Frauenquote ruiniert Wirtschaft

Die "Genitalquote" und das Aktienrecht

8. März 2011, 18:26

Zwischenruf eines Wirtschaftsrechtsexperten - Von Ewald Weninger

Seit über vierzig Jahren arbeite ich als Berater und Wegbegleiter mit Managern, insbesondere Mitgliedern des Vorstandes und Aufsichtsrates von Aktiengesellschaften (Sie kennen mein Lehrbuch "Aktienrecht für Manager" , das auch vom OGH schon zitiert wurde). Seit Monaten breitet sich in Österreichs Welt der Politik, Wirtschaft und Medien ein gefährliches Virus aus: Die Quotenregelung. Warum gefährlich? Die Krise hat gezeigt. dass Österreich ("eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält" ) neben der beginnenden Agonie des Rechtsstaates ein Defizit an hochqualifizierten Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern aufzuweisen scheint.

Zur Bestätigung las ich jüngst. dass man diesem Umstand mit einem dreimonatigen Kurs (!) für Aufsichtsräte gegensteuern will. Peinlich bis grotesk. Aber die Politik hat die zukunftsweisende Lösung des Problems entdeckt: Mehr Frauen in Vorstände und Aufsichtsräte. Wir verlegen also die Qualifikationskriterien und Parameter (wie sie das österreichische Aktienrecht nicht besser vorgeben könnte) vom Wettbewerb der Köpfe auf den Zahlenwettbewerb zwischen Klitoris und Penis. Gute Nacht!

Allen Feministinnen und deren heuchlerischen Trittbrettfahrern ins Stammbuch: Sollten die Auswahlkriterien des Aktienrechts zur Besetzung selbst aller Vorstands- und Aufsichtsratssessel in Österreich ausschließlich mit Frauen führen, zöge ich dankbar und mit großem Respekt vor ihnen den Hut. Aber Genitalquoten zum Auswahlparameter zu erheben richtet alle jene (und unsere Wirtschaft zu Grunde), die solches Gesabber ersinnen, verbreiten oder gar realisieren. (Ewald Weninger, DER STANDARD, Printausgabe, 9.3.2011)

Ewald Weninger, einer der prominentesten Anwälte Österreichs und Aktienrechtsspezialist, war bei zahlreichen Weichenstellungen österreichischer Großunternehmen (Bank Austria, AUA, ÖBB ...) als Berater tätig.

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    Posting 1 bis 25 von 344
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    Colette
    00
    16.3.2011, 17:51
    weninger - weininger

    warum fällt mir bloss jetzt diese assoziation ein?

    pagat ultimo
    02
    16.3.2011, 09:53
    ich komm jetzt erst dazu, den online-standard "aufzuarbeiten" - und was muss ich sehen?

    einen anwalt, der seine juristische unkenntnis auf den kommentarseiten von derstandard.at denkt aufarbeiten zu müssen.

    wenn sie schon selber zu indolent dazu sind: haben sie keinen konzipienten, der ihnen schnell einmal die gemeinschaftsrechtlichen kriterien für quotierungen in der arbeitswelt heraussuchen könnte, herr weninger?

    und was bringt sie zur annahme, dass diese kriterien ausgerechnet für aufsichtsräte- und rätinnen nicht gelten sollten?

    diedings
    01
    11.3.2011, 13:35

    p.s. zum wording des artikels: wer bis jetzt geglaubt hat, akademikerInnen, sogenannte erfolgreiche leute usw. seien automatisch kulturmenschen weiss ab jetzt gut bescheid.

    diedings
    01
    11.3.2011, 13:35

    was mich froh und unfroh zugleich macht an diesem artikel: er zeigt ein segment der österreicherInnen auf, wie diese denken, reden, handeln,….weil meinungsfreiheit muss sein!aber es wird auch wieder mal sichtbar: die welt ist noch lange nicht soweit, dass so etwas wie gleichbehandlung/gleiche chancen für was un wen auch immer dem spiel der kräfte überlassen werden darf (siehe auch bankenbörsenwirtschaftwahnsinn) sondern durch das was sich (gesellschafts)politik nennt mitgestaltet werden muss.durch regeln und topdown strategien eine mögliche entwicklung in gang zu setzen, bestenfalls zu fördern und mit dem „segment der dinosaurier“ einfach zu leben.

    dritter.mann
     
    01
    11.3.2011, 01:36
    Also, was bei der Veröffentlichung dieses "Kommentars" passiert ist, begreife ich nicht.

