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Die Arbeitssituation beeinflusst die Durchschlaf-Fähigkeit und die Einschlafdauer.
Foto: S. Hofschlaeger/www.pixelio.de
London/Innsbruck - Arbeitslose leiden um 40 Prozent öfter an Einschlafproblemen als Arbeitstätige. Angestellte und Selbstständige schlafen hingegen gut, ebenso auch Verheiratete und Personen mit höherem Bildungsabschluss. Das zeigt "Understanding Society", eine Längsschnittstudie unter 14.000 englischen Haushalten. "Sozial gut gestellte Menschen sind auch deshalb gesünder, da sie besser schlafen", so die Innsbrucker Schlafmedizinerin Birgit Högl.
Mit Arbeitsstunden steigt das Schlafdefizit
Die Forscher verglichen die Schlafdauer und -qualität der Untersuchten mit ihrer Arbeitssituation. Kurzschlaf unter sechs Stunden kommt besonders häufig (zwölf Prozent) bei denen vor, die mehr als 48 Wochenstunden arbeiten. Noch höher (14 Prozent) ist die Rate bei den im Job Unzufriedenen, während es bei Zufriedenen nur acht Prozent sind. In den Luxus von mehr als acht Stunden kommen hingegen 14 Prozent der Beschäftigten in Teilzeit, acht Prozent von denen in Vollzeit und nur sechs Prozent der Manager.
Die Arbeitssituation beeinflusst jedoch auch die Durchschlaf-Fähigkeit und die Einschlafdauer. Stress und lange Arbeitszeiten verschlechtern laut den Forschern die Schlafqualität deutlich; jeder Zehnte greift mindestens dreimal pro Woche zu Schlafmitteln. Menschen mit Routinetätigkeiten im Job schlafen deutlich schlechter, selbes gilt auch bei ausbleibender Zufriedenheit sowie bei gesundheitlichen Problemen aller Art.
Wach durch Sorgen
Sozial Benachteiligte arbeiten oft unter Bedingungen, die schlecht für den Schlaf sind, erklärt die Neurologin Högl, Vorstandsmitglied der Österreichischen Schlafmediziner. "Wer täglich pendelt oder mehrere Jobs zugleich macht, findet schon deshalb weniger Schlafenszeit. Speziell Frauen kürzen zudem ihr Zeitbudget meist beim Schlaf, wenn sie mit Familie und Beruf doppelt belastet sind". Ebenso arbeiten weniger Ausgebildete häufiger in Schichtbetrieb und erreichen in Folge tagsüber nur mäßige Schlafqualität und -dauer.
Bei Arbeitslosigkeit sind die Auswirkungen auf den Schlaf oft noch drastischer. "Finanzielle Sorgen oder die Angst um den Job lassen viele schlecht einschlafen oder sie lassen nachts aufwachen und keinen Schlaf mehr finden. Erschwerend kommt dazu, dass man bei einer Entlassung auch das soziale Gefüge des Arbeitsplatzes verliert", so die Expertin. Auch bei einer Depression, die bei Arbeitslosen gehäuft auftritt, sind Schlafprobleme gang und gäbe.
Schlechter Schlaf birgt Gesundheitsrisiko
Die Folgen von schlechtem Schlaf zeigen sich in der Gesundheit. "Den meisten ist noch kaum bewusst, dass die Dauer und Qualität des Schlafes mit der langfristigen Gesundheit zusammenhängen", betont Högl. Wissenschaftlich belegt sei dies allerdings längst - wie etwa die Verbindung von zu wenig oder schlechtem Schlaf mit Stoffwechsel, Diabetes-Neigung oder Körpergewicht. (pte)
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Ich denke, es ist für jeden wichtig herauszufinden, warum er unter Schlafproblemen leidet. Dass können ja organische Ursachen genauso sein wie Stress oder irgendwelche Magnetfeldstörungen. Wenn man nicht die Ursache bekämpft hat es auch langfristig keinen Sinn irgendwelche Pillen zu schlucken, weil man dann nur mit ihnen schlafen kann, und das will ja auch keiner.
ja, zum Thema Schlaf gibts da so einige widersprüchliche Studien.
Aber vielleicht kann mir ja einer der allwissenden Poster hier ("ach, das ist doch ein alter Hut", "eh klar, das weiß ich swchon lange") sagen, wieviel Schlaf jetzt wirklich optimal ist!
das ist ja toll. Das ist ja eine völlig neue Erkenntnis! da muss man die "Forscher" ja beglückwünschen, endlich so eine "Studie" angefertigt zu haben!
Ab jetzt werden ganz andere Maßnahmen ergriffen werden können gegen Stress. Schlaftabletten vermutlich.
meiner 82jährigen Großmutter klar zu machen versucht, dass sie sich einen Job suchen, und nebenbei ein Studium durchziehen soll um endlich wieder besser schlafen zu können.
Aber irgendwie sperrt sie sich gegen wissenschaftliche Fakten ...
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