Bananenschalen können Giftstoffe aus Wasser filtern

14. März 2011 12:22
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    Foto: photodisc

    Zerhackte Bananenschalen eignen sich zum Filtern von Blei und Kupfer aus Wasser.

Forscher: In zerhackter Form ziehen die Schalen rasch Blei und Kupfer aus verschmutztem Flusswasser

Sao Paulo - Bananenschalen werden als Hausmittel bereits für die Reinigung von Silber, von Lederschuhen oder von Grünpflanzen-Blätter verwendet. Eine weitere Anwendung haben nun brasilianische Wissenschaftler entdeckt. Bananenschalen können verschmutztes Wasser von giftigen Metallen reinigen. Die Resultate dabei sind sogar besser als bei vielen anderen Purifikationsarten, berichten Forscher der Sao Paulo Research Foundation in der Zeitschrift "Industrial & Engineering Chemistry Research".

Abflüsse von Bergminen, Tierfarmen und Industrieanlagen beinhalten häufig Schwermetalle wie etwa Blei und Kupfer. Gelangen sie in den Wasserkreislauf, stellen sie eine ernsthafte Gefahr für Gesundheit und Umwelt dar. Die Entfernung von Schwermetallen ist sehr teuer und manche der dabei verwendeten Substanzen sind selbst giftig, weshalb Alternativen nötig sind. Natürliche Metall-bindende Abfallprodukte, die dazu bisher untersucht wurden, haben den Vorteil, sehr günstig zu sein und ohne chemische Modifikation auszukommen.

Pflanzenabfälle

Mehrere Pflanzenabfälle wie etwa Kokosnuss-Fasern oder Erdnussschalen zeigten bereits bisher in Tests, dass sie potenzielle Giftstoffe aus dem Wasser filtern. Nun gelang den Biochemikern um Gustavo R. Castro dieser Nachweis auch bei Bananenschalen, die in zerhackter Form sehr rasch Blei und Kupfer aus verschmutztem Flusswasser abzogen. In einem speziellen Gerät verpackt, kann jede Schale bis zu elfmal verwendet werden, ohne dass die metall-bindenden Eigenschaften dabei verloren gehen.

Umsetzung dürfte die Erkenntnis jedoch vorrangig in Ländern finden, die selbst Bananen produzieren. Das gilt auch für eine andere kürzlich entdeckte Bananenschalen-Anwendung. Verarbeitet man sie in gepresster und sonnengetrockneter Form gemeinsam mit Bananenpflanzen-Stämmen und -Blättern, so lassen sich wunderbare Briketts erzeugen. Diese brennen laut Labormessungen sehr schnell und eignen sich bestens zum Kochen, da sie die Hitze gleichmäßig abgeben. (pte)

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14 Postings
kassandra86
28.03.2011 21:29
der artikel ist wortgleich in 1000 anderen sites zu finden

ich finde es sooooo traurig. dass nurmehr abgeschrieben wird.

und wehe, es wird jemand dabei erwischt - der muss bluten.

aber die medien selber sind die größten kopierer

e_Neutrino
 
25.03.2011 04:28
Radiaktive Schwermetalle mit getrockneten Bananenschalenpulver herausfiltern

Dies sollte man unbedingt an die Wissenschafter in Japan weiterleiten, um daraus (möglichst rasch) ein preisgünstiges vakuumgetrocknetes universelles Filterprodukt zu erzeugen!

e_Neutrino
 
25.03.2011 04:32
Radioaktive Schwermetalle mit getrockneten Bananenschalenpulver herausfiltern!

... Korrektur

presumption of innocence
15.03.2011 18:03
Is that a banana in you pocket or are you just happy to see me?

No, sweethart, I have to many toxins in my sperm

STJ911.org
14.03.2011 20:50

Klingt auf den 1. Blick "toll bio". Aber das Problem ist aber dann nur verlagert, oder? Denn was macht man dann mit dem Giftstoffgemisch aus Bananenschalen+aufgesaugten Schwermetallen?

Bluestone
16.03.2011 05:49

Auf Giftmülldeponien lagern, bis genügend vorhanden ist und danach Blei und Kupfer zurückgewinnen-bei den jetztigen Rohstoffpreisen könnte das Lohnen. Problem gelöst.

c.buchegger
15.03.2011 00:50

Ich denke da geht es weniger um "toll bio", als um eine billige Möglichkeit für Bewohner der 3. Welt, kontaminiertes Trinkwasser selbstständig zumindest einigermaßen von Schwermetallen zu reinigen (Man denke zB an die arsenverseuchten Quellen in Indien).

Die Schwemetalle werden dann zwar über weggeworfenen Bananschalen letztendlich wieder im Wasser/Boden landen. Allerdings sprechen wir hier auch nicht von riesigen Mengen an Schwermetallen. D.h. die Gseamtmenge im Boden erhöht sich dadurch nicht, wird allerdings auch nicht weniger. Für die Menschen ist es aber wesentlich gesünder. Wobei in solchen Fällen das Problem auch eher bei der Aufnahme über die Nahrung liegen wird.

Dennoch: sinnvolle Erkenntnis.

lemming0815
15.03.2011 11:45

am schluss verbrennen und hoffen, dass die metalle irgendwelche tollen unschädlichen verbindungen eingehen :)

serieller monotheist
14.03.2011 22:49

recyclen?

Das Pwny
14.03.2011 16:13
marktlücke!

Hinguckerl
14.03.2011 14:31
ein sensationelles forschungsergebnis

tät mich interessieren, wie das zustande kam? zufällig? wer denkt denn schon bei bananenschalen an giftstoffbindung.

serieller monotheist
14.03.2011 19:56

ein forscher sitzend an den kokosnuss-tests wird gerade eine banane gegessen und sich gedacht haben, er nimmt die bananenschale als testobjekt statt sie zum kompostkübel zu tragen.

Hinguckerl
15.03.2011 00:00
so hab ich mir das auch vorgestellt! oder

ein forscher rutscht auf einer bananenschale aus und ....

Grammelknoedel
14.03.2011 13:59

... und sie brachten Schauspieler wie Charlie Chaplin oder Buster Keaton zu Fall ...

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