Die Aufständischen marschierten am Samstag nach der Einnahme von Ras Lanuf (Landkarte) weiter nach Westen, berichtet AP-Fotograf Kevin Frayer. Die Aufname entstand im Dorf Bin Jawwad.
foto: ap/libyan government press office/
Die libysche Regierung lud am Samstagabend Journalisten zu einer Stadtrundfahrt durch Tripolis ein. Dabei wurde ein Video gezeigt, das Soldaten der Gaddafi-treuen Armee mit gefangenen Aufständischen zeigen soll.
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Weiteres Standbild aus dem Video, das "aktuelle Ereignisse auf dem Märtyrerplatz in Zawya" zeigen soll. Weitere Erklärungen gab es laut AP nicht.
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Wrackteile des abgeschossenen Flugzeugs
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Schießübungen in Ras Lanuf
foto: reuters/goran tomasevic
Ein Rebell bezieht unter Artilleriebeschuss Deckung.
Ein ägyptischer Arzt, der freiwillig in Libyen aushilft, erklärt, welche Verletzungen bei Todesopfern aufgetreten sind.
Rebellen haben am Freitag die Kontrolle über Ras Lanuf übernommen.
Aufständische ernennen dreiköpfiges Krisenkomitee - Rebellen nahmen Ras Lanuf ein und schießen Flugzeug ab - Kämpfe in Az-Zawiya am Abend abgeflaut
Mit Einbruch der Dunkelheit hat sich die Lage in Libyen offenbar etwas beruhigt. Der Beschuss der Stadt Az-Zawiya wurde eingestellt, der Ölhafen Ras Lanufist offenbar in der Hand der Aufständischen. In Tripolis wurden Journalisten
derStandard.at
berichtete auch am Samstag wieder live. Unter dem
Livebericht steht wie immer ein Diskussionsforum bereit, um
Ihre Meinung zu den Ereignissen in Libyen aufzunehmen. Bitte diskutieren
Sie höflich und sachlich, klappt das nicht, wird Ihr Posting im Sinne
der Fairness gelöscht.
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22:22 Uhr: Laut BBC wurden die Panzer der Gaddafi-treuen Truppen, die am Nachmittag Gebäude im Stadtzentrum beschossen hatten, am Abend aus Az-Zawiya abgezogen. Die Lage hat sich offenbar beruhigt. Wir beenden für heute den Livebericht und wünschen noch einen schönen Abend.
21:20 Uhr: Ein Reuters-Mitarbeiter meldet sich aus Az-Zawiya: "Auf dem Pflaster der rund 50 Kilometer westlich von Tripolis gelegenen Stadt
war Blut zu sehen, leere Patronenhülsen lagen über einen zentralen Platz
verstreut."
Bewohner werfen Reuters zufolge den Truppen Gaddafis vor, Wohnhäuser gestürmt und Zivilisten
getötet zu haben. Panzer hätten Häuser und eine Moschee mit Hunderten Menschen
beschossen. "Wegen des starken Beschusses können wir niemanden retten", sagte
ein Anwohner. Auf der Suche nach Positionen für Scharfschützen seien Bewohner
getötet worden. "Wir haben uns geweigert, sie reinzulassen, da haben sie meinen
Bruder und meinen Cousin umgebracht", sagte ein Anwohner, der seinen Namen mit
Waleed angab. Ein anderer Bewohner sagte: "Sie haben Menschen
abgeschlachtet."
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20:45 Uhr: Ein Mitarbeiter der Nachrichtenagentur AFP hat mit einem Arzt in der
etwa 60 Kilometer westlich der Hauptstadt Tripolis gelegenen Stadt Az-Zawiya telefoniert. Dieser berichtete, Gaddafis Truppen hätten viele Menschen getötet. "Das ist ein echtes Massaker. Die Lage ist katastrophal. Sie haben
meine Tochter getötet", sagte er unter Tränen.
Augenzeugenberichten zufolge rückten die Truppen mit Panzern in Zawiya ein.
Wohnhäuser seien gestürmt worden, Panzer hätten Häuser und eine Moschee mit
Hunderten Menschen beschossen. "Sie haben Menschen abgeschlachtet", sagte einer
der Bewohner. Mindestens 30 Menschen kamen einem Arzt zufolge am Samstag ums
Leben. Am Vormittag hatten die Verteidiger der Stadt in erbitterten Kämpfen
einen Angriff der Regimetruppen abgewehrt.
