Hubschraubereinsatz: 7,5 Tonnen Wasser pro Flug

17. März 2011, 02:56
  • Elf Wasserwerfer der Tokioter Polizei stehen bereit
    foto: ap/dapd/the yomiuri shimbun

    Elf Wasserwerfer der Tokioter Polizei stehen bereit

  • Welche Blocks des AKW weisen welche Defekte auf? Mehr dazu auf dieser Grafik.
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    Welche Blocks des AKW weisen welche Defekte auf? Mehr dazu auf dieser Grafik.

  • Heftige Schneefälle erschweren die Suche nach Opfern, Überlebende helfen sich durch notdürftige Lagerfeuer.
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    foto: ap/yomiuri shimbun

    Heftige Schneefälle erschweren die Suche nach Opfern, Überlebende helfen sich durch notdürftige Lagerfeuer.

  • Übersichtsgrafik über das Gebiet rund um das Kraftwerk Fukushima 1.
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    Übersichtsgrafik über das Gebiet rund um das Kraftwerk Fukushima 1.

  • Die Reaktoren 1, 2, 3 und 4 (von links) der Atomanlage Fukushima Eins. Das Foto wurde gestern aufgenommen, aber erst heute von Tepco veröffentlicht.
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    foto: tokyo electric power co./ap/dapd

    Die Reaktoren 1, 2, 3 und 4 (von links) der Atomanlage Fukushima Eins. Das Foto wurde gestern aufgenommen, aber erst heute von Tepco veröffentlicht.

  • Kaiser Akihito während seiner Fernsehansprache.
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    Kaiser Akihito während seiner Fernsehansprache.

  • Starkes Nachbeben der Stärke 6,0 östlich von Tokio, aber keine Tsunami-Warnung

     

     

  • Eine Frau, die im Sicherheitsradius von 20 Kilometern rund um Fukushima Eins lebte, wird von Medizinern in Hitachi City mit Geigerzählern auf radioaktive Strahlung untersucht.
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    Eine Frau, die im Sicherheitsradius von 20 Kilometern rund um Fukushima Eins lebte, wird von Medizinern in Hitachi City mit Geigerzählern auf radioaktive Strahlung untersucht.

  • Wegen eines erhöhten Strahlenaustritts mussten die Löscharbeiten im Kernkraftwerk Fukushima 1 unterbrochen werden.

  • Der zerstörte Reaktorblock 4 von Fukushima Eins
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    foto: tokyo electric power co. via kyodo news/ap/dapd

    Der zerstörte Reaktorblock 4 von Fukushima Eins

  • AUA-Maschine aus Tokio am Dienstagabend in Wien-Schwechat gelandet

  • Aktuelle Luftaufnahmen zeigen die Beschädigungen der Atomanlage Fukushima Eins
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    foto: reuters

    Aktuelle Luftaufnahmen zeigen die Beschädigungen der Atomanlage Fukushima Eins

  • Mitarbeiter von Tokyo Electric Co. erklären bei einer Pressekonferenz die jüngsten Vorfälle in Fukushima
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    Mitarbeiter von Tokyo Electric Co. erklären bei einer Pressekonferenz die jüngsten Vorfälle in Fukushima

  • Ein Mann verlässt das Strahlenmesszentrum Koriyama, Präfektur Fukushima
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    Ein Mann verlässt das Strahlenmesszentrum Koriyama, Präfektur Fukushima

  • Überblicksgrafik des Atomkraftwerks Fukushima Eins
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    Überblicksgrafik des Atomkraftwerks Fukushima Eins

Schneefall behindert Helfer - Auch Polizei-Wasserwerfer einsatzbereit - Laut IAEA drei Reaktorkerne defekt

Die Lage in der japanischen Atomanlage Fukushima Eins hat sich heute erneut zugespitzt. Aus Reaktor 3 steigt weiterhin Rauch auf. Laut Regierungsangaben ist der Reaktormantel zwar nicht beschädigt, Angaben der IAEA widersprechen dem allerdings.

Die Strahlenwerte im AKW stiegen infolge des Brands kurz nach 2.00 Uhr MEZ zeitweilig stark an, fielen aber nach etwa einer Stunde wieder. Versuche, Wasser zur Kühlung per Hubschrauber über der Anlage abzuwerfen, wurden wegen der zu hohen Strahlungsdosis über den Reaktoren abgebrochen.

