Nachlese Dienstag, 8.3.

Rebellen geben Gaddafi 72 Stunden Zeit, um das Land zu verlassen

8. März 2011, 19:56
  • Interview mit dem Präsidenten des Nationalrats der Oppositionellen Mustafa Abdel Jalil, in dem er Gaddafis Abzug innerhalb von 72 Stunden fordert.

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    foto: hussein malla/ap/dapd

    Gaddafi ließ heute bereits viermal Luftangriffe auf Ras Lanuf fliegen. Aber: Die Rebellen wehren sich.

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    foto: epa/khaled elfiqi

    In Ras Lanuf wird bombardiert.

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    foto: epa/mohamed messara

    Auch ein Gesicht des Konflikts: ein bangladeschischer Flüchtling.

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    foto: foto:roberto pfeil, file/ap/dapd

    Die NATO hat mittels Awacs-Aufklärungsflugzeugen begonnen, Libyens Luftraum rund um die Uhr zu überwachen.

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    foto: reuters/goran tomasevic

    Vor seinem Rückzugsangebot schickte Machthaber Gaddafi noch seine Kampfflieger.

Verschärfte EU-Sanktionen: Auch Staatsfonds LIA betroffen - Kämpfe in Al-Zawiya und Bin Jawad

derStandard.at berichtete auch am Dienstag wieder live über die Ereignisse in dem nordafrikanischen Land. Die Nachlese:

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19:56 Uhr: Wir beenden für heute unsere Berichterstattung im Liveticker.

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19:39 Uhr: Das Welternährungsprogramm (WFP) brachte nach eigenen Angaben die erste UN-Ernährungshilfe in Form von 70 Tonnen nährstoffreicher Fruchtriegel nach Libyen. Drei Tage nach ihrem Ablegen in Tunesien trafen am Dienstag drei Schiffe der deutschen Bundesmarine mit mehr als 400 Flüchtlingen an Bord in Ägypten ein. Die 412 aus Libyen geflohenen Ägypter seien nach Alexandria gebracht worden, teilte das deutsche Verteidigungsministerium mit.

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19:12 Uhr: Aus Zawiya gibt es neue Augenzeugenberichte. "Die Panzer schießen überall auf uns", berichtete ein Augenzeuge im Kurzmitteilungsdienst Twitter. "Sie verschonen kein Haus, keine Moschee, keine Schule." Die Gaddafi-Truppen sollen mit Artillerie und Panzern - etwa 50 Stück - angegriffen haben. Zawiya war aber bereits am vergangenen Wochenende heftig umkämpft. Die Regimetruppen waren mehrfach in das Zentrum der Stadt 50 Kilometer westlich von Tripolis eingedrungen, mussten sich aber wegen des Widerstands stets wieder zurückziehen.

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19:06 Uhr: Das UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR rechnet mit einem anhaltenden Flüchtlingsstrom aus Libyen nach Tunesien. "Seit es auf der anderen Seite Kontrollen gibt, hat die Zahl zwar abgenommen, aber das Ende der Flüchtlingswelle ist noch lange nicht erreicht", sagte UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres am Dienstag bei einem Besuch des libysch-tunesischen Grenzübergangs nahe Ras Ajdir. "Wir müssen mit sehr viel mehr Gastarbeitern rechnen, die Libyen verlassen, und auch mit libyschen Flüchtlingen", fügte er hinzu.

Bisher habe höchstens ein Fünftel der Gastarbeiter Libyen verlassen, sagte der Chef der Internationalen Organisation für Migration (IOM), William Lacy Swing. Die Hilfsorganisationen bemühten sich derzeit vor allem, die zahlreichen Flüchtlinge aus Bangladesch in ihre Heimat zurückzubringen. Die Helfer bereiten sich zudem auf die Ankunft von bis zu 30.000 Gastarbeitern von den Philippinen vor.

