"Hinter dem Ganzen steht ein kriminelles Netzwerk"

Manuela Honsig-Erlenburg, 18. März 2011, 14:31
  • Artikelbild
    foto: esi

    Gerald Knaus (li) und Orhan Kemal Cengiz waren vergangene Woche auf Einladung der Britischen Botschaft in Wien. Knaus ist Vorsitzender der European Stability Initative, die ein Büro in Istanbul unterhält. ESI hat im Jänner eine Untersuchung über die Christenmorde herausgebracht: "Murder in Anatolia. Christian Missionaries and Turkish Ultranationalism" (siehe Anhang). 

    Orhan Kemal Cengiz ist einer der prominentesten Menschenrechtsanwälte in der Türkei und Mitbegründer von Amnesty International Turkey.

  • ESI: "Murder in Anatolia. Christian Missionaries and Turkish Ultranationalism"

Zuerst hieß es, die Mörder der Missionare in Malatya seien "Fanatiker" - Im Prozess werden immer mehr Verflechtungen zum "Tiefen Staat" evident

Fünf Jugendliche töten im April 2007 drei Christen auf grausamste Art und Weise im anatolischen Malatya. Sie seien "provoziert worden" sagen die Täter und: eigentlich hätten sie die Missionare nur zu ihrer Arbeit befragen wollen. 20 der namhaftesten Menschenrechtsanwälte der Türkei, darunter Orhan Kemal Cengiz, vertreten die Angehörigen der Opfer im laufenden Prozess. Den Juristen ist es gelungen, etliche Ungereimtheiten im "Fall Malatya" ans Tageslicht zu bringen und die Verbindung der Jugendlichen zu ultranationalistischen Zirkeln nachzuweisen. Die Einzeltätertheorie wackelt. Die jugendlichen Mörder, so die Theorie, sind nur Schergen des "Tiefen Staats". Als "tiefer Staat" meint man in der Türkei Verflechtung von Sicherheitskräften, Politik, Justiz, Verwaltung und organisiertem Verbrechen, eine Art Staat im Staat, der sich als Verteidiger des kemalistischen Staatsmodells sieht. Orhan Kemal Cengiz, einer der Anwälte der Hinterbliebenen und Gerald Knaus von der European Stability Initative im Interview.

****

derStandard.at: Sie vertreten als Anwalt häufig Kurden, Armenier und Christen. Ein prominenter und aktueller Fall: der Mord an drei Christen in Malatya. Was ist der Status quo in diesem Fall?

Orhan Kemal Cengiz: Das ist schwierig zu beschreiben. Einerseits kann man sagen, dass wir noch nicht einmal angefangen haben. Auf der anderen Seite haben wir schon viel bewegt. In juristischer Hinsicht können wir nicht beweisen, dass hinter den Morden ein kriminelles Netzwerk steht. Aber in der Türkei ist mittlerweile jedem klar, dass dieses Verbrechen nicht von den fünf Jugendlichen begangen worden sein kann. Sie waren alle verbunden mit "gewissen Zirkeln". Dass das nun Gesprächsthema ist, Schlagworte wie "Tiefer Staat" oder "Gendamerie" die Runde machen, ist  diesem Prozess zu verdanken. Alles in diesem Fall weist darauf hin, dass hinter dem Ganzen ein kriminelles Netzwerk steht. Bis jetzt konnten wir das aber noch nicht  beweisen. Nur weil wir keine juristische Handhabe haben, heißt das aber nicht, das all unsere Bemühungen bisher sinnlos waren. Denn die Arbeit der Anwälte, das sind immerhin 20, hat die gesamte Atmosphäre verändert.

derStandard.at: Wie mächtig ist dieser ominöse "Tiefe Staat" tatsächlich und wer ist daran beteiligt?