Indessen wurden die radioaktiven Stoffe Cäsium und Jod im Trinkwasser der Region Fukushima nachgewiesen. Die Mengen wären nach Behördenmeldungen jedoch nicht gesundheitsgefährdend. Erstmals in der Geschichte Japans trat der Kaiser während einer Krisensituation vor laufende Kameras, um sich an sein Volk zu wenden – Akihito drückte seine "tiefe Sorge" über die aktuelle Lage aus. Wir beenden für heute die Live-Berichterstattung, in ein paar Stunden geht es weiter.

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Letztes Update 2:55 Uhr: ein Video des Hubschraubereinsatzes:

01.45 Uhr - Militär-Hubschrauber haben damit begonnen, das Reaktor 3 des Fukushima mit Wasser zu besprühen. Im Fernsehen war ein Helikopter der japanischens Selstverteidigungskräfte zu sehen, der 7,5 Tonnen wasser zielsicher über dem Gebäude abließ.

1:03 Uhr: Der japanische Fernsehsender hat einen Hubschrauber in der Luft, der aus sicherer Entfernung das Kraftwerk filmt. Aus Reaktor vier steigen unregelmäßige Dampfwolken auf. Mittlerweile ist auch ein Wasserwerfer der Polizei am Gelände des Atomkraftwerks angekommen, der helfen soll, die Brennstäbe zu kühlen.

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1:00 Uhr: Die Temperatur in den Abklingbecken hat im Reaktor 4 am Montag und Dienstag dramatisch hohe Werte erreicht. Es wurden 84 Grad Celsius gemessen, wie die Internationale Atomenergieorganisation (IAEA/IAEO) am Mittwoch unter Berufung auf Angaben aus Japan mitteilte. Demnach lagen für Mittwoch keine Daten vor. Laut IAEO wird die Temperatur in den Aufbewahrungsbecken unter normalen Umständen unter 25 Grad Celsius gehalten.

Für die Abklingbecken in den noch als weitgehend intakt geltenden Reaktoren 5 und 6 meldete die IAEO für Mittwoch 6.00 Uhr MEZ 62,7 beziehungsweise 60 Grad Celsius. Daten für die Reaktoren 1 bis 3 wurden nicht genannt.

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00:15 Uhr: NHK meldet, dass der österreichische Botschafter aus Tokio in die südlich gelegene Stadt Kioto abgezogen wurde.

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00:09 Uhr: Auch heute überträgt CNN wieder das Programm des japanischen Fernsehsenders NHK mit englischer Übersetzung. Jetzt läuft gerade eine Pressekonferenz des AKW-Betriebers Tepco.

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22:58 Uhr: Jodtabletten ausverkauft. Wegen der japanischen Atom-Störfälle sind Kaliumjodidtabletten beim größten Hersteller in den USA komplett ausverkauft. Das Unternehmen Anbex teilte am Mittwoch mit, es habe seit dem Beginn der Krise tausende Bestellungen für sein Medikament Iosat erhalten. Diese seien hauptsächlich von der Westküste der USA, aber auch aus Japan, Südkorea und anderen asiatischen Staaten eingegangen, sagte Firmenchef Alan Morris. Er hoffe, dass sein Unternehmen binnen zwei Wochen wieder liefern könne. Die Tabletten schützen die Schilddrüsen vor radioaktiver Strahlung.

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22:31 Uhr: Der japanische TV-Sender NHK meldet, dass die Evakuierung weiterer 28.000 Personen angeordnet wurde. Wegen der Gefahr radioaktiver Verstrahlung müsstenviele Bewohner  der Präfektur Fukushima ihre Häuser verlassen, meldete der Sender. Viele Notunterkünfte in der Region seien aber schon zu überfüllt, um neue Atom-Flüchtlinge aufzunehmen. Deshalb würden die Menschen jetzt auch auf umliegende Präfekturen verteilt.

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22:21 Uhr:  Die USA schicken acht Tonnen Material und 39 Spezialisten nach Japan, gibt Energieminister Steven Chu bekannt. Die Ladung enthält Strahlungsmessgeräte. Auch auf den Aleuten, Hawaii und Guam werden zusätzliche Messgeräte installiert.

