Livebericht Sonntag 6.3.

Schwere Kämpfe nach Offensive von Gaddafis Streitkräften

6. März 2011, 22:00
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    foto: reuters/goran tomasevic

    Die Kämpfe um Bin Jawad gingen für die Rebellen nicht gut aus, sie mussten sich zurückziehen und schwere Verluste einstecken.

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    foto: hussein malla/ap/dapd

    Die Rebellen schießen nahe Bin Jawad mit Raketen.


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    foto: epa/mohamed messara

    Am Grenzübergang Ras Djir stehen sich Billigarbeiter aus Bangladesch die Beine in den Bauch. Sie sind Opfer der bürgerkriegsartigen Zustände in Libyen.

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    foto: foto:hussein malla/ap/dapd

    Die Oppositionskräfte sehen sich am Sonntag heftigem Beschuss aus Hubschraubern ausgesetzt.

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    foto: reuters/ahmed jadallah

    Gaddafi-Anhänger in den Straßen von Tripolis.

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    foto: reuters/zohra bensemra

    Hygiene muss sein: ein bangladeschischer Gastarbeiter rasiert sein Gesicht in einem Flüchtlingslager an der tunesisch-libyschen Grenze.

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    foto: foto:lefteris pitarakis/ap/dapd

    Drei Schiffe der deutschen Marine sind in der Nacht mit mehr als 400 Libyen-Flüchtlingen an Bord von Tunesien aus in Richtung Ägypten aufgebrochen. Die Fahrt von Gabes nach Alexandria soll 67 Stunden dauern.

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    foto: reuters/chris helgren

    Diese Frau in der Hauptstadt Tripolis demonstriert ihre Treue zu Machthaber Gaddafi.

Attacken der Armee auf mehrere Städte - Rebellenrat erklärt sich zu Alleinvertreter

Kurzzusammenfassung der Ereignisse vom Sonntag: Mit einer massiven Offensive haben libysche Regierungstruppen am Wochenende versucht, von Rebellen gehaltene Gebiete zurückzuerobern. Dabei lieferten sie sich mit den Aufständischen in mehreren Städten heftige Kämpfe, bei denen laut Augenzeugen zahlreiche Menschen ums Leben kamen.

Die Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi griffen am Sonntag mit Panzern, Artillerie und Kampfflugzeugen die Städte Al-Sawija und Misrata im Westen des Landes an, ebenso die Ölhafenstadt Ras Lanuf im Osten, die in der Nacht auf Samstag von den Rebellen erobert worden war. Über den Verlauf gab es widersprüchliche Angaben. Ein Regierungssprecher sprach von Erfolgen der Gaddafi-Armee, in Tripolis feierten Anhänger des Herrschers. Einem Bewohner von Misrata zufolge gelang es den Rebellen, den Angriff auf die Stadt zurückzuschlagen. Auch Ras Lanuf war am Sonntag in Rebellenhand. (red, DERSTANDARD-Printausgabe, 07.03.2011)

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Wir haben auch am Sonntag wieder im derStandard.at-Live-Ticker berichtet. Die Nachlese zu den Ereignissen:

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22.00 Uhr: Wir beenden für heute unseren Live-Ticker.

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20.57 Uhr: Die beste Übersicht über den momentan Status der Kämpfe gibt es auf dieser Karte des britischen Guardian.

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20.36 Uhr: Die Kollegen von Al Jazeera haben soeben eine Botschaft des Nationalrats der Libyer erhalten und einen Scan dieses Faxes online gestellt. Wir verweisen deshalb auf ihren außerordentlich lesenswerten Live-Blog.

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20.31 Uhr: Der "Nationalrat" der libyschen Freiheitskämpfer soll unter dem Nick @LibyanTNC twittern. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht.