Nach einem Bericht des staatlichen libyschen Fernsehens brachten die
Regimetruppen den Flughafen von Misurata, 210 Kilometer östlich von Tripolis,
unter ihre Kontrolle.
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19:23 Uhr: Rebellen im Osten Libyens haben am Samstag nach eigener Darstellung ein
Kampfflugzeug der Luftwaffe des Landes abgeschossen. Das Flugzeug sei bei Ras
Lanuf getroffen worden, sagte ein Kämpfer der Rebellen. Einem Reuters-Reporter
wurde ein abgeschossenes Flugzeug gezeigt. Den Piloten sei der Kopf zum Teil
abgerissen worden.
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18:44 Uhr: Der aufständische "Libysche Nationalrat" hat eine dreiköpfiges Krisenkomitee ernannt. Omar Hariri, der schon an Gaddafis Putsch 1969 beteiligt war, später aber inhaftiert wurde, ist für militärische Angelegenheiten zuständig, der ehemalige Botschafter in Indien Ali Essawi für Auslandsbeziehungen und Mahmoud Jebril ist Vorsitzender. Dem Nationalrat gehören 31 Komitees aus "befreiten" Städten an. Das Gremium
tagte am Samstag erstmals an einem geheimen Ort in Benghazi.
17:10 Uhr: Einwohner von Zawya berichten, dass Gaddafi-treue Truppen die Stadt mit Panzern und Artillerie beschießen. Die Stadt, die etwa 50 Kilometer westlich der Hauptstadt Tripolis am Mittelmeer liegt, sei weiträumig abgeriegelt.
Bewohner werfen den Truppen Gaddafis vor, Wohnhäuser gestürmt und
Zivilisten getötet zu haben. Die Soldaten seien auf der Suche nach
Schusspositionen auf Dächern für Scharfschützen gewesen. "Die haben die Leute
dahingemetzelt", sagte ein Bewohner zu Reuters.
17:08 Uhr: Frankreichs Außenminister Alain Juppe gibt bekannt, dass er sich um eine UN-Resolution zur Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen bemüht.
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16:26 Uhr: Eine Bitte an die geschätzten Poster: Wenn Sie gerade mitten in einer Debatte wären und plötzlich betritt jemand den Raum und schreit "diese aufständischen sind die schlimmsten bestien die die menschheit nach den nazis und den yugos hervorgebracht hat" , würden Sie sich wahrscheinlich nicht unbedingt mit dieser Person unterhalten wollen.
Genauso hier: Antworten Sie bitte nicht auf solche Beiträge, da die Antworten verloren gehen, wenn das Posting gelöscht wird. Helfen Sie uns lieber, indem Sie solche Beiträge melden. Besten Dank!
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15.35 Uhr: Gaddafis Truppen greifen wieder an, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. "Der Angriff hat begonnen. Ich sehe mehr als 20 Panzer", bestätigte ein Zivilist aus Zawiya gegenüber Reuters am Telefon, im Hintergrund Gefechtslärm. Auch ein weiterer Zivilist bestätigte den Angriff und berichtet von eingesetzten Panzern und Minenwerfern.
15.04 Uhr: Drei niederländische Marineflieger, die bei
einer missglückten Befreiungsaktion in Libyen in Gefangenschaft
geraten sind, werden jetzt der Spionage bezichtigt. Das berichtete
der niederländische Rundfunk NOS am Samstag unter Berufung auf das
libysche Staatsfernsehen. Die Soldaten waren Mitte der Woche mit
ihrem Hubschrauber von dem Kriegsschiff "MS Tromp" gestartet und in
der libyschen Stadt Sirte (Surt) gelandet, um zwei Niederländer
auszufliegen. Unmittelbar nach der Landung wurden sie von einer
Gaddafi-treuen Milizgruppe angegriffen und gefangen genommen.
Zunächst war den drei Fliegern Verletzung internationalen Rechts
vorgeworfen worden.
"Ziel dieses Hubschrauber-Einsatzes war es, Spione entweder
abzuholen oder abzusetzen", hieß es am Samstag im libyschen
Fernsehen. Gleichzeitig wurde von einer "internationalen
Konspiration" gegen Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi gesprochen.
