Wien/Düsseldorf - Der Wiener Online-Sportwettenanbieter bwin, der sich gerade mit der britischen PartyGaming zusammenschließt, rechnet mit dem Fall des staatlichen Wettmonopols in Deutschland. "Alle vernünftigen Argumente sprechen für eine streng regulierte Marktöffnung", sagt bwin-Chef Norbert Teufelberger dem Handelsblatt.
In Deutschland liegt das Wettmonopol bei den Ländern. Am Donnerstag kommen die Ministerpräsidenten zusammen, um über die Zukunft des Wettmonopols zu entscheiden. Die Freigabe ist allerdings noch nicht ausgemacht, in einigen Bundesländern gibt es Widerstände, schreibt die Zeitung laut Vorabmeldung.
Zusätzliche Steuereinnahmen könnten jedoch dafür sprechen, dass Teufelberger am Ende Recht behalten wird. "Wir würden ja gerne Steuern zahlen. Nur: Man lässt uns nicht", wiederholte der bwin-Boss sein Argument. Deutschland könnte aus dem Wettgeschäft jährlich mehrere Hundert Millionen Euro einnehmen, andere Länder wie Frankreich und Italien hätten sich bereits für eine Freigabe entschieden.
"Das Monopol ist von vorgestern und kennt seit Jahren nur Verlierer." Das Zocken im Internet sei nicht mehr aufzuhalten. (APA)