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18:12 Uhr: Der Handel mit libyschem Erdöl ist nach Angaben von Händlern zum Erliegen gekommen. Der Grund sei, dass Banken sich im Zuge der US-Sanktionen gegen Libyen weigerten, den in Dollar abgerechneten Ölexport zu finanzieren, sagte ein führender Händler einer europäischen Ölgesellschaft am Dienstag. Die Banken wollten das System in Libyen nicht finanzieren, daher erhalte im Moment niemand Geld für Öl, hieß es. "Es gibt große Zahlungsprobleme." Vorausgegangen war die Entscheidung führender US-Ölkonzerne, den Handel mit Libyen einzustellen. In Europa kaufen vor allem die italienischen Konzerne Eni , ERG und Saras libysches Öl. Aus Kreisen der großen europäischen Ölimporteure verlautete, die Entscheidung der Banken habe praktisch alle Transaktionen zum Erliegen gebracht. "Es bleibt da keine Wahl, denn es gibt ein Embargo für Dollar-Zahlungen nach und von Libyen", hieß es in den Kreisen. "Alle Überweisungen in US-Dollar sind blockiert."

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18:03 Uhr: Prominente österreichische EU-Abgeordnete sprachen sich heute relativ offen für eine Militäraktion gegen Libyen aus - "aber unter der Bedingung, dass es einen UN-Auftrag gibt und die libysche Bevölkerung ebenso wie die Arabische Liga oder die Afrikanische Union das befürworten, erklärten unisono die Grüne Ulrike Lunacek und SP-Mandatar Hannes Swoboda", schreibt STANDARD-Korrespondent Thomas Mayer aus Straßburg.

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17:46 Uhr: Wer sich einen raschen Überblick über die Entwicklung des libyschen Aufstandes verschaffen will, ist bei der Wikipedia gut aufgehoben: "Aufstand in Libyen 2011"

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17:36 Uhr: Details zu den verschärften EU-Sanktionen:

Die Vertreter der 27 EU-Regierungen einigten sich am Dienstag in Brüssel darauf, das Vermögen einer Reihe von libyschen Finanzunternehmen einzufrieren. Nach Angaben von EU-Diplomaten gehört auch der Staatsfonds "Libyan Investment Authority" (LIA), der in mehreren EU-Staaten und in den USA an Firmen beteiligt ist, zu den betroffenen Unternehmen.

Mit diesem Schritt werden die bisherigen EU-Sanktionen erweitert. Sie sehen Einreiseverbote gegen den libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi sowie 25 andere Führungsgestalten des Regimes ebenso vor wie das Einfrieren von deren Vermögen in der EU. Die verschärften Sanktionen sollen an diesem Freitag bei einem Sonder-Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der EU offiziell beschlossen werden.

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17:27 Uhr: Die EU verschärft ihre Sanktionen gegen Libyen. Mehr dazu wird in Kürze erwartet.

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17:26 Uhr: "Alles, was man aus Zawiya hört, verheißt nichts Gutes", heißt es beim Twitteraccount von Korrespondent Peter Beaumont. Seine Quelle in Zawiya sei seit gestern nicht mehr erreichbar.

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17:17 Uhr: US-Vizepräsident Joe Biden reist nach Moskau. Dort wird er mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew auch über die Lage in Libyen sprechen, sagte Medwedews Sprecherin Natalia Timakowa. Die UN-Vetomacht Russland kritisiert die Gewalt gegen die Bevölkerung in dem nordafrikanischen Land scharf, lehnt aber eine internationale Militäraktion dort ab. Moskau hatte in den vergangenen Jahren mehrfach Waffen an Diktator Muammar al-Gaddafi geliefert.

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17:04 Uhr: In Zawiya toben die Kämpfe momentan am heftigsten, glaubt man Augenzeugenberichten. "Gaddafis Streitkräfte kämpfen mit Panzern, wir werden immer wieder aus der Luft angegriffen. Sie haben das Zentrum aber nicht erreicht. Die Rebellen haben es weiterhin unter Kontrolle", wird ein Bewohner von Reuters zitiert.

