Projekt soll Browser-übergreifenden App Store ermöglichen - Zunächst Integration mit Firefox und Chrome
Vor einigen Wochen hat Google mit dem Chrome Webstore seine eigene Vorstellung von einem App-Store für Online-Anwendungen vorgestellt, nun folgt Mozilla - und hat doch ganz anderes im Sinn: Mit der ersten Release des Web App Projects will man nämlich eine offene Spezifikation und Plattform für ganz mit modernen Webtechnologien entwickelte Apps bieten, die künftig Browser-übergreifend neue Möglichkeiten bieten sollen.
Beschreibung
Im Kern steht dabei zunächst einmal die "Manifest Description", mit der sich Web Apps zusammenstellen lassen, die zugehörige Spezifikation sieht man bei Mozilla bereits als stabil an. Zudem gibt es ein eigenes Javascript-API, mit dem die Web Apps direkt mit dem Browser interagieren können, also sich etwa in dessen Interface einpassen. Konkret gibt es auch gleich zwei Erweiterungen, die dieses API nutzen, eine für den Firefox 4, eine für Googles Chrome. Derzeit beschränkt sich deren Funktionalität noch auf die Aufnahme eines Knopfes, künftig soll hier noch mehr folgen.
Stores
Mozilla hat dabei gar nicht vor, einen eigenen App Store zu etablieren, sondern stellt APIs zur Verfügung, mit denen Dritte eigene Stores auf Basis der offenen Spezifikation starten können. Damit man nicht von Anfang an nur mit theoretischen Funktionen dasteht, hat der Softwarehersteller aber zumindest mal ein eigenes Verzeichnis mit einigen Demo-Apps zusammengestellt.
Wozu?
Außerdem hat man einige User-Interface-Konzepte zusammengetragen, die zeigen sollen, dass Web Apps keineswegs nur glorifizierte Bookmarks sein sollen. So kann man sich etwa Web Apps als zentrale Services für andere Webseiten vorstellen, vom Web-Adressbuch bis zu Bezahlangeboten. Auch Widgets sieht man als einen interessanten Spezialfall von Online-Anwendungen.
Ausblick
All diese Funktionalität will man in den nächsten Wochen und Monaten erforschen. Zudem will man die Web Apps noch tiefer mit dem Browser integrieren und den automatischen Abgleich mit mobilen Geräten ermöglichen. Auch in Hinblick auf die Integration mit den einzelnen Betriebssystemen habe man noch einiges an Arbeit vor sich, wie das Projekt betont. (red, derStandard.at, 04.03.11)