Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate


Helfer suchen in der Region Minamisanrikucho im Norden Japans nach Verschütteten.
vergrößern 800x926Eine Karte der Nuklearreaktoren Japans.
Weite Teile in Nordjapan schwer verwüstet, Tausende Tote entdeckt, Aufräumarbeiten dauern Monate
vergrößern 645x421Menschen, die in der Stadt Ishinomaki im Norden Japans von der Außenwelt abgeschnitten sind und auf Hilfskräfte warten, wärmen sich an einem Feuer.
vergrößern 700x427Rauch steigt vom Fukushima Daiichi Atomkraftwerk nach einer Explosion auch am Montag auf.
Nach einem Nachbeben der Stärke 6,2 kam es am Montag zu einer zweiten Explosion in einem Atomreaktor in Fukushima. Laut Regierung soll die Stahlhülle des Reaktorblocks 3 aber standgehalten haben. Im Kraftwerk soll es drei Verletzte und sieben Vermisste geben. Das Nachbeben hatte kurz nach 10.00 Uhr Ortszeit (02.00 Uhr MEZ) auch die japanische Hauptstadt Tokio erschüttert. Die Zahl der offiziellen Todesopfer und Vermissten ist auf 5.000 gestiegen, mehr als 10.000 Tote werden befürchtet. Die Nachlese der Ereignisse im Live-Ticker.
***
21.57 Uhr: Wir beenden für heute unsere Live-Berichterstattung.
***
***
21.14 Uhr: Ein Erdbeben der Stärke 4,1 erschüttert dem Fernsehsender NHK zufolge die Hauptstadt Tokio. Es bestehe keine Tsunami-Gefahr.
***
20.49 Uhr: Tokyo Electric (Tepco) unternimmt neuen Anlauf, Meerwasser in den Unglücksreaktor 2 zu pumpen.
***
20.25 Uhr: Eine Meteorologin schreibt für die BBC, dass sich Japan während des Erdbebens um vier Meter bewegt habe.
***
20.02 Uhr: Japan bat USA um Hilfe nach schwerem Atomunfall
Die japanische Regierung hat bei den USA offiziell um Hilfe für die Bewältigung des schweren Unfalls im Atomkraftwerk Fukushima 1 nachgesucht. Die zuständigen Stellen in den USA prüften derzeit, welche technischen Hilfsleistungen für Japan in Frage kämen, teilte die US-Atombehörde NRC am Montag in Washington mit. NRC-Experten würden die Entwicklung von ihrem Krisenzentrum in den USA rund um die Uhr verfolgen. Die Federführung bei der Krisenreaktion werde auf jeden Fall bei Japan liegen: "Für diese Krise haben die Japaner die oberste Verantwortung", erklärte die NRC.
Nach Angaben des Pentagon waren am Montag insgesamt acht Schiffe der US-Marine für Hilfsleistungen nach dem Erdbeben in Japan im Einsatz. Fünf weitere seien auf dem Weg, sagte Pentagon-Sprecher David Lapan. Die Schiffe transportierten Hilfsgüter und Helfer und dienten als Auftankstation für Flugzeuge und Helikopter vor der Küste der Bebenregion.
Der Flugzeugträger "Ronald Reagan" habe seinen Kurs wegen der erhöhten Radioaktivität um den Krisenreaktor Fukushima ändern müssen, teilte Lapan weiter mit. 17 Marineangehörige seien Strahlung ausgesetzt gewesen. "Sie wurden ohne großen Aufwand mit Wasser und Seife entkontaminiert", fügte der Sprecher hinzu.
***
19.57 Uhr: Ein Computerprogramm soll das Beben auf die Sekunde genau vorhergesagt haben - Fake oder real?
***
19.26 Uhr: Die Französische Nukleare Sicherheitsbehörde (ASN) sagt laut BBC, dass der Vorfall im japanischen AKW Fukushima, zwischen fünf und sechs auf der Skala der IAEA eingestuft werden kann. Die internationale Skala der Atomenergiebehörde IAEA reicht von eins bis sieben. Aktuell wird der Störfall mit Level vier eingestuft.