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17:02 Uhr: General James Amos, Chef der US-Marines, schätzt die Helikopter der libyschen Armee für gefährlicher ein als die Flugzeuge - dies könte einen Ausschlag für eine mögliche Entscheidung für bzw. gegen die Flugverbotszone geben.

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16:34 Uhr: Luxemburg hat die Konten der libyschen Zentralbank und des Staatsfonds LIA eingefroren. Das teilte der luxemburgische Finanzminister Luc Frieden am Dienstag mit. Auf den Konten lägen weniger als eine Milliarde Euro, ergänzte ein Sprecher des Finanzministeriums.

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16:31 Uhr: Neues aus Zawiya: Die Aufständischen hätten noch immer die Kontrolle über das Zentrum, berichteten Augenzeugen. "Sie haben die Einwohner per Lautsprecher aufgerufen, sie sollten helfen, ihre Stadt zu verteidigen", sagte ein aus Ghana stammender Mann, der am Vormittag aus Sawija nach Tunesien geflohen ist. "Die Rebellen haben noch die Kontrolle, aber die Schießereien gehen weiter." Ein Regierungssprecher widersprach: Reguläre Truppen hätten die Kontrolle über Sawija, auch wenn kleine Rebellen-Gruppen noch Widerstand leisteten.

Ein Libyer, der im Ausland im Exil lebt, berichtete, er habe mit einem Freund in Sawija sprechen können. "Er sagte, dass die Gaddafi-Truppen versuchen, die Stadt dem Erdboden gleichzumachen. Die Menschen kommen nicht weg. Es ist alles abgeriegelt. Sie können nicht fliehen. Wer kämpfen kann, kämpft."

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16:25 Uhr: Libyen will angeblich Beobachter der Vereinten Nationen und der Europäischen Union ins Land lassen. "Wir werden sie eskortieren, wir werden sie beschützten und sie werden die Möglichkeit haben, überall hinzugehen", zitierte ein hochrangiger EU-Diplomat am Dienstag einen Regierungsvertreter aus Tripolis. Die libysche Staatsführung habe in Gesprächen zugesichert, dass eine Untersuchungsmission sofort mit der Arbeit beginnen könne.

Die noch in Libyen verbliebenen Diplomaten aus EU-Staaten betonten nach Angaben aus Brüssel die Notwendigkeit von unabhängigen Untersuchungen. "Wir wissen, dass es Menschenrechtsverletzungen gibt. Aber wir sind nicht in der Lage zu sagen, wer dafür verantwortlich ist", sagte der EU-Diplomat nach seiner Rückkehr aus Tripolis. Derzeit lasse sich nach Einschätzung der Diplomaten nicht einmal sagen, ob die Oppositionskräfte in Libyen demokratische Ziele verfolgten. "Niemand hat ein klares Bild", sagte der EU-Diplomat.

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16:21 Uhr: Unterschiedliche Medien spekulieren über einen baldigen Auftritt Gaddafis vor Journalisten.

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16:17 Uhr: Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) teilte mit, dass die österreichische Bundesregierung eine halbe Million Euro für die Versorgung von Flüchtlingen aus Libyen zur Verfügung stellen werde. Entsprechende Mittel werden aus dem Katastrophenfonds zur Verfügung gestellt. Die eine Hälfte der Summe geht an das UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR, die andere an die IOM (International Organization for Migration).

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15:53 Uhr: Die US-Regierung erteilte den Forderungen nach Waffenlieferungen an die Gegner Gaddafis vorerst eine Absage. Das Weiße Haus in Washington teilte mit, es diskutiere mit der libyschen Opposition auf "verschiedenen Kanälen". Regierungssprecher Jay Carney sagte, Waffenlieferungen an die Rebellen sei eine der Möglichkeiten, die erwogen würden. Es wäre allerdings "verfrüht, einen Haufen Waffen an ein Postfach im Osten Libyens zu schicken", fügte er hinzu.

