Lebensmittelindustrie

Ernährungsmediziner: "Bis jenseits der Verdauung haltbar"

11. März 2011, 17:05
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    foto: apa/eckehard schulz

    "Die Industrie schafft es mit ein paar Tricks auch fettfreies Joghurt cremig zu machen."

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    foto: dave bullock

    Maximilian Ledochowski ist Ernährungsmediziner in Innsbruck und Verfasser eines Standard-Werkes zum Thema. In den kommenden Ausgaben des MedStandard (immer montags im Standard) wird er zu ernährungsrelevanten Themen schreiben.

Industriell erzeugtes Essen belastet den Körper, sagt der Ernährungsmediziner Ledochowski

Industriell erzeugtes Essen belastet den Körper, sagt der Ernährungsmediziner Maximilian Ledochowski. Mit Karin Pollack sprach er über Supermärkte, Hunger und gefährlich cremige Joghurts.

Standard: Gibt es gesundes Essen?

Ledochowski: Gesunde Ernährung gibt es in dieser simplen Definition nicht. Es wäre so, als ob man fragen würde: Gibt es eine gesunde Schuhgröße? Jeder Mensch hat einen individuell unterschiedlichen Stoffwechsel, lebt in unterschiedlichen Klimazonen, hat andere Anforderungen im Alltag. Eigentlich ist der Mensch ja mit einem hochsensiblen Hunger- und Sättigungsgefühl ausgestattet, aus dem sich gesunde Ernährung ganz natürlich ergäbe.

Standard: Warum "eigentlich" ?

Ledochowski: Weil wir uns auf diese Sinne nicht mehr verlassen können. Durch die industrielle Erzeugung von Nahrungsmitteln hat sich alles von Grund auf geändert. Im Supermarkt sind alle Sinnesreize ausgeschaltet, dort werden Lebensmittel mit Licht inszeniert, riechen nicht mehr richtig, weil sie in Plastik verpackt und aromatisiert sind. Außerdem muss alles dort mindestens 14 Tage haltbar sein. Geschmacksverstärker, Süßungsmittel, Aromen und Bitterstoffe-Rezeptorenblocker haben unseren natürlichen Geschmackssinn ausgeschalten. Unsere Hungersteuerung funktioniert nicht mehr, und daraus ergeben sich auch alle Probleme.

Standard: Welche genau?

Ledochowski: Ich sehe zunehmend mehr Patienten mit Reizdarmsyndrom aufgrund von Laktoseintoleranz oder Fruchtzuckerintoleranz. Dann gibt es aber auch noch eine ganze Reihe anderer Intoleranzen, etwa auf Sorbit. Vieles bleibt unerkannt. Es liegt aber nicht daran, dass die Menschen empfindlicher geworden sind, sondern daran, dass die Nahrungsmittelindustrie immer radikaler mit Lebensmitteln umgeht. Es gibt nicht viele große Konzerne, doch die ziehen alle am gleichen Strang. Adipositas ist eine Folge dieser Art der modernen Ernährung. Medizinisch betrachtet stecken hinter Fettleibigkeit eine ganze Reihe von Erkrankungen, Dicksein ist nur ein Symptom.

Standard: Warum werden aber dann nicht alle dick?

Ledochowski: Weil jeder einen unterschiedlichen Stoffwechsel hat. Es bekommt ja auch nicht jeder im Alter automatisch Rheuma. So ist das auch bei Insulinresistenz, die zu Diabetes führt. Übergewicht ist auch oft die Folge einer chronischen Entzündung. Das wird komplett unterschätzt.

Standard: Wird es erforscht?

Ledochowski: Kaum, weil niemand Interesse daran hat. Der Staat geht mit den Universitäten in Richtung Public Private Partnership und holt für angewandte Forschung Industriepartner an Bord. Die Mittel für Grundlagenforschung werden immer geringer. In Innsbruck wurde keine Abteilung für Ernährungsmedizin eingerichtet. Viele Projekte musste ich aus eigener Tasche finanzieren. Wir konnten zum Beispiel zeigen, dass ein bestimmtes Molekül im Körper, der Tumornekrosefaktor alpha, einmal zu Gewichtszunahme, bei höherer Konzentration aber zu Gewichtsabnahme führt. Es hängt vom Stadium der Erkrankung ab. Das bedeutet: Wenn der Körper einen Mangel hat, muss der nicht immer ausgeglichen werden, wie uns die Werbung oft suggeriert.

