Die ÖBB holen bei der Pünktlichkeit auf

16. März 2011, 12:24
  • Artikelbild
    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Die ÖBB sehen sich bei der Pünktlichkeit im Fahrplan.

94,2 Prozent der Züge 2010 weniger als fünf Minuten verspätet - Aufschließen zur Schweiz als Ziel

Wien - Im Jahr 2010 hatten 94,2 Prozent der Züge der ÖBB weniger als fünf Minuten Verspätung, 2009 waren es erst 90,5 Prozent, hieß es am Mittwoch in einer Pressekonferenz. "Wir werden in spätestens zwei bis drei Jahren zu den Klassenbesten aufgeschlossen haben", zeigte sich Franz Seiser, Vorstand der ÖBB-Holding AG, zuversichtlich.

Noch besser sind die Werte seit Jahresbeginn 2011, die durchschnittliche Pünktlichkeit lag bei 97,6 Prozent. Allerdings hatten die ÖBB in diesem Zeitraum Wetterglück und waren durch wenige Baustellen begünstigt. Das Ziel, bis 2013 zur Schweiz aufzuschließen, scheint dennoch erreichbar, denn die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) liegen heuer mit bisher 98,0 Prozent nur noch ganz knapp vor den österreichischen Kollegen.

Verlässliche Schnellbahn

Besonders verlässlich fuhr nach ÖBB-Angaben 2010 die Schnellbahn in Wien, ihre Pünktlichkeit lag bei 97,6 Prozent (2009: 91,3 Prozent, wegen Baustellen und des Ausfalls des Stellwerks Süßenbrunn). Auch insgesamt kam der Nahverkehr mit 95,2 Prozent auf einen guten Wert (2009: 91,8). Schlechter sieht es beim Fernverkehr aus, die nur 75,7 Prozent Pünktlichkeit (2009: 67,8) haben laut Seiser vor allem die Kollegen in Deutschland und Ungarn zu verantworten.

"Wir können noch Bahn fahren, wir haben es nicht verlernt", so der ÖBB-Holding-Vorstand. Dass man nun besser liegt, begründet das Unternehmen mit vielen inzwischen abgearbeiteten Baustellen, der neuen Verkehrsleitzentrale beim künftigen Hauptbahnhof in Wien sowie Infrastrukturinvestitionen etwa in Weichenheizungen. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 138
1 2 3 4
Brunelleschi
00
20.3.2011, 21:21
Railjet jetzt pünktlicher

Die verbesserte Pünktlichkeit ist mir bei den Railjets aufgefallen, die waren noch vor einem halben Jahr fast immer verspätet, seit ein paar monaten komm ich aber auf die Minute genau an. Irgendwo bei den ÖBB hab ich da aber mal gehört das lag an Baustellen in Deutschland.

waeldar
00

sind dafür einige haltestellen ausgelassen worden. so zb. innsbruck-feldkirch: kein ötztal, kein imst, kein st. anton...

nestrus
00
28.4.2011, 13:40
Ist aber auch kein Schaden

Langen, St. Anton, Landeck-Zams, Imst-Pitztal, Ötztal und das alles innerhalb von nicht mal 60 Kilometer, das war schon etwas übertrieben. (Wie Jenbach, Wörgel und Kufstein in nicht mal 30 km.)
Man darf durchaus etwas Rücksicht auf die Touristen nehmen, aber hier ging es nur um die Verteidigung alter Privilegien.
Außerdem ist das nicht erst dieses Jahr gemacht worden, sondern schon vor der RJ Einführung (auch für die ECs).

Die RJs sind wohl wegen beendeter Baustelle im Arlbergtunnel und vor allem im deutschen Eck pünktlicher geworden.

Exbeamter
00
17.3.2011, 12:26
HAHA, ist ja einfach wenn man die Fahrzeiten erhöht.

Beispiel. RJ Linz - Wien Jetzt 1h35 vorher 1h30

Kell-Conerem
00
28.4.2011, 00:14

jup es wurde gestreckt aber mir ist aufgefallen das sehr viele RJ in linz jetzt 5 minuten früher ankommen als geplant. Gut für die Linzer Passagiere habens mehr zeit zum ein / aussteigen.

tock tock tock
00
20.3.2011, 13:40
Also da sag ich ganz ehrlich, dass es

mir lieber ist, wenn der Zug *pünktlich* fährt, anstatt die meiste Zeit mit Verspätung.