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15:49 Uhr: Die EU soll sich nach einem Resolutionsentwurf des Europäischen Parlaments für die Einrichtung einer Flugverbotszone in Libyen bereithalten, um Zivilisten in dem nordafrikanischen Land vor Angriffen von Regierungstruppen zu schützen. "Keine Option, die in der UNO-Charter vorgesehen ist, ist auszuschließen", heißt es in einem fraktionsübergreifenden Entwurf, über den das EU-Parlament am Donnerstag abstimmen will.

Das EU-Parlament ruft die EU-Außenpolitikbeauftragte Catherine Ashton und die EU-Mitgliedstaaten auf, "bereitzustehen für eine Entscheidung im UNO-Sicherheitsrat über weitere Maßnahmen, einschließlich der Möglichkeit einer Flugverbotszone mit dem Ziel, das Regime davon abzuhalten, auf die Bevölkerung zu zielen". Alle Schritte der EU und der EU-Staaten müssten im Übereinstimmung mit einem UNO-Mandat erfolgen und bedürften der Koordinierung mit der Arabischen Liga und der Afrikanischen Union (AU), heißt es in dem Entwurf.

Am morgigen Mittwoch will Ashton in einer Debatte mit den EU-Abgeordneten die Position der Europäischen Union zur Libyen-Krise darlegen.

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Alle Zeiten beziehen sich auf die Mitteleuropäische Zeitzone (MEZ). In Libyen ist es eine Stunde später als in Österreich.

Nicht alle Informationen in diesem Livebericht können aufgrund der Lage in Libyen mit der gewohnten Gründlichkeit überprüft werden. Dies gilt speziell für Informationen, die uns über Twitter, Facebook und Augenzeugenberichten zugetragen wurden.

Links:

Live-Blog von Al Jazeera

Live-Blog des Guardian

Kommentar posten
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WU- Professor
00
...regiert gaddafi oder die rebellen ?

Barbarin
11
Die Frage muss heissen...

...USA und EU oder China!

el dus
 
10
So, jetzt gibt es nur mehr im BR Alpha den Film über Afghanistan und die Segnungen der westlichen Bomben.

Lieber Zensor, Du brauchst nurmehr 15 Minuten warten, um dem Westen seinen Glorienschein zu erhalten. Dann ist Dir wieder gelungen, mehr Unwissenheit in der Welt zu halten k

Vincent_Vega
01
Yes you are correct. It is much harder to lie and sell on lies in a democratic society.

von al-jazera blog...

bruhahahahhahahahahah

Hellsicht
52
Bin ich da in einen Gaddafi-Fanclub geraten?

Absurd, was hier teilweise gepostet wird.

Barbarin
01
Der USA/EU-Propaganda....

....Fanclub ist hier auf jeden Fall nicht zu finden!

Gaddafifanclub
01
so ist es :-)

es ist logisch, dass gebildete und sich frei informierende Personen nur auf der Seite Gaddafis sein können

tigermuecke
11

Nicht irritieren lassen, das ist teilweise nur so ein Troll, der seit Tagen das Forum unsicher macht und mit wechselnden nicks immer den gleichen Unsinn postet.

griechischer wein
40
lunacek und swoboda wollen nicht veranworten, wofür sie sich aussprechen

warum fordern sie nicht vehement ein militärisches vorgehen gegen den despoten auch ohne "mandat" von irgend jemandem?

oh du feiges österreich!

widiwutsch
00
Aus drei Gründen:

1) Österreich wäre dazu logistisch und technisch nicht im entferntesten in der Lage;
2) Es widerspräche dem Gewaltverbot zwischen Staaten, da es für Europa keinen Kriegsanlass gibt;
3) Es wäre eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Libyens, die ohne guten Grund nicht erfolgen darf.

