Nachlese Montag, 7.3.

Uneinigkeit über Militäreinsatz

7. März 2011, 18:20
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    foto: reuters/goran tomasevic

    Ein Rebell feuert von einem Checkpoint in Ras Lanuf auf ein Flugzeug des Regimes.

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    foto: epa/khaled el fiqi

    Aufständische bereiten sich in Bin Jawad auf den Angriff der Gaddafi-Truppen vor.

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    foto: reuters/suhaib salem

    Graffiti in Bengasi.

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    foto: tara todras-whitehill/ap/dapd

    Während des Begräbnisses eines Aufständischen in Ajdabiya.



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    foto: reuters/chris helgren

    Pro-Gaddafi Demonstration am Sonntag in Tripolis.

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    grafik: apa

NATO zieht laut Obama Eingreifen in Betracht: USA planen angeblich bereits Einsatz - Spanien für, Russland gegen militärisches Eingreifen

Am Montag, gibt es erneut heftige Kämpfe zwischen den rebellierenden Freiheitskämpfern und den Truppen des Regimes. Gaddafis Einheiten versuchen, die Ölstadt Ras Lanuf einzunehmen. Die Rebellen leisten ihrerseits nach wie vor erbitterten Widerstand und kontrollieren weiterhin weite Teile im Osten des Landes. Beide Seiten meldeten auch am Montag Erfolge. Dabei steigt die Zahl der Toten und Verletzten stündlich.

Die EU plant auch Strafmaßnahmen gegen den libyschen Staatsfonds, der Anteile unter anderem an der UniCredit, dem Eigentümer der Bank Austria, hält. Unterdessen diskutiert die Internationale Gemeinschaft einen Militäreinsatz in Libyen. Die USA sollen zwei Angriffsschiffe in Reichweite vor Tripolis liegen haben, mit Flugzeugen, die im internationalen Luftraum agieren, soll die Funkkommunikation in Libyen gestört werden können. Spanien sprach sich für ein militärisches Eingreifen aus.

Die Nachlese des derStandard.at-Livetickers.

***

18.20 Uhr: Wir beenden das Tickern für heute.

18.05 Uhr: Russland ist gegen ein militärisches Eingreifen, sagte Außenminister Lavrov der russischen Agentur RIA.

17.39 Uhr: Obama gibt 15 Millionen Dollar für humanitäre Hilfe für Libyen frei.

17.30 Uhr: Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich an den UNO-Sicherheitsrat gewandt. Das libysche Volk müsse geschützt werden, sagte der Außenminister.

17.27 Uhr: Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, zieht die NATO einen Militäreinsatz in Betarcht. US-Präsident Barack Obama sagte am Montag nach einem Gespräch mit Australiens Premierministerin Julia Gillard, dass der Nordatlantikpakt sich diese Option offen halte. Beide Staatschefs wären sich einig, dass die Gewalt der libyschen Regierung gegen die eigene Bevölkerung inakzeptabel wäre.

17.17 Uhr: Mit einem Verzicht auf Strafverfolgung wollen die Aufständischen in Libyen Staatschef Muammar al-Gaddafi zur Aufgabe bewegen. "Wenn Gaddafi akzeptiert, das Land zu verlassen, um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, würden wir die Forderung aufgeben, dass er vor ein Gericht gestellt werden muss", sagte der Vorsitzende des Nationalrats der Rebellen, Mustafa Abdul Jalil, in einem Interview mit "stern.de" am Montag in Benghazi (Bengasi).

Der ehemalige Justizminister Gaddafis bestätigte, dass es Versuche des Regimes gegeben habe, mit den Aufständischen in Kontakt zu treten. Er selbst stehe jedoch nicht in Kontakt mit Gaddafi, es gebe auch keine Verhandlungen. Der Nationalrat, dem Vertreter der befreiten Städte im Osten Libyens angehören, gilt als Übergangsregierung der Aufständischen.

17.04 Uhr: Die Kollegen vom Spiegel schreiben im lesenswerten Text "Trottel in der Wüste" über in Libyen schiefgegangene Geheimdienstoperationen.

