Nachlese

Neue Bescheidenheit beim Donauinselfest

Andrea Heigl , 9. März 2011, 18:48
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    foto: apa/rene van bakel

    Besuchermassen beim Donauinselfest soll es weiterhin geben - aber besser gesteuert und überwacht. 2010 wurde das Maximum erreicht, sagt Organisator Kostelecky: "Mehr geht einfach nicht."

Nicht ein Besucherrekord, sondern die Sicherheit steht im Mittelpunkt des 28. Donauinselfests: Es wird weniger Bühnen geben

Wien - Wer schon einmal beim Donauinselfest war, kennt solche Szenen: verstopfte Fluchtwege, auf denen die Rettungskräfte kaum durchkommen; Donaubrücken, über die sich die Menschenmassen im Schneckentempo bewegen; volle U-Bahn-Züge, in denen man kaum Luft holen kann. Besonders angespannt war die Situation am Samstag der Drei- Tages-Inselparty im vergangenen Jahr. Mit einer Million Besuchern stieß das Fest damals an seine Kapazitätsgrenzen. "Es geht uns heuer nicht um einen neuen Besucherrekord", sagte daher SP-Landesgeschäftsführer Christian Deutsch am Mittwoch.

Für das 28. Donauinselfest, das heuer von 24. bis 26. Juni statt finden wird, wurde ein neues Sicherheitskonzept erarbeitet. Das lasse freilich keinesfalls den Rückschluss zu, dass das große Open-Air-Event im vergangenen Jahr unsicher gewesen wäre, betonte Organisator Sascha Kostelecky: "Wir hatten die Situation immer unter Kontrolle, aber mehr geht einfach nicht."

Duisburg hat "sensibilisiert" 

Die Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg im Juli 2010, bei der 21 junge Menschen starben, habe die Veranstalter erneut "sensibilisiert". Grundsätzlich sei das Donauinselfest aber "nicht mit Duisburg vergleichbar", da es viel mehr freie Flächen gebe - wenn auch, wie Kostelecky unmittelbar nach dem Unglück im Standard-Interview eingeräumt hatte, "immer ein gewisses Restrisiko bleibt". Berechnungen zufolge könne die Insel innerhalb von 30 Minuten geräumt werden.

Heuer soll jedenfalls unter dem Motto "Mit Sicherheit Spaß" gefeiert werden. Um Nadelöhre zu vermeiden, wurden die Ö3-Bühne und die Arabella-Bühne gestrichen. Ö3 übersiedelt auf die Hauptbühne (bisher Radio-Wien-Bühne) und bespielt den Freitag und den Sonntag, am Samstag obliegt das Line-up weiterhin dem Lokalsender. Die Fläche nahe der U6 bleibt frei und wird zur "Sicherheitszone".

Gerüchte, wonach die Bühnenzusammenlegung einem geringeren Budget geschuldet sei, bestreitet Kostelecky, der Geschäftsführer der "Pro Event Team für Wien GmbH" ist: Das Budget sei mit 4,5 Millionen Euro gleich geblieben, 1,45 Millionen schießt die Stadt per Subvention zu. Rechnet man den Aufwand der Veranstaltungspartner dazu, dann kostet das Donauinselfest insgesamt 5,5 Millionen Euro. Grundsätzlich sei es eine "Non-Profit-Veranstaltung", als Ziel nannte Kostelecky eine schwarze Null. Bei allfälligen zusätzlichen Kosten kann er sich auf Zuschüsse der Wiener Sozialdemokraten verlassen.

Volksmusik am Vormittag 

Verlassen wollen sich die Veranstalter auch auf das Partyverhalten gewisser Zielgruppen: Am Samstag und Sonntag gibt's schon um die Mittagszeit Frühschoppen, dafür endet das Programm auf den Volksmusik-Bühnen früher. Das soll den Besucherstrom "entzerren" und die Wiener Linien entlasten. Ab heuer werden außerdem alle Zu- und Abgänge mittels Video überwacht, um mögliche Engpässe rasch festzustellen.

Welche Bands die Besuchermassen diesmal anziehen sollen, ist noch geheim. Im Sinne der besseren Publikumsverteilung sollen aber auf allen Bühnen bekannte Bands früher als bisher spielen. Dazwischen soll es Slots für die Gewinner des "Rock the Island - Talent Contest" geben, die im Vorfeld im Internet und bei einem Event in der Ottakringer Brauerei ermittelt werden. (Andrea Heigl, DER STANDARD Printausgabe, 10.3.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 201
1 2 3 4 5
Ignaz gartengschirrl
00
18.3.2011, 15:41

wer sichs antun möchte gerne, meins ist es nicht. jede menge betrunkene proleten, menschenmassen die einen durch die gegen schieben und uringestank bei jedem 2ten busch und um 23 uhr wenn der abend so richtig beginnt ist es aus.

eine million leute können wohl nicht irren, aber ich persönlich bleib an dem wochenende lieber zu hause.