***
19.08 Uhr: Kommentar von Gudrun Harrer zu Japan: "Japanische Nebelwerfer"
***
18.44 Uhr: IAEO-Amano: Fukushima kein "zweites Tschernobyl"
Geht es nach Yukiya Amano, dem Generalsekretär der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO, so droht seinem Heimatland Japan kein "zweites Tschernobyl". Ob die Reaktoren im Atomkraftwerk Fukushima außer Kontrolle sind oder nicht, wollte Amano allerdings nicht kommentieren. "Die Situation ändert sich täglich. Ich will nicht spekulieren", sagte er am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz in der UNO in Wien.
Er verwies mehrmals auf hoch qualifizierte Experten, die an Ort und Stelle alles mögliche unternehmen würden, um die Lage zu stabilisieren. Fest stehe jedenfalls, dass es keine Kettenreaktion in den Reaktoren gegeben habe. "Das war kein Unfall verursacht durch menschliches Versagen. Es waren enorme, unvorstellbare Naturgewalten", so Amano nach den verheerenden Erdbeben und den darauffolgenden Tsunamis, die Japan in eine Katastrophe von bis dato ungeahnten Ausmaßen gestürzt haben. "Wir werden aus den Erfahrungen lernen müssen und die Auswirkungen evaluieren."
Wie viel Radioaktivität bis jetzt freigesetzt wurde, konnte Amano nicht sagen. "Ich bitte diesbezüglich um Geduld." Das automatische Herunterfahren der Reaktoren habe funktioniert, die ausgetretene Radioaktivität sei dadurch limitiert worden.
Ein "zweites Tschernobyl" befürchte Amano allerdings nicht. Es gebe einige Unterschiede zum Super-GAU am 26. April 1986 - vor allem jenen, dass es in Tschernobyl keine Schutzhülle gegeben hätte wie sie in Fukushima vorhanden sei. Messungen in der Umgebung von Fukushima am 12. März hätten ergeben, dass die Radioaktivität in der Luft mittlerweile wieder gefallen sei. Andere Informationen als jene von japanischen Behörden habe die IAEO aber keine.
***
18.30 Uhr: Japan ersuchte IAEO um Expertenmission
Sichtlich getroffen von der Erdbebenkatastrophe in seinem Heimatland Japan trat am Montag IAEO-Generalsekretär Yukiya Amano in der UNO in Wien vor die Presse. Amano berichtete, dass Japan bereits um die Entsendung einer IAEO-Expertenmission angesucht hat. Der Generalsekretär kondolierte seinen Landsleuten und betonte, es sei extrem wichtig, dass die Öffentlichkeit permanent über die Situation in den japanischen Atomkraftwerken informiert werde.
Die gesamte Insel Honshu sei durch das Beben um bis zu 2,5 Meter angehoben, die Infrastruktur eines hoch entwickelten Industrielandes stark beschädigt worden. Sämtliche AKW auf der Insel seien von den Erdstößen erschüttert, von den Tsunamis geflutet und so von der Versorgung mit Elektrizität abgeschnitten. Die japanischen Behörden würden so hart arbeiten wie sie nur können, um die Lage zu stabilisieren.
***
18.28 Uhr: Japans Regierungssprecher Yukio Edano ist STANDARD-Kopf des Tages: "Das Antlitz der Apokalypse"
***
18.23 Uhr: Strom bleibt in Japan über Wochen rationiert
Stromkunden in Japan müssen sich auf wochenlange Lieferprobleme und Abschaltungen einstellen. Die Rationierung in der Stromversorgung werde mindestens bis Ende April dauern, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Montag unter Berufung auf den Tokioter Elektrizitätsversorger Tepco. Dies werde sich auf den Zugverkehr und die Wirtschaft im Raum Tokio ebenso auswirken wie auf das Alltagsleben der Menschen.
Um die erste Abschaltung hatte es am Montag zunächst einige Verwirrung gegeben. Tepco habe den Schritt falsch angekündigt und die Unterbrechung dann wegen Stromsparbemühungen in der Region auch verschoben, hieß es. Schließlich wurde der Strom für 113.000 Haushalte in Teilen der Präfekturen Chiba, Ibaraki, Shizuoka und Yamanashi für 90 Minuten abgeschaltet, erklärten Tepco-Verantwortliche. Auch einigen Aufnahmezentren für Erdbebenopfer in Chiba und Ibaraki wurde dabei der Strom abgeklemmt.