16.49 Uhr: Die EU ist Diplomaten zufolge kurz davor, die Sanktionen gegen Libyen auszuweiten. Die Strafmaßnahmen sollen auch den Staatsfonds "Libyan Investment Authority" (LIA) des Landes treffen, der unter anderem an der italienischen Bank-Austria-Mutter UniCredit und an dem Fußballverein Juventus Turin Anteile hält. Demnach wird der Fonds am Dienstag gemeinsam mit anderen libyschen Finanzeinrichtungen automatisch auf die Sanktionenliste der EU gesetzt, wenn bis dahin keines der 27 EU-Mitgliedsländer ein Veto einlegt. Der Fonds soll ein Volumen von 70 Mrd. US-Dollar (50 Mrd. Euro) haben.

16.42 Uhr: Hagues Ansprache war im Wesentlichen eine Zusammenfassung der Geschehnisse der vergangenen Tage. Er wiederholte den Standpunkt Großbritanniens, dass Gaddafi sofort zurücktreten solle, und begrüßte nochmals die Sanktionen der UNO.

16.39 Uhr: Augenzeugen berichten über Luftangriffe der Gaddafi-Truppen auf Ras Lanuf. Splitter hätten ein Auto getroffen, mindestens ein Mensch sei möglicherweise dabei getötet worden.

16.36 Uhr: Hague spricht im britischen Unterhaus. Bis jetzt hat er unter anderem über die britischen Spezialeinheit, gespickt mit SAS-Kräften und Diplomaten, gesprochen. "Es war besser, dass wir sie wieder herausgeholt haben", sagte Hague. Es habe "Differenzen" gegeben.

16.29 Uhr: Ein Statement des britischen Außenministers William Hague wird in Kürze erwartet. Ebenfalls geäußert hat sich US-Verteidigungsminister Robert Gates: Ein militärisches Eingreifen gebe es nur, wenn der "internationale Rückhalt" gegeben ist.

16.26 Uhr: Die EU plant, wie aus diplomatischen Kreisen verlautet wurde, Sanktionen gegen den libyschen Staatsfonds. Mehr dazu wird in Kürze erwartet.

16.04 Uhr: Mehr als eine Million Libyer, die im Land oder außerhalb auf der Flucht sind, brauchen nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) Hilfe. UN-Hilfskoordinatorin Valerie Amos sagte am Montag in Genf, die Flüchtlingsdramen spielten sich an den Grenzen des nordafrikanischen Landes ab. Priorität hätten für sie derzeit die 300.000 Einwohner der von Rebellen kontrollierten Stadt Misrata, die am vergangenen Wochenende von Regierungstruppen mit Panzern und Raketen beschossen worden sei. "Hilfsorganisationen brauchen jetzt dringend Zugang", sagte Amos, die kürzlich das tunesisch-libysche Grenzgebiet besucht hatte.

15.45 Uhr: Der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi will sein politisches Überleben angeblich dadurch sichern, dass er Hunderte von Afrikanern in kleinen Booten nach Europa schickt. Ein Rebellenkommandant aus der Stadt Misurata sagte der Nachrichtenagentur dpa am Montag, Anhänger von Oberst Gaddafi hätten bereits vor einigen Tagen auf mehreren Baustellen rund um Misurata 170 afrikanische Arbeiter und 30 Ägypter "eingesammelt". Auch an anderen Orten seien Ausländer "abgeführt" worden. Diese sollten nun mit kleinen Booten vom Hafen Al-Choms aus über das Mittelmeer in Richtung Südeuropa in See stechen. Gaddafi hatte vor einigen Tagen gedroht, wenn sein Regime stürzen sollte, sei Europa von einer Welle illegaler Einwanderer bedroht.