14.55 Uhr: Mehr als 35 Panzer von Gaddafis Truppen sollen von Osten her auf Zawiya zukommen, heißt es bei Al Jazeera.
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14.53 Uhr: Trotz internationaler Sanktionen verfügt die
libysche Führung um die Familie von Machthaber Muammar al-Gaddafi
nach Informationen der Londoner "Financial Times" nach wie vor über
Millionen-Einnahmen aus Ölexporten. Die britische Zeitung berichtete
am Samstag unter Berufung auf einen westlichen Vertreter und mehrere
Händler, dass die Zahlungen für ausgeführtes Öl ungeachtet der Krise
weiter zur libyschen Zentralbank gelangten und so vermutlich auch von
Gaddafi kontrolliert würden.
In der letzten Februarwoche, in der die Unruhen in Libyen
begannen, exportierte das nordafrikanische Land dem Bericht zufolge
täglich 570.000 Barrel Öl. In der vergangenen Woche seien 400.000
Barrel Öl verschifft worden. Mit dem Ölexport der vergangenen zwei
Wochen habe Libyen umgerechnet 550 Millionen Euro Umsatz gemacht. Die
Exporte gingen nun zwar zurück. Chinesische oder indische Firmen
würden aber weiterhin libysches Öl kaufen.
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14.24 Uhr: Allein heute sollen in Zawiya 30 Menschen - die meisten davon Zivilisten - getötet worden sein, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Arzt.
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14.17 Uhr: Geht es nach einem Bericht der "Kärntner
Tageszeitung" (KTZ), soll ein Sohn des libyschen Herrschers Muammar
al-Gaddafi, nämlich Saif al-Islam al-Gaddafi, im Besitz der
österreichischen Staatsbürgerschaft sein. "Wir haben das überprüft,
wir können das inzwischen ausschließen", sagte
Innenministeriums-Sprecher Rudolf Gollia am Samstag auf Anfrage der
APA.
Die EU-Staaten hatten im Rahmen ihrer Sanktionen gegen die
libysche Führung ein Einreiseverbot für die Gaddafi-Familie verhängt.
Die vom Einreiseverbot betroffenen Personen - unter ihnen Saif
al-Islam - seien überprüft worden. Dabei sei herausgekommen, dass er
kein Österreicher sei. "Einem Österreicher könnte man die Einreise
nämlich nicht verwehren", erklärte Gollia.
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14.06 Uhr: Der Innenminister von Saudi-Arabien kündigte im Staatsfernsehen an, keine Protestaktionen oder Märsche zuzulassen. Die Schiiten hatten zuvor in östlichen Provinzen kleinere Demonstrationen abgehalten. Die Sicherheitskräfte würden "alle Maßnahmen ergreifen, die notwendig sind", hieß es. Weitere Details gibt es nicht.
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13.49 Uhr: Die Linksfraktion im deutschen Parlament hat
scharfe Kritik an der Aufrüstung libyscher Sicherheitskräfte durch
deutsche Firmen geübt. Der stellvertretende Links-Fraktionschef Jan
van Aken wies am Samstag in Berlin darauf hin, dass mit Genehmigung
der Bundesregierung allein im Jahr 2009 Rüstungsgüter im Wert von
53,2 Millionen Euro an Libyen geliefert worden seien. Im Zeitraum von
2005 bis 2009 betrug das Volumen demnach insgesamt 83,5 Millionen
Euro. Van Aken berief sich auf die Rüstungsexportberichte der
Regierung sowie auf eine Antwort auf eine parlamentarische Anfrage
der Linksfraktion vom Jänner.
Die Lieferungen umfassten demnach vor allem
Kommunikationsausrüstung sowie Störsender, außerdem moderne
Ausrüstung zur Gefechtsfeldüberwachung, Geländewagen und
Hubschrauber. Die Lieferungen erfolgten nach der Aufhebung des bis
2004 geltenden Waffenembargos gegen Libyen. "Der Diktator (Muammar)
Gaddafi hat von Deutschland wichtige militärische Ausrüstung
erhalten, mit der er jetzt gegen sein aufständisches Volk Krieg
führen kann", sagte Van Aken dazu der "Saarbrücker Zeitung" vom
Samstag.
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13.33 Uhr: Wie Augenzeugen berichten, haben Gaddafi-Truppen ein Krankenhaus in Zawiya angegriffen. Der Angriff soll Menschenleben gefordert haben. Bestätigung gibt es keine.
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12.45 Uhr: Wie die Kollegen von Al Jazeera in ihrem Live-Blog berichten, kam es nun erstmals auch in Sirte zu Zusammenstößen von Pro- und Contra-Gaddafi-Truppen. Sirte - die Heimatstadt Gaddafis - galt bisher als Hochburg des Despoten. Näheres ist noch nicht bekannt.