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20.50 Uhr: Bislang wurde nur in unmittelbarer Nähe der Reaktoren gesundheitsgefährdende Strahlung gemessen. Mehr dazu im aktuellen STANDARD-Hintergrund.

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20.29 Uhr: Die USA bauen ihr Radioaktivitäts-Überwachungssystem aus. Im Westen der USA sowie im Pazifik sollten weitere Strahlungsmonitore aufgestellt werden, kündigte die Umweltbehörde EPA am Mittwoch an. Die Daten der neuen Monitore können den Angaben zufolge auf der Website der EPA eingesehen werden. Die US-Atomsicherheitsbehörde NRC erwartet nach eigenen Angaben allerdings nicht, dass eine schädliche Menge Radioaktivität aus Japan die USA erreichen könnte.

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19.28 Uhr: Der Chef der US-Atomregulierungsbehörde warnt: Im Abklingungsbehälter des Reaktors Vier befinde sich kein Wasser mehr. Die Strahlenwerte seien "extrem hoch".

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19.15 Uhr: Wie geht es Menschen, die einen Tsunami überlebt haben? Mit dieser Frage beschäftigt sich dieser Bericht des morgigen STANDARD.

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19.09: Großbritanniens Regierung legt britischen StaatsbürgerInnen, die im Großraum Tokio leben, die Ausreise nahe.

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19.04 Uhr:  Auch in Österreichs Nachbarschaft wird Kernkraft produziert - Wie es den BewohnerInnen von Temelin damit geht, entnehmen Sie dieser STANDARD-Reportage.

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19:00 Uhr - Dieses Video von Jona Hoier zeigt alle Erdbeben rund um und in Japan während der vergangenen sieben Tage im Zeitraffer

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18:22 Uhr: Dass es im Raum Tokio immer wieder zu Stromausfällen kommt, liege nicht nur daran, dass AKWs abgeschaltet wurden, schreibt STANDARD-Korrespondent Martin Kölling: "Einer der wichtigsten Gründe für die zusätzlichen Versorgungsausfälle ist, dass es kein landesweites Stromnetz gibt - sondern sechs regionale Stromnetzbetreiber. Und diese sechs Netze sind überdies auch noch kaum miteinander verbunden. Die regionalen Stromversorger können daher kaum untereinander Strom austauschen. Zu allem Überfluss gibt es aber auch keine einheitliche Stromqualität in den Netzen: Die Stromversorgung des Landes ist auch in eine 50- und eine 60 Hertz-Netzregion zweigeteilt."

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18.18 Uhr: Laut Wikileaks hatte die IAEA schon im Dezember 2008 gewarnt, dass die Atomkraftwerke im Land nicht sicher genug gebaut seien, um starken Beben standzuhalten. In einer von Wikileaks enthüllten diplomatischen US-Depesche zu einem Treffen der G-8 Nuclear Safety and Security Group (NSSG) vom 3. bis 4. Dezember 2008 wird ein unbekannter IAEO-Experte zitiert: "Er (der Experte, Anm.) erklärte, dass die Sicherheitsrichtlinien für Erdbebensicherheit in den vergangenen 35 Jahren nur dreimal überprüft wurden und die IAEO nun dabei sei, das jetzt nachzuprüfen." Schon vergangene Erdbeben hätten gezeigt, dass in manchen Fällen die Anlagen stärkeren Erdstößen nicht standhielten. Die japanische Regierung habe sich auch einem Gerichtsbeschluss über die Schließung eines nicht erdbebensicheren Reaktors in Westjapan widersetzt, heißt es in dem Dokument. (andh, dpa, DER STANDARD Printausgabe, 17.3.2011)

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18:13 Uhr: Normalerweise spricht der japanische Kaiser erst dann zum Volk, wenn die akute Krise bereits überstanden ist. Dass er es diesmal anders hielt, verdeutliche den Ernst der Lage, meint STANDARD-Korrespondent Martin Kölling in seinem aktuellen Bericht.

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18:02 Uhr: China und Indien würden sich von den Ereignissen in Japan nicht abhalten lassen, weiter AKWs zu bauen, meint Atomphysiker Ian Hutchinson im STANDARD-Interview.

