Integrationsminister will Einwanderer "assimilieren"

10. März 2011, 10:03

Kritik von Koalitionspartner und Einwandererhilfsorganisationen - Rechtspopulisten legten Forderungskatalog vor

Kopenhagen - Der neue dänische Integrationsminister Sören Pind hat schon am ersten Tag nach seiner Ernennung für eine Kontroverse gesorgt. Pind sprach sich am Mittwoch (gestern) in Interviews dafür aus, künftig in Dänemark nicht mehr von "Integration" sondern von "Assimilierung" zu sprechen. Er rechtfertigte diese Meinung unter anderem damit, dass er davon ausgehe, dass Einwanderer aus dem Grund nach Dänemark kämen, weil sie Dänen werden wollten.

Während Vertreter von Einwandererhilfsorganisationen und der Integrationssprecher der Konservativen, Naser Khader, teils starke Kritik an der Wortwahl Pinds übten und dessen Aussage bei den Bemühungen um eine erfolgreiche Integration von Einwandern als wenig hilfreich bis kontraproduktiv beurteilten, legten die mitregierenden Rechtspopulisten von der Dänischen Volkspartei (DF) dem neuen Regierungsmitglied einen umfangreichen Forderungskatalog mit weiteren Verschärfungen für Einwanderer vor.

Ein DF-Sprecher sagte gegenüber der Tageszeitung "Information", er sehe Dänemark in einen "Kulturkampf" verwickelt, in dem es um die Existenz des ganzen Landes gehe. Pind solle daher nicht nur die richtigen Worte finden, sondern auch handeln. Der rechtsliberale Ministerpräsident Lars Lökke Rasmussen stellte sich in der Debatte prinzipiell hinter seinen Parteikameraden Pind. Es sei durchaus dessen Aufgabe, "Haltungen zu formulieren und nicht nur Regeln zu befolgen", so der Regierungschef. (APA)

Kommentar posten
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martha pfahl
00
1.10.2011, 19:10

viel besser wäre es in zukunft weder von assimilation noch von integration zu sprechen, sondern den begriff den inklusion zu verwenden. inklusion würde bedeuten, dass meine individualität von der "aufnahmegesellschaft" akzeptiert wird - im besten fall wertgeschätzt wird (!!!) - und ich somit die chance habe teil der aufnahmegesellschaft zu werden/sein.

wir sind nicht alle gleich, auch die dänen sind nicht alle gleich! die dänen haben auch nicht einheitliche vorstellungen von kultur und wie sie diese ausleben..wie können sich dann einzelne die frechheit herausnehmen, zu bestimmen, in wie weit ein zuwanderer sich "assimilieren" muss?!

mml1
00
4.10.2011, 14:04
Schön und gut.

Das inkludiert aber dann auch die Akzeptanz der Scharia mit z.B. all den spezifischen Rechten der Frauen und z.B. auch der Todesstrafe für Homosexuelle. Auch die Zwangsverheiratung mj. Mädchen ist dann inkludiert. Richtig? Naja, wenn Sie das wollen? Aber sagen Sie dann bitte nichts mehr was mit Gleichberechtigung der Frauen zusammenhängt und befürworten Sie bitte nicht mehr die Homosexuellenehe, oder demonstrieren Sie nicht für diese hehren Ziele. Ich denke, wer nach allen Seiten offen ist kann nicht ganz dicht sein, bitte nehmen Sie das nicht als Beleidigung, ich meine das allgemein und nicht auf Sie persönlich bezogen, ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass Sie ihre Idee bis zu Ende gedacht haben.

martha pfahl
00
6.10.2011, 09:27

nein, das ist damit selbstverständlich nicht gemeint. an gesetze hat sich natürlich jeder und jede zu halten. doch nur weil ich mich an gesetze halte, assimiliere ich mich noch nicht, dass was dieser minister da verlangt geht um einige schritte weiter.

