Vorarlberg baut Maßnahmen gegen Kinder-Übergewicht weiter aus
Bregenz - Das Land Vorarlberg will Maßnahmen gegen das Übergewicht bei Schulkindern ausbauen. 8,7 Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter waren 2010 übergewichtig, 5,6 Prozent weitere adipös. Die Fitness und das Wissen über Ernährung sollen schon ab dem Kindergarten stärker gefördert werden. Dazu sei eine bessere Vernetzung aller Beteiligten nötig, so Landeshauptmann Herbert Sausgruber, Gesundheits-Landesrat Markus Wallner und Günter Diem, Geschäftsführer des Arbeitskreises für Vorsorge- und Sozialmedizin, am Dienstag.
Kindergartenpädagogen sollen der Thematik verstärkt ihre Aufmerksamkeit widmen. Auch Volksschullehrer können in einem neuen Projekt ab Herbst 2011 kurze Wissenssequenzen aus den Bereichen Essen, Bewegung und psychosozialer Gesundheit in den Unterricht einbauen. Damit erreiche man jährlich rund 16.000 Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren, hieß es. Andere Projekte sollen sicherstellen, dass Kinder den Weg zum Kindergarten oder zur Schule wieder vermehrt zu Fuß in Angriff nehmen oder dass sie eine gesündere Pausenverpflegung vorfinden.
Prävention im Jugendalter sei wichtig, um hohe Therapiekosten für Wohlstandskrankheiten im Erwachsenenalter langfristig zu verhindern, so die Verantwortlichen unisono. Die bisherigen Maßnahmen gegen Kinder-Übergewicht hätten nach Jahren mit steigenden Zahlen bereits eine Stabilisierung gebracht, erklärte Landesrat Wallner. 1994 waren laut aks-Erhebungen noch 6,2 Prozent der Vorarlberger Schulkinder übergewichtig, 2,8 Prozent adipös. (APA)