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20.07 Uhr: In Libyen tobt ein Bürgerkrieg, heißt es immer öfter. "Ganz falsch ist das nicht", schreibt Gudrun Harrer, die Nahost-Expertin und Leitende Redakteurin des STANDARD. Sie spricht bzw. schreibt sich dennoch für die technischer klingende Bezeichnung "nichtinternationaler bewaffneter Konflikt" aus. In ihrem Kommentar "Werte, Wunsch und Wirklichkeit" schreibt sie: "Die Kluft zwischen moralischem Wunsch und politischer Wirklichkeit klafft wieder einmal besonders schmerzlich. Dabei wäre es gerade jetzt so wichtig zu untermauern, dass Freiheit und Würde keine dem Westen vorbehaltenen Menschenrechte sind. Sonst könnte sich in Libyen und anderswo ein Vakuum für jene öffnen, die ihre eigenen 'Werte' anbieten."

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20.02 Uhr: In Ras Lanuf hat Michael Möseneder auch einen Arzt aus dem dortigen Krankenhaus interviewt. "Wir werden glücklich und frei sein", sagte er unserem Redakteur. Seinen Namen wollte er freilich nicht nennen.

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19.45 Uhr: STANDARD-Redakteur Michael Möseneder befindet sich in Libyen. Für die morgige Printausgabe hat er die Reportage "Gaddafi, Gaddafi - we kill Gaddafi" aus der Ölstadt Ras Lanuf geschrieben. Die Anti-Gaddafi-Rebellen haben die Stadt nach Kämpfen am Freitag und am Samstag gewonnen, ein strategisch wichtiger Erfolg.

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19.31 Uhr: In der US-Regierung mehren sich die skeptischen Stimmen über die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen. Nach Verteidigungsminister Robert Gates äußerte sich am Sonntag auch der neue Stabschef im Weißen Haus, Bill Daley, eher zurückhaltend. "Eine Menge Leute reden über eine Flugverbotszone, als wäre es (...) ein Videospiel oder so etwas", sagte Daley dem US-Sender NBC. "Wer darüber auf diese Weise redet, hat keine Ahnung, wovon er spricht."

Pentagon-Chef Gates hatte unlängst ebenfalls Erwartungen gedämpft und auf die Komplexität einer solchen Operation hingewiesen. "Lasst uns die Sache beim Namen nennen", sagte er vor einem Kongressausschuss. "Eine Flugverbotszone beginnt mit einem Angriff auf Libyen, um die Flugabwehr zu zerstören." Es gebe "eine Menge loses Gerede über einige dieser militärischen Optionen", sagte er vor allem mit Blick auf die Flugverbotszone.

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19.26 Uhr: Der Plan von Hugo Chávez hatte für Aufsehen gesorgt, eine internationale Friedensmission in Libyen einzusetzen. Nun äußerten sich die Rebellen dazu: "Wir sind bis jetzt nicht offiziell kontaktiert worden." Ob man diese Mission akzeptieren wolle, "hängt davon ab, was sie uns präsentieren werden. Wir handeln im Interesse der Menschen, deshalb können wir dem nicht vorgreifen (Anm: und vorschnell eine Entscheidung treffen)."

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19.00 Uhr: Ein kleines Team bestehend aus einem britischen Diplomaten Elitesoldaten der SAS versuchte in Bengasi, mit den Freiheitskämpfern zu verhandeln. "Sie haben das Land wieder verlassen", wie Großbritanniens Außenminister William Hague mitteilte. Es wäre zu Differenzen gekommen, hieß es. "Wir planen, nach Rücksprache mit der Opposition, ein neues Team nach Libyen zu schicken, um den Dialog zu stärken. Dieser diplomatischer Versuch ist neben unserer humanitären Unterstützung ein Teil unserer Arbeit in Libyen", sagte er in diesem Statement. Die Truppen sollen auf einem Schiff unterwegs nach Malta sein.

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18.54 Uhr: Ein Blick nach Ägypten, wo heute zwei Minister ausgewechselt wurden: In Kairo wurde heute vor dem Innenministerium demonstriert, Reformen wurden gefordert. Dort soll die Armee mit scharfer Munition in die Luft geschossen haben, erstmals seit dem Höhepunkt der Proteste waren auch wieder Polizisten in Zivilkleidung vor Ort, die Demonstranten mit Messern bedroht haben sollen.

