23-Jähriger lebt seit sechs Jahren bei oberösterreichischer Familie
Steyr - Ein Bündnis und die Grünalternative Jugend Steyr machen mobil gegen die Abschiebung eines 23-jährigen Mongolen, der seit sechs Jahren bei einer oberösterreichischen Familie lebt. Eine Adoption sei am Recht seines Geburtslandes gescheitert. Am Freitag soll um 16.30 Uhr eine Demonstration am Steyrer Bahnhof beginnen, berichtete die Partei-Jugend in einer Presseaussendung am Mittwoch.
Nach einem negativen Asylbescheid in zweiter Instanz liege nun die letzte rechtliche Hoffnung beim Magistrat Steyr. Dort werde zurzeit ein Antrag auf humanitäres Bleiberecht geprüft. Auch die Grüne Menschenrechtssprecherin Landtagsabgeordnete Maria Buchmayr zeigte sich in einer Aussendung erschüttert. Der nächste Betroffene drohe nun "wegen der unmenschlichen Fremdengesetze aus seinem Umfeld gerissen zu werden".
Trennung "unvorstellbar"
Der 23-Jährige sei im Alter von 16 Jahren aus der Mongolei geflüchtet und zunächst ins Steyrer Flüchtlingsheim Maradonna gekommen. Bald darauf habe ihn seine künftige Familie aufgenommen. "Heute ist es für mich unvorstellbar getrennt von dieser Familie leben zu müssen", so der Asylwerber. In der Mongolei habe er seine leiblichen Eltern nie kennengelernt. "Wir demonstrieren für alle von Abschiebung Betroffenen und fordern einen generellen Abschiebestopp und ein generelles Bleiberecht für alle", sagte der Sprecher des Bündnisses. (APA)