"Im schlimmsten Fall könnte ein ägyptisches Szenario entstehen"

Michaela Kampl, 16. März 2011, 16:09
  • Artikelbild
    foto: reuters/luc gnago

    Eine Unterstützerin von Alassane Ouattara, dem von der internationalen Gemeinschaft anerkannten neuen Präsidenten, bei einer Demonstration in Abobo, einem Viertel in der ehemaligen Hauptstadt Abidjan.

  • Artikelbild
    foto: reuters/luc gnago

    Die Demonstranten fordern den bisherigen Präsident Laurent Gbagbo auf, sein Amt aufzugeben.

  • Artikelbild
    foto: reuters/luc gnago

    Die Auseinandersetzung zwischen Anhängern und Gegnern von Gbagbo wird immer brutaler. Bisher sind laut Angaben der UN mindestens 365 Menschen ums Leben gekommen.

  • Artikelbild
    foto: reuters/luc gnago

    Ein brennende Straßenblockade in Abidjan.

  • Artikelbild
    foto: reuter/luc gnago

    Bewohner verlassen Abobo, einem Viertel von Abidjan. Sie flüchten vor den immer gewalttätigeren Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Anhängern von Gbagbo.

    Nach Schätzungen von Hilfsorganisationen sind 450.000 Menschen auf der Flucht. Allein in der Großstadt Abidjan gebe es vor allem wegen Kämpfen zwischen verschiedenen Gruppen 300.000 Vertriebene, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit.

  • Artikelbild
    foto: reuters/ thierry gouegnon

    Das Bankensystem ist mittlerweile zusammengebrochen: Sollte die Krise noch länger dauern, könnte das Bargeld knapp werden.

  • Artikelbild
    vergrößern 464x500
    quelle: apa
  • Artikelbild
    foto: reuters/luc gnago

    Auch die Anhänger des abgewählten Präsidenten Gbagbo demonstrieren in den Straßen von Abidjan.

  • Artikelbild
    foto: reuters/luc gnago

    Sesselkleber Laurent Gbagbo weigert sich, nicht mehr Präsident zu sein.

  • Artikelbild
    foto: reuters/luc gnago

    Angesichts des anhaltenden Machtkampfs schicken die Vereinten Nationen weitere 2.000 Blauhelmsoldaten in das westafrikanische Land. Zudem beschloss der Sicherheitsrat die Verlängerung der Stationierung von 400 Soldaten und 100 Polizisten bis Ende Juni. Mit der Aufstockung des Kontingents sind dann 11.800 UNO-Streitkräfte im Einsatz.

  • Artikelbild
    foto: privat

    Jens Hettman arbeitet seit 1980 für die Friedrich-Ebert-Stiftung. Die meiste Zeit war er in Ländern Westafrikas im Einsatz. Seit 2001 leitet er das Büro der Stiftung in Abidjan, dem wirtschaftlichen und politischen Zentrum der Côte d'Ivoire.

Jens Hettmann, Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Abidjan, über die Möglichkeit eines Bürgerkriegs

In der Côte d'Ivoire streiten sich Laurent Gbagbo und Alassane Ouattara um das Präsidentenamt. Die Stichwahlen Ende November vergangenen Jahres hat Ouattara gewonnen. Die internationale Gemeinschaft erkennt ihn als Wahlsieger an. Gbagbo weigert sich allerdings sein Amt aufzugeben. Die Auseinandersetzung zwischen den Anhängern beider Lager eskaliert seither zunehmend. Nach UNO-Angaben kamen seit der Stichwahl mindestens 365 Menschen ums Leben. Internationale Beobachter fürchten den Ausbruch eines Bürgerkrieges. Alle Vermittlungsversuche einzelner Staats- und Regierungschefs und der Afrikanischen Union (AU) sind bisher gescheitert.