Standard: Reden wir praktisch: Was braucht der Mensch?

Ledochowski: Nährstoffe, die wir für den Aufbau und die Aufrechterhaltung unseres Stoffwechsels brauchen. Das sind Eiweiß, Kohlehydrate und Fette, aber auch eine Reihe von Spurenelementen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Wenn wir Hunger haben, füllen wir unsere Energieressourcen auf, durch den Appetit gleichen wir Ungleichgewichte im Körper aus. Das ist der Grund, warum wir nach der Hauptspeise immer noch Lust auf etwas Süßes haben. Wer Hunger hat, kann im Grunde ja alles essen. Wenn der Körper nicht durch lebensmitteltechnologische Maßnahmen getäuscht wird, holt er sich die Nahrungsmittel, die er braucht.

Standard: Klingt recht einfach.

Ledochowski: Ist es aber nicht. Das Problem ist unter anderem das Haltbarmachen von Nahrungsmitteln, und das ist ja im Supermarkt nicht zu Ende. Auch unser Darm muss einen wesentlich höheren Aufwand bei der Verdauung betreiben. Eine nicht lagerbare Ware hat einen ungleich höheren Nährwert als eine Haltbargemachte.

Standard: Also Einkaufen am Markt?

Ledochowski: Dort stehen die Chancen natürlich ungleich besser, allerdings ist das Haltbarmachen ja bereits in der Züchtung der Sorten berücksichtigt. Auch die Obst- und Gemüseproduktion ist zum Großteil schon industrialisiert. Wie sonst sollten Äpfel alle immer ungefähr gleich groß sein? Das Problem mit der Ernährung begann aus meiner Sicht mit dem Verschwinden der Tante-Emma-Läden. Das können wir gut beobachten. Eine ganze Reihe von gesundheitlichen Problemen gab es zum Beispiel in den Ländern des ehemaligen Ostblocks nicht, als es sie schon hier gab. Mittlerweile gibt es auch dort die Supermarktsysteme und die Folgen der Ernährungsumstellung. Man bezeichnet das als Foodtransition. Alles wird transportabel und haltbar. Die Haltbarkeit macht auch vor dem Verdauungssystem nicht stopp.

Standard: Was genau passiert bei der Industrialisierung?

Ledochowski: Nahrungsmittel werden in ihre Bestandteile aufgespalten, diesen werden Eigenschaften zugeschrieben, dann wird alles neu zusammengesetzt. Milch ist das beste Beispiel. Der Mix aus Eiweiß, Molke und Fett wird beliebig. Die Industrie schafft es mit ein paar Tricks, auch fettfreies Joghurt cremig zu machen. Das fühlt sich auf der Zunge gut an, entspricht aber nicht dem physiologischen Gleichgewicht, das der Mensch über tausende Jahre gewöhnt war. Der Darm verdaut es schlecht.

Standard: Warum fällt das zum Beispiel den Lebensmitteltechnologen nicht auf?

Ledochowski: Die Lebensmitteltechnologen sitzen einem Irrglauben auf. Sie denken, dass, wenn etwas in der Natur vorkommt, man es beliebig einsetzen kann. Man braucht es dann nicht einmal so genau zu deklarieren. Inulin, ein Ballaststoff im Spargel, ist ein gutes Beispiel. Es ist ein natürlicher Bestandteil, eignet sich aber gut als Fettträger und macht Dinge cremiger. Das Problem: Ein Drittel der Bevölkerung verträgt hohe Inulinmengen nicht, die sich dann ergeben, wenn Inulin im täglichen Joghurt drinnen ist - einmal im Jahr während der Spargelsaison wäre es ja kein Problem. Solchen Argumenten ist die Lebensmitteltechnologie aber nicht aufgeschlossen. Ich denke, dass unnatürlich hohe Mengen von unphysiologisch zusammengesetzten Lebensmitteln einen wichtigen Beitrag für gesundheitliche Probleme ausmachen. Das sind dann auch Lebensmittel, die vermeintlich als "gesund" vermarktet werden. Vieles, was neu zusammengesetzt wird, muss dann sogar nicht mehr deklariert werden.

