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Informationen: "Neben der Spur", Verlag Sanssouci
"Das Fahrrad hat einen entscheidenden Konstruktionsnachteil: Es ist kein Auto." Sätze wie diesen hört man heute viel zu selten: Der Lippenbekenntnis-Zeitgeist geht eben in Richtung "pro Bike" - heute, da traut sich kein Rad-Hasser, Tacheles zu reden. Zumindest in Österreich. Schade eigentlich: Schließlich gilt "kenne deinen Feind" nirgendwo so sehr, wie im Alltag. Also auch im Straßenverkehr.
Zum Glück ist in Deutschland Streitkultur weniger batzweich. "Es ist Krieg da draußen", lautet daher der erste Satz in Annette Zochs "Neben der Spur - das Fahrradhasserbuch" (Sanssouci). Und obwohl bis zuletzt nicht klar wird, ob die Autorin ernst meint, wenn sie sagt, die Tour de France sei "zwei Wochen lang eine Art TV-Bildschirmschoner", oder dass Radfahren "mit Verkehrsregeln so wenig kompatibel ist, wie Schweinebraten und Schokosauce", ist die kleine Rad-Hass-Fibel aufschlussreich. Wann sonst bekommt man schon alle Argumente des "Gegners" gebündelt vorgesetzt?
Zochs Radsündenauflistung ("Ampel-Autismus" bis "Fußgänger Super-G") klingt vertraut. Ihre Typologie ("Tugendradler", "Tigerenten-Fahrradmädchen", "Radl-Rentner") ebenso. Manches ("Plädoyer für Pedalsteuer") wirkt gewollt, anderes ist interessant: Die CO2- oder Wasserbilanz bei der Radherstellung oder die Liste der radtypischen Wehwehchen etwa. Und manchmal hat sie einfach nur recht - etwa beim Wettern gegen Dinge wie die Rad-Garage: "Man könnte es auch schlicht und einfach ,Plastikplane' nennen - dann kann man dafür aber nicht mehr 14,95 € verlangen." (Thomas Rottenberg/DER STANDARD/Automobil/11.03.2011)
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Eines finde toll an dem Buch, "dass" und "das" wurden immer korrekt geschrieben.
Und dankbar bin ich für die Aufklärung, dass Fahrräder in der Herstellung wirklich umweltschonend sind: 15kg CO2 für einen Alurahmen: ein einfacher Flug Frankfurt -New York erzeugt pro Passagier 2000kg, also einen Gegenwert von 133 Alu-Fahrradrahmen!
Oder 100 (einhundert) km Fahrt in einem Kleinwagen = 1 Alu -Fahrradrahmen
Ist das Publizistikstudium wirklich schon derart verkommen, daß solche Leute einen Job kriegen?? Solche Schreiberein sind weder interessant, noch informativ, kein Fünkchen Kritik/Ironie/Witz/Esprit,
PLUS der Rottenberg schreibt jetzt schon seit Jahren so einen Murks über Räder, ohne sich irgendwie auszukennen, da war doch was mit 17erSchlüssel fürs Pedalwechseln? Gottseidank hab ich kan Fernseher, sonst könnt ich offenbar auch auf Puls4 irrtümlich in ihn reinzappen, weil wenn ich nix kann und falls ich bin nicht sehr schlau, schreib ich für Standard oder geh ins TV.
was das buch eigentlich will - soll das genauso eine verbissen-unentspannte, völlig humorbefreite und gehässige polemik gegen das radfahren sein wie man sie in den postingkolonnen zu einschlägigen artikeln im online-standard immer lesen kann (wir kennen die genossen eh), nur halt in einem buch zusammengefasst? oder eine satire genau darauf?
und was hält rottenberg nun wirklich davon? falls das eine ernstzunehmende buchrezension sein soll bin ich jetzt um keinen strich schlauer als vorher, ob das buch gut, interessant, lesenswert etc ist.
mit humor mal abstand nehmen können von o.b. altagskonflikten und ihren argumentationen um eine objektivere perspektive zu gewinnen. nur weil die meinungsforscher und ihre kundschaft (politik, industrie) leichter mit polarisierten gruppen arbeiten können heißt das ja noch lang nicht, dass man ständig entsprechend der stereotype nichtraucher, raucher, fahradfahrer, autofahrer etc. denken muss.
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