***

Jens Hettmann leitet das Büro der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in Abidjan, dem wirtschaftlichen und politischen Zentrum der Côte d'Ivoire. Offizielle Hauptstadt ist seit 1983 Yamoussoukro im Landesinneren. derStandard.at erreichte Hettmann in Deutschland. Im Interview spricht er über die Hintergründe des Konfliktes, die Wahrscheinlichkeit eines Bürgerkrieges und die Rolle der Internationalen Gemeinschaft.

derStandard.at: Warum sind sie wieder in Deutschland? War das geplant, oder sind Sie wiedergekommen, weil die Situation zu gefährlich wurde?

Hettmann: Ich bin seit Weihnachten wieder in Deutschland und zwar deswegen, weil der Krisenstab der Bundesregierung die Krisenstufe auf drei angehoben hat. Das bedeutet, dass Vertreter von deutschen Organisationen im Ausland - das betrifft auch die Friedrich-Ebert-Stiftung - das Land verlassen sollen.

derStandard.at: Bedeutet das, dass das gesamte Büro geschlossen ist?

Hettmann: Die Ortskräfte - das ist der Terminus Technikus für die Mitarbeiter aus dem jeweiligen Land - sind schon noch da. Sie versuchen regelmäßig zum Büro zu gehen und administrative Aufgaben zu erledigen. Wir versuchen aber auch, mit Partnern ein Arbeitsprogramm für das laufende Jahr zu erarbeiten. Aber sie können sich, genau wie die restliche Bevölkerung, angesichts der Straßensperren und Kontrollen in Abidjan, die von den "Jungen Patrioten" (Jeunes Patriotes) ausgehen, nicht mehr frei bewegen.

derStandard.at: Die "Jungen Patrioten" unterstützen den abgewählten Präsidenten Gbagbo?

Hettmann: Das ist eine junge Mobilisierungsgruppe, die dem alten Präsidenten Gbagbo zugeordnet werden kann. Aber beide Parteiführer - also Gbagbo und Ouattara - haben Jugendorganisationen, die man notfalls auch für Gewaltaktionen einsetzt.

derStandard.at: Wie hat sich die angespannte Situation seit den Stichwahlen Ende November auf ihren Alltag ausgewirkt?

Hettmann: Es lag eine bleierne Atmosphäre über der Stadt. Es gab auch eine Ausgangssperre ab 19 oder 20 Uhr. Die Abidjanische Bevölkerung hat es auch vorgezogen immer früh zu Hause zu sein. Man konnte sich aber noch mit dem Notwendigsten versorgen, zumal das Bankensystem noch funktioniert hat.

derStandard.at: Mittlerweile ist das Bankensystem allerdings zusammengebrochen.

Hettmann: Die Privatbanken - meist Zweigstellen europäischer bzw. französischer Banken - sind nicht mehr operational. Dem Zusammenbruch des Bankensystems versucht Gbagbo mit Verstaatlichung zu begegnen. Aber weil das Land keine nationale Währung hat, hat das dazu geführt, dass der Bankenausgleich und Transfer von Bargeld nicht mehr funktioniert. Das führt wiederum dazu, dass der Bargeldumlauf der regionalen Währung, der Franc CFA (Die Côte d'Ivoire gehört zur Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion UEMOA, Anm.), zunehmend knapp bis sehr knapp wird. Das könnte verheerende Folgen haben.

derStandard.at: Welche zum Beispiel?

Hettmann: Es ist schwierig, das zu prognostizieren. Wenn die Blockade des Bankensystems länger dauert, die Empfänger von Gehältern diese nicht mehr in bar abheben können und gleichzeitig Dienstleister, wie die Elektrizitäts- oder Wasserunternehmen, keine Schecks mehr annehmen, sondern auf Bargeld bestehen, dann könnten Zahlungen nicht mehr erfolgen und in der Folge der Strom abgestellt werden. Das könnte sich auch auf den täglichen Marktbetrieb niederschlagen. Im schlimmsten Fall könnte dann ein tunesisches oder ägyptisches Szenario daraus entstehen. Die Bevölkerung könnte auf die Straße gehen, weil sie sich nichts mehr zu essen kaufen kann. Das könnte gefährlich werden.

derStandard.at: Könnte die Situation in Richtung Bürgerkrieg eskalieren?