Standard: Sieht die Ernährungswissenschaft diese Probleme nicht?

Ledochowski: Nein, weil sie keinen Kontakt zu kranken Menschen haben. Theorie und Praxis driften in der Ernährung immer weiter auseinander. Auch die Gastroenterologen haben wenig Interesse an Ernährung. Auf Kongressen geht es dort eher um Endoskopietechniken.

Standard: Lassen sich evidenzbasierte Studien zu Nahrung überhaupt durchführen?

Ledochowski: Das ist methodologisch schwierig, denn Nahrung lässt sich in dem Sinn ja nicht verblinden, um in doppelblinden, randomisierten Studien ausgetestet zu werden. Public Health und Ernährungsmedizin ist ein Sektor in der Medizin, der chronisch unterdotiert ist.

Standard: Spielt nicht auch die Globalisierung der Nahrungsmittelindustrie eine Rolle?

Ledochowski: Es ist die Amerikanisierung der Nahrungsmittelindustrie, die die Ernährungssituation verschlechtert. Diese Globalisierung ist oft vollkommen intransparent. Fetakäse ist ein Beispiel. Er wurde ursprünglich in Griechenland aus Schaf- und Ziegenmilch gemacht und zu einem laktosefreien Käse fermentiert, den die Griechen leichter verdauen können. Heute wird Fetakäse im Allgäu aus Milch von Holsteinkühen erzeugt und mit anderen Bakterien fermentiert, die den Milchzucker weniger gut aufspalten. Für den Fetageschmack werden künstliche Aromastoffe zugesetzt. Der Fetakäse wird dann aber nach Griechenland exportiert, und dort vertragen ihn dann plötzlich die vorwiegend laktoseintoleranten Griechen nicht mehr. Dann wundert man sich über Unverträglichkeitsreaktionen. Man hat kaum eine Chance, die Ursache zu erkennen, weil die Zusammenhänge von Produktion und Handel von außen betrachtet vollkommen intransparent sind.

Standard: Ließe sich das ändern?

Ledochowski: Wir dürfen bei der Entwicklung von Nahrung nicht so stark in die Natur eingreifen und sollten traditionelle Bearbeitungsmethoden respektieren. Durch die modernen Herstellungsmethoden täuschen wir die normalen Hunger-Appetit-Sättigungsmechanismen und versuchen, die daraus resultierenden Störungen wieder mit vielen Regeln auszugleichen. Zum Beispiel "Viel Wasser trinken" . Es kommt immer auf den Menschentypen und seine Lebensumstände an. Jahrtausende hat sich der Mensch auf sein Durstgefühl verlassen. Er ist mit Osmoregulatoren ausgestattet, die viel besser als der Intellekt funktionieren.

Standard: Sind die Geschmacksnerven schon manipuliert?

Ledochowski: Der Geschmack eines Kindes wird im Mutterleib geprägt, bereits dort werden Vorlieben angelegt. Das spielt Nahrungsmittelkonzernen in die Tasche. Man isst, was einem schmeckt, nicht das, was Ernährungsexperten als "gesund" einstufen.

Standard: Klingt eher düster.