    Zum schwachsinnigen Inhalt habe ich mich schon zuvor geäußert, noch unverständlicher ist aber der Abdruck dieses Kommentars insofern:
    26. Jänner 2003, APA-OTS: "Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
    erscheinenden Ausgabe berichtet, laufen im Wiener Landesgericht für Strafsachen gerichtliche Vorerhebungen gegen den bekannten Wirtschaftsanwalt Ewald Weninger, der sich unter anderem als Anwalt der Bank Austria und der AUA einen Namen gemacht hat. Ihm wird vorgeworfen, 'Standard'-Herausgeber Oscar Bronner betrogen zu haben. Aus dem Landesgericht verlautet: Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hätten 'Aufklärungsbedürftiges' ergeben."
    Ebenso aufklärungsbedürftig: wie dieser "Kommentar" jetzt ins Blatt kam...

    Colette
    00
    16.3.2011, 17:46

    wahrscheinlich wollte der standard mit der veröffentlichung dieses beitrags seinen ruf ruinieren ;-)

    asa
    13
    10.3.2011, 21:53
    ein feiner selbstverliebter herr

    nein ich kenne sein zitiertes buch nicht. um in der sprache dieses "herren" zu bleiben: zeit wirds, dass solche alten "säcke" abtreten.

    Otto Ottinger
     
    41
    10.3.2011, 10:24
    Danke!

    aber da sich hierzulande der allgemeine Wahnsinn ausbreitet wird das auch nichts nützen.

    xeh_tr
    15
    DER Experte spricht

    "Ewald Weninger, ... war bei zahlreichen Weichenstellungen österreichischer Großunternehmen (Bank Austria, AUA, ÖBB ...) als Berater tätig"

    BA - verkauft nach Italien.
    AUA - verschenkt nach Deutschland. (wir haben dafür bezahlt)
    ÖBB - bankrott...

    Sehr "tolle" Entscheidungen.

    Dieser Experte hats halt echt voll drauf!
    Der sollte mal aufhören mit seinem Geschlechtsteil zu denken, und mal sein Hirn einschalten.
    Und der Fakt, dass DAS BUCH vom oGH zitiert wurde, heisst nicht viel...

    Wars in einem positiven Zusammenhang, oder wegen Sexismus?

    p.s.: Ich glaub sein Hirn ist kaum größer als eine Eichel... eher eine Haselnuss, wenn nicht eine Rosine.

    Die Metaebene schützt man vor sich selbst.
    01
    Greif ich jetzt zu tief, wenn ich sage,

    nach einem Orgasmus hätten die Worte versöhnlicher geklungen.

    mei liabste Weis'
    10
    Quote für Obsorge

    So, ich verlange jetzt eine Quote für Obsorge: 50 % der Väter sollen nach einer Trennung die alleinige Obsorge für die Kinder erhalten dürfen. Ich bin sicher, so viele Männer, die das wollen und auch gut machen werden, finden sich locker.

    pagat ultimo
    00
    16.3.2011, 09:55

    das ist ein klassiches non sequitur.

    marie berg
    01
    10.3.2011, 08:41
    und jetzt

    setzen sie sich mal hin und denken drüber nach WARUM die kinder bei den müttern bleiben und WARUM diese in 85% der fälle auf den unterhalt der väter angewiesen sind. und dann stellen sie sich eine halbwegs gleichberechtige erwerbswelt vor. glauben sie nicht, dass wenn frauen im job die selben möglichkeiten wie männer haben, würde sich u.a. auch für die unterhaltszahlenden männer was verbessern?

    jaws
    01

    Achja: Bist Du sicher, dass mindestens 50% aller geschiedenen/getrennt lebenden Väter scharf drauf sind ihre Kinder selbst großzuziehen? Weißt eh, so ganz ohne Oma oder liebe Freundin, die den Großteil der Arbeit brav gratis übernimmt?
    Und Du weißt auch, dass diese Väter das alle gut machen würden... hm.

