Umfrage

Mehrheit der Jugendlichen für Berufsheer

11. März 2011, 10:38

Drei Viertel für Sozialjahr, zwei Drittel zur Absolvierung bereit

Wien - Die Einführung eines Berufsheeres und das freiwillige Sozialjahr statt des Zivildienstes stoßen bei der Jugend auf große Zustimmung. Das geht aus einer am Freitag vorgestellten, repräsentativen Jugendstudie der Jugendforschungsagentur "tfactory" hervor. Insgesamt haben 60,9 Prozent der Befragten in der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen ein Berufsheer befürwortet, nur rund ein Viertel (25,9 Prozent) ist dagegen. 

Noch größer ist die Zustimmung zu dem von der SPÖ propagierten freiwilligen Sozialjahr als Ersatz für den Zivildienst. Drei Viertel (75,9 Prozent) der Jugendlichen befürworten dessen Einführung. Nur rund ein Fünftel der Befragten ist dagegen. 68,2 Prozent können sich vorstellen, auch selbst ein freiwilliges Sozialjahr mit einer monatlichen Entschädigung von 1.200 Euro zu absolvieren. Unter den Mädchen ist die Bereitschaft dazu mit 76,4 Prozent größer als bei den Burschen (60 Prozent). Überdurchschnittlich ist auch die Bereitschaft zur Absolvierung des Sozialjahres unter den Jugendlichen mit Migrationshintergrund (76,5 Prozent).

22,5 Prozent der Jugendlichen können sich Dienst im Berufsheer vorstellen

Knapp ein Viertel der Jugendlichen (22,5 Prozent) könnte sich vorstellen, gegen eine angemessene Bezahlung in einem Berufsheer auch selbst mitzumachen: 30,7 Prozent der jungen Männer und 14,3 Prozent der jungen Frauen. Mit zunehmendem Alter schwindet allerdings die Bereitschaft dazu: Ist es bei den 16- bis 19-jährigen noch ein Drittel der Befragten, so schrumpft der Anteil bei den 25- bis 30-jährigen auf 13,6 Prozent. Hier könnten die Erfahrungen junger Präsenzdiener mit dem Bundesheer eine Rolle spielen, mutmaßen die Studienautoren. Auffällig ist auch das Bildungsgefälle in jener Gruppe, für die der Soldatenberuf eine ernsthafte Option ist. Während 41 Prozent der Nicht-Maturanten das Bundesheer als Berufsoption sehen, sind es unter den Höhergebildeten lediglich 12,9 Prozent. Überdurchschnittlich ist das Interesse an einem Berufsheer bei junge Menschen mit Migrationshintergrund (35,8 Prozent). (APA)

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Posting 1 bis 25 von 58
1 2
Lt K.....
12
30.4.2011, 22:21

Welche Jugendlichen wurden da befragt? Die Unter-20-Jährigen in Neubau?

ceterum censeo faymanem esse d...
12
13.3.2011, 11:15
Alsw Jugendliche waren wir alle gegen den Wehrdienst!

.
No na? Wir haben weder verstanden, wozu ein Heer gut sein soll, das gegen die hochgerüsteten Militärapparate nicht den Hauch einer Chance hatte noch, wozu diese idiotischen Exerzierübungen, und die "Indianderspiele" waren.
Und schon gar nicht, warum wir dazu verpflichtet waren, mitzumachen.

Im Laufe der Zeit wurden mir die rechtlichen Zusammenhänge klarer und ich begann massenpsychologische Erscheinungen und den Umstand zu verstehen, dass dort die Präsentationsform zählt und nicht der Inhalt.
Auf diese Weise wurde ich überzeugter Anhänger der Wehrpflicht. Am besten ALLE, also Männer wie Frauen mit entsprechender Berücksichtigung individueller Präferenzen zum Zivildienst.

So leistet jeder seinen Beitrag zum Erhalt der Gesellschaft.

sc AN
63
12.3.2011, 18:20
Wenn sich Prölleten und selbstherrliche Über-Linke

einig sind, dann ist Faymann wohl auf dem richtigen Weg.
Denn eine kleinere und bedeutungslosere Zahl an "Gegner" kann man nicht haben.

Horst Adami
20
12.3.2011, 19:28
Bist verzweifelt, was?

Euer Darabosch hat einen aufgelegten Elfmeter ohne Tormann verschosen.