 

17:44 Uhr: In Japan positionierte US-Streitkräfte wurden angewiesen, sich in mindestens 80 Kilometern Entfernung des AKW Fukushima aufzuhalten.

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17:21 Uhr: Laut AKW-Betreiber Tepco bereiten nun auch die Reaktoren Fünf und Sechs Sorgen. Die Wassertemperaturen in den Reaktoren seien gestiegen, sie hätten um sechs Uhr MEZ doppelt so hoch wie normal gelegen. Es werde der Einsatz alternativer Kühlmaßnahmen erwogen.

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17:02 Uhr: Die Internationale Atomenergiebehörde warnt: In den Reaktoren 1 bis 3 sollen die Reaktormäntel beschädigt sein. "Die Situation ist sehr ernst", sagt IAEA-Generalsekretär Yukiya Amano laut einer Reuters-Meldung auf der Pressekonferenz in Wien. Amano will "so bald wie möglich nach Japan fliegen".

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17:00 Uhr: EU-Energiekommissar Günther Oettinger warnt vor katastrophalen Ereignissen in Fukushima "in den nächsten Stunden", berichtet Reuters.

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16.38 Uhr: Im Nordosten Japans, dem eigentlichen Katastrophengebiet, erschweren inzwischen Schneeschauer die Rettungsarbeiten. Die Feuerwehr hat ihre Arbeit eingestellt. Die Brandbekämpfer befürchten, wegen der starken Schneefälle nicht zur Feuerwache zurückkehren zu können. "Wir können gerade mal 40 Meter weit schauen", beschreibt ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes die Wetterlage. Rettungskräfte kämpfen sich mühsam durch die überflutete Einöde, doch die Chancen, noch Überlebende zu finden, sind gering. "Der starke Verwesungsgeruch und das dreckige Meerwasser machen die Suche extrem schwierig", sagt Helfer Yin Guanghui.

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15:48 Uhr: Ein Kälteeinbruch und Schneefall verschärften unterdessen die Notlage der Erdbeben-Opfer. Es fehlte an Strom und Heizwärme. In der Nacht waren die Temperaturen deutlich unter null Grad gefallen.

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15.25 Uhr: Erste Analysen der Mess-Station in Gunma, die 300 Kilometer entfernt vom AKW Fukushima liegt, haben eine Vielzahl künstlicher Radionuklide gemessen. "Das ist ein Zeichen dafür, dass viel freigesetzt wird", sagte Gerhard Wotawa von der ZAMG gegenüber der APA. Die gemessenen Werte seien aber noch lange nicht gesundheitsgefährdend.

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15.18 Uhr: Laut dem japanischen Fernsehen sind die verbrauchten Brennstäbe im Abklingbecken des Reaktors 4 nur noch zu einem Drittel mit Wasser bedeckt. Im Normalzustand sind die Elemente komplett mit Wasser bedeckt. Wasserwerfer der Polizei sollen am Donnerstag für zusätzliche Kühlung sorgen.

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15.01 Uhr: Der innere Reaktormantel von Block 3 ist nach Regierungsangaben "wahrscheinlich nicht ernsthaft beschädigt". Das sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Mittwochabend (Ortszeit). Am Vormittag hatte er noch mitgeteilt, dass der Mantel womöglich schwer beschädigt sei. Der Reaktorblock 3 steht unter besonderer Beobachtung, da er der einzige Reaktor ist, der mit dem extrem potenten Plutonium betrieben wird. Was den aufsteigenden Dampf betrifft, hieß es, dieser stamme vom Abklingbecken außerhalb des Reaktorkerns. Dieses Becken dient der Kühlung verbrauchter Brennelemente. Diese seien aber so weit abgebrannt, dass derzeit nicht mit einer Kettenreaktion gerechnet werden müsse, hieß es.

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14.44 Uhr: Laut Reuters soll das japanische Militär beigezogen werden, um Wasser in die Reaktoren 3 und 4 zu pumpen.

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14.38 Uhr:  Um 16.30 findet in Wien eine Pressekonferenz der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO statt. Das Thema: Die aktuellen Ereignisse im AKW Fukushima I.

