Dalai Lama will als politischer Führer zurücktreten

10. März 2011, 15:49

Regierung soll Führung der Exil-Tibeter übernehmen - Peking spricht von Täuschungsmanöver

Dharamsala - Der Dalai Lama will als politischer Anführer der Tibeter zurücktreten und seine Aufgaben an die frei gewählte Exilregierung übertragen. Er habe seit den 60er Jahren immer wieder betont, dass dieser Schritt notwendig sei, sagte der Dalai Lama am Donnerstag anlässlich des 52. Jahrestags des tibetischen Volksaufstands gegen China. "Nun ist der Zeitpunkt gekommen, dies umzusetzen", sagte er vor rund 2000 Mönchen und Tibetern im nordindischen Dharamsala, wo er sich seit seiner Flucht aus Tibet im Jahr 1959 im Exil aufhält.

Ungeachtet seines politischen Rückzugs bleibt der Dalai Lama geistliches Oberhaupt der Tibeter. China, das 1950 in Tibet einmarschiert war, erklärte umgehend, bei der Ankündigung handle es sich um ein Täuschungsmanöver, mit dem die internationale Gemeinschaft hinters Licht geführt werden solle.

"Schon seit den 60er Jahren habe ich wiederholt gesagt, dass die Tibeter einen Führer brauchen, der vom tibetischen Volk frei gewählt ist und dem ich die Macht übertrage", sagte der Dalai Lama laut einer Mitteilung auf seiner Webseite. "Jetzt haben wir eindeutig den Zeitpunkt erreicht, um dies in die Tat umzusetzen." Zugleich betonte er, sich weiterhin "für die gerechte Sache Tibets" einsetzen zu wollen.

Die Ankündigung des Friedensnobelpreisträgers erfolgte vor dem Hintergrund starker Sicherheitsvorkehrungen in Tibet. Am heutigen Donnerstag jährte sich nicht nur der Volksaufstand von 1959, sondern auch der Ausbruch der schweren Unruhen der Tibeter von 2008. Wegen des heiklen Datums haben die Behörden das größte Hochland der Erde Anfang der Woche für ausländische Touristen gesperrt.

Das tibetische Exilparlament muss dem lange erwarteten Rücktritt des 75-Jährigen noch zustimmen. Der Ministerpräsident der Exilregierung, Samdhong Rinpoche, erklärte, es sei nicht klar, ob das Parlament dies auch tue und warnte vor einer Verfassungskrise. Tibet strebt nach Autonomie von China. Noch in diesem Monat soll ein neuer Ministerpräsident gewählt werden. Die Wahl soll eine Phase einleiten, in der eine Generation jüngerer und weltlich orientierter Vertreter die tibetische Bewegung stärken und mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit lenken soll.

China betrachtet den Dalai Lama, der 1989 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, als Separatisten und macht ihn für die immer wieder aufflammenden Unruhen in Tibet verantwortlich. "Der Dalai Lama missbraucht die Religion als Deckmantel", sate eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking. "Seit langem gehen von ihm separatistische Aktivitäten aus. Seit Jahren betont er seine Absicht zurückzutreten. Wir gehen davon aus, dass dies Tricks sind, um die internationale Gemeinschaft zu täuschen."

"Im Gegensatz zu den altgedienten Autokraten, die viel in den Nachrichten waren, ist der Dalai Lama ein wahrer Visionär, der bereit ist, Macht an sein Volk abzugeben", begrüßte Mary Beth Markey, Präsidentin der Internationalen Kampagne für Tibet (ICT), die Entscheidung. Wie weit sich in der Praxis seine überragende politische Rolle in der exiltibetischen Bewegung überhaupt ändern wird, ist nach Ansicht von Beobachtern noch schwer abzuschätzen.