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18.45 Uhr: "Alle Städte im Osten Libyens sind und bleiben frei", sagte ein Sprecher der Rebellen bei einer Pressekonferenz in Bengasi.

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18.28 Uhr: Dem "Nationalrat" der Rebellen zufolge ist neben Misrata auch Zawiya "befreit". Die Gaddafi-Truppen konnten besiegt werden, glaubt man den Angaben der Rebellen.

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17.59 Uhr: Der SPD-Europaparlamentarier Martin Schulz hat das Verhalten einzelner EU-Staaten in der Libyen-Krise scharf kritisiert. "Ich habe es satt, dass immer 'die EU' angegriffen wird. Der Skandal ist doch die ewige Taktiererei der Mitgliedstaaten", sagte Schulz Spiegel Online. Die Haltung des offiziellen Deutschlands kritisierte Schulz ebenfalls. "Unser Spiel ist auch nicht besser: Der deutsche Außenminister feiert die Revolution und die Bundeskanzlerin erklärt: Bitte keine Flüchtlinge. Glaubwürdig ist daran gar nichts", sagte der Fraktionschef der Europäischen Sozialisten.

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17.43 Uhr: Unbestätigten Berichten zufolge soll im Staatsfernsehen verkündet worden sein, zur Feier der Erfolge der Regierungstruppen bestimmte Zölle abzuschaffen - etwa auf Grundnahrungsmittel, die ja zu einem Gutteil eingeführt werden müssen.

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17.38 Uhr: Bei den Kämpfen um Misrata sind heute mindestens 18 Menschen getötet worden. Die Rebellen haben die Regierungstruppen dort allem Anschein nach zurückgeschlagen.

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17.19 Uhr: Die Kämpfe in Sirte, der Heimatstadt Gaddafis, gehen ebenso weiter wie in Bin Jawad.

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17.00 Uhr: "Die Revolutionäre haben 20 Soldaten festgenommen und einen Panzer in ihre Gewalt gebracht. Die Stadt ist nun völlig unter Kontrolle der Jugend", sagte ein Bewohner von Misrata.

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16.42 Uhr: In Zawiya gehen die Kämpfe freilich weiter. Internet, Strom und Telefon funktionieren weiterhin nicht.

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16.38 Uhr: Aus der ebenfalls umkämpften Stadt Misrata (210 Kilometer östlich von Tripolis) gibt es für die Rebellen gute Nachrichten: Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf Bewohner, dass die Rebellen die Gaddafi-Truppen zurückgeschlagen hätten.

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16.11 Uhr: In Zawiya, im Westen Libyens, sollen allein heute 70 Menschen getötet und 300 verletzt worden sein, heißt es. Das Zentrum soll ständig von Panzern beschossen werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

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16.06 Uhr: Der momentane Stand der Dinge in Libyen, zusammengefasst:

In Libyen haben sich Aufständische und Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi erneut heftige Kämpfe um die Kontrolle mehrerer Städte geliefert. In Al-Zawiya schlugen die Rebellen offenbar eine Offensive regierungstreuer Truppen zurück, auch die durch Luftangriffe attackierte Stadt Ras Lanuf (Lanouf) war weiter in Hand der Aufständischen. Gaddafi warnte in einem Interview den Westen vor Chaos im Fall seines Sturzes.

