3.2011, 09:24

Erstens ist das gut und zweitens hat's noch den positiven Nebeneffekt, dass die fuzo nicht kommt, wenn's denn gelingt. Also durch und durch positiv.

geordie
10
20.3.2011, 15:58

ja, durch und durch positiv, denn die Sicht der Fußgänger oder ÖffiBenutzer zählt ja nicht. Wenns autogerecht ist, dann ists durch und durch positiv, nicht wahr?

lagrangian
01
21.3.2011, 06:11

Die jetzige Situation ist für alle gleich positiv, deswegen ist sie ja gut.

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