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12.20 Uhr: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, haben die Truppen des Regimes Zawiya eingekreist. Mithilfe von Checkpoints riegeln die Einheiten die umkämpfte Stadt im Westen Libyens ab. "Der Zugang zum Zentrum ist vollständig blockiert", sagt ein Augenzeuge.
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12.17 Uhr: In einer großen, kleinen Ansichtssache haben wir ein paar beeindruckende Bilder aus Libyen zusammengestellt.
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12.07 Uhr: Die britische Regierung kündigte an, mit einer Einheit für "humanitäre und Evakuierungszwecke" bereit zu stehen. Es gehe nur um humanitäre Hilfe, nicht um Kampfeinsätze. Das "3rd Battalion
of the Royal Regiment of Scotland" braucht 24 Stunden, um Einsatzbereit zu sein, wie es hieß.
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12.00 Uhr: Die USA und andere NATO-Staaten ziehen starke
Einheiten auf dem großen Stützpunkt von Souda im Westen der
griechischen Mittelmeerinsel Kreta zusammen. Wie griechische Medien
und Augenzeugen aus der Region am Samstag berichteten, sind bereits
zwei große amerikanische Schiffe in der Bucht von Souda eingelaufen,
darunter der Hubschrauberträger "USS Kearsarge". An Bord seien rund
1200 Besatzungsmitglieder, darunter fast 800 Marineinfanteristen,
berichtete der griechische Rundfunk. Das Schiff eignet sich sowohl
für Landungsunternehmen wie auch für Evakuierungsaktionen.
Zudem sollen im nahe gelegenen Flughafen von Souda-Akrotiri
Spezialeinheiten aus verschiedenen NATO-Staaten, darunter auch aus
Deutschland, angekommen sein. Genaue Zahlen wollte das
Verteidigungsministerium in Athen nicht nennen. Einwohner der Region
sagten der Deutschen Presse-Agentur am Samstag, sie hätten mindestens
sechs Transall-Maschinen gesichtet. Im Marine-Stützpunkt wurde zudem
das amphibische Landungsschiff "USS Ponce" gesehen. Weitere Schiffe
der Sechsten US-Flotte, die im Mittelmeer operiert, würden erwartet,
berichtete die griechische Presse. Bereits am Donnerstag waren auf
Kreta rund 400 Soldaten aus den USA eingetroffen, hieß es aus
diplomatischen Quellen.
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11.37 Uhr: Gaddafi sendet seine Truppen nun erneut ins Zentrum von Zawiya, er will die Stadt nicht aufgeben.
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11.22 Uhr: Gestern hat die britische Küstenwache ein deutsches Containerschiff gestoppt, welches mit Banknoten im Gesamtwert von 100 Millionen Pfund unterwegs nach Tripolis war, wie Spiegel Online berichtet. Die libysche Währung wird in einer Druckerei in London hergestellt, wegen den UNO-Sanktionen darf jedoch kein Geld mehr nach Libyen geliefert werden.
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11.17 Uhr: Immer öfter nehmen Analysten nun das Wort "Bürgerkrieg" in den Mund. "Libyen läuft Gefahr, zu einem 'Failed State' zu werden", meint ein Experte etwa bei Al Jazeera.
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11.07 Uhr: Ein Sprecher des
sogenannten "Nationalrats", den die Rebellen im von ihnen
kontrollierten Osten des Landes ins Leben gerufen haben, erklärte, der "Nationalrat" wollte noch am Samstag zu seiner ersten
offiziellen Sitzung zusammenkommen, sagte Gheriani. Den Ort der
Zusammenkunft nannte er aus Sicherheitsgründen nicht. Der am Dienstag
gegründete Rat wird vom früheren Justizminister Mustafa Mohammed Abud
Ajleil Jalil angeführt. Der Rat sieht sich nach eigenen Angaben nicht
als Gegenregierung, weil er für die Wahrung der staatlichen Einheit
eintrete. Sein Ziel ist, den Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi
zu forcieren und den politischen Übergang und freie Wahlen zu
sichern. Der Rat macht Gaddafi für die Verbrechen verantwortlich, die
an der libyschen Bevölkerung begangen worden seien, und hat Gaddafis
eigenem Gaddadfa-Stamm die Pardonierung in Aussicht gestellt.