wenn sie von todestrafe, zwangsverheiratung etc. reden, sind sie bei einer ganz anderen ethischen diskussion.

zombie69
 
12
16.3.2011, 17:43
Träume

Dass "Einwanderer aus dem Grund nach Dänemark kämen, weil sie Dänen werden wollten" ist wohl die verschrobenste Ansicht die man haben kann was die Realität betrifft. Einwanderer kommen in erster Linie das Geldes als der vorhandenen Arbeitsplätze und den zu erwartenden Sozialleistungen/arbeitslosengelder wegen. Daran sieht man wie man in der hohen Politik die Realitäten sehr venebelt betrachtet. Leider ist dieser neue dänische Integrationsminister nicht der einzige in Europa der sich derart unbeholfen eine heile Welt zusammen träumt.

Gilgamesh
03
14.3.2011, 13:51

Auf der anderen Seite, wer zwingt die Wirtschaftsflüchtlinge nach Dänemark zu gehen??

mml1
00
4.10.2011, 14:14
Niemand zwingt sie, schon erst Recht nicht irgend ein Däne.

Die so genannten "Wirtschaftsflüchtlinge" hätten in ihrer Heimat genug zu tun um diese auf Vordermann zu bringen aber jedenfalls sehr viel weniger als unsere "Alten" nach dem Krieg. Alleine wenn ich an die Trümmerfrauen denke, die mit bloßen Händen den Schutt weggeräumt und 15 Jahre später ihr eigenes Häusschen gebaut haben.
Und ein wenig Heimatliebe könnte man doch schon zeigen, auch wenn das in ein bisschen Arbeit ausartet. Ach nein, die scheut man ja wie der Schaitan die Haddsch nach/in Mekka (denk ich mir halt...).

Horst Holzinger
62
11.3.2011, 19:35
Diesen Assimilierern

hat man in Stark Treck mit den "Borgs" ein Deckmal gesetzt.

Sind genau so sympathisch wie diese Rechtsausleger.

Gut, dass die Italiener die Südtiroler noch nicht zur Assimilierung gezwungen haben.

binnenischmarrn
 
00

die südtiroler sind aber nicht wirklich freiwillig gekommen - oder??

Muku
01
26.8.2011, 16:43

Die Schweden hattens geschaft den Björn zu assimilieren. In Österreich sind wir leider am Andy gescheitert.

ken_park
01
17.5.2011, 12:03
natürlich andersrum

die autochthonen südtiroler hätten die zuwandernden italiener assimiliert, dann stimmt der vergleich..

Mormoloc
00
15.3.2011, 00:30
Sehen Sie - erst den Schweden, jetzt den Dänen...

Gilgamesh
02
14.3.2011, 13:50

A) Der Borg, die Borg, es ist eine Einheit und es gibt keine Individuen..

B) Assimilieren wurde schon zuvor von nur halbwegs gebildeten Menschen verstanden und verwendet.

C) Die Südtiroler sind NICHT freiwillig in Italien und somit eine ethnische Minderheit und KEINE Wirtschaftsflüchtlinge.

mml1
00
4.10.2011, 14:15
Wenn die Linken Argumentieren....

..ist Widerstand zwecklos.

crème brûlée
04
12.3.2011, 13:03

soso, die südtiroler sind nach italien zugewandert oder kam nicht viel mehr südtirol an italien, unter historischen bedingungen, die ihnen hoffentlich bekannt sind?
der vergleich könnte nicht misslungener sein.

Jürgen Rembremerding
03
11.3.2011, 20:06
"Stark Treck" passt zu Dir!

Hans Klopek
00
11.3.2011, 14:14

"Resistance is futile!"

Vierter Mann
13
10.3.2011, 15:46

Warum gibt es eigentlich in Österreich keinen Integrationsminister?

a grünes stricherl
 
03
10.3.2011, 18:47
Ein Integrationsministerium würde der Wirklichkeit Rechnung tragen.

