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Da werden falsche Hasen (Linsen und Spalterbsen) gekocht und gefüllte Ochsenherzen (Fleischtomaten mit Bulgur) kredenzt.
Spätestens nach der Lektüre des Buches Tiere essen - gewissermaßen die Bibel der neuen Vegetarier - des amerikanischen Bestsellerautors Jonathan Safran Foer hat sich auch der Wiener Metro Verlag inspiriert gefühlt und ein kleines, feines Kochbuch auf den Markt gebracht, das nicht nur ungemein handlich ist, sondern vor allem sehr zeitgemäß.
Das Kochbuch für eingefleischte Vegetarier, das auch dem amerikanischen Schriftsteller Foer gewidmet wurde, ist eine Sammlung einfacher, aber schmackhafter Gerichte für all jene Zeitgenossen, die längst nicht mehr nur an Freitagen kein Fleisch mehr essen wollen, und das aus vielen guten Gründen.
Tiere und Fleischliches ohne Konsequenzen
Tiere zu essen ist out, haben sich die Verlagsmenschen gedacht und in Eigenregie Rezepte zusammengetragen - mit einer großen Portion Schmunzeln dazu. Und so geht es im streng vegetarischen Kompendium viel um Tiere und Fleischliches, jedoch ohne Konsequenzen.
Da werden falsche Hasen (Linsen und Spalterbsen) gekocht und gefüllte Ochsenherzen (Fleischtomaten mit Bulgur) kredenzt. Und klar, in einem Wiener Kochbuch darf auch das Wiener Schnitzel nicht fehlen, jetzt nicht vom Kalb, sondern vom Seitan.
Dass Foer & Co endlich eine fleischlosere Trendwelle ausgelöst haben, beweist auch die Tatsache, dass das Kochbuch, das Ende vergangenen Jahres erschienen ist, schon jetzt in zweiter Auflage vorliegt. (mia,Der Standard,12.03.2011)
Kochbuch für eingefleischte Vegetarier
€ 14,90 / 160 Seiten
Metro Verlag, Wien 2010
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warum müssen die meisten feischlosen (bzw. veganen) Gerichte immer den "Vleisch"-Stempel oben haben? Warum diese Affinität zu Fleisch, der ich doch wohl zu "entkommen" versuche? Ich möchte mit meinem vegetarischen/veganen Gericht keine Assoziation zu Vurst oder einem anderen Fleischgericht, dass hier versucht wird zu kopieren.
echtes fleisch aus der petrischale gezüchtet. kalorienarm und reich an nährstoffen.
eine neue revolution die unsere ernährung völlig auf den kopf stellen würde.
hoffentlich eine vision die ich noch erleben werde :)
denn "saitan" ist etwas grauenhaftes, ja ekelerregendes. es erinnert mich ein wenig an ein wettex, sowohl von der konsistenz als auch vom geschmack. (bitte nicht fragen woher ich weiß wie ein wettex smeckt ;)
nicht falsch verstehen: ich bin kein befürworter von übermäßigem fleischgenuss und ich mag es nicht auf welche art und weise tiere zurzeit dafür verendet werden.
aber ganz darauf zu verzichten kann ich mir nicht vorstellen. da lieber was gesundes gentechnisch erzeugtes :)
Also wennst seitan richtig machst schmeckt er super. Fleisch hat halt eine lange Zubereitungstradition. Aber ehrlich: ich kann ein Schnitzel richtig schlecht machen wenn ich will, auch Seitan. Grundsätzlich ist Seitan von Pasta auch nicht so weit entfernt.
seitan ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig - aber glauben sie mir, sie können ein kulinarisch erfülltes vegetarisches leben führen ohne dazu auch nur einmal auf seitan angewiesen zu sein.
(und das gilt sogar für vegane ernährung - die ich nicht leben kann, weil ich für mein wohlbefinden auf käse angewiesen bin.)
wenn man allerdings ein abenteuerlustiger koch ist, kann man seitan selber herstellen und dabei mit garzeiten und gewürzen experimentieren - das führt zu ausgesprochen spannenden ergebnissen.
... und die Profite aus Lebendtiertransporten sein lassen? Das wird es nicht spielen, hat doch unser allseits geschätzter Herr Vizekanzler Pröll, die "entscheidende" Stimme (so brüstet er sich) in Brüssel abgegeben, dass alles so bleibt, wie es ist. Sau(bauer) bleibt eben Sau(bauer)!
wenn es einmal im grossen massstab funktioniert (und das wäre durchaus einmal möglich) wird es trotzdem verhältnismässig sehe teuer sein. ob es sich energiemässig lohnt ist auch fraglich.
und deine abneigung gegen seitan kann ich nicht verstehen! das ist etwas sehr feines wenn man es gut zubereitet. garnicht zäh oder "wettexartig". der geschmack ist vor dem marinieren eher neutral, aber genau deswegen muss er ja in eine mariande vor dem grillen oder braten. hab erst neulich ein sehr feines seitan-gulasch verzehrt. und das obwohl fast alle mir bekannten und geniessbaren tierarten zu meinem beutespektrum gehören.
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