Ich mein: Ich muss mich zB am Bahnhof abholen lassen - da ist es doch für alle Beteiligten g'scheiter, wenn der Zug pünktlich am Bahnhof ankommt. (Das kann auch 5 Minuten später sein ...)

Karl Valentin3
 
00
17.3.2011, 18:46

Es ist ihnen also lieber wenn im Fahrplan 1:30 steht, der Zug aber 1:35 braucht und dadurch 5 Minuten verspätet ist?

Karl Radek
16
17.3.2011, 11:22

ich verzichte bewußt auf eine eigenes auto und fahre ausschließlich mit öffis und dem rad. den öbb bin ich wohlgesonnen und im grossen und ganzen zufrieden. wenn nicht auf manchen strecken die mitnahme eines fahrrades mehr als das doppelte des tickets kosten würde und wenn die öbb endlich ein echtes bekenntnis zu "rad & bahn" ablegen würden (anstatt radelnde bahnfahrer abzuzocken), wäre ich noch zufriedener. und achja: ich wünsche mir mehr abendzüge zwischen retz und wien (am wochenende)

Landbus Bregenzerwald
01
17.3.2011, 11:02

Einige Poster weiter unten kritisieren, dass die Pünktlichkeit nur durch verlängerte Fahrzeiten zustande kommt. Wer mit der vielgelobten SBB gefahren ist, weiß dass das dort auch nicht viel anders ist. Dort stehen die ICs in jedem etwas wichtigeren Bahnhof 5 Minuten.
Ich brauch lieber etwas länger und weiß dafür wann ich ankomme.

parapente
00
17.3.2011, 10:52
Früher galt der Spruch:

"Pünktlich wie die Bahn - und schnell wie die Post!"

Viel früher.

florus flagrantius
10
19.3.2011, 00:03
dieser spruch war aber immer , und wirklich immer - nur in ironischer weise verwendet

auch - sehr , sehr viel früher.

Laubklauber
 
11
17.3.2011, 10:42
*ENDE DER BEZAHLTEN ANZEIGE DER ÖBB*

es folgen nichtrepräsentative Kommentare von ein paar wenigen verärgerten Bahnkunden

ama2deus
11
17.3.2011, 11:08

wenn sie sich die verlinkten artikel RECHTS der postings ansehen, dann bemerken sie vielleicht, dass ihr posting absolut haltlos ist.

Laubklauber
 
00
17.3.2011, 10:40
Fahrzeitverlängerung vs. Pünktlichkeit

Seit der letzten Fahrplanumstellung hat sich für mich als Pendler die Fahrzeit praktisch eines jeden Regionalzuges um 1 Minute verlängert (Strecke Praterstern - Neunkirchen). Na klar ist dann die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Züge pünktlich unterwegs sind.

Apropos pünktlich: Ganz schlimm wars am Donnerstagabend vor zwei Wochen: "aufgrund eines Stromabsturzes" kam ich mit sage und schreibe 102 (!!!) Minuten Verspätung in Neunkirchen an, bei einer normalen Fahrzeit von 38 min. Statt um 23:41 um 01:23 Uhr, superklass.

Und wenn ich schon beim Raunzen bin: Ganz ärgerlich finde ich die teils immensen Wartezeiten der Regionalzüge im Bhf. Wiener Neustadt, kann man das nicht besser lösen?

ama2deus
00
17.3.2011, 11:17
apropos pünktlich:

- vor 3 wochen kam ich mit dem EC aus maribor mit 45 minuten verspätung an, was auch dazu geführt hat, dass ich zu spät in der arbeit war.

- vor 3 monaten kam ich wegen der starken schneefälle mit 32minütiger verspätung in graz an. was mich ebenso nicht erfreute, da ich in wien in der eiseskälte knappe 40 minuten auf den zug warten musste.

unabhängig von diesen 2 ärgerlichen verspätungen - bei denen die züge übrigens auf der fahrt ca. 20 minuten aufgeholt haben! - erinnere ich mich jedoch an keinerlei gröbere verspätungen (zeitraum juni2010-märz2011; im schnitt 4fahrten pro woche).

der mensch neigt dazu sich das negative zu merken ;)

ad WN:
ich denke mal die wartezeit resultiert daraus, dass viele in die ICs n. wien/ n. graz umsteigen

Marlon62
00
17.3.2011, 08:29
LOL

Dafür habe ich gestern "nur" 29 Minuten auf die S45 warten müssen

:-)))

der wanderfalke
 
00
17.3.2011, 08:57
Bei einem 30-Minuten-Intervall?