Orhan Kemal Cengiz: Das ist ein schwieriges Thema, das ich nicht offen beantworten kann. Aber viele Fragen drängen sich auf: Wie kann es zum Beispiel möglich sein, dass eine ultranationalistische Gruppe von Jugendlichen es schafft, drei Menschen zu töten und zu entkommen, obwohl diese paar Missionare dermaßen lückenlos von der Gendarmerie überwacht wurden? Das ist nahezu unmöglich. Wir haben Beweise dafür, dass der Mord von den Jugendlichen ungefähr acht Monate lang vorbereitet wurde. Es ist kaum vorstellbar, dass weder Polizei noch Gendarmerie nicht mitbekommen haben, was hier vor sich geht.

derStandard.at: Wie gehen Sie damit um, dass man diese Verflechtungen nicht ansprechen, geschweige denn nachweisen kann?

Gerald Knaus: Das Besondere an diesem Fall ist, dass es endlich Zeugen gibt, die darüber sprechen. Ende letzten Jahres behaupteten zwei Zeugen vor Gericht, dass der Geheimdienst der Gendarmerie involviert gewesen sein soll.

derStandard.at: Waren Sie selbst je wegen Ihrer Anwaltstätigkeiten Bedrohungen ausgesetzt?

Orhan Kemal Cengiz: Derzeit nicht, nein. 2007, als der Prozess begann, bin ich allerdings sehr wohl anonym bedroht worden. Dass das jetzt nachgelassen hat, haben wir auch dem Ergenekon-Prozess zu verdanken. Viele maßgebliche Köpfe dieses riesigen Netzwerks sind nun vorläufig hinter Gittern. (Ein Gerichtsverfahren gegen die Untergrundorganisation Ergenekon, die ebenfalls im Verdacht steht, zum "Tiefen Staat" zu gehören, läuft seit Oktober 2008, Anm).

derStandard.at: Warum gegen Christen?

Orhan Kemal Cengiz: Die Einschüchterung von Christen hat in der Türkei eine lange Tradition. Malatya war nur einer in einer Reihe von Morden. Wenn Sie sich die Prototypen der Täter anschauen: das ist alles ein Typ von Verbrecher. Meiner Meinung nach geht der "Tiefe Staat" hier nach einem Muster vor: sie mobilisieren ultranationalistische Jugendliche, die Christen töten und senden damit eine Botschaft an die Welt und die Türkei: in dem Moment, in dem die so genannte "Islamische Partei" an die Macht kam, fingen die Massaker an. Damit wollten sie auch den EU-Beitrittsprozess blockieren.

Gerald Knaus: Nach der Aufnahme der EU-Beitrittsgespräche (2005, Anm.) gab es plötzlich eine Welle von Angriffen verbaler und physischer Art gegen Christen. 2008 ging die Aggressivität gegen Christen deutlich zurück (der Malatya-Prozess startete, Anm). Vielen Menschen wurde durch diesen Prozess klar, dass Ressentiments gegen Christen eine gefährliche Sache sind, weil es den Boden für solche Attacken bietet.

derStandard.at: Hat die EU-Beitrittsperspektive in der Türkei die Situation der christlichen Minderheit also zuerst eher verschlechtert?

Gerald Knaus: Viele positive Dinge sind passiert, was die Rechtslage betrifft. Eigentum wurde zurückgegeben. Die Zukunft des orthodoxen Patriarchats in der Türkei ist gesichert. Die historische Aufarbeitung der Aggression gegen Christen schreitet voran. Es gibt eine rege intellektuelle Beschäftigung mit dem Thema. Die Gesellschaft verändert sich, aber es gibt auch immer noch genügend Widerstände gegen diese Veränderungen. Die sehr kleine christliche Community ist dafür symbolhaft. Vorurteile gegen Christen, die von türkischen Ultranationalisten gepflegt werden, beruhen auf dem Mythos von 1920: in dieser Weltsicht sind etwa christliche Missionare Agenten der EU, die versuchen, das Land zu entzweien. Das wird alles vermischt.

derStandard.at: Allgemein gesehen ist die Zustimmung zur EU aber relativ groß?