Hettmann: Das ist schwer zu sagen. Sicher ist, dass das von Bédié (Henri Konan Bédié war zwischen 1993 und 1999 Präsident der Côte d'Ivoire, Anm.) entwickelte Konzept der Ivoirité einen massiven Beitrag zur Spaltung des Landes geleistet hat. Aber der daraus erwachsene ethnisch begründete Hass wird mehr von Politikern instrumentalisiert, als von weiten Teilen der Bevölkerung getragen. Wenn man Bürgerkrieg definiert als Kampf zwischen zwei politischen Lagern, könnte ich mir vorstellen, dass da die Zivilbevölkerung nicht mitspielt. Da könnten dann eher Schlägertrupps, wie die „Jungen Patrioten" oder auch andere eine Rolle spielen - nicht die gesamte Bevölkerung. Zunehmend wird auch das Militär eine Rolle spielen, weil die Ouattara unterstützenden Rebellen drauf und dran sind, den Westen des Landes zu erobern - vermutlich mit dem strategischen Ziel die Hafenstadt San Pedro einzunehmen, um dann die Kakaoexporte - den wirtschaftlichen Lebensnerv des Landes - unter ihre Kontrolle zu bringen.

derStandard.at: Stehen die Rebellen auf der Seite von entweder Gbagbo oder Ouattra, oder kämpfen sie lediglich für ihre eigenen Interessen?

Hettmann: Als die Rebellion 2002 begann, die zur de facto Zweiteilung des Landes geführt hat, hatte sie versucht, sich ein neutrales Image zu geben. Aber sie war von Anfang an eher dem Ouattara-Lager zuzurechnen. Und das ist im Zuge der neu ausgebrochenen Krise ganz deutlich geworden, auch wenn Ouattara sagt, er würde nicht hinter der Rebellion stehen: die Sympathien der Rebellen sind auf Seiten Ouattaras.

derStandard.at: Gibt es politische Unterschiede zwischen Gbagbo und Ouattara? Was ist der eigentliche Hintergrund der Auseinandersetzung?

Hettmann: Ich kenne das Land nun schon lange und habe das lange beobachtet. Es gibt viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zwischen beiden. Am aufschlussreichsten war das live übertragene Fernsehduell der beiden Präsidentschaftskandidaten vor der Stichwahl. Dieses Fernsehduell hat den Wählern kaum Orientierung geboten. Einfach dadurch, weil bei der Auflistung der anstehenden und zu lösenden Probleme und zu den Lösungswegen selbst kaum Unterschiede zwischen den beiden Kandidaten auszumachen waren. Daraus kann man dann natürlich schließen, dass es letztlich nur um einen persönlichen Machtkampf geht.

derStandard.at: Wie schätzen Sie die Reaktion der Internationalen Gemeinschaft und der Afrikanischen Union (AU) ein?

Hettmann: Da werden verschiedene Szenarien diskutiert, die von sich Heraushalten über Vermittlung bis hin zu einer militärischen Intervention reichen, keines davon findet hinreichende Zustimmung. Die Internationale Gemeinschaft hat sich von Anfang an - seit dem Ausbruch der Krise 2002 - bemüht schlichtend einzugreifen. Aber sie hat auch nicht immer sehr glücklich agiert, beispielsweise dadurch, dass sie darauf gedrängt hat, Wahlen durchzuführen, wohl wissend, dass die Bedingungen zur Durchführung einer Wahl, deren Ergebnis dann von allen akzeptiert wird, nicht ausreichend berücksichtigt worden sind. Besonders die Entwaffnungsproblematik: Man hat die Wahlen durchgeführt, ohne dass die feindlichen Lager entwaffnet waren. Und das spielt jetzt natürlich beim neuerlichen Ausbruch der Krise eine ganz entscheidende Rolle und bringt ein hohes Gefahrenpotential mit sich. Das wusste die Internationale Gemeinschaft.

derStandard.at: Warum wurde nicht auf eine Entwaffnung gedrängt?

