Forscher entwickeln Handkamera mit "Röntgenblick"

10. März 2011, 10:28

Mikrowellen-Technologie erlaubt Blick ins Innere von Mensch und Material

Der wissenschaftliche Ansatz, der hinter der Technologie der heiß diskutierten Body-Scanner auf US-Flughäfen steht, hat offenbar auch einen weniger umstrittenen Nutzen: Ein Forscherteam der Missouri University of Science and Technology (MST) hat eine spezielle neuartige Handheld-Kamera entwickelt, die ähnlich wie Röntgengeräte einen Blick ins Innere von Objekten erlaubt. Im Unterschied zu ihrem älteren Pendant greift der innovative Ansatz, der derzeit nur in Prototypform existiert, aber auf Mikrowellen zurück, um Materialien oder auch Menschen auf Strukturfehler bzw. medizinische Gebrechen hin zu "durchleuchten".

"In einer nicht so weit entfernten Zukunft kann diese Technologie für die verschiedensten Arten von Prüfverfahren angepasst werden", erklärt Reza Zoughi, Forschungsleiter und mehrfach ausgezeichneter MST-Professor für Electrical Engineering. Die entwickelte Handkamera sei in erster Linie für die Materialprüfung gedacht - etwa für das Aufspüren von Defekten in den sensiblen thermoisolierenden Schaumstoffen in Raumfahrzeugen und -stationen oder in den Verbundwerkstoffen von Betonbrücken.

Von Krebs bis zu Termitenschäden

Aber auch in anderer Hinsicht sieht Zoughi ein breites Anwendungspotenzial für seine Entwicklung: "Diese Technologie könnte Medizinern helfen, bei ihren Patienten eine ganze Reihe von Hautkrankheiten aufzuspüren und zu überwachen, inklusive Krebs und Verbrennungen." Neben einem eher nahe liegenden möglichen Einsatz im Bereich der Flugsicherung verweist der Forscher auch auf klare Vorteile für herkömmliche Endverbraucher. Diese könnten mit der Mikrowellen-Kamera beispielsweise ihr Haus nach Spuren von Termitenschäden überprüfen.

30 Bilder pro Sekunde

Die technische Funktionsweise des von Zoughi und seinem Team entwickelten Geräts ähnelt der von Body-Scannern: Die kompakte Handheld-Kamera produziert mit einer Geschwindigkeit von 30 Bildern pro Sekunde in unterschiedlichen Ebenen synthetische Aufnahmen von Objekten. Ein Laptop-PC nimmt die erhaltenen Daten auf und wandelt sie in Bilder um, die der Nutzer auf seinem Bildschirm in Echtzeit präsentiert bekommt. Als Energiequelle dient eine Batterie, die von der Größe her in etwa mit einem Notebook-Akku vergleichbar ist und mehrere Stunden anhält.

Gegenwärtig funktioniert die Mikrowellen-Kamera lediglich im sogenannten "Transmission-Modus", bei dem Objekte für einen erfolgreichen Scan zwischen einem Signalsender und einem -empfänger durchgeleitet werden müssen. Wie Zoughi verrät, arbeite man derzeit aber bereits mit Hochdruck an einer Version, die Sender und Empfänger auf einer Seite vereint und dann wie eine herkömmliche Videokamera nutzbar sein soll. (pte)

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14 Postings
20xy

wird dann die Privatsphäre endgültig abgeschafft. :')

"Einen Röntgenblick wünschen sich Viele"

ich glaube die meisten wünschen sich einen nacktscanblick, keinen röntgenblick ;o)

Den Durchblick hat nur Terence Hill.

Wenn die Farbe rot nicht wäre...

Er hat den Nullblick! Dagegen ist so eine Röntgenkamera nur Spielzeug ;)

Endlich! Der Weg zum richtigen Nacktscanner ist nicht mehr weit. Dann macht das U-Bahn-fahren wieder Spass *freu* :-)

wirklich? In Wien? Schon mal umgeschaut? In Kartoffelsäcke verhüllte, teilweise korpulente, Menschenmassen...
Die WienerInnen dürfen sich finde ich durchaus etwas freundlicher anziehen, auch mehr Formgebung schadet der Kleidung nicht.
Vielleicht würden's dann auch etwas freundlicher dreinschauen.

"Formgebende Kleidung" für "korpulente Kartoffelsack-Menschenmassen" ... ?

ach komm schon, ab und an wird man wohl noch zynisch sein dürfen. Ich bin jeden Tag in der U. Der winter ist ja gott sei dank vorbei und der wiener räumt seine kartoffelsack wintermäntel in den schrank.

Teilweise! Teilweise gibt es aber auch sehr attraktive Mitfahrer

Ich freue mich schon auf den Sommer, da sieht man auch ohne Röntgenkamera viele schöne Menschen - ein bisschen Phantasie schadet natürlich nicht. :-)

was die leute anhaben is mir ja wurscht wenn ich den "Durchblick" habe ^^

Die Röntgenblick-app gibts bei Jamba schon ewig :)

Ich wollste schon immer

aus Neugier wissen was da dann gezeigt wird bei dem Schei***. War mir aber immer zu blöd den Geld auszugeben.

Ging mir genau so.. zum glück hab ichs nach ein paar minuten googlen auch so bekommen.
Es wird einfach nur ein Video abgespielt. Wenn man das Handy passend zum Video bewegt siehts cool aus... also schwachsinn ;)

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