15.28 Uhr: Die Angriffe regierungstreuer Truppen auf Zivilisten in Libyen könnten nach Ansicht von NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit bewertet werden. "Wir verurteilen diese Angriffe gegen die Bevölkerung streng", sagte Rasmussen am Montag in Brüssel. Diese "weit verbreiteten und systematischen Angriffe gegen die Zivilbevölkerung können Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleichkommen". Libyen steht am Rande eines Bürgerkriegs, regierungstreue Truppen und Oppositionelle liefern sich Gefechte um die Kontrolle des Landes. Er könne sich nicht vorstellen, dass die "internationale Gemeinschaft und die UNO untätig zusehen", wenn Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi und seine Truppen weiterhin "systematisch" die eigene Bevölkerung angriffen, fügte der NATO-Chef hinzu. Das Militärbündnis habe jedoch nicht vor, ohne Mandat der Vereinten Nationen in dem nordafrikanischen Land einzugreifen.

14.47 Uhr: Die USA bleiben vorerst allein mit ihrer Forderung an die Industriestaaten, wegen der Libyen-Krise nationale Ölreserven anzuzapfen. Japan lehnte den Vorschlag am Montag rundweg ab. "Wir haben wegen der Versorgung keine Sorgen", sagte ein Sprecher des Handelsministeriums in Tokio. Auch Südkorea reagiert gelassen auf den Anstieg der Ölpreise, seit die Freiheitsbewegung in Nordafrika auf einen der wichtigsten Öllieferanten der Region übergegriffen hat. Japan und Südkorea gehören zu den fünf größten Öl-Importeuren der Welt.

13:52 Uhr: Die Arabische Liga unterstützt laut Frankreich die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen, um weitere Angriffe der Luftwaffe von Machthaber Muammar al-Gaddafi auf die Aufständischen zu verhindern. Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, habe bei einem Treffen mit dem französischen Außenminister Alain Juppe am Sonntag in Kairo seine Unterstützung für ein Flugverbot geäußert, sagte am Montag ein Sprecher des französischen Außenministeriums.

13:12 Uhr: Die Vereinten Nationen haben am Montag um Spenden für die Libyen in Höhe von 160 Millionen Dollar (114,6 Mio. Euro) gebeten. Damit soll die humanitäre Hilfe für die kommenden drei Monate gesichert werden. Das Geld soll denjenigen zukommen, die vor den Unruhen in Libyen fliehen. Viele von ihnen sind Ausländer und sollen nun in ihre Heimatländer zurückgebracht werden. Zum anderen sollen damit auch die Menschen im Land selbst unterstützt werden, unter anderem mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe.

12:44 Uhr: Gaddafis Abgang schien nur mehr eine Frage der Zeit. Derzeit aber scheint sich das Blatt zu Gunsten des Diktators zu wenden. Seine Truppen versuchen einige der von den Aufständischen eroberten Städte wieder unter ihre Kontrolle zu bringen: Gaddafi ergebene Truppen sind Augenzeugen zufolge auf dem Vormarsch auf die strategisch wichtige Ölstadt Ras Lanuf. Ihr Angriff löste eine Fluchtwelle unter den Einwohnern aus, während die Aufständischen Waffen in die Wüste schafften. Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, die Armee bewege sich auf der Küstenstraße östlich der am Vortag eroberten Stadt Bin Jawad langsam in Richtung Ras Lanuf zu. Ein Reuters-Korrespondent machte ähnliche Beobachtungen. Den Zeugen zufolge kreiste ein Kampfflugzeug am Himmel.

12:34 Uhr: Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat die Ernennung eines UN-Sondergesandten für Libyen begrüßt. Der ehemalige jordanische Außenminister Abdelilah Al-Khatib sei ein "erfahrener Politiker aus der Region, der dem humanitären und politischen Einsatz der Staatengemeinschaft für Libyen Gesicht und Stimme" geben könne, erklärte Westerwelle am Montag in Berlin. Seine Aufgabe ist es laut Auswärtigem Amt, schnellstmöglich durch Gespräche in Libyen und der Region die aktuelle humanitäre Situation sowie die weiteren Folgen der gewaltsamen Auseinandersetzungen zu bewerten. Westerwelle hatte vergangene Woche die Berufung eines Sondergesandten für die Vereinten Nationen durch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon gefordert.