Hettmann: Da haben vielleicht auch finanzielle Überlegungen eine Rolle gespielt. Die Blauhelmmission, die seit 2004 läuft, hat bisher zig Millionen US-Dollar gekostet. Die Truppenstärke beläuft sich derzeit auf 12.000 Mann. Die Neigung der Zahlungsgeber, sich hier endlos weiter zu engagieren, stößt allmählich an ihre Grenzen. Gleichzeitig war der Zustand einer demokratisch nicht legitimierten Herrschaft nicht mehr tolerierbar. Es musste ein Ausweg gefunden werden und der konnte nur über Wahlen gehen. Auf ein Datum zu drängen ist das eine und auf die Erfüllung einiger Mindeststandards zu pochen ist das andere. Da hat es ein bisschen gehapert.

derStandard.at: Spielt eigentlich Religion eine Rolle im Konflikt zwischen Norden und Süden?

Hettmann: Nicht als Auslöser. Aber sie ist natürlich eine latente Konfliktlinie entlang welcher sich dann Gewalt entladen kann. Es gibt verschiedene Ursachen für den Konflikt: Zunächst ist die Erblast aus der Zeit des Staatsgründers Félix Houphouët-Boigny nicht zu unterschätzen. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass man nicht in der Lage war den Interessensausgleich demokratisch zu organisieren. Die Demokratisierung, das heißt die Einführung eines Mehrparteiensystems Mitte der 1990er Jahre fand auch sehr zögerlich und von Gewalt begleitet statt. Fast alle politischen Akteure spielen immer noch nicht nach demokratischen Spielregeln. Es gibt aus meiner Sicht einen Konflikt, der wichtiger als die Trennlinie Nord-Süd ist: Die junge Generation - auch diejenigen mit Universitätsabschluss - hat kaum Chancen, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das ivorischen Bildungssystem produziert Absolventen an den Bedürfnissen der Wirtschaft vorbei. Wenn man studiert und dennoch keine beruflichen Perspektiven hat, zudem arbeitslos ist, dann ist man auch eher empfänglich für bestimmte politische Agitatoren und auch für Gewaltaktionen rekrutierbar.

derStandard.at: Die Côte d'Ivoire ist der größte Kakaoexporteur weltweit. Versuchen die beiden Kontrahenten den Kakaohandel unter ihre Kontrolle zu bringen, um so ihren politischen Kampf zu finanzieren?

Hettmann: Das ist eine sehr naheliegende Beobachtung. Der Kakaoanbau findet weitgehen im von Gbagbo kontrollierten Süden statt. Darauf werden Abgaben und Steuern erhoben, die einen Beitrag von 20 Prozent zum BIP geleistet haben. Darin steckt enorm viel Geld. 1,2 Millionen Tonnen Kakao pro Jahr werden derzeit zu Preisen verkauft, die seit 30 Jahren nicht mehr erzielt wurden. Da geht es um über US-$ 4 Mrd. jährlich. Um diese Einnahmen wird jetzt gestritten. Und angesichts der aktuellen Krisensituation dienen sie weniger dazu das Land vorwärts zu bringen, sondern viel mehr die eigenen Machtbereiche abzusichern. (mka, derStandard.at, 15.3.2011)

Kommentar posten
19 Postings
Malkaye
02
17.3.2011, 14:31
die medien machen sich tag für tag lächerlich.

ich hoffe die verantwortlichen solcher falschaussagen werden zu lebzeiten noch zur rechenschaft gezogen und kriegen mehr als ein berufsverbot:

"hat Ouattara gewonnen. Die internationale Gemeinschaft erkennt ihn als Wahlsieger an. Gbagbo weigert sich allerdings sein Amt aufzugeben."

hier wird ja nichtmal mehr der wertende - sonst übliche - zusatz geliefert, dass das "pro-Gbagbo"-verfassungsgericht das wahlergebnis anders sieht. geschweige denn dass neben südafrika, libanon, angola und (uno-sicherheitsratmitglied) russland gbagbos vereidigung beigewohnt haben und ihn anerkennen.
-schande über diese dreisten lügner, die die unwahrheit solange wiederholen, bis sich als wahrheit gilt. sowas ist kein journalismus. sowas ist manipulation im sinn

Cottage Cheese
00
17.3.2011, 12:32
also Ägypten wäre auch nicht das Erste...

