Übersättigter Mobile-Markt keine leichte Herausforderung
In wenigen Tagen schicken die japanischen Unterhaltungselektroniker bei Nintendo mit der 3DS ihren jüngsten Hoffnungsträger ins Rennen. Das Verkaufsargument von 3D-Effekten ohne Brille führt bei dem angeschlagenen Konzern aber nicht automatisch zu einer Erholung der Geschäfte, glauben die Marktforscher bei Interpret http://www.interpretllc.com. In dem mittlerweile übersättigten Handheld-Markt und gerade bei der primären Zielgruppe muss sich das Unternehmen darüber hinaus zusätzlich differenzieren, meinen die Experten. Zu groß ist die Armada konkurrierender mobiler Geräte mittlerweile geworden.
Junge Gamer bereits mit Handhelds versorgt
Mit seiner Neuerscheinung ist der Elektronikkonzern alles andere als allein. Neben einer neuen Version von Sonys PlayStation Portable oder auch dem iPad 2 steht 2011 eine ganze Latte an Android-Smartphones und -Tablets in den Startlöchern. Darüber hinaus konkurriert die 3DS mit bereits am Markt erhältlichen Geräten - darunter auch der eigene Vorgänger DS. Auf einen Rettungsanker in Form des 3D-fähigen Produkts ist Nintendo mittlerweile jedoch angewiesen, steuert das Unternehmen doch auf das schlechteste Ergebnis seit sechs Jahren zu.
Im mobilen Spielemarkt Europas und der USA will Nintendo mit der 3DS ab dem 25. bzw. 27. März mitmischen. Potenzielle Käufer ortet Interpret vorwiegend unter jungen und technologiebegeisterten Gamern. Ausgerechnet sie sind mit Handhelds - etwa von Nintendo, Sony oder Apple - aber bereits gut versorgt. Fast 80 Prozent der Konsumenten in der 3DS-Top-Zielgruppe sind mit mobiler Unterhaltungselektronik ausgestattet. Die Hälfte besitzt sogar zwei oder mehr Geräte aus der Sparte.
Qualitative 3D-Inhalte teuer
Die brillenlose 3D-Technologie ist bei der Positionierung eines neuen Produkts im Mobile-Gaming-Segment zweifelsfrei ein wichtiger Faktor. Ob sie jedoch ausreicht, um die User zu einem Kauf einer zusätzlichen mobilen Konsole zu bewegen, ist besonders angesichts des abseits der Kinos nur langsam Früchte tragenden 3D-Hypes fraglich. Interpret zufolge ist daher eine noch deutlichere Abgrenzung von der Konkurrenz notwendig.
Eine tiefgreifendere Differenzierung kann in dem übersättigten Markt beispielsweise anhand einzigartiger Inhalte und qualitativ hochwertiger 3D-Effekte möglich sein. Dem Anbieter machen dabei jedoch die vergleichsweise hohen Kosten zu schaffen. Smartphone-Kassenschlager wie Angry Birds verschlingen in der Entwicklung deutlich weniger Geld als aufwändige und mit Effekten ausgestattete Mobilkonsolen-Games. Erstere können dementsprechend günstiger und dank In-App-Werbeeinblendungen sogar gratis angeboten werden. (pte)
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