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10.48 Uhr: "Wir haben drei gepanzerte Truppentransporter, zwei Panzer und einen Pick-up erobert, nachdem wir eineinhalb Stunden mit der Armee gekämpft haben", sagte der Rebellensprecher in Zawiya. Auch Scharfschützen des Regimes wären in der Stadt gewesen, hieß es. Momentan würden sich die Gaddafi-Truppen neu formieren.
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10.32 Uhr: Nachden Kämpfen um den Ölhafen Ras Lanuf ist die Totenzahl auf acht angestiegen, sagte ein Arzt. In Bengasi wurde ein Munitionslager bombardiert, welches daraufhin explodierte. Dabei sollen mindestens 27 Menschen getötet worden sein.
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10.24 Uhr: "Sie sind um sechs Uhr Früh mit hunderten Soldaten, Panzern und schweren Geschützen nach Zawiya gekommen. Wir haben aber zurückgeschlagen. Fürs Erste haben wir gewonnen", sagte der Sprecher der Rebellen in Zawiyah, Youssef Shagan.
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10.18 Uhr: Wie die Nachrichtenagentur Reuters soeben vermeldet, haben die Rebellen in Zawiya die Gaddafi-Truppen zurückschlagen können.
10.00 Uhr: Die deutsche Marine hat am Samstagmorgen vor der tunesischen Küste
mit der Evakuierung von Flüchtlingen begonnen. Zwei Fregatten und ein
Einsatzgruppenversorger seien vor der tunesischen Hafenstadt Gabes
vor Anker gegangen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums
in Berlin. Mehrere hundert Flüchtlinge würden nun auf die Schiffe
gebracht, die dann Kurs auf deren Heimatland Ägypten nehmen sollen.
Einzelheiten zu der Aktion, die vom Flüchtlingshochkommissariat der
Vereinten Nationen (UNHCR) koordiniert wird, nannte der Sprecher
nicht.
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09.30 Uhr: Die Menschenrechtsorganisation Human Rights
Watch (HRW) hat nach eigenen Angaben keinen Hinweis auf den Einsatz
afrikanischer Söldner bei den Kämpfen in Libyen. Der für
Notfallsituationen zuständige Peter Bouckaert sagte am Freitag in
Bengasi, Informationen über in Libyen aktive Söldner könne er derzeit
nicht bestätigen. Wegen der entsprechenden Gerüchte seien aber schon
viele afrikanische Einwanderer in Libyen gewalttätig angegriffen
worden. So seien am Mittwoch in Brega, 200 Kilometer westlich von
Bengasi, fünf angebliche Söldner gefangen genommen und fast gelyncht
worden.
Im Süden des Landes gebe es viele Libyer mit dunkler Haut, die
Machthaber Muammar al-Gaddafi zu einem großen Teil positiv
gegenüberständen, weil er Maßnahmen gegen ihre Diskriminierung
gesetzt habe. Nach Angaben von Sicherheitsdiensten in Mali soll
Gaddafi rund 800 Tuareg-Kämpfer aus dem Niger, Mali, Algerien und
Burkina Faso rekrutiert haben, um mit ihrer Hilfe den Aufstand in
Libyen niederzuwerfen.
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09.21 Uhr: Unbestätigten Agenturberichten zufolge sollen sich die Regierungspanzer aus dem Zentrum von Az-Zawija zurückgezogen haben.
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09.18 Uhr: Al Jazeera berichtet nun, dass das Regime Nahrungsmittel-Transporte in von Rebellen besetzte Gebiete ausgesetzt hat. Libyen ist auf Nahrungsmittel-Importe angewiesen, 90 Prozent des gesamten Essens wird eingeführt.
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09.08 Uhr: Indes besteht in ganz Libyen derzeit kein Zugang zum Internet.
Seit Donnerstag sei das Netz wieder gekappt, teilte die auf die
Überwachung des Internetverkehrs spezialisierte US-Organisation Arbor
Networks mit.
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09.06 Uhr: Die Rebellen aus dem Osten rücken immer weiter in die Mitte des Landes vor. So soll etwa die Kleinstadt Bin Jawad - 60 Kilometer westlich von Ras Lanuf, 525 Kilometer östlich von Tripoils - unter Kontrolle sein.
