TV-Publikum schaut lieber am Computer

9. März 2011, 16:58
  • Artikelbild
    foto: derstandard.at/screenshot

Online-Content stellt Kabelanbieter ins Abseits

Rund 20 Stunden pro Woche verbringt der durchschnittliche Medienkonsument damit, digitale Inhalte auf Computern, Smartphones oder anderen mobilen Geräten abzurufen. Der Großteil davon sind TV-Shows, Videos und Filme, wie die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) aufzeigt. Kabelbetreiber und TV-Anbieter können bei der Fülle des Online-Angebots mittlerweile nicht mehr mithalten. Gerade Videos-on-Demand schaut das Publikum lieber am PC.

Auch beim Fernsehen online

Die User verbringen wöchentlich im Schnitt 12,4 Stunden mit Fernsehsendungen, Filmen und Videos, die sie online abrufen. Dem steht eine Nutzungsdauer des gleichen Contents bei Kabel- und TV-Stationen von nur 8,9 Stunden gegenüber. Selbst ältere Anwender zwischen 45 und 59 Jahren investieren laut US-Medien mit 8,3 gegenüber neun Stunden beinahe gleich viel Zeit in die beiden Kanäle.

Soziales Schauen

Insbesondere jüngere Konsumenten nutzen während des klassischen Fernsehens laut der britischen Marketing-Agentur Digital Clarity zudem gerne Social Networks. Rund 80 Prozent sind per Mobiltelefon also selbst beim TV-Konsum online. Von Video-on-Demand machen nach PwC-Angaben nur knapp 13 Prozent der Verbraucher via Kabelbetreiber Gebrauch. Die meist hohen Kosten spielen dabei eine große Rolle. Gratis-Streaming-Services wie jenes von Hulu nutzen hingegen mehr als 30 Prozent zum Video-Abruf. Allerdings ist auch der bezahlte Online-Filmverleih bereits beliebter als die Angebote der Kabelfirmen. (pte)

Der WebStandard auf Facebook

Sigmund_Marx
02
10.3.2011, 08:31

Oder umgekehrt? Social Networks werden immer mehr zum Nebenbeimedium neben dem Fernsehen.

Spartaner13
00
16.3.2011, 15:11

Ja so ist es bei uns auch. TV aufdrehen und dann nebenbei am PC was machen ... die Serien im TV sind grad ganz okay - bis auf den Hand aufs Herz-Quatsch ...

Woodpecker
00
10.3.2011, 08:19
Gewohnheiten und alte Knochen

Da haben wir nun einen Flachfernseher und jetzt ist plötzlich Platz dahinter im Wandverbau.
Da paßt doch ein Bastelstück (alter PC mit ein paar SAT-Karten, DVB-T auch dazu) rein.
Meine S.O. guckt jetzt lieber das EPG und die Aufnahmen auf dem Linux-VDR über den Fernseher.
Oder auch über den PC im Zimmer, geht ganz einfach.
Ich mach dasselbe, weil ich (sooo doll ist das Programm auch net immer) da nebenbei noch rumsurfen oder sonstwas tun kann, am PC.
Jetzt wär - mit brauchbaren und recht billigen LCD-Monitoren - eigentlich der schöne Flachfernseher fast schon überflüssig.
Na gut, der verdeckt das Kabelgewirr und die alte Schachtel dahinter :)

Baer8
04
Selber aussuchen zu können was man sehen und hören will ist die Zukunft...

Daran sollten sich die Anbieter schnell gewöhnen. Hier werden die Schnelleren, wie gewöhnlich, zu den Siegern gehören und Lahmen auf der Strecke bleiben.

Sigmund_Marx
02
10.3.2011, 08:38

fernsehen = entspannung. das wird mittelfristig auch so bleiben. der artikel oben jongliert ja mit irgendwelchen zahlen. on demand wird mehr am pc gesehen. na und? was ist mit normaler tv-nutzung in den usa? die ist x-fach höher.

Spartaner13
10
16.3.2011, 15:14

Ja sehe ich auch so. Wenn ich oft vom Büro erledigt heim komme, drehe ich den TV auf und sehe mir gerne die grad laufenden Serien an. Falls ich was spezielles will, leg ich eine Serien-DVD ein ... gut das ist halt dann doch sehr altmodisch ...

Nicht Sicher
00

Fast wie bei free rainer ...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.