Gerald Knaus: Wir sehen zwei Trends: einerseits nimmt die Zustimmung ab, die Skepsis zu. Das hängt vor allem mit der ungelösten Zypernfrage zusammen. Zur gleichen Zeit: Wenn es heute eine Abstimmung gäbe, ob die Türken in die EU wollen, würden immer noch 60 Prozent "Ja" sagen. Interessant: mehr AKP-Wähler sind für einen Beitritt, als Wähler anderer Parteien.

derStandard.at: Findet eine Verbessung der Minderheitenrechte nur mit einer EU-Perspektive statt?

Orhan Kemal Cengiz: Die Perspektive hat sicher einen großen Einfluss. Meine Theorie ist, dass sich die Fortschritte auch schnell wieder umdrehen können. Der historische Kontext ist dermaßen komplex. Die Türkei hat schon - in der Relation - große Fortschritte gemacht, aber ein Beitritt zur EU würde einen großen Schub im Bereich der Menschenrechte bedeuten, die Menschen wie mich auf eine ganz andere Basis in ihrem Kampf für die Menschen- und Minderheitenrechte stellen würde.

Gerald Knaus: Aber die Frage ist nicht: wird die Türkei in den nächsten fünf Jahren beitreten. Die Frage ist: ist die Perspektive real? Können die Reformen fortgesetzt werden? Und deshalb ist eine EU-Perspektive für die Türkei wichtig, auch wenn es am Ende heißt: es gibt gar keinen Beitritt. (Manuela Honsig-Erlenburg, derStandard.at, 17.3.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 162
1 2 3 4
Reynold
52
23.3.2011, 14:52
Wozu die Aufregung? Wieso zeigen wir mit dem Finger auf die Türkei wenn wir -als ein EU Staat- es selber nicht schaffen den Rechtsradikalismus zu unterdrücken!!!

Immer hin hat ein gewisser Herr Graf Martin es geschafft dritter Nationalratspräsident zu seien. Graf ist zudem Mitglied der Burschenschaft Olympia, welche auch vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes als RECHTSEXTREM eingestuft wird.

Wenn man die Zahlen der rechtsextremen Gewaltbereitschaft anschaut fehlt es uns sofort auf, dass die Zahl rasant ansteigt.

Oder sind die meisten Standard User im Forum FPÖler??

Toby Dammit
 
01
24.3.2011, 13:35
Wir zeigen deshalb mit dem Finger auf die Türkei, weil zweimal Minus leider nur in der Mathematik ein Plus ergibt.

Glauben Sie, dass Sie den bestehenden rechtsradikalen (bis rechtsextremen) Tendenzen in der EU besser Herr werden, wenn Sie sich noch die von der Türkei aufhalsen? Na, ich bin da eher skeptisch.

Im Übrigen sollten Sie den Anteil einer bestimmten Gruppe in der politischen Elite (Nationalrat etc.) nicht mit dem Anteil dieser Gruppe in der Bevölkerung gleichsetzen, weder hier noch in der Türkei.

Auch wenn das Staatsmodell bisher offiziell laizistisch war, zeigt sich, dass die Zivil-Gesellschaft der Türkei mehrheitlich nicht laizisitisch eingestellt war. Die Türken haben ihre Elite genauso nur geduldet, wie die europ. Bevölkerungen ihre dulden. In der EU ist der Laizismus dagegen wenigstens schon Mehrheitsmeinung der Zivil-Gesellschaften...

PET-Anteil
02
24.3.2011, 11:58
Hmmm

Zwischen dem Umstand, dass Herr Graf in Ö 3. NR Präsident ist, und den Morden an Christen in der Türkei bestehen nicht unerhebliche Abstufungen.
Wer die nicht erkennt ist entweder extrem verblendet oder benötigt ärztliche Hilfe.

