Adipositas

Herausforderung für Chirurgen

11. März 2011, 12:14
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    foto: apa/focke strangmann

    Bei minimalinvasiven Bauchoperationen sind normale Instrumente oft zu kurz.

Adipositas erhöht OP-Risiko und erschwert chirurgische Eingriffe - Vielen Akutkliniken fehlt die Ausrüstung

Berlin - Mit dem Gewicht des Patienten steigt für ihn auch das Risiko eines chirurgischen Eingriffs: Die Leibesfülle erschwert den Zugang zu den Organen, Operationswunden heilen schlechter, Thrombosen, Embolien und Druckstellen häufen sich und auch praktische Gesichtspunkte wie die Breite und Tragfähigkeit eines OP-Tisches spielen eine Rolle. Da die Menschen in Deutschland immer schwerer werden, macht die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie auf diese Herausforderung für die Medizin aufmerksam. Die DGCH weist auf Risiken für Patienten hin aber auch auf die damit einhergehenden steigenden Kosten.

Mehr als fünf Prozent der Männer und sieben Prozent der Frauen hierzulande sind stark fettleibig. Sie haben einen Body-Mass-Index (BMI) von über 35 und damit Adipositas Grad 2. Auch ein BMI über 40 ist keine Seltenheit mehr. Bei Patienten ab einem Körpergewicht von etwa 150 Kilo ist eine Grenze erreicht, die viele Akutkliniken vor Probleme stellt. Schon der Transport mit dem Rettungswagen gestaltet sich mitunter schwierig. Häufig können Kliniken nicht ausreichend geeignete Transportliegen, Betten und Operationstische aber auch Röntgengeräte, Computer- und Kernspintomografen bieten, die auf Gewicht und Leibesumfang dieser Patienten ausgerichtet sind. „Viele Krankenhäuser mussten in den letzten Jahren ihre Ausrüstung an die neue Situation anpassen", sagt DGCH-Generalsekretär Hartwig Bauer, Berlin. Das träfe auch auf die Instrumente der Chirurgen zu. Für extrem fettleibige Patienten rüsten sich OP-Teams mit überlangen Wundhaken, Spreizern und OP-Instrumenten im XXL-Format aus. Auch Narkoseärzte benötigen spezielle Tuben und Beatmungsschläuche.

Schlechte Wundheilung

Eine besondere Rolle spiele das erhöhte Körpergewicht bei Schlüsselloch-Operationen über einen kleinen Zugang, berichtet Bauer. Bei minimalinvasiven Bauchoperationen zum Beispiel sind normale Instrumente oft zu kurz. Wegen der geringeren Rate an Wundheilungsstörungen profitieren andererseits insbesondere adipöse Patienten von dieser Technik. „Schlecht heilende Operationswunden gehören bei adipösen Patienten zu den größten Problemen", sagt  Bauer. „Sie treten ab einem BMI von 30 mehr als doppelt so häufig auf wie bei schlanken Patienten." Adipöse Patienten liegen auch länger auf der Intensivstation. Einer US-amerikanischen Studie zufolge stirbt ein Drittel der Patienten mit einem BMI von über 40 auf der Intensivstation. Die Sterblichkeitsrate bei Normalgewichtigen beträgt lediglich 12 Prozent. Ursache ist vor allem eine höhere Rate an Wundinfektionen, Thrombosen und Lungenentzündungen bis hin zum Organversagen.

Nicht nur die Operationsrisiken sind größer, auch die dadurch notwendigen Zusatzinvestitionen sind erheblich. Zudem ist das Personal durch übergewichtige Patienten zusätzlich belastet: Da Körperkraft zum Anheben und Umlagern der Patienten häufig nicht ausreicht, müssen Kliniken motorbetriebene Hebevorrichtungen und Umlagerungshilfen anschaffen und auch die sanitären Einrichtungen baulich anpassen.

Adipositas-Paradox

Schlanke Patienten sind zwar leichter zu operieren. Neuere Studien zeigen jedoch, dass gering Übergewichtige Operationen besser verkraften als Untergewichtige, die nach einem Eingriff kaum etwas zuzusetzen haben. „Wir sprechen hier von einem Adipositas-Paradox", erläutert Professor Bauer. Dies gilt nicht für Adipöse, bei denen Begleiterkrankungen im Rahmen eines metabolischen Syndroms mit Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörung vorliegen. Die Herausforderungen gerade dieser Patientengruppe an die Chirurgie haben seit Jahren dramatisch zugenommen, wobei mit einem weiteren Anstieg zu rechnen ist. (red)

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12 Postings
wort spende
00
14.3.2011, 19:10
Es kann sich nur um eine Falschmeldung handeln,

die sich mit ein bisschen Marketing und PR sofort richtig stellen laesst.

http://derstandard.at/129781989... -Rede-sein

Karl der König
01
13.3.2011, 16:00
anaesthesie

im wesentlichen handelt es sich um die gestiegenen herausforderungen an den anaesthesisten. komplikationen bei übergewichtigen beginnen beim schwierigen atemweg und enden in der behandlung mitunter auf der (anaesthesiologisch) geführten intensivstation. von diesen dingen hat ein chirurg im allgemeinen keine ahnung.

Wennso Weitergeht...
00
11.3.2011, 13:36

Ich weiß von einer Firma, dass die Liegen für Patienten (bei Magnetresonanz und ähnlichen Geräten) heute auf 2 Tonnen getestet werden. Stellt auch eine Herausforderung an die Hersteller, weil 2 Tonnen bekommt man nicht so ohne weiteres zusammen - man kann ja nicht einfach den Firmenwagen ins Labor fahren und auf die Liege legen (außerdem passt eine S-Klasse nicht ins MR)... Da brauchts schon teure Hydraulik.

Karl600
03
11.3.2011, 21:06
Dafür gibt`s die Vets

Die wirklich fetten, die eine MRT brauchen, könnten das auf der Tiermedizin erledigen, die sind dafür ausgerüstet.

beliar
00
13.3.2011, 12:17
lol lol lol richtig

Lagom
30
12.3.2011, 10:41
die fetten

sollten ueberhaupt keine krankenvorsorge erhalten - lass diese idioten abkratzen, die sind sowieso nur eine belastung fuer die gesellschaft

meischi@leistung.at
01
12.3.2011, 18:07
Und dann die Behinderten, die Dummen und die Juden

Balkonbepflanzer
20
12.3.2011, 23:37

Nicht, dass ich obiges Posting gut heiße, überhaupt nicht. Nur Fettleibigkeit ist eine selbstverursachte Krankheit, für den IQ bzw die religiöse Zugehörigkeit kann man nix.

alcharismi
 
00
13.3.2011, 13:53

Für religiöse Zugehörigkeit kann man nix? Wo wohnen Sie?

Adipositas hat eine genetische Komponente, ist selten durch unbeherrschte Freßsucht allein bedingt.

Balkonbepflanzer
00
15.3.2011, 10:09

Man kann zwar zB aus der katholischen Kirche austreten, aber ob Sie prinzipiell katholisch sind, das werden wohl Ihre Eltern entscheiden, wenn sie Sie taufen lassen.

meischi@leistung.at
00
13.3.2011, 09:57
Kleine Korrektur:

Nur Fettleibigkeit ist eine selbstverursachte Krankheit WIE AUCH DAS RAUCHEN,....

JayneCobbs
00
11.3.2011, 17:02

Ich weiß zB, dass in den meisten Spitälern spezial OP Tische aus Carbon angeschafft werden müssen (oder Angeliehen) wenn der Pat. mehr als 150kg wiegt.

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