Ursache der Stromknappheit ist die Abschaltung mehrerer Atomreaktoren im Nordosten der japanischen Hauptinsel Honshu.
***
18.20 Uhr: Ein STANDARD-Überblick über die Atomdebatte in den österreichischen Nachbarstaaten.
***
17.57 Uhr: Interview mit Risikoforscher
Wenn es zu keinen Nachbeben komme, sei man "aus dem Schneider" und müsse nicht mehr mit einem Super-GAU rechnen, sagt Wolfgang Kromp im Standard-Interview.
***
17.46 Uhr: WHO: Keine große Gesundheitsgefährdung durch Radioaktivität
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht durch die Unfälle in japanischen Atommeilern derzeit nicht die Gefahr großer gesundheitlicher Schäden für Menschen. "Von dem, was wir zur Zeit über die Höhe der radioaktiven Strahlung wissen, ist das Gesundheitsrisiko für Japan minimal", sagte WHO-Sprecher Gregory Hartl am Montag. "Das heißt, wenn jemand betroffen ist, ist das Risiko nicht sehr hoch", fügte er hinzu.
Hartl erklärte, es sei nur "sehr wenig" Radioaktivität aus den beschädigten Reaktoren in Japan ausgetreten. Außerdem seien die Menschen bereits in Sicherheit gebracht worden, als es zu den Vorfällen kam. Nach WHO-Angaben wurde bei 22 Menschen, die in der betroffenen Region leben, "eine geringe Menge Radioaktivität" gemessen.
***
17.34 Uhr: Strahlenexpertin an Bord der AUA-Flüge
In beiden Richtungen seien die Flüge Tokio-Wien ausgebucht, berichtet die AUA. Um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten, sei auch eine Strahlenexpertin des Bundesheeres mit an Bord. Mehr dazu hier.
***
17.25 Uhr: Kritik an IAEO wegen Informationspolitik - Der Standard Bericht
***
17.13 Uhr: Der Standard mit einer neuen Reportage aus Tokio
***
17.04 Uhr: Erdbeben zerstörte fast 73.000 Gebäude
Das Erdbeben und der anschließende Tsunami haben in Japan insgesamt 72.945 Gebäude zerstört oder dauerhaft unbenutzbar gemacht. Diese Zahl nannte das Innenministerium in Tokio am Montag nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo.
***
16.58 Uhr: Temperaturen sollen unter null Grad Celsius fallen
Im Katastrophengebiet soll es in den nächsten Tagen bitterkalt werden. Auch ein Schneesturm wird erwartet. Der japanische Sender NHK berichtet und befürchtet eine Katastrophe vor allem für die unzähligen Obdachlosen.
***
16.56 Uhr: US-Marine lässt Hilfseinsatz wieder anlaufen
Die US-Marine hat den Hilfseinsatz ihrer Schiffe vor der japanischen Küste wieder aufgenommen. Am Montagabend (Ortszeit) hatte sie die Aktion zunächst wegen einer leichten Verstrahlung von Hubschraubern und Besatzungsmitgliedern ausgesetzt. Der Flugzeugträger "USS Ronald Reagan" und andere Schiffe der Siebten Flotte drehten daraufhin ab, um nicht mehr Winden aus Richtung des beschädigten Atomkraftwerks Fukushima Eins ausgesetzt zu sein. Mittlerweile laufe die Hilfsoperation aber wieder, sagte ein Sprecher der US-Marine.
Seeleute auf den Schiffen waren den Angaben zufolge einer erhöhten Strahlung ausgesetzt, die allerdings geringer als eine Monatsdosis natürlicher Strahlung war. Medienberichte hatten von einer radioaktiven "Wolke" gesprochen, durch die der Flugzeugträger gefahren sei.