E L1
00
... weil es unklar ist, wozu es führt

ich bín auch dafür, die menschen zu retten - aber was is der preis dafür? wieviele jahre krieg? wieviele menschschenleben? afghanistan & irak sind kaum gute beispiele, oder?

Emirates News
00
+++ Staats-TV zeigt angebliche Geständnisse von Rebellenkämpfern +++ [17.43 Uhr] Das libysche Staatsfernsehen strahlt einen Beitrag aus, in dem angeblich geständige Aufständische zu sehen sind.

Die Männer erzählen, man habe sie mit Geld dazu gebracht, nach Ben Dschawad in den Kampf zu ziehen. Ein anderer wird bei BBC mit den Worten zitiert: "Sie haben uns einer Gehirnwäsche unterzogen, sie haben uns dazu gebracht, dass wir ihnen wie Schafe gefolgt sind." Die Aussagen klingen verdächtig nach den Behauptungen des Despoten Gaddafi, der immer wieder gesagt hatte, Islamisten steckten hinter dem Aufstand, sie würden die Libyer unter Drogen setzen und zum Kämpfen zwingen. Ob die Aussagen der Männer (die gefesselt und mit verbundenen Augen im Fernsehen vorgeführt wurden) möglicherweise erzwungen sind, lässt sich nicht überprüfen.

tigermuecke
00

Na klar, das Staats-TV ist ja eine absolut unabhängige, glaubenswürdige Quelle. Vielleicht wurden diese Männer von Gaddafi gezwungen oder bezahlt, diese Aussage zu machen? Alles ist möglich.

Vincent_Vega
00
Staats Tv zeigt auch amerikanische pässe....

kann kein arabisch, nehme aber nicht an, das sie im fundbüro abgegeben wurden....

100 Jahre Frauentag
05
Auffällig ist,

dass immer mehr Aufmüpfige ihr Gesicht verhüllen
um später nicht erkannt zu werden.

Das heißt die Siegeszuversicht ist deutlich gesunken....

Feuchte Träume mit Al-Jazeera
06
Umgekehrt!

Gaddafi gibt den Rebellen 72 Stunden Zeit, um das Land zu verlassen; alles was dann noch da ist wird niedergekämpft!

heinz feichtinger
51
Keine Chance mehr für Gaddafi

Auch in der arabischen Welt gibt es Ethik - vielleicht mehr als bei uns. Wenn Gaddaffi seinen Auszug aus Lybien samt Clan und dem "Privatvermögen = Milliarden von Euro) als Bedingung stellt an die vorübergehende Regierung eines neuen Lybien - dann hat er sein Gesicht verloren - endgültig. Er lässt seine Panzertruppen weiterkämpen, seine Luftwaffe weiter bombardieren. Das wird seine Ende sein, Denn sich für einen geisteskranken Ex-Diktator zu opfern wird auch nicht nach dem Geschmach sein seiner wenigen noch zu ihm stehenden Militärs. Denen wurde strategiesches Denken beigebracht und nicht sprunghaftes Verhalten nach dem Zufallsprinzip. Also werden die Kommandoeure der Restarmee irgendwann ( binnen kurzer Zeit ) einen Entschluss fassen.

Bluestone
00

Die Rebellen würden Gaddafi eher am nächsten Baum aufknüpfen, als ausreisen lassen. Meine Meinung.

Emirates News
04
+++ Regierungstruppen rücken bei Ras Lanuf mit Panzern vor +++

[15.42 Uhr] Mit Panzern und Artillerie feuert die Armee Muammar al-Gadddafis auf Stellungen der Rebellen bei Ras Lanuf und kommt dabei offenbar voran. Von der Front zurückweichende Rebellen berichten in Ras Lanuf, sie seien der überlegenen Feuerkraft der Regierungstruppen nicht gewachsen. "Unser Leute sterben da draußen", sagt ein Kämpfer Reportern der Nachrichtenagentur Reuters. "Sie haben Artillerie und Panzer."