...was mir dazu einfällt.
schon eher RWANDA. und das ganze unter auffsicht der UNO.

Def. Izit
01
17.3.2011, 06:44
"ägyptisches Szenario" so ein Topfen

Das wäre ja im wesentlichen stabil - ohne Bürgerkrieg.

Übrigens wird der Kakao weitgehend mit Kindersklaven aus Mali, Niger, .. produziert.

johann potakowskyj1
 
27
16.3.2011, 20:40
In Afrikanischen und Asiatischen Medien kann man es deutlich lesen

... es geht um Islamisierung. Nur für uns europäer gibt es immer Experten, die uns irgendein soziales G'schichtl drücken wollen.

Natürlich spielen soziale Spannungen ein Rolle, die gibt es dort aber unter allen Religionen und allen politischen Voraussetzungen.

Wesentlicher wäre über die zu reden, die den Zauber seit ein paar Jahrzehnten finanzieren, und das sind weder die Amerikaner noch die Franzosen noch sonst irgendwelche westlichen Kräfte. ja und diese Nachwehen des Kolonialismus passen halt auch nur zu gut in bestimmte Propagandaschemen, die bar jeder Realität sind.

Was ist eigentlich der Grad eines Atheismus, der den Islam dem Christentum vorzieht, nur weil jener diesem so schon einheizt? Man fragt sich, was die wollen!

Gerda Soros
61
16.3.2011, 21:10

Schreibe doch nicht so einen Blödsinn und lies Dir wirklich afrikanische Medien durch, z.B. die führende afrikanische Zeitschrift Jeune Afrique http://www.jeuneafrique.com/, wo dauernd über den Konflikt berichtet wird. Du wirst dort keinen Hinweis finden, dass die Islamisierung im Vordergrund steht. Das ist an Dämlichkeit nicht zu überbieten. Die meisten Zuwanderer, mit denen Gbagbo seine Probleme hat, kommen übrigens aus einem nichtislamischen Land, nämlich Burkina Faso.

Fritz Wunderlich
12
17.3.2011, 11:47

aus einem "nichtislamischen" land, obwohl laut offiziellen zahlen über 60% den islam praktizieren
und sie behaupten, sie lebten jahrelang in burkina faso????
wo, zwischen den orten präpotentia und ignorantia?

Adolf Ogi
12
16.3.2011, 23:04
Burkina Faso

ist ein muslimisches Land. Schlagen sie einmal in einem Atlas nach.

Gerda Soros
31
17.3.2011, 07:30

Interessant! Ich habe zwar jahrelang in Burkina Faso gelebt, aber das habe ich nicht gewusst. Schauen wir einmal die Vornamen der wesentlichen Politiker an:

Präsident: Blaise: sehr muslimisch!! Premierminister: Tertius. Sehr muslimisch! Schau Dir mal die Zusammensetzung der Regierung an (40 Personen), genau 13 von diesen, also weniger als 1/3 trägt muslimische Vornamen. http://www.gouvernement.gov.bf/spip.php?... 14&menu=14

Fritz Wunderlich
11
17.3.2011, 11:04

mehrheitlich muslimisch
http://www.state.gov/g/drl/rls... 148665.htm
sie wollen in burkina faso gewesen sein???
ihre desinformationen dürfen sie ruhig für sich behalten

Gerda Soros
00
19.3.2011, 18:39

Auch Wunderlich, es ist erstaunlich, wo du überall mitquatscht.

Um zum Muslim zu werden, musst du genau drei Worte sprechen, um Christ zu werden, musst du längere Zeit eingeschult werden. Du wirst in Burkina Faso in der Öffentlichkeit keinerlei Machtanspruch des Islams bemerken (wie z.B. im Sudan, in Nordnigeria, in Somalia, in Gegenden des Senegal, von Guinea etc.). Viele Muslime in Burkina Faso sind es nur dem Lippenbekenntnis nach, praktizieren jedoch ihre alten afrikanischen Religionen weiter.

