Grüne wollen für das Liftprojekt Investoren in die Pflicht nehmen
Innsbruck - Den Seilbahnplänen zum Zusammenschluss der Skigebiete Schlick und Axamer Lizum durch das Ruhegebiet Kalkkögel hatte Landeshauptmann Günther Platter (VP) genauso eine Absage erteilt wie sein Naturschutzreferent Hannes Gschwentner (SP). Der Axamer Bürgermeister, Rudolf Nagl (VP), will sich trotzdem nicht geschlagen geben. Langfristig müsse es eine Verbindung der beiden Skigebiete aus wirtschaftlichen Gründen geben.
Kurzfristig will Nagl jetzt den Plan umsetzen, die Skigebiete Mutterer Alm und Axamer Lizum zu verbinden. Ein Ja zu diesen Plänen können sich sogar die Grünen vorstellen - allerdings nur "mit Bauchweh" , sagt die Axamer Grüne Gabi Kapferer-Pittracher.
Keine Steuergelder für das Projekt
Der Plan, diese beiden Skigebiete zusammenzuschließen, ist nicht neu. Und mit der Wiedereröffnung der Mutterer-Alm-Bahn 2006 und der Errichtung einer neuen Bahn die "Götzner" hinauf sei eine Verbindung zur Lizum quasi vorprogrammiert: "Auch verkehrstechnisch kommt es durch den Zusammenschluss zu einer Entlastung" , sagt Kapferer: Mutterer könnten in Mutters ihren Skitag beginnen, Götzner in Götzens. Und nicht alle müssten erst in die Axamer Lizum fahren. Allerdings, fordert Kapferer, dürften keine Steuergelder in das Projekt fließen. "Es kann nicht sein, dass in Zeiten, in denen Gemeinden kein Geld haben, solche Projekte gesponsert werden."
Auch Tirols Landesumweltanwalt Johannes Kostenzer steht dieser Skigebietserweiterung positiv gegenüber. Das Ruhegebiet Kalkkögel sei nicht betroffen. Und es gebe ja bereits einen Ziehweg für Skifahrer, die von der Axamer Lizum auf die Mutterer Alm oder nach Götzens wollten. (Verena Langegger, DER STANDARD-Printausgabe, 8.3.2011)