Gegen Bettelverbot: 400 setzten sich auf die Straße

5. März 2011, 17:42
  • Rund 300 bis 400 Teilnehmer haben am Samstagnachmittag am "1. Linzer Massenbetteln" teilgenommen.
    foto: âpa/zoe*fotografie

    Rund 300 bis 400 Teilnehmer haben am Samstagnachmittag am "1. Linzer Massenbetteln" teilgenommen.

Die Teilnehmenden hatten eine halbe Stunde lang in der Linzer Innenstadt symbolisch gebettelt

Rund 300 bis 400 Teilnehmer haben am Samstagnachmittag am "1. Linzer Massenbetteln" teilgenommen. Die Aktion wurde von der neu gegründeten Plattform "BettelLobby" Oberösterreich durchgeführt und setzte sich gegen das Bettelverbot ein, das am 10. März vom oberösterreichischen Landtag beschlossen werden soll.

Die Veranstaltung verlief ohne Zwischenfälle. Laut Organisatoren sei die Aktion trotz der Kälte "ein voller Erfolg" gewesen. Die Teilnehmenden hatten sich eine halbe Stunde lang in der Landstraße zwischen Taubenmarkt und Passage auf den Boden gesetzt und symbolisch gebettelt. Die gesammelten Erträge werden der "ARGE Obdachlose" übergeben.

Die Lobby glaubt, dass Betteln ein Menschenrecht für Menschen in Not sei und fordert daher die Abschaffung aller diesbezüglichen Verbote, das Ende der Kriminalisierung bettelnder Menschen und die Bekämpfung der Armut und nicht der Armen. In Oberösterreich hat der Innenausschuss des Landtages am 10. Februar den endgültigen Entwurf für die Änderung des Polizeistrafgesetzes mit einer Stimmenmehrheit von ÖVP und FPÖ verabschiedet. Die SPÖ und die Grünen waren dagegen. Der Beschluss im Landtag soll bei der nächsten Sitzung am 10. März erfolgen. Bettelverbote gibt es bereits in Wien, Tirol, Vorarlberg, Niederösterreich und Salzburg. (APA)

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wo steht denn das übliche:

Teilnehmer lt. veranstalter 300-400
Teilnehmer lt. Polizei 50

?

Also

wir haben uns als Jugendliche auch immer unser Geld für die Discobesuche erbettelt. Einfach am Samstag Nachmittag mit einem Schild "Komme aus Kosovo brauche Geld" auf die Kärntner Strasse, natürlich entsprechend gekleidet und am Abend hatten wir dann immer so 200 - 300 Schilling für die Disco.

geschmacklos, mit der Not anderer sich eine Gaudi zu machen!

tja, damit bist in den augen der rechten bösmenschen offensichtlich ein organisierter krimineller ... XD

und darauf bist wohl auch noch stolz. zum kotzen.

Naja, wenn er mehr Geld haben hätte wollen, dann hätt' er schreiben müssen:

"Komme aus Kosovo - bitte Geld zum nachhausefahren"

Super Aktion!

also ich seh betteln nicht als menschenrecht....

... es ist jedoch ein menschenrecht nahrung, ein dach ueber dem kopf, ausbildung / arbeit und neue zukunftsperspektiven zu bekommen.

solange es nationalstaaten gibt ist es auch in erster linie deren aufgabe sich um seine staatsbuerger zu kuemmern.... gerne mit unterstuetzung von anderen privaten vereinen bzw. ngos.

Irrtum! Die Erwerbsausübungsfreiheit ist verfassungsrechtlich geschützt

wer sich seinen Erwerb erbetteln will, muss das tun dürfen.

Fürn Guttenberg sind mehr auf die Strasse gegangen..

..was eigentlich traurig stimmt. Aber die zum Himmel schreiende Naivität der Pro-Bettel-Unterstützer ist auch sehr traurig.

Die Guttenberg-Bettler werden auch mehr bekommen haben als die Bettlerlobby.

Diejenigen

die zu so ner Farce auch noch ihre Kinder zwingen, sollten man diese sofort wegnehmen!

sollte man also auch eltern in bangladesh,

die ihre kinder für das nähen von t-shirts täglich 12 stunden in die fabrik schicken, die kinder wegnehmen?

warum?
Ist das schlimmer als jeden zweiten Samstag in der Shoppingcity zu verbringen?

Ja

Shopping City ist nicht so erniedrigend.

das wage ich zu bezweifeln

ja, stimmt- da wird man zum braven, angepassten Konsumenten ohne eigene Meinung erzogen, so wie sich das gehört. Wer will schon denkende Menschen, die nicht gleich jeden Scheiß kaufen, nur weil er modern ist, und vielleicht auch nochne eigene Meinung haben. Pfui.
Ganz ehrlich- die Shoppingcenterteenies find ich viel, viel, viel erniedrigter als ein Kind, das einen Nachmittag für ne gute Sache auf der Straße kniet.

mir kommt immer das Grausen, wenn Kinder für politische Demos, egal welcher Richtung und Fraktion, herhalten müssen wie hier am Foto.

tja, dann hoff ich, dass Sie jeden sonntag vor der kirche in Ihrem dorf stehen und eltern auffordern ihre kinder nicht mit in die messe zu nehmen :) ...

denn selbstverständlich ist auch das öffentliche besuchen einer religiösen veranstaltung ein politischer akt, und kinder zu sowas mitzunehmen, das ist zum grausen. oder?

fürs Leihen muss man Zinsen zahlen

@ dr. lari und mr.fari:
fürs leben bezahlt man schlimmstenfalls für die hölle...und das gilt auch für sie!!!

"Man sollte nichts geben, definitiv nicht! Weil man eben nicht irgendwelchen Kindern oder alten Frauen hilft, sondern letzten Endes einen Mafiatypen unterstützt, einen Kriminellen."

Ciprian Necula, S.P.E.R. (Stop Prejudatiter desper Etnia Roma)/Rumänien.

http://www.mdr.de/exakt-die... 27647.html

Ok, man gibt nichts - wie hilft man dadurch den bettelnden Kindern oder alten Frauen? Werden die Kinder dann stattdessen in Schule und Universitaet geschickt, und die alten Frauen bekommen stattdessen eine Mindestpension, die zum Ueberleben reicht?

indem ich

den Vinziwerk was gib und der Caritas oder welcher geprüften und zertifizierten katitativen Organisatio auch immer.
Und indem - immerhin geht es um ein EU-Land!! - über meine Steuern hoffentlich eine Politik finanziert wird, die die dortigen Verhältnisse mehr und mehr bessert.

Jedenfalls: von dem, was ich den bettelnden Kindern und Frauen gebe, sehen die NACHWEISLICH (siehe die MDR-Sendung!) nichts außer einem Taschengeld, das gerade zum Überleben auf ähnlichem Niveau wie im Dorf zuhause reicht.

Vinziwerk & Caritas

Dh: ein Bettelverbot allein hilft den Bettlern keineswegs (sondern laesst sie auch noch das von ihnen angesprochene Taschengeld verlieren). Ein Bettelverbot koennte allerdings, zusammen mit flankierenden Massnahmen, die Situation der Bettler erheblich verbessern.

Nur: das hier besagte Bettelverbot wurde ohne flankierende Massnahmen beschlossen, und ist nicht auf die Bettler, sondern fuer die buergerliche Stadtbevoelkerung zugeschnitten.

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