DerLokkenkopf
10
20.3.2011, 13:39

viele leute scheinen hier einen abneigung gegen moslems zu haben...aber herrschaften, diese personen sind keine wahre moslems...weder erdogan, noch der türkisch botschafter u die meisten in österreich ansässigen "moslems"

ihr verhalten entspricht nicht im geringsten dem was der koran von ihnen verlangt...das sind größtenteils nur heuchler.

also hören Sie endlich auf immer die anhänger des islam zu erwähnen...wenn das welche wären würden die sich anders benehmen.

so ist es.

zombie69
 
13
19.3.2011, 14:16
Nichts zu machen

Das sind keine guten Voraussetzungen um den Beitritt der TR in die EU weiter voranzutreiben. Den meisten Bürger in der EU dürfte das vermutlich nur entgegen kommen. Aufgrund der zu erwartenden Probleme die eineBeitritt der TR zur EU mit sich bringen würde ist jede Verzögerung nur erfreulich. Die Fähigkeit der TR Mitglied zu werden sind augenscheinlich die nächsten 30 Jahre nicht gegeben.

Donald Kerabatsos
67
18.3.2011, 14:37
Wenn der türkische "Botschafter" einen Mundfurz läßt, dann bebt die Republik.

Werden hingegen Christen im Beitrittswerberland geschächtet, herrscht ziemliche Stille im Karton.

Das wissen die Muslime und nützen es weidlich aus (Erdogan bezichtigt sich implizit selbst des Verbrechens gegen die Menschheit, da er Assimilation von Türken ablehnt, diese gleichzeitiig im eigenen Land gnadenlos durchzieht).

cipf
 
01
18.3.2011, 13:17

Also irgendwie deucht mich der Artikel verschwurbelt. Oder ich scheitere im Pisatest am sinnerfassenden Lesen:
[...] Verflechtung von Sicherheitskräften, Politik, Justiz, Verwaltung und organisiertem Verbrechen, eine Art Staat im Staat, der sich als Verteidiger des kemalistischen Staatsmodells [...]
Das kemalistische Staatsmodell ist ein zutiefst laizistisches. Warum also christliche Mönche umbringen? Wollten die die christliche Staatskirche etablieren?

Oder:
[...] Viele positive Dinge sind passiert, was die Rechtslage betrifft. Eigentum wurde zurückgegeben. Die Zukunft des orthodoxen Patriarchats in der Türkei ist gesichert. [...]
Was bitte ist am "orthodoxen Patriarchat", weil gesichert für die Zukunft, positiv????

temporär autonom
 
11
22.3.2011, 19:04

kemalistisches staatsmodell ist ganz und gar nicht laizistisch.

die hinweise auf kooperation zwichen dem radikal islamistischen hizbullah (aus der türkei) [Sie wird "Kurdische Hisbollah" oder auch "Türkische Hisbollah"[2] genannt und darf nicht mit der libanesischen Hisbollah verwechselt werden.]

http://de.wikipedia.org/wiki/Hizb... C3%BCrkei)

fragt sich, wie so etwas laizistisch sien kann. nach adam riese ist es faschismus!

heisst aber nicht, dass die islamisten besser sind. schlussendlich sind es die jetzigen islamisten es gewesen, die diesen staatlich unterstützten terroristen wieder frei liess.

http://derstandard.at/129337024... erroristen
http://derstandard.at/plink/129... 0/19614060

Toby Dammit
 
01
24.3.2011, 13:03
Ah, endlich mal eine vernünftige Wortmeldung.

Die Sachverhalte in der Türkei sind schon sehr speziell. Die Gleichung kemalistisch = superdemokratisch, ist - bei allem Vorbehalt gegenüber der AKP - vermutlich genauso unzulässig, wie Sie schreiben.

Im Übrigen ist auch Öcalan alles andere als ein Unschuldslamm.

Gerade weil das alles dermaßen kompliziert ist: warum sollte die EU diese Probleme sich quasi einverleiben wollen?

Die Türkei sollte zuerst mindestens mal zehn (besser noch: zwanzig) Jahre eine stabile Demokratie gewesen sein und beweisen, dass das in keinem nenneswerteren Widerspruch zum Sunni-Islam steht als bei uns zB die Kirche und Konkordat, als dass man über einen EU-Beitritt wirklich VERHANDELT.

Die Zeit heilt bekanntlich alle Wunden.

