XP-NutzerInnen sollen auf Windows 7 umsteigen - Microsoft sieht sich weiter als klarer Marktführer in Österreich
Die Vorstellung des Internet Explorer 9 nahm man bei Microsoft Österreich zum Anlass, im Rahmen einer Pressekonferenz etwas näher auf die neue Version des Browsers einzugehen - und sich auch gleich Fragen zur weiteren Zukunft des Browsers zu stellen.
Beschleunigung des Release-Zyklus
So versicherte Unternehmenssprecher Thomas Lutz auf Nachfrage des Webstandard, dass man sich dessen bewusst sei, dass die Entwicklungen im Browsermarkt immer rascher voranschreiten und auch Microsoft auf diese Herausforderung reagieren müsse. Eine Einschätzung der auch Stefan Sennebogen, Leiter der Windows & Online-Services bei Microsoft Österreich beipflichtet, entsprechend werde es bereits im nächsten Kalenderjahr - also 2012 - wieder eine neue Major Release des Internet Explorers geben.
Konkurrenz
Damit würde man den Release-Zyklus zumindest ein stückweit beschleunigen, zwischen IE8 und IE9 ließ man ja noch recht exakt zwei Jahre verstreichen. Ganz so rasant wie bei der Konkurrenz von Google oder (nach den aktuellen Plänen) Mozilla werde es bei Microsoft aber auch weiterhin nicht gehen. Dies deswegen, da man mit dem Internet Explorer viele Unternehmen mit einer entsprechend konservativen Update-Politik bediene. Auch durch die fixe Auslieferung mit Windows entstünden höhere Qualitätsansprüche als bei der Konkurrenz, bei der NutzerInnen oft unvermutet zu Beta-TesterInnen werden.
Windows XP
Die umstrittene Entscheidung den Internet Explorer 9 nicht mehr für Windows XP zu liefern, verteidigt man, dies nicht nur mit technischen Argumenten - wie der fehlenden APIs für die nun zentrale Hardwarebeschleunigung - sondern auch mit Vergleichen zur Konkurrenz. XP sei ein mittlerweile 11 Jahre altes Betriebssystem, schaue man sich etwa die Mindestanforderungen von Apples aktueller Safari-Version an - der Mac OS X 10.5.8 benötigt - biete man hier ohnehin schon einen erheblich längeren Support-Rahmen.
Umstieg
Für bestehende IE-NutzerInnen unter Windows XP heißt der erste Ratschlag also: Auf Windows 7 umsteigen. Wenn dies aus welchen Gründen auch immer nicht möglich sei, empfehle man weiterhin die Nutzung des IE8, den man auch in Zukunft aktiv pflegen will.
Marktsituation
Darüber hinaus sieht sich Microsoft mit dem Internet Explorer weiterhin als klarerer Marktführer in Österreich. Ganz so groß wie im weltweiten Schnitt - wo man mehr als doppelt so viele NutzerInnen wie die Nummer 2 Firefox hab - sei der Vorsprung zwar nicht. Der Abstand sei aber noch immer signifikant, wie man sich ohne Verweis auf konkrete Zahlen überzeugt zeigt. (apo, derStandard.at, 15.03.11)
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