Ledochowski: Es ist ein wirtschaftliches Problem. Die Lebensmittelindustrie ist auf Wachstum ausgerichtet. Das ist in einer Gesellschaft, die nicht hungrig ist, sehr schwierig. Es geht also darum, Konsumenten zum Mehrkonsum zu verführen. Das gelingt nur durch attraktive Nahrungsmittel. Es geht also darum, körpereigene Kontrollmechanismen auszuschalten, möglicherweise sogar darum, eine Art Sucht zu erzeugen. Mit Glutamat schmeckt Suppe besser als mit Sellerie und Salz, wer Süßes gewohnt ist, will es noch süßer. Dagegen haben die Selbstregulationssysteme des Menschen keine Chance. (Karin Pollack, DER STANDARD Printausgabe, 12./13.03.2011)

Kommentar posten
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FrenchConnection
02
18.3.2011, 11:30
"Warum werden nicht alle dick? - Weil jeder einen unterschiedlichen Stoffwechsel hat"

So ein Quatsch!

Wir sind nicht fett, weil wir weniger Fast- und Conveniencefood in uns hineinstopfen, sondern selbst kochen. Weil wir Sport machen. Weil wir nicht massenweise Süßes vertilgen. Etc.

Der Blick in die Einkaufswagerln der Übergewichtigen an der Supermarktkasse spricht doch Bände!

utarefson
00
23.3.2011, 12:54
Fertiges Essen ist nicht schlecht, aber man hat es leichter mehr zu fressen als notwenig!

Kalorie bleibt Kalorie, die Herkunft ist egal! Es ist nur eine Frage wie viel Sie in welcher Zeit vertilgen!
Und selbstverständlich können Sie daheim, jede Menge Kalorien erkochen. Schmalz und Zucker sind kein Privileg des Fastfood!

Gute Laune ist kein Verbrechen
20
10.2.2012, 13:50
Ja und nein.

Kalorie ist NICHT gleich Kalorie, weil es dem Körper auch und vor allem um Nährwert geht. Wenn er nach bestimmten Mineralien, Vitaminen etc. verlangt, Sie ihm aber irgendwelchen Fastfood-Sch**ß "servieren", wird er nicht aufhören, danach zu verlangen.
Und genau deshalb essen Sie dann langfristig zuviel.

Versuchen Sie doch mal, von einer Diät aus Gemüse und (sehr kalorienreichen) Nüssen dick zu werden. Soviel essen, wie rein geht. Ist wesentlich schwieriger als mit z.B. Chips; einfach weil der Körper kriegt, was er verlangt, und den Appetit abstellt.

...es sollten jedoch unbedingt Nüsse in Rohkostqualität sein. Im Supermarkt gibt's nur welche, die erhitzt worden sind.

utarefson
00
10.2.2012, 15:23
So schlecht kann Fast-Foot nicht sein, wie immer behauptet wird!

14 Jahre lang nur Chickem MC Nugget!
Wenn man sich diese extrem Einseitigkeit auch nur ansatzweise vorstellt, dann ist das eine Anzahl von Jahren, die deutlich für die Qualitäten des Produktes spricht.
Und damit Sie nicht deppert retourposten. Natürlich ist das keine gesunde und erstrebenswerte Ernährung, aber so "ungesund" und so giftig etc. kann es nicht sein, denn sonst würde man das nicht 14 Jahre lang durchhalten!

http://www.dailymail.co.uk/health/ar... age-2.html

Nick31
00
10.2.2012, 17:01

Keine Sorge, ich poste nicht deppert zurück. Ich hab nicht das allergeringste Interesse, auf Ihrem Niveau zu diskutieren. Aber dass Ihnen Menschen aus dem Weg gehen, dürften Sie eh gewohnt sein.
Schönen Abend! ;-)

utarefson
00
10.2.2012, 13:57
Sie haben es nicht gescheckt!#

Gute Laune ist kein Verbrechen
00
10.2.2012, 15:00

*g* sogar mit Rufzeichen. Na dann... :-)

presumption of innocence
00
14.3.2011, 21:01

und die EU hat durchgesetzt, dass jede Nahrungsergänzung den Satz "dient nicht als Ersatz für eine abwechslungsreiche Ernährung" am Etikett haben muss. Ohne die bekommt man heut einfach nicht mehr die Werte, die früher in Normalnahrung waren!

