Erster berufsbegleitender Universitätslehrgang für Erwachsenenbildner der Uni Klagenfurt - Ab 24. März
Wien - Forschung und Praxis verbinden, Akteure vernetzen und Anerkennung durch Qualifikation schaffen: Das sind die Kernpunkte des ersten berufsbegleitenden Universitätslehrgangs für Erwachsenenbildner, der am Montag vorgestellt wurde. Am 24. März startet das vom Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb) und der Universität Klagenfurt initiierte Masterstudium, das Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) als "Meilenstein in Richtung Professionalisierung und Qualitätsentwicklung im Bereich Erwachsenenbildung" ausmacht.
"Wir wollen keine Forscher ausbilden", stellte Elke Gruber, Leiterin des Lehrgangs der Uni Klagenfurt, bei der Pressekonferenz am Montag klar. Stattdessen sei der "bewusst wissenschaftlich orientierte Lehrgang" dazu da, sich von bestehenden Angeboten auf dem Gebiet abzuheben und an die Entwicklungen des "zunehmend hoch professionalisierten Berufsfeldes" anzupassen.
Rund 100.000 Menschen seien derzeit in der Erwachsenenbildung tätig, aus 140 Interessenten wurden 27 Teilnehmer ausgewählt, denen in fünf Semestern u.a. Schlüsselfragen der Erwachsenenbildungsforschung vermittelt werden. Der erste Lehrgang bestehe zu 74 Prozent aus Frauen, was laut Gruber "in etwa der Tendenz im Tätigkeitsfeld selbst" entspricht.
Lediglich ein Viertel der Teilnehmer bestehe aus Akademikern, der Großteil habe bereits eine Karriere im Bereich absolviert. Durch die Möglichkeit eines Master-Abschlusses soll "Qualität erhöht und Qualifikation geschaffen" werden, wie bifeb-Direktorin Margarete Wallmann bestärkte. "Wenn Bildung gelingen soll, braucht es adäquate Lernumgebung und gut ausgebildete Lehrende."
Der in Strobl (St. Wolfgang) angesiedelte Lehrgang ist Folge der 2007 vom bifeb und zehn Erwachsenenbildungsinstituten gegründeten Weiterbildungsakademie (wba) und steht laut Schmied ganz im Zeichen "des kooperativen Ansatzes" zwischen Bundesländern, aber auch zwischen Wissenschafts- und Unterrichtsministerium. Der Lehrgang, für den Teilnehmer 5.400 Euro entrichten müssen, ist mit Mitteln des Unterrichtsministeriums und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. (APA)