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14.03 Uhr: Japan soll russischen Nuklear-Experten die Einreise verweigert haben. Wie Spiegel Online berichtet, soll dem Team von erfahrenen Veteranen des Tschernobyl-Unglücks, das derzeit in der sibirischen Stadt Chabarowsk darauf wartet, einreisen zu können, keine Genehmigung erteilt worden sein. "Es handelt sich um Leute, die wissen, wie man einen Reaktornotfall bekämpft", zitiert Spiegel Online die russische Atombehörde Rosatom. Warum die Veteranen nicht einreisen dürfen, ist unklar. Gerüchten zufolge scheue Japan davor zurück, den Russen Einblick in ihre Reaktoren zu gewähren. 

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13.53 Uhr: Die Evakuierung rund um Fukushima 1 wurde ausgeweitet. Weitere 28.000 Menschen sollen das Gebiet verlassen. Das Gebiet im Umkreis von 20 Kilometern soll weitgehend geräumt sein. Menschen, die sich zwischen 20 und 30 Kilometer vom Kraftwerk entfernt aufhalten, sollen ihre Häuser nicht verlassen.

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13.12 Uhr: Der Grenzwert an radioaktiver Strahlung, der die Belegschaft ausgesetzt werden darf, wurde auf 250 Millisievert/h erhöht. Die japanische Regierung betonte, dass dieser Wert noch immer nur bei der Hälfte des internationalen Standards von 500 Millisievert/h liegt.

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12.57 Uhr: Die offizielle Opferzahl wurde laut Polizeiagentur auf 4.164 korrigiert. 7.843 Menschen werden weiterhin vermisst und 2.218 Personen wurden durch die Katastrophe verletzt.

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12.47 Uhr: Die japanische Polizei will einem Fernsehbericht zufolge versuchen, das Abklingbecken im Reaktorblock 4 des AKW Fukushima mit Wasserwerfern zu kühlen.

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Posting 76 bis 125 von 3700
@Reaktor 4:

Wie sind die zwei 8m große Löcher in der doch recht soliden Reaktorwand entstanden?

Das dürfte eine Knallgasexplosion gewesen sein. Da der ganze Reaktor abgeschlossen war, muss der entstandene Druck irgendwohin, und da reicht auch eine solche Reaktorwand nicht aus..

Wie ist das Knallgas entstanden? Sollte das Abklingbecken nicht nur Wasserdampf erzeugen?

zur aktuellen kernkraftdiskussion im allgemeinen und dem verhalten der diversen akteure im speziellen ( 2 ):

3) störfallszenarien werden seit jahrzehnten erdacht, deren beherrschung simuliert und auf basis der simulationen checklisten erstellt - die realität hällt sich aber nicht an menschliche planspiele und papierproduktion alleine kann weder ein anlage verbessern noch szenarien jenseits der vorstellungskraft beherrschen lernen.

4) bei kkws handelt es sich komplexe, multisektorale, hochsensible industrieanlagen deren betriebssicherheit auch von einem mindestmass an stressfreier kontinuität des regelbetriebs abhängen - schnellabschaltungen bedeuten für alle anlagenteile extremen stress, beschleunigen die materialermüdung, können zu beschädigungen, anlagenversagen und unfällen führen.

5) daraus folgt, dass sogenannte stresstests ein erhebliches sicher

da fehlt was

sie haben sich angestellt, als würden sie einen bonsai gießen.

bisserl zynisch,
aber gut ;)

"orchidee" wär wirklich zynisch.

Meine Einschätzung: Bei einem gigantischen Erdbeben, einem Tsunami der ganze Städte ausradiert und potentiellen Störfällen in mehreren AKWs (das war die Ausgangslage)

kann sicher JEDES Land unseres Planete Hilfe gut gebrauchen, um mit allen 3 Plagen gleichzeitig fertig zu werden. Daher hätte Kan von Tag 1 an die internationale Hilfe akzeptieren sollen, bzw. aktive Unterstützung von IAEA+USA/Russland/China erbeten sollen für die AKWs.

Unter Umständen wusste Kan aber selbst nicht wie schlimm die AKW-Lage war in Anbetracht der Symptome ( http://bit.ly/TEPCO-vs-Kan ) und der kriminellen Vergangenheit TEPCOs ( http://derstandard.at/plink/129... 7/20312871 ).

vor allem hätten sie am ersten tag mit dem fluten beginnen sollen,
wollten aber offenbar die reaktoren noch retten, die durch das meerwasser zerstört worden wären.

woh ta spraying oparation not saccesful.