    Lass mich raten, Dein Bauchgefühl sagt Dir, dass es so ist.

    Ergates faber
    10
    Es gäbe genug, die es machen würden...

    alleine um dem finanziellen Untergang durch Alimente zu entrinnen wenn einem schon alles andere weggenommen wird.
    Als Nicht-Verheirateter/Noch-Nicht-Vater konnte ich bis jetzt diversen Bekannten bei dem Spielchen zusehen - ist traurig.
    Ehemann zu sein ist offenbar keine adäquate Beschäftigung im Vergleich zu Ehefrau sein. Ich bin überzeugt, daß Frauen die meisten Dinge genau so gut wie Männer erledigen können - warum ist es umgekehrt nicht der Fall? Diskriminierung mit Gegendiskriminierung bekämpfen zu wollen ist eine fragliche Methode.
    Außer bei persönlichen sexuellen Präferenzen sollte das Geschlecht bei gar nichts eine Rolle spielen, schon gar nicht bei Kompetenzfragen!

    jaws
    00
    17.3.2011, 15:22
    Sorry, späte Antwort

    Stimme Dir zu weiten Teilen zu.
    Aber: "alleine um dem finanziellen Untergang durch Alimente zu entrinnen wenn einem schon alles andere weggenommen wird." Sei mir nicht böse, aber dieser hochdramatischen Aussage widersprechen alle Alleinerzieherstatistiken und alle Studien. Weißt Du, welche Kosten der Elternteil hat, bei dem ein Kind lebt? Welche Restriktionen hinsichtlich Berufs-/Karriere-/Verdienstchancen (Auswirkungen lebenslang)? Dass man mit Kind(ern) mehr (teureren) Wohnraum benötigt? Dass Kinder betreut werden müssen, dass für sie gekocht werden muss etc etc.
    Ernsthaft: Denke das bitte mal in aller Konsequenz durch und dann frage Dich, ob Alimente daneben wirklich kostenintensiver sind.

    jaws
    02

    Klar, wenn 50% der Väter ebenfalls in Karenz gehen und die unbezahlte Kinderbetreuung vor der Trennung zu mindestens 50% übernommen haben. Wo soll dann das Problem sein? (Abgesehen davon, wenn die Kinder das ausdrücklich nicht wollen.)

    Ich wäre außerdem dafür, dass die unbezahlte Alten- und Krankenpflege ebenfalls zu 50% von Männern übernommen wird.

    Von Haushaltsführung red ich mal gar nicht. Das wäre ja bestimmt zu viel verlangt.

    Ergates faber
    20
    Was für Männer kennen Sie denn?

    Mein Beileid.
    Bzgl. Karenz: Die Fälle, die ich kenne haben den gemeinsamen Beschluß auf die finanzielle Situation bezogen. Da der Mann eher mehr verdient, macht es aus finanzieller Sicht mehr Sinn, daß er weiterhin arbeiten geht. Würden Frauen natürlich für die gleiche Arbeit gleich viel bezahlt bekommen, könnten es sich mehr Paare leisten den nichtgebärenden Partner in Karenz gehen zu lassen.
    Was mir aber auffällt ist, daß in Ihren Augen die Arbeit, die Männer verrichten während die Mütter in Karenz sind, nichts wert zu sein scheint.
    Unbezahlte Kinderbetreuung vor der Trennung? Darf ich raten? Sie sind Hausfrau? Freiwillig? Wenn ja, warum?
    Ist Hausmann ein angebrachter Job für einen Mann? Wenn nein, warum nicht?

    jaws
    00
    17.3.2011, 15:30

    Zeig mir bitte, wo ich schreibe, dass die Arbeit von Männern nichts wert ist. Natürlich ist sie für die Familie wichtig. Aber sie fördert in keiner Weise die Bindung zwischen Vater und Kind und sie schult den Vater auch nicht in der Versorgung und Betreuung seines Kindes. Beides immens wichtig, wenn es darum geht, wer Obsorge bekommt. Das lässt sich einfach nicht leugnen.

