Massendemo der Hariri-Anhänger gegen Hisbollah

13. März 2011, 16:56

Am Jahrestag der "Zedernrevolution" Protest des pro-westlichen Lagers im Libanon gegen Waffenprivileg

Beirut - Zehntausende Libanesen haben im Zentrum von Beirut gegen das Waffenprivileg der pro-iranischen schiitischen Hisbollah-Miliz demonstriert. Zu der Kundgebung am sechsten Jahrestag der sogenannten Zedern-Revolution am Sonntag hatte die pro-westliche Allianz des bisherigen Ministerpräsidenten Saad Hariri aufgerufen. "Jede Waffe, die nicht im Besitz des Staates ist, ist illegal, egal, welchem Zweck sie dient", sagte der Sunnit Hariri auf der Kundgebung. Die Demonstranten riefen Slogans wie "Nein zum Diktat der Waffen" und "Nein zu Mördern".

Die Hisbollah-Bewegung ist die einzige Organisation, die sich nach Beendigung des 15-jährigen libanesischen Bürgerkriegs 1990 das Vorrecht zu sichern vermochte, eigene bewaffnete Formationen zu bewahren. Deren Beibehaltung bis zum heutigen Tag begründet die Hisbollah damit, dass diese zur Verteidigung gegen Israel nötig seien. Israel hatte im Sommer 2006 einen einmonatigen Krieg gegen die Hisbollah geführt und dabei deren Milizen nicht dauerhaft zu schwächen vermocht.

Waffenprivileg

Mit der Zeit hatten sich die komplizierten strategischen Gleichgewichte im Libanon sogar noch weiter zugunsten der Schiiten-Organisation verschoben. Am 12. Jänner brach die Einheitsregierung Hariris zusammen, nachdem ihr die Hisbollah die Unterstützung entzogen hatte. Im Anschluss daran hatte Präsident Michel Sleimane den von der Hisbollah nominierten Geschäftsmann Najib Mikati mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt, die aber bisher aber nicht zustande kam.

Die Demonstration am Sonntag lenkte das Augenmerk erstmals in dieser Form auf das Waffenprivileg der Hisbollah, die dank der Unterstützung Syriens und des Iran sogar über eigene Kurzstreckenraketen verfügt. Die Teilnehmer der Kundgebung forderten, dass die libanesische Armee und andere dem Staat unterstellte Organe die einzigen bewaffneten Organisationen im Land sein sollen. Der Sprecher der Hariri-Allianz, Fares Soueid, bezeichnete die Demonstration als "Aufstand der Würde".

Unter Druck kam die Hisbollah bisher nur von außen. Das UNO-Sondertribunal, das den Mord an Hariris Vater Rafik, einem reichen Geschäftsmann und früheren Ministerpräsidenten, untersucht, bereitete Anklagen gegen Hisbollah-Funktionäre vor. Die Schiiten-Organisation verlangt seitdem, dass der Libanon die Zusammenarbeit mit dem Tribunal einstellt, was auch den Sturz der Hariri-Regierung im Jänner auslöste.

Bei dem blutigen Attentat auf Rafik Hariri waren im Zentrum von Beirut im Februar 2005 mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Die Ermordung Rafik Hariris hatte die "Zedernrevolution" nach sich gezogen, die zum Ende der syrischen Militärpräsenz im Libanon führte. Hariri hatte seine Anhänger aufgefordert, mit einer machtvollen Demonstration an den "Marsch für die Freiheit" vor sechs Jahren zu erinnern. Am 14. März 2005 waren rund eine Million Menschen in Beirut gegen Syrien auf die Straße gegangen.

Das UNO-Tribunal untersucht auch eine Serie anderer politischer Morde in der Zeit 2005/06, der rund ein Dutzend pro-westlicher Politiker und Journalisten im Libanon zum Opfer fiel. In früheren Phasen der Ermittlungen waren auch Vertreter der syrischen Staats- und Geheimdienstspitze ins Fadenkreuz geraten. Aufgeklärt wurden aber die Morde letztlich bis heute nicht. (APA)

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24 Postings
d_parker
01
17.3.2011, 11:19
Where Is The Outcry Against Arab Apartheid?

http://www.hudson-ny.org/1953/arab-apartheid

Fritz Wunderlich
02
14.3.2011, 15:29

die hisbollah, eine durch den iran finanzierte abspaltung der amal, hier verläuft eine offene kampflinie zwischen dem westen und dem islamismus

Stephan Schaefer
 
40
14.3.2011, 21:32

Wio ist oben im Artikel eigentlich beschrieben wie dieses verbrecheriche UN-Tribunal Beweise gegen syrienfreundliche Generäl gefälscht hat?