Morgen 15.3. auf ARTE 20,15 kommt noch mehr Information über unsere ach so gesunde Nahrung.

utarefson
00
15.3.2011, 17:30
Es geht aber nicht umNahrungsergänzungsmittel sondern um "Normalessen"

Also unsere guten Inzersdorfer gefüllten Paprika sind gesundheitsschädlich!!
Sind auch Sardinen aus der Dose der GEsundheit abträglich?
Ist etwa Räucherlachs nicht gut?
Soll man selbst unkontrolliert räuchern?
Under Ernährungsexperte tätigt sehr globale Ausagen.
Unser Ernährungsexperte sagt nicht darüber aus, ob die Einnahmegewohnheiten von Bedeutung sind.
Jeden Tag 0,5 kg Leberkäse ist sicher nicht das gelbe vom Ei. Ist dan der Leberkäse schädlich oder die Einnahmegewohnheit grob falsch?

F.S.K
10
14.3.2011, 15:32
industrie?

auch in den biojohurts von den hoflieferanten sind verdickungsmittel drinnnen.
zB johannisbrotkernmehrl oder guarkernmehl. beide können zu allergischen raktionen führen.

utarefson
52
14.3.2011, 13:28
Ledochowski: Wir dürfen bei der Entwicklung von Nahrung nicht so stark in die Natur eingreifen und sollten traditionelle Bearbeitungsmethoden respektieren.

EAs meint er denn damit? Statt Kelomat stundenlang sieden? Nur alle 14 Tage Brotbacken, das doppelt backen, damit es vitaminfreier wird und minmum 14 Tage länger hält? Oder das Mehl jahraus jahrein selber mahlen? Beerensuchen im Sommer und im Winter von Krautfleckerl mit dem gesunden Schmeineschmalz abgeschmlazt leben? Oder sollen wir die hochgerühmte TCM Küche nachbasteln? Oder sollen wir zur ganzheitlichen Hühnerzucht wechseln. Zuerst Eierlegen lassen, mit Hahn und nicht zu viel, weil es unnatürlich ist. Dann nach 3 Jahren sorgsam rupfen, Federn schleißen fürs Betterl, 2 Wochen Suppenhenderl lutschen und dann noch die Fußerl wie die Chinesen völlig zusammengekocht und gedarrt als Delikatesse knabbern!

karakal
38
14.3.2011, 14:35
*haha*

Ich darf mal raten: Ihr Arbeitgeber heißt Nestlé.

Wenn Sie ein bisschen Ihr Hirn einschalten würden und sich das Interview einmal durchlesen würden, ohne dass Sie sofort an die entgangenen Gewinne Ihres Arbeitgebers denken, würde Ihnen aufgehen, dass er Recht hat.

Übrigens: http://www.abgespeist.de

Viel Spaß.

Echinacea
00
19.3.2011, 15:32
Danke

weinigstens gibts nocht Leute mit Hirn und die anderen sollen glücklich krank werden, von den ganzen Glumpert, hauptsache billig - der Film - das tägliche Gift auf dem Teller - hat es gezeigt und wer es nicht glaubt - Mahlzeit.

utarefson
00
16.3.2011, 08:00
Haben Sie außer verschwörungsgeschwängerten Diffamierungen noch Sachargumente auf Lager?

karakal
31
16.3.2011, 14:34
Häh?

Welche Diffamierung? Sie mosern hier rum und stänkern jeden an, der es nur wagt, irgendwie den Segen der Lebensmittelindustrie für die Menschheit anzuzweifeln.
Lesen Sie sich ein bisschen ein und beschäftigen sich mit der Industrie, ich empfehle Ihnen folgende Lektüre:
Schwarzbuch Landwirtschaft
E-Nummern-Liste der Lebensmittel-Zusatzstoffe und deren Gefährlichkeit
meinetwegen sogar Tiere Essen

utarefson
00
17.3.2011, 16:11
Dann lesen Sie doch bitte das Schwarzbuch der Alterantiven Medizin:

Heilen ohne Pillen.
Und bitte machen Sie sich schlau in der Geschichte der Lebensmittel!
Sie glaubenb gar nicht, wie giftig, schädlich und unbekömmlich teilweise LEbensmittel in der Vergangenheit waren.
Und dass es BVitamine, Spurenelemente etc gibt, und daß durch Kochen gewissen Stoffe zerstört werden, und warum manche Pilze etc. giftige Inhaltsstoffe haben etc. das haben bitte nicht die BioromaNtiker herausgefunden sondern die moderen Wissenschaft.
Wer nichts weiß, muß alles glauben, was ihm der alternative Zeitgeist vormacht!