12:00 Uhr: Die Rebellen sehen weiter keinen Spielraum für einen breiten Dialog mit Gaddafi. Grundlage jeglicher Gespräche sei ein Rücktritt des Machthabers, bekräftigte ein Vertreter der Aufständischen in Bengasi.

11:45 Uhr: Al Jazeera widmet sich der Frage, ob Syrien als nächstes Land der arabischen Welt auf die Protestwelle aufspringt: Is Syria the next domino?

11:43 Uhr: Gaddafi hat sich in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender France 24 zu Wort gemeldet. Libyen sei ein wichtiger Partner des Westens bei der Verhinderung von illegaler Migration und der Eindämmung der Al Kaida. Gaddafi wetterte auch gegen westlichen Medien, die ein verfälschtes Bild der Ereignisse in Libyen vermitteln würden.

11:22 Uhr: Spanien spricht sich mit Blick auf das brutale Vorgehen des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi gegen die aufständische Bevölkerung für ein militärisches Eingreifen aus. Spanien würde sich zudem aktiv an einer militärischen Aktion beteiligen, sollte die gewalttätige Niederschlagung der oppositionellen Bestrebungen seitens der libyschen Armee nicht bald enden. Ein gemeinsames, militärisches Vorgehen der internationalen Gemeinschaft gegen die Menschenrechtsverletzungen des libyschen Diktators müsste allerdings vom UN-Sicherheitsrat beschlossen werden, zitieren spanische Medien am Montag einen Sprecher der spanischen Regierung.

10:41 Uhr: Der ehemalige tschechische Staatspräsident Vaclav Havel hat sich für ein militärisches Eingreifen des Westens in Libyen für den Fall ausgesprochen, dass der Bürgerkrieg in dem nordafrikanischen Land fortgesetzt wird. In einem Interview mit der tschechischen Tageszeitung "Hospodarske noviny" (Montag-Ausgabe) sagte Havel weiter, dieses Eingreifen könne verschiedene Formen haben: Von Hilfe für die Aufständischen über eine Flugverbotszone bis zu einer gezielten Attacke gegen die Orte, wo sich Muammar al-Gaddafi versteckt.

10:16 Uhr: Regierungskräfte rücken laut Augenzeugen auf die Ölstadt Ras Lanuf im Osten des Landes vor. Auch ein Kampfflugzeug sei am Himmel ausgemacht worden.

9:57 Uhr: Die US-Streitkräfte bereiten sich offenbar auf einen eventuellen Militäreinsatz in Libyen vor. Wie die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter berichtete, werde der Einsatz von Flugzeugen im internationalen Luftraum vorbereitet, mit denen die Funkkommunikation in Libyen gestört werden könne. Zudem seien weitere Marineverbände vor der libyschen Küste in Stellung gegangen.

Dem Zeitungsbericht zufolge liegen die beiden Angriffsschiffe "Kearsarge" und "Ponce" in Reichweite vor Tripolis. Wie die "New York Times" weiter berichtete, befinden sich an der Bord der beiden Schiffe See-, Luft- und Landstreitkräfte des 26. Marineexpeditionskorps, die fähig sind, über Hunderte von Kilometern zu agieren. Eine Option sei demnach, Sondereinsatztruppen in Libyen einzuschleusen, um die Aufständischen gegen das Regime von Machthaber Gaddafi zu unterstützen. Diese speziell ausgebildeten Einheiten könnten die Kampfkraft der Aufständischen praktisch über Nacht verbessern, schrieb die Zeitung. Diese Taktik sei auch in Afghanistan zum Sturz der Taliban 2001 eingesetzt worden.

Schließlich sei es auch möglich, die schlecht ausgerüsteten Aufständischen mit Waffenlieferung zu unterstützen, hieß es in dem Bericht.

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Vikram Schlucher
00

Die Kampfbilder sind fast alle gestellt.