Glauben Sie etwa, dass diese Methode der Wahrheitsfindung dient

Oder begreifen Sie immer noch nicht, dass das obige Tribunal nur Politik ist und von Lügen vollgestopft ist!

Mfg

Fritz Wunderlich
02
15.3.2011, 09:09

du und deine leute haben nur angst vor der wahrheit, dass ihr als das vor der öffentlichkeit dasteht, was ihr in wirklichkeit seid:
fanatische killer, die sich für ihre taten direkt von gott legitimieren lassen
was anschaulich zeigt, dass es keinen gibt

Stephan Schaefer
 
20
15.3.2011, 17:14
Falsch!

Warum haben Sie so viel Angst vor dem Islam?

Warum haben Sie so viel Angst vor Iran?

Weil Sie Angst vor der Wahrheit haben!

Mfg

Girgl Galgenstein
00
19.3.2011, 17:00
Falsch

Niemand braucht Angst vor dem Islam zu haben. Jedermann fürchtet aber - nicht zu unrecht - Islamisten, die sich über alle Gepflogenheiten des gepflegten Miteinanders hinwegsetzen und nichts besseres zu tun habe, als jene, die sich ihrem Alleinherrschungsanspruch widersetzen, in die Luft zu jagen.
Ob man Angst vor dem Iran haben muss? Auf alle Fälle wird wohl kaum jemand, der auch nur halbwegs seine Sinne beieinander hat, sich iranische Verhältnisse wünschen.
Und welche Wahrheit haben Sie gepachtet?

Stephan Schaefer
 
10
19.3.2011, 17:56
Ich gebe Ihnen ein Beispiel:

Ich werde in der nächsten Zeit hier im Iran heiraten.
Ich habe meine Schule gefragt, welche Papiere ich nötig habe für ihr Visum.

Es reicht, wenn ic sage: "Dies ist meine Frau und den Pass gebe.!"

den Rest für ihrre Aufenthaltsgenehmigung macht die Schule!

Wie ist es In D?

Wenn ich im Irak heirate wird die heirat nicht anerkannt.
Verschiedene Heiraten werden nicht anerkannt.

Welches System ist also besser?

Mfg

Manfred.M
100
14.3.2011, 01:22
Hisbollah ist erst aus den wiederholten Angriffen Israels auf den Libanon entstanden

Die libanesische Armee war nie in der Lage dem Widerstand zu leisten. Ich kenne eine Menge Libanesen. So gut wie alle sehen die Waffen der Hisbollah als eine Garantie gegen eine neue israelische Invasion und wer ein wenig von Militärstrategie versteht wird auch nicht verleugnen können, dass diese Waffen diese Rolle seit 2006 sehr gut erfüllt haben. Die Israelis trauen sich nicht mehr an den Libanon ran.

joey rashid
 
00
15.3.2011, 15:25
also dann möchte ich eine strache armee im 20 bezirk

lololol

3dGeist
00
14.3.2011, 21:06

Forschen sie mal nach warum die Israelis einmarschiert sind. Die machen das ja nicht zum Spass.

Manfred.M
30
15.3.2011, 01:47
Habe nachgeforscht

Meine Ergebnisse
- Jahzehntelange Unterdrückung der Palästinenser im eigenen Land verursachte eine Flucht eine Gruppe dieser Palästinenser in den Libanon. Israel hinterher. Als die Palästinenser dann weg waren meinte Israel, dass wenn es schonmal da ist, es auch gleich da bleiben könne
- Da machte sich plötzlich eine Gruppe von Libanesen auf, die auch noch die Frechheit besaßen Moslems zu sein, gegen diese völkerrechtswidrige Besatzung Widerstand zu leisten. Das nennt man heute Hisbollah. Weil diese so frech sind ihre Waffen, die als Garant gegen eine erneute israelische Invasion dienen, nicht abzugeben, sind die grundstzlich böse. Muslime die sich wehren können? Und das noch an Israels Grenze? Böööööse.