In der libyschen Hauptstadt Tripolis war am Sonntag heftiges Gewehrfeuer zu hören. Nach offiziellen Angaben feierten Hunderte von Anhängern Gaddafis mit Freudenschüssen und Feuerwerken angebliche Siege im Kampf gegen die Aufständischen. Nach Berichten des libyschen Staatsfernsehens hatten regierungstreue Truppen gleich mehrere Städte zurückerobert, darunter auch die zuletzt schwer umkämpfte Ortschaft Al-Zawiya, knapp 50 Kilometer westlich von Tripolis. Auch Ras Lanuf, Misrata und Tobruk seien wieder unter der Kontrolle der Milizen von Gaddafi, hieß es. In Tripolis, Sirte und Sebha fänden daher Freudenfeste statt, berichtete ein TV-Sender, der Gaddafis Sohn Saif al-Islam nahesteht. Demnach rückten ihre Truppen nun auf die Rebellen-Hochburg Bengasi vor.

Ein Augenzeuge in Misrata wies gegenüber dem arabischen TV-Sender Al-Jazeera diese Behauptungen zurück. Auch für Ras Lanuf widersprachen Rebellen und Journalisten dieser Darstellung. Sonntag früh flog die libysche Luftwaffe mehrere Angriffe auf Ras Lanuf. Nach Angaben der Aufständischen gab es keine Verletzte. Aufständische rückten derweil weiter westwärts in Richtung von Gaddafis Heimatstadt Sirte bis zu dem kleinen Ort Bin Jawad vor.

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Alle Zeiten beziehen sich auf die Mitteleuropäische Zeitzone (MEZ). In Libyen ist es eine Stunde später als in Österreich.

Nicht alle Informationen in diesem Livebericht können aufgrund der Lage in Libyen mit der gewohnten Gründlichkeit überprüft werden. Dies gilt speziell für Informationen, die uns über Twitter, Facebook und Augenzeugenberichten zugetragen wurden.


Links:

Live-Blog von Al Jazeera

Live-Blog des Guardian

Kommentar posten
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Gabarinza
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Gender Mainstreaming?

Wenn man den Fotos glaubt (aber wer täte das wohl?) darf man bei den Anhängern Gaddhaftis wenigstens als Frau mitmachen. Bei den AufständischenInnen handelt es sich ja scheinbar ausschließlich um Angry Young Men. Schon irgendwie bizarr und gleichzeitig keine schöne Perspektive, wenn man daraus seine Schlüsse zieht.

AntiFa201
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in 100 000 000 libyen berichten der letzten wochen stand nirgends, was diese sogenannten aufständischen überhaupt wollen. auch hier ist kein wort darüber zu lesen. sie wollen gaddafi weg haben, und was danach?

Ann Ecker
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Ich traue weder Gaddafi noch diesem Revolutionsrat

mit seinem Alleinvertretungsanspruch – wer weiß, welche Natter der Westen da wieder an seinem Busen nährt – die Erde wird mir überhaupt zu unsicher – ich flieg lieber auf alpha centauri >> Computerspiel "Zu Ruby Rubacuori ins All fliegen" gratis online): >> http://zeichenblogger.blogspot.com/search?up... results=12

heinz feichtinger
11
Wenn auch Vorbereitungen seit geraumer Zeit laufen seitens der USA, Großbrittaniens, Frankreichs - für ein Eingreifen in Lybien ( Flugverbotszone )

Zusammengezogen werden Luftstreitkräfte, Marineeinheiten so wie auch Flugzeugträger, Hubschrauberträger, Landungsschiffe und Stealth-Bomber - so lautet die offizielle Doktrin dennoch nicht militärisch einzugreifen. Man hat offensichtlich gelernt, dass man einen asymmetrischen Krieg nicht gewinnen kann ( Vietnam, Irak, Afghanistan. Aber für alle Fälle lässt man diese Option aufmarschieren und überlässt es jetzt den Gadaffi noch gebliebenen Truppenteilen dennoch zur Einsicht zu kommen, dass er im Begriff ist seinen asymmetrischen Krieg gegen die Bevölkerung zu führen und zu verlieren. Das kostet unnötig Opfer ! !So friedlich wie beim Fall der Berliner Mauer läuft es eben nicht. Die DDR-Volkspolizisten haben nicht geschossen auf das Volk !

catfish eyes
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Fantastische Berichterstattung!

