Gemeinsame Erklärung der fünf Gegenkandidaten von Präsident Déby
N'Djamena - Die fünf Kandidaten, die bei der
tschadischen Präsidentenwahl am 3. April gegen Amtsinhaber Idriss
Deby antreten wollen, machen ihre Teilnahme von der Erfüllung einer
Reihe von Bedingungen durch die Regierung in N'Djamena abhängig. Dazu
gehören die Umbildung der unabhängigen Wahlkommission (CENI), die
Ausstellung neuer Wählerkarten und die Möglichkeit, die Herstellung
der Stimmzettel zu beaufsichtigen.
Die fünf Kandidaten, Saleh Kebzabo von der "Nationalen Union
für
Demokratie und Erneuerung" (UNDR), Ex-General Kamougué Wadal
Abdelkader, Chef der "Demokratischen Union für den Wandel" (UDR), der
Vorsitzende der "Nationalen Sammlungsbewegung für Demokratie" (RNDT),
Albert Pahimi Padacké, der Vorsitzende der "Sozialistischen Allianz
für die vollständige Erneuerung" (ASRI), Nadji Madou, und Ngarlejy
Yorongar von der "Föderationspartei", unterzeichneten am Freitag eine
entsprechende gemeinsame Erklärung. Die letzte Präsidentenwahl 2006
war von der Opposition boykottiert worden.
Deby hatte vor fünf Jahren bei einer 60-prozentigen Beteiligung
77,5 Prozent der gültigen Stimmen erhalten. Der 59-jährige Präsident
des seit 1960 unabhängigen Wüstenstaates mit einer Fläche von 1,3
Millionen Quadratkilometern hatte 1990 den Diktator Hissène Habré
gestürzt, unter dessen Herrschaft mindestens 40.000 Menschen ermordet
wurden. 2006 wurde ein vom Sudan gesteuerter Rebellenangriff von Déby
mit französischer Militärhilfe zurückgeschlagen. (APA)