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Das Königshaus in Bahrain und die Regierung in Riad wollten wohl gleich zwei Fliegen auf einen Schlag erwischen: Indem saudi-arabische Soldaten auf der Insel einmarschieren, wird die Oppositionsbewegung, die auf ein Ende der Herrschaft der sunnitischen Minderheit in Bahrain hinauslief, abgestellt, gleichzeitig wird der Iran als Unruhestifter am Persischen Golf in die Schranken verwiesen. Ein Beitrag zur Stabilisierung, aus ihrer Sicht.
Der bahrainisch-saudische Schuss könnte jedoch leicht nach hinten losgehen. Die Schiiten in Saudi-Arabien verlieren jede Hoffnung auf Emanzipation ohne Rebellion - und Riad, das am Samstag noch in der Arabischen Liga eine Flugverbotszone über Libyen abgenickt hat, könnte bald mit einem vollen Aufstand konfrontiert sein, und zwar in jenem Teil des Landes, in dem die Ölvorkommen liegen. Der Iran könnte auf die konfrontative saudische Politik eingehen, und die Schiiten in Bahrain und Saudi-Arabien könnten mangels Alternativen Hilfsangebote Teherans aufgreifen.
Und die Amerikaner mittendrin, denen doch die Demokratie in der arabischen Welt am Herzen liegt: so sehr, dass sie aus Protest das Hauptquartier ihrer fünften Flotte aus Bahrain wegverlegen würden? Eher nicht, denn eine Schwächung der US-Präsenz in der Region steht gerade bevor: Mitte des Jahres sollen die US-Truppen aus dem Irak abziehen. Auch dort spalten die Ereignisse in Bahrain die Bevölkerung und tragen zur Destabilisierung bei. (Gudrun Harrer DER STANDARD, Printausgabe, 16.3.2011)
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... der hat wohl nicht verstanden worum es im Persischen Golf überhaupt geht.
Wie wäre es - wenn man dem Volk in Bahrain tatsächlich die Möglichkeit gäbe selber über ihr eigenes Schicksal zu bestimmen - auch wenn die Entscheidung nicht unbedingt mit den Interessen der Saudis, der USA und des Westens übereinstimmen würde?
1. die oppositionellen bestehen aus schiiten
2. diese sind keineswegs einhetlich
3. die radikale hat die verhandlungen zwischen den moderaten mit der herrscherfamilie ebenso torpediert wie reaktionäre teile der herrscherfamilie, und setzt auf konfrontation
4. ein konfessioneller bürgerkrieg droht, anteil 60 zu 40
5. saudi-arabien und vae haben eingegriffen, ob mit oder ohne us-einwilligung
6.die golfstaaten und saudi-arabien sind wichtige stützen des petrodollars, der wiederum bis jetzt den uneingeschränkten militärischen schutz finanzierte
7. ein switch würde zumindest eine unterordnung unter die moolahs. falls nicht das ende der golfstaaten und saudi-arabiens bedeuten
Demokratie wenn sie westlich pluralistisch und liberal ist also von den Banken beeinfluss und Kontrollierbar von den Medien belügbar und und für jeden Geldzufluss der das Land wirtschaftlich ausplündert zugänglich. Die USA ist ein Imperium auch wenn sie sich lieberal geben , die Schiitische Mehrheit ist da ein Stein im Magen des strategischen Konzepts, deshalb hat man den Partner gerufen.
auch eine netter ersatzausdruck für "brutal unterdrückt". es werden zwar jede menge menschen ihr leben verlieren im zuge dieses harmlosen "abstellens", aber was solls. man kann nicht überall so streng sein wie in libyen, wo man ganz schnell ist mit forderungen nach luftschlägen, gell?
aber bahrain ist natürlich was anderes, klar!
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