3dGeist
02
15.3.2011, 19:55

Geflüchtet sind sie in erster Linie vor den arabischen Armeen die bei der Staatsgründung Israels dieses vernichten wollten. Die Araber wurden damals von den arabischen Armeen aufgefordert das Land zu verlassen, wer blieb wurde als Verräter betrachtet.
Es gab auch ein paar jüdische Terroristen, die aber nur für einen kleinen Teil der Flüchtlinge verantwortlich sind.
Israel hat noch nie zum Spass Land besetzt oder Zivilisten terrorisiert, das kommt hauptsächlich von den Arabern, die den Antisemetismus schon in der Schule lernen.
"Muslime die sich wehren können?" - Wie oft hat Israel die Vernichtung der Araber gefordet und wie oft war es umgekehrt? Denken sie nach wer sich gegen wen wehrt.

venere nera
24
13.3.2011, 19:18

hisbollah gehört längst wentwaffenet: dies fordern auch mindesten drei un-resolutionen! aber wer gegen israel ist besitzt auf deiser welt narrenfreiheit!

eine freie gesellschaft muss sich gegen klerikalismus und jede andere art von totalitarismus wehren. die ungerechtigt ist in einer offenen, freien gesellschaft am geringsten.

Tower Hill
00
14.3.2011, 06:59
Das Problem liegt eher daran,

daß es niemanden gibt, der Hisbollah entwaffnen könnte. Die libanesische Armee ist dazu nicht im Stande.

Lächlerlich finde ich Hariris Verhalten. Als er mit Unterstützung der Hisbollah im Sattel saß, hörte man keine Forderung zur Entwaffnung. Kaum ist er seinen Posen los, fällt ihm dies ganz plötzlich ein.

NONE
02
13.3.2011, 17:00

Sehr gut - Gruppierungen die bewaffnet sind und nicht der Kontrolle des Staates unterliegen sind extrem gefährlich. Schusswaffen können gegen jede "Bedrohung" eingesetzt werden, unter anderem auch gegen jene die diese Gruppen entwaffnen wollen.

Stephan Schaefer
 
20
14.3.2011, 21:34

Würde es die Hisb Allah nicht geben, dann gäbe es jetzt kein Libanon mehr oder er würde wie ein Schweizer Käse aussehen ähnlich dem WJL.

Mfg

Cutting Edge
110
13.3.2011, 15:28

Irgendwann wird auch die Hisbollah die Mehrheit ihrer Unterstützer verlieren und vom Volk gestürzt werden, um ein ordentlicheres demokratisches System einzuführen.

Die Libanesen, wie die anderen arabischen Völker, wollen nicht mehr Schafe sein sondern freie Menschen in einem gesicherten Rechtssystem, das für sie arbeitet, und nicht gegen sie.

Hoffentlich kommt diese Wendung bevor die Hisbollah einen neuen Krieg beginnen kann!

johann steiner
43
13.3.2011, 14:49

Wenn die Hisbollah zur Demonstration ruft kommen nicht 20 000 sondern 500 000

Meerwelle
38
13.3.2011, 12:24

Die Hisbollah ist auch eine üble Organisation. Leider eine der vielen Kriegstreiber-Parteien in der Region.

Stephan Schaefer
 
21
14.3.2011, 21:36

Gegen wen ausser Israel haben sie Krieg geführt? Und da wurden sie auch noch angegriffen!!!!

Gegen wen führt die USA Krieg?

Da erkennen Sie wer die Kriegstreiber sind!!!!!!!

insertnamehere
 
01
16.3.2011, 16:13
Der Libanon hat ZWEI Nachbarländer.

Dass die Gottpartei keinen Krieg gegen Syrien führt, liegt, das trau ich mir jetzt glatt behaupten, NICHT unbedingt an der ihr tief innewohnenden Friedfertigkeit.

Sondern eher daran, dass sie auch den Syrern einiges verdanken.

carl guggelhupf
111
13.3.2011, 11:12
Meldung aus "APA-Propagandabausteinen"

Ha, die APA. Bei Reuters wird ja wenigstens noch bischen umformuliert. Bei APA wird da nur noch mit Textbausteinen gearbeitet. "Tausende bla dies", "Tausende bla das", aber in keiner der Storrys gibts dann konkrete Zahlen sondern nur die verpackte Propaganda.

estragon001
00
14.3.2011, 07:52
Herr Gugglhupf, sie g'hören in den Gugglhupf !

Goran Markovic
08
13.3.2011, 13:15

Die Videos waren auf Al Jazeera zu sehen, ja es waren mindestens 20.000 Menschen was dort am Platz standen, vergleichbar mit dem ausverkauften Hanappi Stadion in Wien.

Also nix bla bla, du plem plem.

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