Emirates News
02
+++ Staats-TV zeigt Geständnisse von Rebellenkämpfern +++

[17.43 Uhr] Das libysche Staatsfernsehen strahlt einen Beitrag aus, in dem angeblich geständige Aufständische zu sehen sind.

Die Männer erzählen, man habe sie mit Geld dazu gebracht, nach Ben Dschawad in den Kampf zu ziehen.

Ein anderer wird bei BBC mit den Worten zitiert: "Sie haben uns einer Gehirnwäsche unterzogen, sie haben uns dazu gebracht, dass wir ihnen wie Schafe gefolgt sind."

Ob die Aussagen der Männer (die gefesselt und mit verbundenen Augen im Fernsehen vorgeführt wurden) möglicherweise erzwungen sind, lässt sich nicht überprüfen.

AllesWieImmer
00
Wie die Bilder anders sind

Die Bilder dieses quasi-militärischen Widerstandes in Lybien zeigen überkommene, patriarchale Organisationformen männlicher Kraftlosigkeit bzw. zeigen die Bilder eines Agierens, das sich in der Gegenerschaft zu erschöpfen scheint.

Die Bilder der Widerstandformer, wie man sie z.B. aus Ägypten zu sehen bekommen hat, sind da von ganz anderer Qualität! Ägypten machte und macht den Eindruck, dass es für die Menschen um etwas geht und nicht nur gegen etwas!

Patriarchal verkürzt gesprochen: In Lybien geht es gegen den Papi (und jeder will selbst ein kleiner Papi sein), der Widerstand in Agypten hat diesen Papi-Inszenierung der herrschenden Elite zumindest in den Revolutionstagen den Weg in die Abstellkammer der Geschichte gezeigt.

eightiesmod
00

Ihr Sexismus ist zum kotzen...
Schon gut, jetzt weiß die Welt mal wieder, der Papi ist ja so böse und die Mami natürlich, das Beste auf diesem Planeten... Oder anders ausgedrückt, wird endlich das vom Volk geliebte und demokratisch gewählte Matriarchat die Oberhand erlangen, ist doch jedem halbwegs vernunftbegabtem und moralisch intaktem Lebenswesen völlig klar, dass Männer pfui gacki sind, aber Frauen das Beste...

Wissen's was, gehen's schei.en, Sie blöder Sexist, Sie...

Gleitmittel und Schmiergelder GmbH
69
50 panzer abzuwehren

erfordert professionelle erfahrung und bestes kriegsmaterial. die story mit den gottesfürchtigen jugendlichen könnens im märchenbuch festhalten aber sonst nirgends. wie sieht die wahrheit aus. gaddafi griff wenn überhaupt mit sehr wenigen fahrzeugen an, oder, diese partisanen verfügen bereits über westliche waffentechnik und westliche sonderkommandos, freilich geheim

OGHaha
02
Ich, als "Tyrann", würde mir eine Staffel (nennt man dies so unter Kriegern?) Chinesen nach Tripolis holen, dann wärs gleich aus mit den Nato USA Kriegsspielereien.

Nein, ernsthaft, der Gaddafi muss weg.

Da, er wenn er dies übersteht, brandgefährlich in seiner Rachsucht sein würde. Da bewaffnet er sich wieder mit brisanten Material wie die Bösen im Osten.

Die Frage ist nur ob besseres nachkommt...

Ich glaub ja noch immer klammheimlich, dass der alte Wüstenfuchs nicht zu besiegen ist.
Österreich sollte lieber vorsichtig sein, sonst baut er bald sein Zelt am Heldenplatz auf und befiehlt zum Rapport...

Kritiker1A
01
Prominente österreichische EU-Abgeordnete sprachen sich heute relativ offen für eine Militäraktion gegen Libyen aus -

Ein neutrales Land das in der EU durch Kriegshetzer vertreten wird.

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