Noch ist es dafür VIEL zu früh.

temporär autonom
 
00

klar. das eine schliesst das andere nicht aus.

aber als kenner der türkei (sowohl was die kultur als auch die menschen und politik angeht) sollte keinem aus dem sinne entfallen, dass eine funktionierende stabile demokratie, den zerfall der zentralistischen macht bedeuten würde. also, während der pro-islamistische erdogan von einem fett"patzen" zum nächsten springt und sich noch immer als den letzten ottomanen ansieht, bekämpf(t)en die geschwächten kemalisten die kurdische nationalisten und islamisten! na drei mal dürfen sie raten, wie die zukünftige aussengrenze der eu ausschauen kann. die gegend platzt aus ihre vordefinierten westlichen grenzen! (qamisli demonstriert gemeinsam mit sulaimaniyya und mit diyarbakir und mariwan)

anders and
 
21
18.3.2011, 15:25

Der Kemalismus will einen gleichgeschalteten Staat, und da er es nicht schafft die Religion abzuschaffen setzt er auf einen staatlich kontrollierten Einheitsislam - da stören nationale Abweichungen genauso wie religiöse.

Toby Dammit
 
01
18.3.2011, 14:52
Der Drift von dem Interview ist folgender: Die Morde in Mantalya 2007, wie überhaupt alle Übergriffe auf Christen seit dem offiziellen Start der EU-Beitrittsverhandlungen,

würden von sogenannten Ultranationalen (kemalistische Fanatiker bei Militär, Polizei und Verwaltung = Ergenekon aka "tiefer Staat", inkl. "Graue Wölfe") gesteuert, um in der Öffentlichkeit (in der Türkei und international) den Eindruck entstehen zu lassen, dass sich die Türkei unter der AKP-Regierung auf einem islamistischem Kurs zurück in die Zeit der Kreuzzüge befinde, wofür man Erdogan und die AKP verantwortlich machen würde. Die Ausführenden der Morde sind demnach nationalistische Muslime & Bauernopfer, die Hintermänner laizistische Ultranationale.

Kurz: false flag operations
Ziel: die EU-Verhandlungen zu sabotieren, da die Nationalen nicht in die EU wollen.

Die "Orthodoxen Patriarchen" sind anscheinend eine christliche Sekte.

Toby Dammit
 
12
18.3.2011, 15:43
Zur Klarstellung: das ist nicht meine Meinung, sondern die der beiden Interviewten.

Diese Deutung klingt durchaus plausibel, aber genausogut kann es auch sein, dass der Herr Erdogan diese Morde benutzt, um sie den erst vor kurzem von ihm entmachteten - und teilweise auch verhafteten - Generäle in die Schuhe zu schieben.

Die ESI (European Stability Initiative, siehe Link unter dem 1. Foto), der Knaus vorsteht, hat jedenfalls eine klare Schlagseite FÜR einen Türkei-Beitritt. Muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, ob diese Lobbying-Institution eine glaubwürdige Quelle darstellt. Aus Sicht der Architekten eines Staatenbundes wie der EU sind die Nationalisten naturgemäß größere Feinde als religiöse Frömmler, welche man ja mit dem Versprechen auf Religionsfreiheit leichter glaubt einkaufen zu können.

schokolade süss
12
18.3.2011, 18:45
ESI...Wer (angeblichen Ex-)Islamisten vertraut ist in der Tat naiv.

stimmt ...hmmm

ESI (European Stability Initiative) ist für einen beitritt der türkei, ich habe mir gerade ein paar artikel gelesen, ESI begrüßt die Reformen der AKP (klar die AKP hat einige Reformen, aber das nur halbherzig .... die Türkei ist aber meilenweit von einen EU-Beitritt entfernt!!!))
Aber ich weiss auch, wie massiv und gezielt Erdogan und Gül immer wieder versucht haben, dass Land zu islamisieren, wie eng Regierung und Islam institutionell verflochten sind (es gibt eben KEINE Trennung von Religion und Staat – wie immer behauptet wird!), und welche Absichten solche Islamisten mit einem türkischen Beitritt in die EU verbinden.