Der Dalai Lama berät die - international nicht anerkannte - Regierung und hat viele Vollmachten. Dazu gehört, dass er das 46 Abgeordnete zählende Parlament, dessen Zusammensetzung von Tibetern im Exil bestimmt wird, zu Sondersitzungen einberufen kann. Er hat auch das Recht, ein Mitglied des zwölfköpfigen Ständigen Ausschusses zu ernennen. Der Ausschuss tagt zwischen den Parlamentssitzungen, die zweimal im Jahr stattfinden. (APA/Reuters)

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Gilgamesh
20
14.3.2011, 13:22

Warum steht das in der Unterrubrik "China"??
Tibet ist immer noch ein OKKUPIERTES Land, oder ist die Standardredaktion nun endgültig in das linksextreme Lager übergelaufen??

Stalo Ramón
00
14.3.2011, 10:28

Also, der politische Führer der Tibeter ist eigendlich ein gewisser Qamba Pünkog von der KPCh. Und der stammt im Gegensatz zum Dalai Lama wirklich aus Tibet!

frederic heine
11
11.3.2011, 11:37
Its about time................

A "God" should not waste his time playing politics.

readymate
22
11.3.2011, 14:02
Der Dalai Lama

ist kein Gott, sondern ein buddh. Mönch, Heini!

Und nichts weniger als Zeitverschwendung war und ist seine Arbeit für's tibetische Volk und die Menschen der Welt, denen seine genuine Menschlichkeit Vorbild für das eigene Leben ist!

Er ist die echte Verkörperung von Mitgefühl und Weisheit. Als solche lebt er wie kaum ein anderer Mensch eine Existenz jenseits von Missgunst, Niedertracht und leiderzeugender Aggression vor!

Der Dalai Lama ist ein großartiger Mensch, lass dir das gesagt sein, Heini!

.

h 90
30
13.3.2011, 16:51

Ja Mitgefuehl kann man gut zeigen wenn man leuten die fuesse abhackt.

Gilgamesh
00
14.3.2011, 13:23

Bisschen Bildung würde ihnen nicht schaden, sie Troll....

spacedakini
00
11.3.2011, 15:33

Soweit ich weiß, möchte der Dalai Lama selber lieber weniger mit Politik zu tun haben.

Ingrid Goeschl1
01
13.3.2011, 14:30

Das ist richtig, er hat sich das beileibe nicht ausgesucht.

Ingrid Goeschl1
13
11.3.2011, 10:44
Niemand wird gezwungen, den Dalai Lama zu mögen.

Wenn ich aber lese, was da teilweise geiferspritzend dahergelogen wird (C. Goldner: "Der Dalai Lama hasst Frauen"...), dann frage ich mich manchmal schon, warum auf einen Menschen, dem niemand belegbar etwas Negatives nachsagen könnte, mit so viel schwer nachvollziehbarem Hass reagiert wird.

Ich kann nur darum ersuchen, diese Rufmordgeschichten nicht ungeprüft zu glauben und sich vor Meinungsbildung ein wenig zu informieren.

das österreichsiche wikileak (ÖWL)
52
11.3.2011, 09:31
einer der größten Blöffer der Welt tritt ab

grinst nur durch die Gegend und hält sich für einen Gott.

h 90
00
13.3.2011, 16:52

"haelt sich fuer einen Gott": Denke mal er selbst wirds nicht glauben.
Die Story ist nur fuer die Untertanen.

readymate
03
11.3.2011, 16:50
Hast

du mal schlechte Erfahrungen mit ihm gemacht?

.

Träume sind Schäume..
93
10.3.2011, 20:49
Ich find die China Fans lustig

Auf die Parole "Tibet gehört zu China".

passt haargenau:
"Österreich heim ins Reich".

Von Linken wird ersterens oft glühend vertreten.
Während zweiteres als imperialistisches Denken bezeichnet wird.

Nun, die Fakten auf den Tisch:
China-Tibet:
Ähnliche aber unterschiedliche Kultur, Sprache und geschichtlichen Austausch, da Tibet sehr abgelegen.