***
16.55 Uhr: Die japanische Presse versucht zu beruhigen
mit Heldentaten und Tipps zum Strahlenschutz
***
16.43 Uhr: Radioaktivität bei U.S. Navy Mitgliedern gemessen
Nachdem eine 17-köpfige Hubschraubercrew der U.S. Navy nach einem Katastropheneinsatz in Japan auf den Flugzeugträger USS Ronald Reagan zurückkehrte, wurde geringe radioaktive Strahlung an ihren Körpern gemessen. Das berichtet CNN und zitiert U.S. Militärvertreter.
***
16.33 Uhr: Brennstäbe im Fukushima-Reaktorblock 2 erneut ohne Wasser
Die Brennstäbe im zweiten Reaktor des Atomkraftwerks Fukushima Eins ragten nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo am Montagnachmittag (MEZ) wieder in vollem Umfang aus dem Wasser heraus. Damit nahm das akute Risiko einer bedrohlichen Kernschmelze weiter zu. Zuvor hatte die Betreibergesellschaft Tepco erklärt, es werde versucht, den Reaktor mit Seewasser zu fluten. Anschließend hieß es, die Brennstäbe stünden wieder zur Hälfte unter Wasser.
***
16.29 Uhr: Vertreter des Energieversorgers Tepco bei Pressekonferenz
Im Moment stellen sich Vertreter des Atomkraftwerkbetreibers Tepco den Fragen der Presse. Neue Informationen scheint es keine zu geben, dafür haben die Vertreter des Unternehmens offenbar selbst wenig Ahnung, was tatsächlich passiert ist. Sie blättern nur in ihren Unterlagen und diskutieren, wie viele Druckventile es in den Reaktoren gibt. Die japanische Presse verlässt bereits den Raum.
| 1 | 2 | 3 | 4 | weiter |
IAEA sieht Fortschritte beim Einsatz im AKW Fukushima, Versorgung mit Elektrizität sei teilweise wieder hergestellt - Behörden warnen vor radioaktivem Regen
Schneefall behindert Helfer - Auch Polizei-Wasserwerfer einsatzbereit - Laut IAEA drei Reaktorkerne defekt
Betreibergesellschaft: Brand ging von selbst aus, kein Rauch und keine Flammen mehr zu sehen - Dach eingestürzt
Womöglich mehr als 10.000 Tote - Beben-Stärke auf 9,0 revidiert - Regierung widersprüchlich
10.000 Vermisste in Minamisanriku – Reaktorhülle in Kraftwerk Fukushima 1 explodiert
Atomarer Notfall in zweitem Kraftwerk - Behörden veranlassen Evakuierung auch bei Akw Fukushima 2 - Radioaktivität dürfte in die Umwelt gelangt sein
"16.38 France's ASN nuclear safety authority has classed the nuclear accident at Fukushima's Daiichi plan as level 5 or 6 on the international scale of 1 to 7, on a par with the 1979 U.S. Three Mile Island meltdown, one higher than that given by Japan's nuclear safety agency.
"Level four is a serious level," ASN President Andre-Claude Lacoste told a news conference, but added: "We feel that we are at least at level five or even at level 6."
http://www.telegraph.co.uk/news/worl... -live.html
menschen mit weitsicht kaufen sich statt einem neuen auto eine photovoltaikanlage und sagen dann: strompreisrechnung ade.., stromkonzerne ade.....
und das tolle dabei ist ja, mit jedem jahr rentiert sich so eine anlage mehr, weil es ist ja nicht so, das uran oder kohle zur stromerzeugung nachwächst und deshalb der strompreis billiger wird....
Sollten die Brennstäbe bereits im Trockenen liegen, so schmelzen sie doch innerhalb kürzester Zeit, d.h. sie sind entweder schon geschmolzen oder sie schmelzen nicht mehr, da der Zerfallsprozeß und die freiwerdende Energie doch exponentiell abnehmen und die Temperatur sinkt. Das würde bedeuten, daß es bei jenen Blöcken, die bereits trocken gelaufen sind, nicht mehr schlimmer kommen kann.