Mostbluzza
11
dafür und dagegen spricht einiges

für den einsatz spricht ja einiges aus der sicht des hausverstandes (humanistischer gedanke). realpolitik dagegen (internat. recht, einmischung, widerstände intern. schwergewichte usw).

der mittelweg wirds wohl nicht, wär aber am besten.
kurze harte schläge aus der luft und das wars.
in echt würde es aber nicht dabei bleiben, man muss schon anlanden und die ölfelder schützen.
das dagegen (russland) spricht auch für sich. UNO Recht der Einstimmigkeit und Unversehrtheit der Grenzen bei einem Bürgerkrieg, so ist es nunmal und Grauen gibts überall auf der Welt, auch dank des Westens.

auch ein Italiener warnt vor dem 3. WK, niemand weiss es und Libyen ist sowieso nur ein Fliegenschiss
http://de.rian.ru/politics/... 515848.htm

Menschenflüsterer
 
01
Franz-Josef Degenhardt - Unglaublich Eigentlich -

http://sevenload.com/videos/LXJxgsz

Agnostiker1
10
WEnn das Wort "Zielkonflikt" noch nicht bekannt wäre,..

...es müßte bei gegenständlichen Fall erfunden werden.

Es stehen sich gegenüber, die einen, die für ein sofortiges Beenden des Terrorregimes sind, aber nicht checken, was selbst eine Luftraumbeherrschung an Maßnahmen erfordert: Ausschalten der Luftwaffe, Vernichtung der Luftabwehr. Und dann werden die Lamentierer, die Gaddafi weg haben wollen, schnell zu den genau so laut schreienden Kriegsgegnern.

Ausserdem: ein Eingreifen bedeutet ja auch, dass man ein politische Perspektive für den Tag danach hat. Doch die hat keiner.

Das bedeutet; die müssen sich allein die Köpfe einschlagen und wer gewinnt, wird durch die normative Kraft des Faktischen entschieden.

carbonara
01
"Militäreinsatz", "Eingreifen".....

....früher hat man das "Krieg" genannt.

Pin Guy
01
Will sich die USA auch das ÖL von Lybien vereinleiben?

Warum schauen unsere Politiker alle zu?
Warum gibt es keine Proteste, dass die USA bereits den nächsten Krieg vorbereitet?

Kann mir beim nächsten Willen nicht vorstellen, dass das aus Nächstenliebe geschieht, um die "ARMEN REBELLEN" und die Bevölkerung zu schützen.

Wo bleibt Europas Außenpolitik?

!!!Es geht wieder mal nur ums ÖL -- oder?
Haben unsere Politiker die Hosen voll, Handlungen zu setzen und die Aktivitäten der USA zu kritisieren?

Menschenflüsterer
 
00
"Warum schauen unsere Politiker alle zu? "

Na weil sie Komplizen sind.

curricula
40
Oje....

Wenn Gaddaffi jedesmal einen Euro bekommen würde, wenn eine Person mit Mitteilungsdrang "LYbien" schreibt...

curricula
00

Hm nur 4 Poster fühlen sich angesprochen? :)

thailandpeter2
10

bevor man sich ueberlegt, die rebellen zu bewaffnen, sollte man sich einmal genau ansehen, wer wirklich dahinter steckt. sind es demokratische kraefte? sibnd es islamisten? al-qaeda viellcht? einzelne staemme, die an die macht wollen?

wenn das nicht geschieht bevore man diesen schritt setzt, unterstuetzt man womoeglich eine kraft die spaeter zu einem problem werden wird - stichwort islamisten/taleban in afghanistan zur zeit des kampfes gegen die udssr-soldaten...

bin sicher nicht fuer gaddafi, aber wie sehen die alternativen aus? bisher ist noch nicht viel darueber geschrieben worden... und das ist eigentlich das wichtigste detail. einen diktator loszuwerden, nur um moeglicherweise noch schlimmeres zu bekommen, ist nicht der sinn der sac

isodora
01
Ceterum censeo: Karthaginem delendam esse ...