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09.03 Uhr: In einem Brief an die Vereinten Nationen hat
die libysche Regierung eine Aufhebung der Sanktionen gefordert. Es
habe nur ein "Minimum" an Gewalt gegen "Gesetzesbrecher" gegeben,
schrieb Außenminister Mussa Kussa an den UN-Sicherheitsrat. Das
Gremium hatte am Samstag einstimmig umfassende Sanktionen gegen
Diktator Muammar al-Gaddafi und sein Umfeld verabschiedet. Dazu
gehören ein Waffenembargo, Reiseverbote und Kontosperrungen.
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08.59 Uhr: Die Lage im Ölhafen Ras Lanuf hat sich nun beruhigt, nachdem in der Stadt am Mittelmeer am Freitag heftig gekämpft wurde. Das Regime ließ von Helikoptern auf die Rebellen schießen, die zurückfeuerten. "Die Lage ist zu 100 Prozent sicher, wir haben die Stadt unter Kontrolle", sagte ein Rebell der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir kontrollieren Ras Lanuf, den Hafen, den Flughafen, die Ölförderung und die Wohnbezirke."
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Zusammenfassung der Nacht: In Libyen haben sich
Regierungstruppen und Gegner von Machthaber Muammar Gaddafi
wieder schwere Kämpfe geliefert. Dabei sollen erneut Dutzende
Menschen getötet worden sein. Allein in Zawija 50 Kilometer
westlich der Hauptstadt Tripolis sprachen Einwohner von 30 toten
Zivilisten. Soldaten hätten sich in die Stadt vorgekämpft. Zudem
hätten Scharfschützen von einem Hoteldach nach den
Freitagsgebeten auf Demonstranten geschossen. Am Samstagmorgen sollen die Gaddafi-Truppen mit Panzern in die Stadt vorgedrungen sein. "Wir sehen hier Kämpfe, wie man sie nicht im Irak gesehen hat", sagte ein Augenzeuge zum Nachrichtensender Al-Arabiya.
Nach
Regierungsangaben gelang es der Armee bis zum späten Abend die
Stadt zum größten Teil wieder unter ihre Kontrolle bringen. Die
Aufständischen hielten aber nach eigenen Angaben noch immer den
zentralen Platz, den sie selbst nach den Kämpfen in der jüngsten
Zeit in Märtyrerplatz umbenannt haben.
Ras Lanuf in Rebellenhand
Im Osten des Landes nahmen die Rebellen nach eigenen Angaben
am Freitag die Stadt Ras Lanuf mit ihrem wichtigen Ölhafen ein.
Die Truppen Gaddafis hätten die Stadt verlassen, sagte ein
Kämpfer der Aufständischen. Die Regierung bestritt die Angaben.
Die Armee habe die Stadt noch immer unter Kontrolle, teilte ein
Außenamtssprecher mit. Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters berichteten hingegen, dass in der ganzen Stadt keine Gaddafi-treuen Militärs zu finden wären.
In Bengasi, der zweitgrößten libyschen
Stadt und dem Zentrum des seit zwei Wochen anhaltenden
Volksaufstands gegen den seit 41 Jahren herrschenden Gaddafi,
bombardierte das Militär am Freitag ein Waffendepot. Dabei
wurden Einwohnern zufolge zahlreiche Menschen getötet. Der
Fernsehsender Al-Dschasira berichtete von 17 Todesopfern. (bed/flog/APA/Reuters)
Alle Zeiten beziehen sich auf die Mitteleuropäische Zeitzone (MEZ). In Libyen ist es eine Stunde später als in Österreich.
Nicht alle Informationen in diesem Livebericht können aufgrund der Lage in Libyen mit der gewohnten Gründlichkeit überprüft werden. Dies gilt speziell für Informationen, die uns über Twitter, Facebook und Augenzeugenberichten zugetragen wurden.