New oparation planned foar next day.

schaut so aus.
aber machen die wasserwerfer nicht auch noch bisser was nass?

jetzt gerade ist der nächste Tag in Japan!

Es ist schon der nächste Tag? Dann kann´s ja losgehen. Jetzt wird nämlich eine Strasse für Löschfahrzeuge gebaut. Zumindest will man damit beginnen, Fertigstellungstermin unbekannt. Vielleicht findet man dann ja auch den Generator mit der richtigen Spannung. Klingt nach Sarkasmus, ist aber leider bitterer Ernst.
Wer weiss, dass er der Lage mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit nicht Herr werden kann, der muss SOFORT Hilfe anfordern und die besten Experten einfliegen lassen. Dem russischen Team wurde die Einreise sogar verweigert.
Die gesamte japanische Regierung gehört vor ein Gericht gestellt. Ihr könnt euch bewusst entscheiden euer Land zu runieren, aber eine Sache von einer solchen Dimension geht uns alle an.

"aber eine Sache von einer solchen Dimension geht uns alle an."

JA GENAU.

Da tobt das ÖKO-Herz.

ROFL

halb elf vormittag

ich kann mir nicht helfen,

aber das schaut nach einer öffentlichen Demonstration aus: "Schaut's her, wir tun eh was"

und die Wasserwerfer müssen nach 5 Tonnen Wasser wieder auftanken fahren hab ich grad gehöt...

5 Tonnen sind auch lächerlich wenig eigentlich. Ich glaub das ist ein bißchen so, als ob du mit ner Wasserpistole ein brennendes Haus löschen willst.

naja,

wenig ist es, die 7,5 t aus den Hubschraubern noch weniger, weils meiste daneben geht. vier ladungen sind sie geflogen. aber eine t ist ein kubikmeter und wenn sie das eine zeit durchziehen würden, käme auch was zusammen.
der bericht erscheint mir allerdings auch etwas propagandistisch. da wurden die gleichen abwürfe gleich 10x gezeigt,... aber immerhin tun sie überhaupt was!
und die menschen sind einer ungeheuren belastung ausgesetzt, die armen!

Das Problem ist ja glaub, dass die Hitze dauerhaft abgeführt werden muss, und das über Monate. Vielleicht reicht das ja, wenn sie alle paar Minuten 5 Tonnen Wasser draufgießen, aber mir kommts halt sehr wenig vor.

In den Nachrichten hieß es, dass die Leute dort im Kraftwerk vor Angst nur noch zittern sollen (würd mir auch nicht anders gehen), die wechseln sich alle paar Minuten ab um im Kontrollraum nach den Anzeigen zu sehen, dann müssen sie wieder in den Schutzraum, weil sie da länger wg. der Strahulung nicht sein können.
Unvorstellbar so was.

ja, und es weiß keiner, ob nicht auch ein Loch im Becken ist...

da das Grundwasser definitiv schon mit Strahlung belastet ist muss irgendwo bereits ein Loch sein im Boden...

Die Spray-Aktion ist übrigens auf 40min pro Heli limitiert.

>> Japan soll einem Team russischer Nuklear-Experten die Einreise verweigert haben. Die erfahrenen Veteranen des Tschernobyl-Unglücks warten derzeit in der sibirischen Stadt Chabarowsk auf eine Einreiseerlaubnis. "Es handelt sich um Leute, die

>> wissen, wie man einen Reaktornotfall bekämpft",
>> zitiert Spiegel Online die russische Atombehörde
>> Rosatom.

---> Was sind denn Eure Theorien zu den Gründen für dieses Einreiseverbot?

Die haben Angst, dass die Veteranen sagen "Das ist schlimmer als in Tschernobyl"...

stolz- nicht nein, nicht ja sagen können - vertuschung - bürokratie - spionage - whatever

Scheißegal jetzt

scheißegal? Ich finde das ein großes, interessantes Rätsel, warum eine Nation die gerade die zweitschlimmste od. schlimmste nukleare Katastrophe der Geschichte durchmacht Hilfe aus dem Ausland verweigert.