Schnurz Homunculus
03
12.3.2011, 08:52
56% der Gesamtbevölkerung gegen Berufsheer

Offensichtlich hat es die SPÖ darauf abgesehen, ihre Wählerstruktur zu verjüngen (so wie auch bei der Einführung der Wahlbeteiligung von 16jährigen)

hurchzua
86
11.3.2011, 21:46
Sehr selektive Auswahl

bei der Veröffentlichung der Umfrageergebnisse:

Insgesamt gibt es erstmals wieder eine Mehrheit für die Wehrpflicht. Die SPÖ ist - dank Darabos- bei der Sonntagsfrage wieder nur 2.hinter der ÖVP und gleichauf mit der FPÖ.

Parteize*tung!

Shoe Shine Pad
21
12.3.2011, 23:12
Umfragen...

Wenn es zu einer Volksbefragung kommt, gibts vorher einen quasi Wahlkampf, in dem alle Argumente vorgelegt werden, viele davon überspitzt und polemisch (dann kommt auch eines meiner Lieblings-Couplets vom Kreissler wieder zu Ehren: "Der General" - googeln Sie nach dem Text, sogar Sie als verlässlicher Reaktionär werden schmunzeln). Glauben Sie, dass sich bei einer Volksbefragung die Militärs durchsetzen werden? Zwangsdienste sind nicht zu verkaufen, umso weniger wenn es die eigenen Kinder betrifft. Die Jungen wollen nicht, die Eltern auch nicht. Und die ganz Alten, die den Krieg erlebt haben, schon gar nicht (ausser einige alte blaue Wehrsportler).

Lazarus Long
01
13.3.2011, 13:52
Das die Volksbefragung eine aufgelegte Sache ist, ist mehr als fraglich.

bisher haben die Berufsheerbefürworter noch kein Argument bringen können, das der Realität stand gehalten hätte und je mehr Fakten an die Öffentlichkeit kommen, desto mehr sinkt die Zustimmung zu den Söldnertruppen.
Es ist also nicht unwahrscheinlich das sich die Vernunft gegen die Faulheit durch setzt!

Johann Dau
03
11.3.2011, 21:38
Sagen und machen sind zwei Paar Schuhe

Nach dem GWD hätte ich mir durchaus auch vorstellen können, mich in der Miliz zu verpflichten, und in einer Umfrage hätte ich das wohl sicher auch so gesagt (und das war jedenfalls auch die Mehrheitsmeinung unter den GWDs meiner Kompanie). Aber das ändert nichts daran, dass so eine Verpflichtung mit meinen Lebensplänen (Auslandsaufenthalte,...) eigentlich komplett unvereinbar, und damit eigentlich nie wirklich eine realistische Option war. Und von den rund hundert Leuten meiner Kompanie hat sich übrigens auch nur Einer ernsthaft für die Miliz beworben.

Fazit: wie viele der 68% Zivildienst- und 22% Wehrdienstinteressierten tatsächlich so einen Dienst machen würden, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Horst Adami
25
11.3.2011, 20:10
Faymann hat sich verrechnet

Die Krone-Speichelschleckerei ist ihm nicht gut bekommen, er hat sich damit ins eigene Knie geschossen.
Die SPÖ-Stammwähler, die Pensionisten haben einen wesentlich größeren Horizont als man in der Löwelstraße glaubt. Die wissen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sie einmal die Dienste von Zivildienern in Anspruch nehmen müssen, sehr groß ist.
Und wir uns das Darabosch-Berufsheer und einen realistisch bezahlten Sozialdienst nie und nimmer leisten können.
In der aktuellen Kurier-Umfrage kommen ÖVP, FPÖ und BZÖ zusammen auf 60 Prozent.

Faymann gehört samt Darabosch und Rudasch in die Wüste geschickt.

sc AN
40
12.3.2011, 18:12

hast du den Artikel überhaupt gelesen, oder ist euch Prölleten das verboten?

Tom93
65
11.3.2011, 16:34
relevanz dieser umfrage ist gleich null

denn abstimmen bei einer etwaigen volksabstimmung tut nicht dieses handerverlesen sample sondern die GESAMTBEVÖLKERUNG:

und da siehts laut umfragen (OGM im kurier von heute) nach einer mehrheit FÜR die wehrpflicht aus.

darum trauen sich ja werner & co jetzt auch nicht mehr eine volksbefragung abzuhalten. könnte für die krone-befehlsempfänger faymann&laura ins auge gehen.

Jörg Schmidt XS
22
13.3.2011, 00:40

wer meinen sie wird an der abstimmung teilnehmen? wohl am ehesten jene die es betrifft und die scheinen ganz klar gegen die wehrpflicht zu sein. abstimmungen hängen von mobillisierung ab.