Echinacea
00
19.3.2011, 15:33
man kann überall

ein Haar in der Suppe finden - aber normal denken, geht in unserer Gesellschaft nicht mehr, da sind alle so gscheit geworden - nur der Hausverstand geht bei vielen ab.

utarefson
00
20.3.2011, 07:57
Sie kennen doch den Vergleich mit dem Balken und dem Splitter?

utarefson
00
19.3.2011, 21:08
Ja, ich bin überzeugt, dass sie normal denken. Nur, was ist normal?

anti follower nick 04
11
14.3.2011, 11:05
sic!

und nicht anders!

Strenge Mutter
133
13.3.2011, 17:51
Unsinn

Ich bin der Meinung, dieser Mann hat keine Ahnung von Lebensmittelverarbeitung im Allgemeinen bzw. derjenigen im industriellen Maßstab. Er zeige z.B. mir einen Bitter-Blocker am Markt (außer die historischen Bitterreduzierer wie Salz oder Zucker etc.). Die Behauptung "haltbar = unverdaubar" ist ebenfalls völlig falsch. Hitzebehandlung bei der Konservierung z.B. macht LM besser verdaubar und Tiefkühlung hat keinen Effekt. Unser natürlicher Geschmackssinn ist auch nicht ausgeschaltet. uswusf. L. hat eine drastische wissenschaftliche Außenseiterposition und man sollte ihm kein Podium geben.

BogumirOrjoltschaschtsch
 
00
Ledochowki ist Autot und Herausgeber des Buches ERNÄHRUNGSMEDIZIN;

das im Springererlag (Gewiss kein Außenseiterverlag, sondern der evidenc based medicin verbunden) erschienen ist. Völlig undenkbar, dass Springer einen Außenseiter verlegt!!!

karakal
12
14.3.2011, 13:24
ad Bitter-Blocker...

ein bisschen googeln hätte schon geholfen.

RP44 ist so ein Bitter-Blocker, bzw. "Sweet enhancer".
Seit Oktober 2010 zugelassen zur Verarbeitung in Lebensmitteln.

Strenge Mutter
01
14.3.2011, 14:49
RP44

RP44 ist kein Bitter-Blocker. RP44 ist Rebaudiosid C, ein Steviolglykosid aus Stevia rebaudiana, das aber selbst nicht süß ist, sondern andere Süß-Wahrnehmungen intensiviert. Allerdings reduzieren süße Geschmackswahrnehmungen bitteren Geschmack insgesamt (siehe Saccharose im Kaffee). Stevia-Produkte sind von der EFSA 2010 positiv beurteilt worden und werden 2011 wahrscheinlich zugelassen. Ob das für das nicht selbst süße RP44 auch gilt, weiß ich nicht. RP44 gilt in den USA seit 2010 als GRAS (generally recognized as safe) und kann daher dort in den Verkehr gebracht werden, aber nicht in Europa. Hier gilt es als Novel Food.
Mit wirklich effektiven Bitter-Blocker schauts dagegen düster aus ...

utarefson
00
15.3.2011, 12:13
Wenn ich daran denke mit welcher Vehemenz die Freigabe von Steviaprodukten gerade von den Alternativen gefordert wird, ist es heiter, wenn Stevia moniert wird!

Aber es ist wie der alternativen Medizin. Die Ganzheitlichen fordern Prüfungen für die Medizin, die auf naturwissenschaftlichen Kausalitäten aufbaut, für sich jedoch darf es das alles nicht geben. Das ist der alternaive Doppleldenk!

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