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Die Tierärztin Frigga Wirths beschreibt, dass der Tierschutz beim Schlachten der Fische im Argen liegt.
Seit 1993 gibt das deutsche Agrarbündnis den "Kritischen Agrarbericht" heraus. Eine verdienstvolle Sache, wird doch in 50 einzelnen Berichten fundiert gegen den Strich gebürstet.
Heuer hat der Bericht den Schwerpunkt Vielfalt. Es geht dabei darum, dass trotz vieler ambitionierter Statements von Regierungen und Vereinten Nationen der Verlust an biologischer Vielfalt ungebremst ist. Natürlich hat dies damit zu tun, dass agrarindustrielle Monokultur international auf dem Vormarsch ist und dies eine Bedrohung für die Vielfalt darstellt.
Auch die Intensivierung der Landwirtschaft bringt immer wieder neue Probleme. So die immer häufiger auftretenden Fisch-Aquakulturen, die bei weitem nicht so bio sind, wie häufig behauptet. Die Tierärztin Frigga Wirths beschreibt in dem Beitrag "Stummes Leiden. Das Töten von Fischen - ein unerhörtes Tierschutzproblem", dass der Tierschutz beim Schlachten der Fische im Argen liegt. Auf ihre Empfindungen - Angst, Schmerzen - wird keine Rücksicht genommen.
Diese Artikel sind in der Regel staubtrocken, sodass der Essay von Georg Willibald Lang, einem deutschen Slowfood-Vertreter, eine willkommene Lese-Abwechslung darstellt. Unter dem bezeichnenden Titel Essen, was man retten will beschreibt er die angenehmste Form, wie Artenvielfalt erhalten bleiben kann. (ruz,Der Standard,12.03.2011)
Kritischer Agrarbericht
Euro 22,70
ABL-Verlag, Hamm 2011
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durch den Fang massiv gequält und getötet. Auch Aquakulturen bieten da keine Alternative: Die Fische drehen sich auf engstem Raum ständig im Kreis, verletzen sich an Artgenossen. Durch die hohe Besatzdichte wird das Immunsystem geschwächt, Krankheiten sind vorprogrammiert.
In den traditionellen Fischfangstaaten lässt man sie ersticken - auch Hobbyangler verfahren dort so (Fisch ins Boot werfen und zappeln lassen bis er halt eingeht).
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