Heinzi1
 
00
22.6.2011, 16:54
ui...

die bösen proleten! aber dennoch: thanks for sharing!

Bodypainter
00
12.3.2011, 08:15
der besucherrekord kann ganz leicht übertroffen werden: besoffene und randalierende leute einfach wieder rauswerfen, und dafür jemanden anderen reinlassen...

Seriöser Hütchenspieler
95
11.3.2011, 16:48
Sozen-Proleten-Festl

brrrr......

TRockenmilch
25
21.3.2011, 14:57

rechtes-trottl-posting

...

Gerhard Schwarz7
 
09
12.3.2011, 12:38

Wärest Du gebildeter, wüsstest Du, dass Du über "gesellschaftlich engagierte eigentumslose Bürger schreibst".
Besser "Sozenprolet" wie gstopfter arroganter Egomanenschnösel.

Grunzbert
74
10.3.2011, 17:00

Das Donauinselfest ist in den letzten Jahren immer grottiger geworden.
Jetzt auch noch auf Schritt & Tritt ueberwacht zu werden ist ein weiterer Grund nicht hinzugehen.

Gerhard Schwarz7
 
14
12.3.2011, 12:39

Hast auch bisher niemandem gefehlt.
Stay where you are...

Modjo
05
11.3.2011, 11:48
Sehe ich auch so

Das Inselfest war einmal gut. Mittlerweile wird einem sogar die Bierdose beim Eingang konfisziert, damit man drinnen überteuert um 4 Euro Bier im Becher kaufen muss.

Senftube
00
11.3.2011, 14:49
lösung

schaff dir frau/mann und kind an und schon kommt niemand auf die idee, deinen rucksack durchzustirln. "familienväter" und mütter sowieso tun soetwas nämlich offenbar nicht :-D

kurush
44
10.3.2011, 16:33
wen interessiert schon das donauxindlfest ?

geordie
10
11.3.2011, 10:42

die ca. 1 Million Menschen, die letztes JAhr dort waren?

Seriöser Hütchenspieler
24
11.3.2011, 16:49

1 Mio ist eigentlich wenig, wenn man bedenkt, wieviel Gesindl in Wien wohnt....

ghandi2000
00
10.3.2011, 16:09

hoffentlich gibts dieses jahr wieder was interessantes. letztes jahr war für mich leider nicht viel dabei...

Wennso Weitergeht...
21
10.3.2011, 15:19
Mit dem Argument "Sicherheit" glaubt man heute auch den Bürgern alles reindrucken zu können

Zur "Sicherheit" hängen jetzt in der U-Bahn die Kameras (die nicht runtersteigen und einem helfen wenn man verprügelt wird), zur "Sicherheit" wird man am Flughafen xfach durchleuchtet und kann keine Flasche Wasser mit an Bord nehmen. etc.
Naja wenn sich das Lineup am DIF weiter so "verbessert" wie in den letzten Jahren, dann werdens ja mit großen Besucherzahlen keine Probleme haben.
lg

Sebastian Herzog
00
10.3.2011, 15:24

für die Sicherheit hat man damals in den sozialistischen Randzonen ganz weite Straßen gebaut ...mHm, damit die Panzer besser durchfahren haben können

Herr Steuerzahler
00
12.3.2011, 13:20

Sagen Sie das dem Darabosch. Seine Idee mit dem Berufsheer scheint daran anzuknüpfen.

entenfutallesgut
22
10.3.2011, 13:02
heast aber bitte ned die Cowboy und Indianer Insel einsparen

wo geh i denn sunst hin mit die Westernbock ? I hob extra an Line Dance einstudiert für den Summa !

Fixi Einschädler
 
02
10.3.2011, 13:42

Oba Square is heier da Renna.

thinking isn't illegal yet
17
10.3.2011, 12:30
von mir aus können sie zwei drittel der bühnen sperren

WENN SIE UNS NUR WIEDER DIE WELTMUSIKBÜHNE GEBEN!!!!

DasWalross
 
10
10.3.2011, 16:56
weltmusikbühne?

war das nicht die bühne wo sich die ganzen fm4ler und hippies imma es hasch gspritzt und dann die ganze nacht durchtanzt ham?? anzeigt ghörn die, die baggage!!!

tramezzino
20
10.3.2011, 14:25

die lagerfeuermusik kannst dir auch woanders anhören.

thinking isn't illegal yet
11
11.3.2011, 18:15
sorry

i don't feed trolls

Ministerium für Arbeit und Wirtschaft AG
04
10.3.2011, 13:27

nein, ganz falsch gedacht. je mehr dodelbühnen, um so besser. oder wollens die ganzen angsoffenen schunkelhelden bei ihrer lieblingsbühne sehen?

gleich gleichgültig Gesinnter
 
00
11.3.2011, 02:43

You gotta keep 'em separated^^

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