Österreich:Deutschland:
Gleiche Sprache, teilweise idente Kultur, viel historischer Austausch.

Wer den Tibetern dass Recht auf Unabhängigkeit abspricht.
Muss mit WEIT besseren Argumenten Österreich dieses Recht absprechen.
Und einer (Zwangs)Vereinigung Österreichs mit Deutschland zustimmen.
Ergo den Anschluss 1938 für richtig halten.

Eben typisch fasch*istische Haltung ;)

zimbo
 
50
11.3.2011, 12:20
Ö ist von der EU besetzt.

insertnamehere
 
04
11.3.2011, 12:38
Nein zimbo, nur Sie sind von der EU besetzt.

Wir andern sind Teil der Verschwörung und somit frei. ;-)

zimbo
 
10
11.3.2011, 14:36
Schön, dann ist also auch Tibet frei.

readymate
11
11.3.2011, 16:36
Nein,

Zimbo, auch wenn's ein Simpel so glaubt!

Die EU ist im Gegensatz zu China ein rechtsstaatliches Gebilde, das den Beitritt Österreichs nicht militärisch erzwungen hat und darüber hinaus die Rechte seiner Minoritäten schützt!

.

Johannes Benn
00
18.3.2011, 14:42
.

die eu schützt die rechte der minoritäten, das stimmt. dafür aber nicht die rechte der majoritäten

zimbo
 
10
11.3.2011, 21:17
Feindliche Übernahmen müssen nicht militärisch sein.

Propaganda und Verräter and den Schalthebeln der Macht reichen völlig.

In China gilt die 1Kindregel für Minderheiten nicht.
Und wenn die Klöster bei der Repatriierung (die meiste Zeit der letzetn 800Jahre China) nicht militärische Gewalt in den Bergen organisiert hätten wären einige Klöster auch stehengeblieben.

Und was die Minderheiten betrifft (Han in Tibet).Sie wurden in ihren Geschäften angezündet und kein Rechtsstaat kann solche Pogrome dulden.

readymate
00
12.3.2011, 22:59
Ah, verstehe:

die übliche jü.ische und freimaurerische Verschwörung!

Und nein, Zimbo, ich will mit dir nicht dein Wikipedia-Wissen über die Tibetische Geschichte diskutieren!

.

Loonquawl
12
11.3.2011, 08:54

Sie haben nicht unrecht, was die Han Chinesen in Tibet aufführen mit zb ihren Siedlungsaktionen ist nichts anderes als schleichender Genozid.

beowulf2
 
00
14.3.2011, 16:08

Was kann man sich eigentlich so unter einem schleichenden Genozid vorstellen? Die Leute an Altersschwäche sterben lassen? Oder tun die Chinesen den Tibetern was ins Trinkwasser? Setzen sie womöglich gar SARS ein?

zimbo
 
30
11.3.2011, 12:20
Deshalb sind die Han auch in Lhasa in ihren Läden vebrannt.

h 90
00
13.3.2011, 16:58

Na Na: Immer schoen bei den Fakten bleiben.
Die Han wurden NICHT in ihren Laeden verbrannt!
Die Han wurden erschlagen, dann die Geschaefte gepluendert und dann erst angezuendet.
Das muss schon ordentlich und in der richtigen Reihenfolge passieren, wo waere sonst der Profit?

beowulf2
 
01
14.3.2011, 16:07

Nach meinem Wissen sind sie lebendig in den Läden verbrannt, weil vor den Läden der bewaffnete Mob gewartet hat. Übrigens sind auch Tibeter verbrannt, die halt das Pech hatten in einem chinesischen Laden zu arbeiten. Von den Hui Muslimen fang ich jetzt erst gar nicht an. Eine furchtbare Sache. Aber noch schlimmer war es in Urumqi. Während die Todesopfer in Lhasa das Produkt von einzelnen Radikalen waren die durchgedreht sind, waren es in Urumqi geplante Morde. Von der EU natürlich gefördert und unterstützt.

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