Aus meiner (österreichisch-anti-Habsburger-Sicht) (nicht östlich-chinesisch, westlich-US, südlich-Afro, nördlich-"wir werden das schon schaffen-Epos ... " ):

Also, der Typ ist schon ein Falott, der Gadaffi:
Finanziert auf Staatsgebiet Libyens 20, 30 Jahre die Ausbildung von Terroristen, läßt das Flugzeug über Lockerby in die Luft jagen, US-Soldaten in Berlin in die Luft sprengen,

anfangs dieser ganzen gegenwärtigen Geschichte Demonstranten erschießen (die Bilder haben sich bei mir eingeprägt - der Opernball 1989 war ja ein Lärcherl versus erschossene Mitbürger).

Ceterum censeo: Karthaginem delendam esse ...
Et Gadaffinem too ...

Agnostiker1
10
Die Kenntnis eines lateinischen Spruches oder der Besitz von.....

...."Latein für Angeber" reicht nicht aus, einen komplexen Vorgang völlig zu überreissen.

Jetzt ist die Stunde der Moralapostel und Besserwisser. Doch wenn es um das Aufteilen der Flüchtlinge aus Afrika geht, sind wir Österreicher auf Tauchstation oder stellen uns taub. Dann beherrscht unsere Xenophobie das Geschehen. Wir sind halt die klassischen Küchentischstrategen. Frage; wo waren denn wir, als es um den humanitären Einsatz ging, um die Ausländer aus LIbyien rauszubringen?

Ihnen empfehle ich 1. zur Prüfung Ihrer Lateinkenntnisse und 2. als guten Rat für Ihre großen Worte: Quidquid agis prodenter agas et esrespice finem. Und: Beatus ille, qui procul negotils.

isodora
01
Der 4. punische Krieg.

Sie scheiben:
"Die Kenntnis eines lateinischen Spruches oder der Besitz von ......... "Latein für Angeber" reicht nicht aus, einen komplexen Vorgang völlig zu überreissen."

Na, vielleicht den Inhalt meines postings Sinn-ergreifend zu lesen.

Zum anderen ist nicht klar, weshalb Sie unser Land schlecht machen wollen.
Etwa 1 Million Sudetendeutsche sind bei uns als Flüchtlinge geblieben, 250.000 der 600.000 Ungarn vom Volksaufstand 1956, Zehntausende an Tschechen und Slowaken 1968, x-zigtausende Männer, Frauen und Kinder der geflüchteteten jugoslawischen Völker, Vietnamesen, etc. etc. etc.

Wo genau ist ihr Problem.

Nur weil da jetzt Hunderttausende EU-Türken unser Sozialsystem ausnützen.
Hat genau nix mit Flüchtlingen zu tun.

Agnostiker1
10
Übrigens nochwas:

Ich habe eben in der Online-Ausgabe von THE TELEGRAF geschmökert, die ja punkto Seriosität über jeden Zweifel erhaben ist. Die BBC hat eine repräsentative Umfrage durchgeführt, da sind wir im Image nicht weit weg von Nordkorea auf dem 13. Platz in der Welt. Die Deutschen haben übrigens das beste Image, weltweit.

Und das ist das Ergebnis von unserem aktuellen Tun oder Nichtstun.

Agnostiker1
10
Sie vergleichen Ungleiches miteinander. Die Ungarm und die Füchtlinge...

..aus unmittelbar angrenzenden Ländern aufzunehmen, ist eine pragmatische, aber keine von Humanismus geprägte Aktion. Ausserdem ist das Schnee von gestern und Österreich hat sich verändert.

Ich rede vom aktuellen Gebaren in unserem Land und den üblen Usancen der derzeitigen Machtinhaber. Uns fehlt jegliche Legitimation uns in Dinge einzumischen, wo wir keinerlei Beitrag leisten (wollen). Wo war denn Österreich, als es darum ging, den flüchtenden Ausländern in Libyen herauszuhelfen. Ausser gescheiten Sprüchen war nichts zu hören. Man kann vieles auf diese unsägliche Regierung schieben, aber wir haben sie gewählt.