Verschwörungstheorien -> uninteressant!

befürchtete Industriespionage

doch nicht bei einem alten amerikanische AKW!?!

*recht geb*

Aus politischen Gründen, die haben Angst, dass die technologische Geheimnisse ausspionieren könnten. Zumindest kam das so in den Nachrichten. Fällt mir zwar schwer zu glauben, aber kann schon sein, die Welt ist manchmal kaputter als man denkt.

"die technologische Geheimnisse ausspionieren könnten"

???
Der Reaktor war doch schon vor Erdbeben/Tsunami Schrott, der im selben Monat vom Netz gehen sollte.
Was bitte spioniert man bei einem Meiler am Stand von vor 35 Jahren aus?!

Zunichtemachen von Vertuschungs-/Leugnungspropaganda ("wackerer Kampf gegen den Super-GAU", der ja längst eingetreten ist) trifft wohl eher zu.

PS: ... und selbst wenn. In Anbetracht der Katastrophe die angebotene Hilfe verweigern?

Mir wär das als Japaner in der Situation auch scheissegal, selbst wenn sie dann ein bißchen Technologiewissen mitnehmen, da kommts in der Situation dann auch nicht mehr drauf an.

zum Spionieren strahlt's dort a bissal zuviel tät ich meinen.

Ja eben, das is ja das Lächerliche.

Die Welt ist eher noch kaputter als die meisten denken...

die welt ist ja noch kaputter

als meine!

Ja glaub ich auch langsam. Meine Desillusionierung erreicht in den letzten Tagen eine Stufe, die ich nie für möglich gehalten hätte.

Das sind doch alles hilflose und verzweifelte Versuche. Das bischen Wasser wird die Brennelemente nicht davor bewahren zu schmelzen wenn Sie es nicht schon sind.

und wenn sie es sind, wird der entstehende Wasserstoff wieder explodieren.

Im Moment schaut es nicht nach genug Wasser für eine ordentliche Explosion aus, geschweige denn für eine Kühlung.

zur aktuellen kernkraftdiskussion im allgemeinen und dem verhalten diverser akteure im speziellen :

ich habe lange genug in den angeblich sichersten kkws der welt in deutschland ( unter anderem in isar 1, isar 2, philipsburg 2, grohnde, gundremmingen 2, krümmel ) als techniker im reaktorschutz gearbeitet um folgende fakten zu kennen :

1) reaktorsicherheit existiert nicht - es existieren, abhängig von den betriebszuständen eines kkws lediglich unterschiedliche grade der reaktorunsicherheit.

2) die redundanzgläubigkeit wiegt die akteure in trügerischer sicherheit und verdrängt die tatsache, dass es sich trotz enormen technischen aufwandes um eine technologie handelt, die selbst von den besten ingenieuren der welt bis heute nur mit unterschiedlichen graden der unvollkommenheit beherrscht werden kann.

3) störfallszenarien werden seit jahr

Hurley

sie werden damit leben müssen für DIESE industrie gearbeitet und derren geld angenommen zu haben.

Menschen, die 1. Fachwissen haben, 2. Insidererfahrungen teilen können, bewirken (leider) 1000fach mehr im mühseligen politischen Kampf gegen Atomlobbies und masochistische BürgerInnen als ExpertInnen, die von Anfang an nur warnen (man schaue sich Tiraden gegen BOKU-Risikoforscher hier im Forum an - im Übrigen frage ich mich, was die KritikerInnen gegen "Panikmache" und "Schwarzmalerei" mittlerweile sagen; sind recht kleinlaut geworden).

ogott die sind sowas von am a*****

i bin so froh, dass ich auf der anderen seite von dera kugel bin, he ...

nichts gegen japaner, aber wer von euch kennt einen der nicht extrem vorsichtig oder super umständlich ist?

Jetzt braucht es russen!!

vielleicht ist nostalgie nicht gerade angebracht, aber:

gott, was haben die aufgeräumt in tschernobyl (im ernst)
ich glaub 200.000 waren beteiligt, bis zur hälfte ist dran gestorben oder tuts noch.
dafür werden diesen veteranen jetzt die pensionen gekürzt :(

Ich bin schon gespannt, woher die zehntausenden kommen, die das wieder aufräumen müssen.

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