Marlon62
00
17.3.2011, 12:17
Nein,

bei einem 15-Minuten Intervall.

Roy Nest
00
17.3.2011, 08:11
Gelten bei den ÖBB auch Züge als pünktlich, wenn sie zu früh fahren?

Das beobachte ich in letzter Zeit leider häufig. Ursachen sind die Zeitpuffer, die die ÖBB zwecks Pünktlichkeit in die Fahrpläne eingebaut haben, kombiniert mit Undiszipliniertheit oder fehlendem Uhrlesetalent des Personals.

Heinz Pepi
00
17.3.2011, 03:24

"Das Ziel, bis 2013 zur Schweiz aufzuschließen, scheint dennoch erreichbar, denn die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) liegen heuer mit bisher 98,0 Prozent nur noch ganz knapp vor den österreichischen Kollegen."

Wer immer das geschrieben hat, scheint nicht viel Ahnung von Mathematik zu haben (oder möchte für die ÖBB Werbung machen). Die Schweizer haben also 2% verspätete Züge, die ÖBB 5,8%. Das ist fast das Dreifache! Nichts von wegen "nur noch ganz knapp."

Karl Valentin3
 
00
18.3.2011, 16:36
???

Also ich lese, dass bei den ÖBB die Pünklichkeit in diesem Jahr bei 97,6% liegt und bei den Schweizern bei 98%.
Von wegen das Dreifache.
Sie scheinen wohl den Text nicht ganz gelesen zu haben.

wolfgard007
00
16.3.2011, 23:44
Pünktlicher: ja. Besser: hmmmm.

Zwischen Wien und Vorarlberg waren die letzten paar benutzten Züge (RJ oder EC) pünktlich, eine deutliche Verbesserung gegenüber den letzten Jahren.
Dass man in vielen (und künftig allen) Zügen zwischen Wien und dem Ländle Räder nicht mehr mitnehmen kann, ist allerdings ein ziemlich doof.

Landbus Bregenzerwald
00
17.3.2011, 10:09

Bei den ICs kann man nach wie vor Räder mitnehmen. Nur brauchen die fast 1 Stunde länger als die Railjets

joky1
00
17.3.2011, 08:17

Die ÖBB muss sich doch auch gegen diese Entwicklung behaupten!

Leider ist der einzige Nachteil der Fahrradmitnahme jene, dass die Garnituren ein zu hohes Niveau und zu schmale Türeinstiege haben, um dies zeitgerecht zu bewerkstelligen.

Wird ein Niederflur-Radanhänger mitgeführt, der an jedem Bahnhof deutlich (und richtig) gekennzeichnet ist, sind die Türen breit genug, dann sollte die ÖBB die kurzen Stopps auch trotz Radfahrer hin bekommen,...

Gruß

Eleazar Halevy
00
16.3.2011, 21:20
Na ja, es ist ein wenig besser geworden - aber noch lange nicht gut.

Ein Wochentag, letzte Woche, letzter Railjet am Abend weg aus Wien Richtung Westen: irgendwo vor St. Pölten - 1 Stunde Stillstand: es wurden Personen auf den Geleisen gesehen. Nach einer Stunde Weiterfahrt "auf Sicht" - hätte man das nicht gleich machen können? Anschlußverbindugnen waren natürlich alle für alle weg.
Diesen Sonntag, 9 Uhr früh - Railjet von Wien weg, Richtung Westen: mit der Abfahrt extrem lautes, unangenehmes Brummen. Der Schaffner: wahrscheinlich die Klimaanlage, läßt sich nicht abstellen; das wird mglw. erst aufhören, wenn wir die ganz hohen Geschwindigkeiten erreichen - die ereichen wir dann auch - nach St. Pölten, nach einer Stunde. Sind halt auch schon alt, die Railjets.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 138
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.