Agnostiker1
10
Die Kenntnis eines lateinischen Spruches oder der Besitz von-

..."Latein für Angeber" reicht doch nicht ganz aus, um einen Fall komplett zu überreissen.

Ich möchte Sie hören, wenn es um die Aufteilung der Flüchtinge aus Afrika geht, dann sind wir Österreicher auf diesem Ohr taub. Dann ist unsere Xenophobie vorherrrschend. Und sagen Sie mir doch, welche politische Perspektive Sie für den Tag danach auf Lager haben.

Ihnen empfehle ich:

Igor Gassner
01
Die Habsburger mögen schlimm gewesen sein

schlimmer vieleicht als die Grimaldis, sicher besser als die Romanovs und andere, aber sie haben Libyen nie beherrscht, wenn gleich Karl V einige Städte an der Nordafrikanischen Küste kontrollierte.

Agnostiker1
10
Sagen Sie einen Aspekt, wo die Habsburger, die Grimaldis und .....

...Romanovs eine einzige Ähnlichkeit mit Gaddafi hat. Üble Burschen zu sein, allein genügt nicht.

mistvieh666
 
02

"Ein Rebell feuert von einem Checkpoint in Ras Lanuf auf ein Flugzeug des Regimes."
also, nach 6 monaten militaerdienst weiss ein oesterreicher: wenn du von diesen idioten 50m entfernt stehst und dich nicht bewegst und er seinen ganzen gurt auf dich abfeuert liegen deine ueberlebenschancen irgendwo bei 99%.
gaddafi ist doch ein verbecher: wie konnte er sein ganzes volk so verbloeden lassen.

E L1
00
straffreistellung von ghadaffi kann keine option sein

umso weniger, als eine 'provisorische repräsentation' der libyer zwar notwendig, aber noch nicht als demokratisch abgesichert anerkannt werden kann, u.a. weil informationen fehlen. aber selbst dann wäre eine amnästie das falsche zeichen. dieser mann und sein clan gehört vor ein gericht.

Simplicius Simplicissimus
01
Andererseits gibt es ...

... eine Regierung in Libyen. Und dann gibt es, wie jede Zeitung schreibt und jeder Sender dokumentiert, die Rebellen oder Aufständischen, die ohne Auftrag schießen. Wieviele Tote und Verletzte sie zu verantworten haben, wird unter den Tisch gekehrt, wie die Tatsache, das ihr Handeln in jedem westlichen Staat illegal wäre. Oder ist das US-Volk berechtigt, seine Regierung wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Afghanistan und Irak, sowie der Todesstrafe im eigenen Territorium, abzusetzen und mit Waffen zu bekämpfen? Und darf sich das Militär dort auch nicht einschalten? Beispiel eines Einsatzes der US-Streitkräfte gegen eigene Leute: 1973 Wounded Knee! http://de.wikipedia.org/wiki/Wounded_Knee

Agnostiker1
10
Einen solchen Unsinn wie Sie ihn verzapfen, hat....

..schon Seltensheitswert.

Gabarinza
01
Passender Nick

Viel Gnosis (landläufig Kneiss i´s) ist Ihrem Posting ja nicht zu entnehmen. Im Übrigen: weil? Find gar nicht so blöd, was ihr Vorposter sagt.

Agnostiker1
10
Falls Sie es interessiert...

..,eine Antwort, zum Teil auch für Sie zutreffend, finden Sie weiter oben. Als Antwort auf den 4. punischen Krieg.

Agnostiker1
10
Ich versuche es Ihnen zu erklären:

Kennen Sie den "Tyrannenmord"? Daraus könnte man sehr wohl eine Rechtfertigung (oder Legalisierung) für das Tun der Aufständischen ableiten.

Die westlichen Regierungen sind alle legal an die Macht gekommen - und Gaddafi? Welche nur ansatzweise Korrelation zwischen Wounded Knee 1973 und dem gegenständlichen Thema erkennen Sie? Ich keine.

Nicht nur pauschal Beifall spenden, macht eine Sache richtig, sondern die faktische Ausgangslage!

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