Wir erfahren definitiv NICHTS. Da kämpfen sogenannte "Rebellen" (sicher kein Volksaufstand, denn der hätte keine Raketen) gegen "Gaddafi". Nicht die leiseste Spur von irgendeinem Hintergrund.

Und die Poster hauen sich gegenseitig auf die Birnen, denn Argumente kann es ja nicht geben, wenn es keine Information gibt. Die einen GLAUBEN dies, die anderen das. Wer nicht weiß, muss glauben.

Killer Bunny
00

Es haben sich ja auch einige Militär Einheiten den Aufständischen angeschlossen. 85% des Landes ist unter ihrer Kontrolle. Da werden dann aber auch ein paar Waffenlager und Militärbasen dabei sein. So ähnlich hätte es auch in Ägypten ausgeschaut, wenn Mubarak nicht in Pension gegangen wäre.

you tube
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Rebellenrat erklärt sich zu Alleinvertreter

von Monarchisten, Al Kaida-Islamisten und zig Stammesführern.

Das ist nur Wunschdenken!

Nein Danke!!!
00

Während alles wie gebannt auf Gaddaffi sieht geht ein anderer Freiheitskampf in den Medien völlig unter:

"Die neun Kinder waren am vergangenen Dienstag beim Holzsammeln in der nordostafghanischen Provinz Kunar von der Rakete eines ISAF-Hubschraubers getroffen worden".

02515151541
00
Nachrichten aus "libyscher" Sicht....

http://en.ljbc.net/online/news_hp.php

"Libyan Jamahiriya Broadcasting Corporation"

der fairniss halber, hätte man das schon im Artikel unter Links schreiben können, wenn man schon diverse Medien der "Rebbeln" bringt, aber was solls..... neutrale Berichterstattung eben!

(Dieses Posting wird wie immer dank der unterträglichen STANDARD ZENSUR etwas dauern, falls es überhaupt veröffentlicht wird....)

Mac-A-ber
28
hmmm ...

.. vor einigen Tagen bekam ich jede Menge 'rote Stricherl' für meine Meinung, dass in Libyen ein für 'alle (EU-)Beteiligten' ein 'äußerst lukrativer' und 'wirtschaftlich gewünschter Krieg' stattfinden wird.

.. da war ich der Buhmann (ich bekam u. a. den Kommentar eines Users 'Gaddaf'i: .. ich sei geistig noch gesünder als er .." .. ROFL ! ) ... nun sammele ich wahrscheinlich schon wieder 'rote Stricherl' .. g

.. Ernsthaft: Ich lehne Krieg ab!
Krieg kennt nur einen Gewinner: die Großfinanz (s. W. Buffett --> will sich u. a. in Rüstungsindustrie einkaufen)

Ich hoffe, dass die Überlebenden dieses Krieges am Ende zumindest eine teilweise Freiheit erwartet und sie nicht schon wieder hoffnungslos abgezogen werden.
Gruß @ all, Mac

Bibabutzemann
00

Wieso sollte der Westen sich wünschen, dass 6,5 Mio. Libyer sich gegenseitig umbringen?

Die jetzige Situation führt eher dazu, dass sich die Ölpreise erhöhen und den wirtschaftlichen Aufschwung gefährden. "Lukrativ und wirtschaftlich gewünscht" ist der Bürgerkrieg sicherlich nicht.

Und auch waffentechnisch wird da unten, von Ausnahmen abgesehen, eher mit den alten, noch zu Sowjetzeiten gelieferten Waffen gekämpft.

Standard deviation
00
Und Ihr Feindbild:

Der ach so böse Kapitalismus!

Mac-A-ber
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mein Feindbild ...

... ist nicht der Kapitalismus an sich, sondern eher, wenn wir schon wirtschaftlich denken, das Geldsystem inkl. Zinssystem ...