Rebellen nehmen Soldaten als Geiseln - NATO übernimmt Kommando zum Schutz des UNO-Flugverbots - VAE beteiligt sich an Libyen-Einsatz - Sarkozy droht arabischen Gewaltherrschern
Nato einigt sich doch noch auf Übernahme des Kommandos - AU will mit Regierung und Rebellen sprechen - Medwedew ruft Obama an - Rebellen: Zentrum von Misrata eingenommen - Franzosen schießen Kampfjet ab
USA erkennen Waffenstillstand nicht an - Erneut Luftangriffe in Tripolis - Gebäude in Gaddafis Residenz zerstört - Nato streitet über Einsatz - Arabische Liga kritisiert Angriffe
Gaddafi-Truppen drängen Rebellen zurück - USA kappen Beziehungen zu Gaddafi - EU-Parlament fordert Anerkennung des Rebellenrats - Frankreich hat Rat bereits anerkannt - Niederländische Soldaten sollen freikommen
Auch lokaler Rebellenführer getötet - Rebellen nehmen Ras Lanuf ein, Regierung dementiert - Erneut heftige Gefechte um Ölhafen Brega - Interpol warnt vor Gaddafi-Familie
US-Präsident kündigt Luftbrücke an - Internationaler Strafgerichtshof ermittelt gegen Gaddafi - Rebellen lehnen Gespräche mit Gaddafi ab - EU-Sanktionen offiziell in Kraft
Gegenregierung in Bengasi gebildet - Saif Gaddafi: Regimegegner sind Terroristen - Kairos Al-Azhar-Universität ruft Regierungssoldaten zur Befehlsverweigerung auf - London, Berlin, Rom und Ankara verständigen sich auf Maßnahmen
Erneuter TV-Auftritt Gaddafis - Ban fordert vom UN-Sicherheitsrat Maßnahmen - UN-Vizebotschafter: Tausende Tote bei Protesten - 200 Söldner von Aufständischen getötet - NATO will nicht eingreifen, auch Flugverbot "zu früh" - USA und EU verhängen Sanktionen
Zehntausende vor Racheakten auf der Flucht - Gaddafi klammert sich an seine Macht - Ex-Justizminister: Gaddafi gab Befehl für Lockerbie-Anschlag - Mindestens 640 Tote - EU bereitet Sanktionen vor
Aggressiv ? Keine Spur. Und ein Gebet hat nicht unbedingt mit Gott zu tun, man kann auch ohne religiösen Überbau Menschen in Not gute Gedanken schicken. Wenn man schon sonst nichts machen kann, hilft es einen uU wenigstens selber, nicht ?
...bis die ganzen Regierungen der Welt so Öl-Geil sind das sie es nicht mehr aushalten und das Land angreifen und "befreien".
Jetzt gab es ja Kuwait, Irak, Afganistan wird wohl ein weiteres Land da unten folgen müssen. Die Amis brauchen einen kleinen Krieg und natürlich die Kontrolle über alle Ölquellen dort. So ein paar dahergelaufene Islamisten brauchen sie da sicher nicht, die diese Ölquellen "kontrollieren".
Zu denken es gehe da unten irgendwem um die Menschen, ist sehr blauäugig...es geht nur ums Öl.
Die Erhebungen in mehreren Staaten glz. wirken konzertiert und erinnern an die orange Revos in Osteuropa. -Dort kam nichts besseres nach, wie wir jetzt wissen....
Gegenargument: Warum sollte der CIA eine Bewegung unterstützen, die Machthaber stürzt, die dem Westen seit Jahrzehnten dienstbare Geister waren.
Fazit: Wir wissen alle nichts; -auch nicht die Journalisten (die ja auch nur von Murdoch's u.a. Agenturen versorgt werden)
Am wenigsten weiß ich. Nur So viel: Ich bin besorgt!!!!
na bitte ned. denkt eigentlich jemand auch an die menschen, die an der küste dort wohnen? oder in lampedusa. ich finde schon diese übungsflüge immer so grauslich.
eine flugverbotszone bedeutet eine kriegerische intervention des westens und ist daher abzulehnen.
mittlerweile kann sich die lybische bevölkerung selbst verteidigen, und ihre revolution selbst durchführen.
vor einer woche sah es noch anders aus, aber der westen hat gezögert, als zivilisten massakriert wurden.
zudem könnte eine ausländische einmischung den drive aus dem "arabischen frühling" nehmen.
der westen sollte sich auf das vermögen gaddafis (inkl LIA) konzentrieren und sicherstellen, dass es dem lybischen volk, dem es gestohlen wurde, restlos zurückgeführt wird.
die komplizenschaften vieler westler mit dem gadaffi-regieme muss ordentlich aufgearbeitet werden.
Nein, auf dem Foto ist gar nichts zu erkennen. Schaut aus wie eine Campingausrüstung.
Also wenn ich einer der Terroristen wäre und ein Kampfflugzeug abgeschossen hätte, dann würde ich mich stolz mit dem abgeschossen Flugzeug fotografieren lassen, und es gäbe sich nicht nur ein Foto auf dem gar nichts zu erkennen ist.
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