Lang lebe der Laizismus :-)

saratoga
02
20.3.2011, 09:02
ESI

ESI ist eine ganz billige bezahlte Propanda Truppe, der alten bekannten GEorg Soros Kartelle auch rund um die Deutschen Profi Betrugs Stiftungen. man kann das sehr leicht herausfinden. Von Unabhängig, keine Spur, ist Herr Knaus, sondern wer unabhängig, auf seiner Website verbreitet und sich von uralten Politischen Betrugsmaschinerien der Einflussnahme bezahlen lässt ist ein Nichts. ESI ist ein typischer PR Betrug, wie auch der ICG und viele andere von Steuergeldern finanzierte Zirkel.

Toby Dammit
 
13
18.3.2011, 22:04
So oder so schaut's nicht gut aus für den Herrn Erdogan,

denn selbst wenn der "Tiefe Staat" dahinterstecken sollte, dann hätte die Regierung Erdogan nicht einmal den eigenen Staatsapparat wirklich im Griff.

Wenn man sich dazu noch die schier unfassbare Brutalität der Mörder vor Augen hält, dann kann man als verweichlichter Mitteleuropäer nur konstatieren, dass es schlicht und einfach auch der STIL ist, wie die politischen Machtkämpfe in der Türkei ablaufen, der nicht in die EU passt. Da wirft man sich gegenseitig ins Gefängnis, foltert munter drauflos (siehe Öcalan), schlachtet zur Ablenkung Unbeteiligte ab... Ob es jetzt die Generäle sind oder doch die Islamisten: solange das politische Tagesgeschäft dort so ausschaut, sollte die EU sich das lieber nur in der Außen-Perspektive geben.

Semerkant
 
00
23.3.2011, 19:08
"foltert munter drauflos (siehe Öcalan)"

Für so eine Behauptung können Sie uns bestimmt eine halbwegs neutrale Quelle nennen?

Toby Dammit
 
11
23.3.2011, 20:41
Na,

wie nennen Sie denn 10 Jahre Einzelhaft?

Im Übrigen standen seine Beteuerungen beim Prozess, nicht körperlich misshandelt worden zu sein, schon ein bisschen im Gegensatz zu dem Anblick, den er damals geboten hat.

schokolade süss
00
18.3.2011, 14:03

ich glaube Herr Knaus verwechselt die MHP mit der CHP ..

MHP = Faschisten

schokolade süss
11
18.3.2011, 15:36

und ausserdem schreibt orhan kemal cengiz für die tageszeitung zaman,eine gruppe der medien, vor allem jene im Einflußbereich der fethullahci... bzw der akp nahe steht...

einfach googlen...
Fethullah Gülen, dessen Anhänger sich in der nach ihm benannten Bewegung zusammenfinden, ist ein Islamist und türkischer Nationalist. Flaggschiff der Gülen-Leute ist die türkische Tageszeitung Zaman, die unter dem Titel Today's Zaman auch auf Englisch erscheint...

rocca62
36
18.3.2011, 12:29
..im geben nehmen, im nehmen geben ..

.. wir geben euch nichts, aber wir wollen von euch nehmen ... so sieht und denkt der rassistsiche moslem in unseren breitengraden ..

bestes beispiel, moscheen in wiener neustadt etc..

sagt ein, in österreich geborenes emigrantenkind, ohne religiöse bekenntnis

Sahin´s Schmalzlocke
32
18.3.2011, 23:51
Unglaublich

was ein Österreicher ohne religionsbekenntnis so sagt wenn der tag lang ist.

Ich_schpriche_Neuteutsch
00
21.3.2011, 16:54

Man sollte Sie ausstoßen.

Ravenhorst
23
18.3.2011, 12:25
und dieser Staat will in die EU

Nein, danke, wir haben eh schon genug Probleme.

Halbmond
71
18.3.2011, 14:39
aber nicht von Türken werden diese Probleme ausgelöst,sich selber einmal hinterfragen.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 162
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.