Lesetipp: u.a. Bernd Senf ;)

Killer Bunny
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Libyen spielt in der Rüstungsindustrie wirklich keine Rolle. Un in einem Bürgerkrieg würde es sehr schnell nur mehr um Kalaschnikows und ähnliches Zeugs gehen. Da verdient der lokale Waffenhändler etwas, aber sonst ....
Der Sturz des Diktators ist alles andere als gewünscht, weil der Westen ihn ja in der Tasche hatte. Die haben sogar Spezialeinheiten zur Ausbildung hingeschickt. Ein vorzeigbarer Nachfolger westlicher Prägung ist auch vorhanden. Was sollte man mehr wollen? Jetzt muss der Westen wieder mühsam Einflussbereiche abstecken. Den Anfang macht der ehem. "Justiz" Minister, der UNO Botschafter und noch ein paar diplomatische Laien Darsteller .

unschuldsvermutungsrettungsschirm
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So traurig es klingt, aber denjenigen, die sich hierbei in einen Krieg einmischen oder raushalten geht es ausschließlich ums Öl, die Bevölkerung ist diesen 'Beteiligten' wurscht.
Und wenn sich herausstellt, dass Gaddafi trotz aller Massaker der zuverlässigere Öllieferant als die Aufständischen ist, dann werden die 'Beteiligten' schnell alle Embargos und sonstigen Strafmaßnahmen zurücknehmen und sich bei Gaddafi einschleimen, so wie sie es jahrelang vorher ohne Schamgefühl getan haben.

Der Alte vom Berge
11
Die Welt...

...will belogen Sein. ^^

cooldown
00
Hm .... darüber haben sich auch andere Gedanken gemacht ...

"Die Welt will betrogen sein, gewiß. SIE WIRD ABER SOGAR ERNSTLICH BÖSE, WENN DU ES NICHT TUST."

Walter Serner, Letzte Lockerung, 2. Teil, XIV, Schlußnummer, Genf im August 1927

;-)

Mac-A-ber
00
oder: die Welt will...

..nicht selbst nachdenken und es erst in den Nachrichten lesen ehe sie selbst zum gleichen (bereits ausgearbeiteten) Ergebnis gelangt.

das war sehr global und trifft glücklicherweise nicht jeden. Wer sich den Schuh anziehen möchte, soll ihn tragen ;)

have a nice day ;)
Gruß @ all,
Mac

Challenger
01
Wer sich den Schuh anziehen möchte, soll ihn tragen

Zur Erinnerung werden quer durch den Mittleren Osten Schuhe geworfen

Der Alte vom Berge
00
Übrigens,...

...sollte die Welt sich in ihrer gesellschaftspolitischen Ausrichtung dahingehend Entwickeln weibliche Mitglieder in ihrer Ordnung lediglich Verhüllt zu Akzeptieren bleibt es der Mehrheit Überlassen diese Praxis Abzusegnen oder zu Verneinen.

Auch, und im Besonderen in Europa.

Mei, was werds ihr Leiden. :D

Der Alte vom Berge
24
Es is VORBEI mit dem Verrückten,...

...wollt ihr das ned Begreifen odr könnts Ned ?

Arme Narren. ^^

Der Alte vom Berge
33
Geduld,...

...in Bälde seid ihr Erlöst, sowohl Islamophoben als auch jene welche wie Mr.Kagan um den 9/11-Käfig auszuweiten am liebsten einen Bin-Laden ausgestopft jeden Abend zur Hauptsendezeit über den TV-Screen schwenken würden um ihre "Argumente" für den gerechten Krieg zu Untermauern.

Faschisten.l

--

Der Alte vom Berge
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Der irre Oberst...

...ist ein Gezücht des "Westens", Wohlgemerkt. --

Bibabutzemann
00

Wohlgemerkt.
Es ist nur wenige Jahre her da war der Oberst noch eine Ikone der linksextremistischen Antiimps und ihrer Sympathisanten.

Karl Joda
00
st ein Gezücht des "Westens", Wohlgemerkt. --

Zunächst ist er einmal ein Terrorist...
Hofiert von Jörg Haider und seinen Getreuen..

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