Warnfunktion

Facebook bringt Suizid-Alarm

8. März 2011, 13:02

Hilferufe der User sollen künftig beantwortet werden

Palo Alto/London - Das Social Network Facebook hat eine Suizid-Warnfunktion eingeführt. Damit reagiert die Plattform auf immer wiederkehrende unbeantwortete Hilferufe durch selbstmordgefährdete User. Selbst im Falle einer Reaktion durch Facebook-Freunde bleiben Behörden und Einsatzkräfte meist uninformiert. Nicht selten haben Betroffene ihre öffentliche Ankündigung der Selbsttötung in der Vergangenheit letztendlich in die Tat umgesetzt. Bei Verdacht können Nutzer der Plattform suizidgefährdete Personen in Zukunft melden. So wird in Großbritannien etwa die Hilfsorganisation "Samaritans" verständigt. Das Meldeformular ist aber auch in deutscher Sprache verfügbar.

Hinweis auf "selbstmörderische Inhalte"

Äußern Facebook-Mitglieder Selbstmordgedanken, können besorgte Freunde die Einsatzkräfte anonym verständigen, um den möglichen Freitod zu verhindern. Dazu müssen sie lediglich die notwendigen Angaben zu entsprechendem Content per Online-Formular übermitteln. Neben den URLs zum Facebook-Profil des Users sowie zu den Seiten, wo dieser "selbstmörderische Inhalte" veröffentlicht hat, gibt der Melder den Namen sowie mögliche Netzwerke an, denen die betroffene Person angehört. Zudem können zusätzliche relevante Informationen und das Datum weitergegeben werden, an dem der Inhalt veröffentlicht wurde.

Die Nachricht erreicht Administratoren, die entscheiden, ob sie etwa die Polizei oder Hilfsorganisationen verständigen. In einem dreimonatigen Versuchszeitraum unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat das System keine Falschmeldungen verursacht. Neben der Meldevorrichtung bieten die Samaritans auch Unterstützung per Telefon und per E-Mail an. Facebook-Europa-Policy-Director Richard Allen zufolge sind Freunde bei Facebook ebenso bemüht, aufeinander Acht zu geben, wie in der realen Welt. (pte)

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13 Postings
fertigprodukt
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und ab wann findet man das ganze auf facebook?

Kelborn
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und Facebook gibt dann munter die personenbezogenen Daten an irgendeine NGO weiter oder wie?
anonym verständigen bedeutet Missbrauch ohne Ende...

Ex Tempore!
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Genial und wofür hat man vorher 396 Freunde aufwärts gesammelt... wenn man vor hat sich zu töten?

KHG - too chic to fail
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vielleicht zwecks publikum - viele selbstmordandrohungen sind in erster linie hilferufe

AlBundyFan
 
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und warum braucht man das?

statt über ein email-formular an die betreiber von facebook etwas zu schicken könnte man auch gleich den notruf wählen und sie dann zu der person schicken.

werwolfi
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du hast von allen facebookfreunden namen und adresse?

fertigprodukt
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nein, nur von den eher nicht so intelligenten, die mit datenschutz gar nix am hut haben.

Kelborn
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ja, sicher!

fertigprodukt
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dann hast du aber nur 10 freunde, die im echten leben auch freunde sind.

Neuer Nick neues Glück
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Du nicht?

werwolfi
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ich verweigere facebook ;oP

aber ich weiß, dass die meisten facebooker jede menge "freunde" haben, die sie persönlich gar nicht kennen.

Neuer Nick neues Glück
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Das sind Freundmessies. ;-)

Stephan T.
 
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Weil viele Leute vor solchen direkten Maßnahmen zurückschrecken -> Stichwort "Zivilcourage".

So geht das Ganze für den User "sicherer" und "leichter" von statten und er muss sich keine Gedanken darüber machen was passiert wenn er vielleicht überreagiert oder was auch immer.

Natürlich ist es nicht der Idealfall. Im Idealfall würde jeder Besorgte sich selbst um solche Dinge kümmern - nein! -, im Idealfall käme es gar nicht zu Suiziden.
Aber im Idealfall sind wir leider nicht zuhause.

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