Oder habe ich dabei einen Denkfehler ? Danke für fachkundige Antworten.
wenn der reaktor aber herunter gefahren worden ist, so gibt es noch sekundärreaktionen, welche noch genügend energie produzieren.
sobald aber die temperatur steigt, nimmt auch die reaktion wieder zu.
sollten sich die stäbe zu stark erhitzen, kann in kürzester zeit ein neuerlicher reaktionsstart erfolgen. - dann kommt der schlusspfiff.
so wie's aussieht, führen die gerade eine gratwanderung zwischen zu viel kühlung (überdruck/explosion bzw. konterminierung der umwelt)
und zu wenig kühlung (neustart der fission => kernschmelze => überhitzung => abflug)
auf.
in jedem falle ein höllenritt...
Die Stäbe sind für den Einsatz in einer Umgebung bestimmt, in der sie ständig gekühlt werden.
Und zwar in einem Ausmaß, dass die abgeleitete Wärme (über viel Wasser bzw. Wasserdampf) für den Betrieb von großen Generatoren ausreicht.
Auch wenn der Prozess weitestgehend "heruntergefahren" oder "abgeschaltet" worden ist, so finden innerhalb der Brennstäbe noch Prozesse statt, die sie auf bis zu 2500 Grad erhitzen können, sie also zum Schmelzen bringen.
Bitte um Berichtigung durch versiertere Forum-Teilnehmer ;)
wenn zwischen den brennelementen kein moderator (neutronenfänger) mehr ist, kommt es zu einer unkontrollierten kettenreaktion, in weiterer folge ohne kühlung zu einer zunahme der temperatur, die alle beteiligten materialien schmelzen lässt.
Alles falsch.
Erstens läuft in Fukushima keine unkontrollierte Kettenreaktion ab, sondern der Reaktor gibt nach Abschalten immer noch thermische Leistung durch Nachzerfallswärme ab.
Zweitens ist der Moderator nicht zum Abbremsen der Kettenreaktion da, sondern im Gegenteil - zum Aufrechterhalten. Durch den Moderator wird die Kettenreaktion erst möglich.
.. werden längst nicht mehr die Brennstäbe gekühlt (wie heißt es so schön: "geflutet" mit Meerwasser?!) sondern der Stahlmantel des Reaktordruckbehälters an der Unterseite, um das Durchschmelzen des - längst schon geschmolzenen(!) Kerns - ins Beton-Containment zu verzögern.
Bitte, was soll denn hier noch steuerungstechnisch funktionieren, s. Bild:
http://www.facebook.com/photo.php... 9306617060
... ein Experte, und drum stelle ich auch hier nicht in völliger Unkenntnis der Faktenlage irgendwelche hanebüchernen Mutmaßungen an, nur damit ich mich dann selber gaaaanz viel fürchten kann.
Und ich bin schon gar kein Freund der Kernergie, und trotzdem maße ich mir nicht an alles besser und schneller zu wissen als was man an zugänglichen Informationen zu lesen kriegt.
derzeit keine Kernschmelze laut IAEA:
http://www.orf.at/#/stories/2047589/
heißt: "keinerlei Angaben, dass dort momentan Brennstoff schmilzt" definitiv NICHT, dass derzeit keine kernschmelze erfolgt,
sondern nur, dass es keiner gesagt hat.
das ist nichts als politische rethorik.
das einzige was wir wissen ist, dass der sicherheitsbehälter noch intakt ist.
keiner weiß, was innerhalb dieser wände passiert...
Ein endloses Verwirrspiel der Dauerdesinfo. Schön zu sehen, daß die Wahrheitsministerien dieser Welt jederzeit an allen Fronten aufmarschieren können und unter allen Umständen funktionieren. Wenigstens eine Konstante in unsicheren Zeiten.
Ich denke diese physikalischen Vorgänge sind so unberechenbar und irgendwie einzigartig, dass man sie gar nicht beschreiben vorausahnen kann. Jeder Reaktor hat seine eigenen Macken und reagiert wohl anders. So etwas kann man niemals simulieren. Die Menschen die vor Ort kämpfen, machen bestimmt das Menschen mögliche. Ich wünsche Ihnen alles Glück!
Bin gespannt ob die Menschen diesmal was lernen...
das Atomkraft russisches Rolett ist sollte jetzt jedem klar sein! Mal sehen was man aus dieser Tatsache macht. Ich persönlich glaube an keinen Lerneffekt mehr .... freue mich aber wenn ich da falsch liege.
