Nachtsicht-Kamera macht Videos in Farbe

5. März 2011, 11:02
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    foto: aist.go.jp

    Nachsichtaufnahme: Oben klassisch einfärbig, unten mit Farbrekonstruktion

System analysiert reflektiertes Infrarot zur Farbwiedergabe

Forscher des japanischen National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) haben eine Nachtsichtkamera entwickelt, die im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen Farbvideos aufnehmen kann. Um die Farbwiedergabe zu ermöglichen, analysiert das System die von Objekten reflektierte Infrarot-Strahlung. Anwendungspotenzial orten die Wissenschaftler unter anderem im Sicherheitsbereich und für die Wildtier-Beobachtung. Im Rahmen eines Technologietransfer-Unternehmens soll bis Ende dieses Jahres ein kommerzielles Modell entstehen.

Farbe für die Sicherheit

Bisherige Nachtsichtgeräte liefern nur einfärbige, in vielen Fällen grüne Bilder. Das neue Kamerasystem setzt auf eine Reihe spezieller Algorithmen, bei Dunkelheit das von Objekten reflektierte Infrarotlicht und deren Charakteristiken zu analysieren. Dadurch ist es möglich, Farben wie Rot und Blau zu rekonstruieren. Die Qualität hält sich beim Prototypen noch in Grenzen. Die geplante kommerzielle Version wird Farben aber sehr naturnah wiedergeben, heißt es gegenüber dem Technologiportal Diginfo.tv.

Wie das AIST betont, werden durch die Farbrekonstruktion Objekte im Bildbereich besser erkennbar als bei Systemen, die Monochrom- oder Falschfarbenbilder liefern. Ein offensichtliches Anwendungsgebiet sind somit Sicherheitskameras. Das Forschungsinstitut betont zudem, dass Informationen wie die Farbe eines Kleidungsstücks dazu beitragen können, Verbrechen aufzuklären. Ferner könne die Belastung für Sicherheitspersonal an Überwachungsmonitoren sinken. Doch auch andere Einsatzgebiete sind vorstellbar. Dazu zählen beispielsweise die Beobachtung von Tieren bei Nacht oder Fahrzeugassistenzsysteme.

Zügige Kommerzialisierung

Das AIST-Spin-off Nanolux strebt nun an, die Kamera leistungsfähiger und kompakter zu machen als den Prototypen. Mithilfe unterschiedlicher Linsen will man auch sinnvolle Aufnahmen aus großer Entfernung ermöglichen. Auf diese Weise soll noch vor Ende 2011 ein kommerzielles Modell entstehen, das auch der Belastung alltäglicher Benutzung standhält. Dabei ist das Ziel, herkömmliche Sicherheitskameras, die Aufnahmen in sichtbarem und infrarotem Licht kombinieren, preislich zu unterbieten. (pte)

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.MS.
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Ein Vergleichsfoto mit Licht wäre wohl nicht zu viel verlangt?

werwolfi
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der spannertraum ;o)

i@sicha.net
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netter versuch Politikern und "Sicherheits"-Fanatikern Geld aus der Tasche zu ziehen.
Das IR-Bilder ganz andere Eigenschaften zeigen, weil IR-Licht anders reflektiert wird, geht bei diesem "Produkt" unter. siehe Wood-Effekt: http://de.wikipedia.org/wiki/Wood-Effekt

Kommando Paulchen Panther
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Gleich vorweg:

IR-Licht wird emittiert, nicht reflektiert. Jeder Körper erzeugt IR-Licht. Weil es salopp gesagt nichts anderes als Wärmestrahlung ist. :-)

werwolfi
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natürlich wird IR genauso (wie auch der sichtbare anteil des lichts) reflektiert - und praktisch alle nachtsichtkameras (für überwachung etc.) beleuchten ihre umgebung zusätzlich mit einer IR-lichtquellen, weil nur lebendige organismen und gegenstände die (aus welchen gründen auch immer) wärmer sind als die umgebung ausreichend eigene wärmestrahlung emittieren um ohne zusatzbeleuchtung für die kamera sichtbar zu sein - und selbst davon so wenig, dass das bild sehr unscharf wird (du bekommst einen undeutlichen fleck dort, wo sich ein lebewesen aufhält).

das artikelbild wäre ohne eine IR-lichtquelle die diese gegenstände beleuchtet unmöglich.

HTK
00

Ihre Aussage,

"weil nur lebendige organismen und gegenstände die (aus welchen gründen auch immer) wärmer sind als die umgebung ausreichend eigene wärmestrahlung emittieren um ohne zusatzbeleuchtung für die kamera sichtbar zu sein"

gilt nur für Kameras im Nahen Infrarot (mit Silizium oder InGaAs chip). Im Fernen Infrarot (8-10um) ist die Emission auch von vermeindlich kalten Gegenständen (0°C) ausreichend.