Lazarus Long
11
13.3.2011, 13:56

Meistens sind gerade die, die zu faul sind selbst Verantwortung zu übernehmen auch zu faul abstimmen zu gehen und es betrifft weit aus mehr Menschen als nur die zukünftigen GWDs/Zivildiener. Und die wiederum gehen deutlich eher zu solchen Volksbefragungen.

Shoe Shine Pad
21
12.3.2011, 23:20
Keine Angst

Bin mir sicher, dass eine Volksbefragung gegen die Militärpflicht ausgeht. Ernsthaft kann diese niemand wollen. Die Jungen werden mit großer Mehrheit dagegen stimmen, deren Eltern detto. Diejenigen, die den Militärdienst durchleiden durften, werden dagegen stimmen. Die Frauen (Mehrheit!) werden mehrheitlich gegen den Militärdienst stimmen. Vor einer Befragung gibts ja eine Art Wahlkampf/Kampagne, in der alle Argumente auf den Tisch kommen. Das ganze wird sich auf die Frage reduzieren, ob wir weiterhin unsere männliche Jugend unter Zwang schiessen, niedere Dienste für die Goldfasane verrichten, saufen und rauchen, buckeln und sinnlos unter Suizidgefahr an der Grenze herumlaufen beibringen wollen. Dafür wird sich keine Mehrheit finden.

Sausewind
42
11.3.2011, 20:41

Ich bin dafür dass nur junge Menschen entscheiden dürfen, ob sie in den Wehrdienst wollen oder nicht. Warum sollen die anderen da mitentscheiden ? Etwa als die Rache der Geschundenen ?

cout
14
12.3.2011, 15:52
Genau so gut kann man

Alkoholiker über die Promillegrenze beim Autofahren abstimmen lassen. Oder Arbeitslose über die Höhe des Arbeitslosengelds.

high speed dirt
02
12.3.2011, 14:34
Vorsicht ! ->Chinesische kulturrevolution.

Sollen Menschen über 70 das Wahlrecht entzogen werden weil sie die Auswirkungen ihrer Entscheidungen ohnehin nicht mehr betreffen ?
Jung und Alt dürfen sich von Meinungsmachern niemals trennen oder gar gegeneinander ausspielen lassen, genau wie Mann und Frau. Zum Grundwehrdienst-Irgendwer wird bewaffnet, so schön es wäre das ganz zu verhindern. Die Tatsache, daß die "Alten" momentan mehr Vertrauen in die Jugendlichen aller Gesellschaftsschichten haben, als in eine Gruppe von professionellen (alten) Waffenexperten wenn's darum geht wirklich scharfe Munition zu verteilen, sollte den "Jungen" nicht als Hürde erscheinen, auch wenn der Dienst und das Drumherum anstrengend ist. In Wahrheit heißt's, hey, ihr seid die Zukunft, wir akzeptieren und

Schnurz Homunculus
10
12.3.2011, 08:56
die dürfen das ohnehin!

Entweder Bundesheer oder Zivildienst oder Verweigerung (mit dem Nachteil der Strafbarkeit, aber nachfolgender Wehrunwürdigkeit)

Fabian S.
52
11.3.2011, 17:07

1) Umfragen ist nie 100%ig zu trauen

2) der Kurier wirbt seit Monaten FÜR die Wehrpflicht, dementsprechend ist das Ergebnis nicht überraschend, da Meinungsumfragen, die von Zeitungen beauftragt werden meist bei den eigenen Abonnenten eingeholt werden

Tom93
67
11.3.2011, 17:12
alle umfragen ergeben das gleiche bild

die zustimmung zur wehrpflicht steigt. und das eben wegen des peinlichen spö-gekrieches vor der "krone" und der entacher-entlassung.

darum kann sich ja die spö auch plötzlich wieder vorstellen, ohne das volk zu befragen die wehrpflicht abzuschaffen. weil sie fürchten müssen bei einer volksbefragung unterzugehen.

Eva Ulrich
20
14.3.2011, 07:30

Jemand, der für die Wehrpflicht stimmt, nur weil Entacher entlassen wurde, kann aber auch nicht ganz richtig sein.

Fabian S.
31
11.3.2011, 17:17
welche weiteren Umfragen Sie meinen, sollten Sie vielleicht auch erwähnen

Tom93
24
11.3.2011, 16:31
ich kann mir alles mögliche "vorstellen" zu machen...

...aber ob ichs dann wirklich mach ist die frage...

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Posting 1 bis 25 von 58
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