Vergiss es, entweder gibt's keine Kernschmelze (und "nur" ein paar tausend Geschädigte) oder es wird kritisch und dann wartet die Politik halt ein paar Jahre bis alles wieder vergessen ist. Ein neuer, stylischer Superreaktorschutz mit hochwissenschaftlichem Namen kommt auf den Markt und wird von den weisen Experten als Endlösung angepriesen, die Atomkraft ist sicher (jetzt aber wirklich) und der Atommüll in den korrodierenden Behältern verschwindet unter Tage, wahlweise auch unter Wasser, auf jeden Fall aber in einem schwarzen Loch - in unserem Gedächtnis.
Radioktive Strahlung wird chronisch bzw. systematisch unterschätzt und kleingeredet. Das beginnt bei Röntenstrahlen, Handiestrahlen und erhöhten Messwerten im Umkreis von Atomkraftwerken. Es gibt dazu Studien, deren Ergebnisse sich kaum anders interpretieren lassen, als dass das Krebsriko im Umkreis von Atomkraftwerken zunimmt. Wenn 150 km vom Reaktor entfernt eine 400 mal so heohe Strahlung gemessen wird als normal, IST das ein Alarmzeichen.
Nur leider sieht man die Strahlung im Gegensatz zu Abgasen nicht, daher können sie totgeschwiegen werden, selbst wenn sie intern bekannt sind.
Ich hab ja schon viel hysterischen Unsinn über die pösen pösen Handystrahlen gelesen, aber mit Ihrer Behauptung, die seien radioaktiv, übertreffen Sie wirklich alle Ihre Konkurrenten um Längen! Und 400mal fast gar nichts ist immer noch sehr wenig und überhaupt kein Grund zur Aufregung.
In allen drei Blöcken findet eine Kernschmelze statt Gestern die einhellige Meinung aller Experten Einleitung von Meerwasser kann keine Lösung herbeiführen.Wertvolle Zeit die verloren geht um Menschen in Sicherheit zu bringen.
Anders kann ich mir nicht erklären, dass man erst jetzt im Ausland um Hilfe bei der Bewältigung der AKW-Probleme ersucht - Drei Tage nach der Katastrophe.
Angefragt werden Geräte zur Kühlwasserbeschaffung plus sonstiger Fachleute - erschreckend, dass so etwas im Land selbst nicht vorrätig sein soll.
Würde mir ein Reaktor um die Ohren zu fliegen drohen, forderte ich alles an, das es irgendwo geben könnte, prophylaktisch, unabhängig davon, ob es benötig wird oder nicht.
Aus der Ferne sehe ich hier Ignoranz und Überschätzung der eigenen Fähigkeiten.
das verstehe ich eben auch nicht. man hört nichts, sieht nichts, man wartet einfach ab - so habe ich auch das gefühl. sind sich die zu 100 % sicher, dass da nicht mehr passiert?
es gibt keinen offiziellen notfallplan. was wird versucht, was wird wann umgesetzt, wie wird als nächstes vorgegangen. gar nichts.
momentan haben sie ja den vorteil, dass alles noch im reaktor ist. sollte das ausbrechen, kann man dann auch nur zusehen, oder ....????
Die wollen ihr "Gesicht" nicht verlieren obwohl sie es schon verloren haben und zögern solange es eben noch geht, bis dann eben nichts mehr geht und dann ist es auch schon zu spät. Ein typisch menschliches verhalten das aus Stolz geboren wird.
Zum Vergleich: bei Tschernobyl erfuhr man erst Wochen später, dass überhaupt etwas geschehen war, und dann haben sogar hierzulande die Politiker und Zuständigen noch beschwichtigt, erst als die oft tausendfach überhöhten Werte bei Lebensmittelkontrollen auffielen, weil Mitarbeiter gepetzt haben, ist der Super-GAU publik geworden.
Nun heißt es auch in Japan: geringe Mengen Radioaktivität und Kernschmelze möglich, aber nicht wahrscheinlich.
Wenn man sich an Tschernobyl erinnert, können diese Nachrichten nur eines bedeuten: erhebliche Mengen Radioaktivität, Kernschmelze schon im Gange.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.