Und sie nicht weiterhin mit bekannt negativen Folgen für alle Seiten in gut österreichischer Art einfach nur ignorieren.

crème brûlée
02
10.3.2011, 17:28

gute frage. wie wärs mit einem dänischen migranten als integrationsminister?

Estrich
02
10.3.2011, 16:03

Dann bitte gleich einen Assimilierminister ;)

brrrrrr
014
10.3.2011, 15:36
WerWieWas

Kommt halt immer drauf wer wohin was mitnimmt.
Europa könnte ja viel an kultureller Bereicherung gebrauchen. Ich würde mich zB sehr über eine Assimilation an japanische Umgangsformen und südamerikanischer Lebensfreude freuen.
Die Migration in den letzten Jahrzehnten ist aber halt in großem Maße aus Teilen der Welt erfolgt, die diesbezüglich wenig bieten aber dafür kult. Eigenschaften aufweisen die man in Europa großteils ablehnt. Natürlich gibts auch an den schlimmsten Orten großartige Menschen aber bei unsel. Massenzuwanderung kann man nicht vom best case ausgehen und es ist mehr als verständlich, dass sich die Menschen mit Zeit gegen diese "Bereicherungen" zu wehren beginnen.

Sternchen100
724
10.3.2011, 13:53

Im Grunde haben sie Recht, niemand ist gezwungen, einzuwandern (noch dazu gegen der Willen der einheimischen Bevölkerung), aber wenn schon Einwanderung, dann soll man auch Staatsangehöriger werden mit allem Drum und Dran.

Andernfalls deklariere man sich gefälligst als Gastarbeiter und kehre irgendwann wieder heim.

Oder wie stelle man sich vor, einwandern und dann als Minderheit ein Neues KleinTürkei, KleinMarrokko, KleinSerbien, KleinChina usw. ausrufen???? Womöglich mit Autonomie, mit Option später ein eigener Staat zu werden (wie es im Kosowo passiert ist)????

anders and
 
94
10.3.2011, 14:34
Kärnten nicht vergessen!

Auch dort haben Migranten ein Land gekippt und seine Kultur umgedreht.

Und "Staatsangehöriger mit allem Drum und Dran" kann doch nur heißen, dass meine kulturellen Lebensäußerungen niemanden etwas angehen, den Staat am allerwenigsten.

entenfutallesgut
134
10.3.2011, 14:21

Ich darf dich aber schon dran erinnern, daß die Germanen ebenfalls hier eingewandert sind

Einwanderung ist etwas ganz normales. Nur Landler und Schrebergärtner fürchten sich, wenn plötzlich jemand fremder vor'm Zaun steht. Normale Menschen nehmen Kontakt auf und akzeptieren den neuen Nachbarn, ohne ihn assimilieren zu wollen

Ich weiß, das Problem ist alt. Immer schon hieß es am Land "des is a Zuag'raster", "des is kana vun uns" - selbst wenn derjenige schon seit 20 Jahren da wohnte

Doch diese Bauerndummheit wollen wir doch nicht ins 21.Jahrhundert mitnehmen

Dieser Sören Pind kommt aus der Kleinstadt Hering - bekannt für ihre Heidelandschaft - Marktrecht seit 1913 ... der ist halt immer noch geistig beim Kukurutzanbauen, der Gute ...

Toni Mayr
06
11.3.2011, 10:24
Schaun's

das einzelne Individium kann und soll man nicht ändern. Es darf aber keine zweite Gesellschaft im Land entstehen. Ich bin vierte Generation Tscheche, kann weder Tschechisch und war nur zum Motorradfahren in Brünn.

Das würde man sich auch von den islamischen Zuwanderern wünschen, dass sie in vierter Generation hier angekommen sind. Davon sind die Einwanderer aber leider meilenweit entfernt.

Ich sehe nichts schlechtes an Assimilation, bin es ja selber und fühle mich dabei sicher wohler als aus Fremder im eigenen Lande.

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