HTK
00

Stimme fast zu.

Nur: Nachtsichtkamera ist der falsche Ausdruck - weil ein verwirrender Sammelbegriff.

99,99 % der Near-IR Kameras arbeiten aus Kostengründen mit einem Silizium Chip (Sensitivität bei 0,3-1,1 um). Dort kommt es fast ausschliesslich auf die Reflexion von "IR" an. In der Nacht muss ich beleuchten. Der Rest arbeitet mit InGaAs (0,9-2,7 um) - auch da seh ich bei niedrigen Temperaturen (bis 50°C) noch keine signifikante Wärmestrahlung.

100 % Der Wärmebildgeräte arbeiten bei Wellenlängen über 2,5 um. Viele sogar bei 8-10um (3. atmosphärisches Fenster). Dort kommt es nur auf die Emission an.

Und: Typische Wärmebildgeräte können bei 20°C Temperaturen von Hunderstel °C unterscheiden. Eine Beleuchtung ist nicht notwendig.

tödlich.
00

was du meinst, ist ein restlichtverstärker. ir .. infrarot, mit einer zusätzlichen ir-quelle hättest du einen negativen effekt - alles wird wärmer...und schlechter zu unterscheiden.
...im krieg mit einer infrarotquelle in der nacht herumrennen ist ganz doof.
es gibt auch kombinierte geräte, restlicht + ir, oder restlicht und uv

werwolfi
00
nein, ich meine keinen restlichtverstärker, ich meine IR-dioden.

google mal nach überwachungskameras für den nachteinsatz, die haben alle um das objektiv IR-dioden, und die wärmeeinwirkung durch selbige ist absolut vernachlässigbar.
und ein photoscheinwerfer heizt außerdem auch ;o)

restlichtverstärker sind erstens viel zu teuer für solche anwendungen und haben zweitens eine geringere lebensdauer, zahlt sich nicht aus.

außer, wie du sagst, für den milit. einsatz, da hab ich aber ja nix gegenteiliges behauptet.

es ging in erster linie um die falsche behauptung des vorposters, IR würde nicht reflektiert sondern nur emittiert.

stimmte das, würde übrigens auch die im artikel beschriebene kamera nicht mit unbelebten objekten funktionieren... und im bild sind eindeutig keine organismen ;o)

corvus parvus
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und wer ahndet nun

den einbruch in die parfümerie?

Wiener_Grantler
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Wenn ich Farbfilme haben will, wieso dreh ich nicht einfach den Swa.. Verzeihung, das Licht auf?

Wieso es die Leute immer kompliziert brauchen, ts ts ts.

unfrieden
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Steige aus dem Beeeeett...

yarry
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dreeeh den swäg auuuuuf...

Hosh Bert
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schaue kurz in den Spiegel und sag whats up, yeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeh

Hermine Berg
 
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AIST?

ist das nicht in Gugging?

Kalaschnukow
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fotos

die bilder sind ja recht nett, aber waers gut, auch das original bei licht zusehen um sich ein wirkliches bild zu machen..

Mr. Bubbles
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flexible
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haha.. der war gut.. (allerdings schrieb der vorposter "bei licht")

durrrr
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bei nacht

pack ich einfach den mega-blitz aus, dann wird das mit der farbe schon

Nick Knattertoni
01

paris hilton wird dafür sicher bald pr-arbeit leisten..

märchenonkel
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Toller Jux. Kann mal jemand erklären, wie eine Rekonstuktion anhand unabhängiger Messwerte funktionieren soll?

Strache, von tschechisch strach "Angst, Furcht"
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Arge Sache. Bleibt nur eine Frage: Was wurde auf diesem Foto abgebildet?

RevX
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Die linken 3 Objekte sind typisches Hütchen-Spiel-Equipment.

Ronaldo Cator
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Lustig, das ist so nerdig. Andere Leute hätten wahrscheinlich bunte Stifte hergenommen.

Lupin 3.
 
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Die linken drei sind, wie schon von einigen gesagt, Hüllen für Ethernet-Stecker. Das ganz rechte sieht nach einem Laborstecker aus. Und das daneben dürfte die zugehörige Einbaubuchse für Geräte sein (z. B. Labornetztteile). Einfach mal bei Conrad danach suchen.

Hier sieht man übrigens, wie toll die "Farberwiedergabe" ist. Auch wenn es prinzipiell möglich wäre, habe ich solche Dinger noch nie in rosa oder dem schwerdefinierbaren Grün gesehen. Das eine dürfte in echt ein ziemlich knalliges Rot sein. Das andere eher etwas, was nach "normalem" Grün geht.

Aber ohne Echtfarbbild alles nur Spekulation!

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