    Ich bin weder Hausfrau noch habe ich einen Hausmann. Falls ich mal Kinder bekommen sollte, wird es mir extrem wichtig sein, dass auch mein Partner (am besten nach mir) in Karenz geht. Schon alleine deshalb, weil ich das für Vater und Kind für ganz wichtig halte. Das sollte man beiden nicht aufgrund von "wirtschaftlichen Zwängen" (die Gier is a Hund...) vorenthalten.

    jaws
    19

    "Genitalquote"... aha, die Frau = F-t.

    Schön, dass er es gleich so ehrlich sagt, da weiß ich wenigstens, was ich von ihm zu halten habe.

    kipfal
    10
    10.3.2011, 10:25

    bei dem teil geb' ich ihm aber recht. warum sollte man einen unterschied zwischen menschen machen, nur weil sie ein anderes geschlechtsteil haben?

    er argumentiert halt ziemlich arm, bis garnicht …

    Rigglerobber
    18
    Geschätzter Herr Weninger,

    genug ebenso unfähige und tatenlose Frauen für Aufsichtsratspositionen zu finden, wie sie jetzt von unfähigen und tatenlosen Männern besetzt werden, das dürfte machbar sein.

    Aufsichtsräte sind defacto weitgehend Versorgungsposten, keine Kontrollorgane, die sie eigentlich sein sollten. Warum also nicht die Hälfte damit mit unfähigen Frauen besetzen? Schlimmer kann es nicht werden, schließlich haben es die honorigen Herrn Aufsichtsräte bisher auch nicht geschafft, dem Wirtschaftscrash der vergangenen Jahre etwas entgegen zu halten.

    Frauenquote in Aufsichtsräten richtet die Wirtschaft zugrunde... müssen Sie da nicht selber grinsen, wenn Sie sowas hinschreiben?

    Rigglerobber
    00
    Geschätzter Herr Weninger,

    genug ebenso unfähige und tatenlose Frauen für Aufsichtsratspositionen zu finden, wie sie jetzt von unfähigen und tatenlosen Männern besetzt werden, das dürfte machbar sein.

    Aufsichtsräte sind defacto weitgehend Versorgungsposten, keine Kontrollorgane, die sie eigentlich sein sollten. Warum also nicht die Hälfte damit mit unfähigen Frauen besetzen? Schlimmer kann es nicht werden, schließlich haben es die honorigen Herrn Aufsichtsräte bisher auch nicht geschafft, dem Wirtschaftscrash der vergangenen Jahre etwas entgegen zu halten.

    Frauenquote in Aufsichtsräten richtet die Wirtschaft zugrunde... müssen Sie da nicht selber grinsen, wenn Sie sowas hinschreiben?

    With Fear I Kiss The Burning Darkness
    14
    sprach der CV Bruder,

    der um die Jobs für seine Spezies fürchtet...

    120 Jahre Karl Schranz
    112
    "Sie kennen mein Lehrbuch..."

    nein.

    darf ich trotzdem etwas anmerken?

    befürworter der quote gehen von der prämisse aus, dass es genug fähige frauen gibt, die aber aufgrund struktureller nachteile (seilschaften, fehlender betreuungsangebote etc) nicht zum zuge kommen. wenn diese prämisse stimmt (und ich persönlich sehe keinen grund sie anzuzweifeln), gibt es zwar prinzipielle argumente gegen eine quote (das geschlecht sollte nicht entscheiden), aber eigentlich keine praktischen. ein mann, der österreichs wirtschaft aufgrund einer moderaten quote (z.b. 30%) "zu grunde" gehen sieht sollte sein frauenbild überdenken.

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    Posting 1 bis 25 von 344
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