Diana Rigg
00
16.3.2011, 20:29

"Im schlimmsten Fall könnte ein ägyptisches Szenario entstehen" ?????????????

Lord Schaumloeffel
02
16.3.2011, 15:40
hat einen guten schneider, der...

... herr präsident.

sündenfool
00
16.3.2011, 15:18

Was sind die Bedürfnisse der dortigen Wirtschaft? Warum wird vorbeistudiert?

Von anderen Ländern kenn ich, dass die interessanteren Studienrichtungen aufgrund von Studiengebühren zu teuer sind und sich diese viele überhaupt nicht leisten können. Also studiert man ein anderes günstigeres Studium, weil es sowieso keine Arbeitsplätze gäbe.

Barbarin
24
16.3.2011, 17:59
Bedürfnisse...

...dass sich die Franzosen (+ EU/UN und deren abgedrehte Verträge) endlich entschliessen, ihre grausigen gierigen Griffeln bei sich zu behalten.

Weil, das würde die lokale Wirtschaft schonen, Monokulturen eingrenzen, Atommüll von den Franzosen fernhalten, das würde wiederrum dazu fürhren, dass dort nicht alle Fische sterben, es viele Bauern und Kleinbetriebe gibt, was dazu führen würde, dass die lokale Wirtschaft nicht so im Popo wäre.

Aber bei den Unmengen von Rohstoffen, die all die Industrien in Europa brauchen, wird das nie was!

Herzerzog Johann
75
17.3.2011, 08:41

Eh klar, der Westen ist an allem Schuld. Nur eine Zeitfrage bis das erste fortschrittliche, aber einfache Gemüt damit auftaucht.

Barbarin
34
17.3.2011, 10:46
?

Lesen Sie bitte Ihr altes Schul-Geschichtsbuch, besuchen einen Bücherverleih etc.

Bildung tut nicht weh, Ihr Unsinn schon!

Barbarin
23
16.3.2011, 14:15
Der alte und eigentliche Präsident Gbagbo...

...wurde mit Hilfe der Franzosen in diese Lage gebracht, weil die Franzosen ihren Atommüll illegalerweise dort entsorgen und Präsident Gbagbo die Franzosen (Sakosy) dafür verklagen wollte!

Und schon gibt es zufällig Unruhen, da Frankreich die Rebellen sponsored und Ouattara, der den Franzosen versprochen hat, nicht zu klagen und den Atommüll nicht weiter zu erwähnen und dort zu belassen!

uni versalis
22
16.3.2011, 18:30
ohne (seriöse) quellen

ist ihr posting für den hugo.

machen sie sich erst einmal schlau: gabgbo, den sie offenbar sehr gerne haben, ist zwar der alte aber nicht der eigentliche präsident, da er die wahlen verloren hat. gabgbo hat die kandidatur ouattaras mehrere male zu verhindern verstanden (wissen sie auch nicht)

und jetzt kommens mir bitte nicht damit daher, dass gabgbo gewählt worden ist und die wahl manipuliert war. das können sie nämlich nicht beurteilen.
den fuss in die ci haben sie wohl noch nie gesetzt. ist nicht schlimm.

youbetterswim
02
17.3.2011, 11:49
für mehr infos zu den hintergründen

da mal vorbeischauen:
http://www.ivoireleaks.de/

dass bei derartigen Auseinandersetzungen die meinungen und (hier besonders) die darstellungen auseinandergehen ist anzunehmen und zu berücksichtigen. Welche Darstellungen eher der Wahrheit entsprechen kann ich sicher nicht mit gewissheit sagen. Trotzdem ist es immernoch besser die Dinge aus mehreren Perspektiven zu betrachten als blind auf den Tenor mancher ach soo unabhängigen europäischen Medien zu vertrauen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.