Web-Zukunft

Mozilla: Offene Web Apps geben ihr Debüt

4. März 2011, 11:27
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    grafik: mozilla

Projekt soll Browser-übergreifenden App Store ermöglichen - Zunächst Integration mit Firefox und Chrome

Vor einigen Wochen hat Google mit dem Chrome Webstore seine eigene Vorstellung von einem App-Store für Online-Anwendungen vorgestellt, nun folgt Mozilla - und hat doch ganz anderes im Sinn: Mit der ersten Release des Web App Projects will man nämlich eine offene Spezifikation und Plattform für ganz mit modernen Webtechnologien entwickelte Apps bieten, die künftig Browser-übergreifend neue Möglichkeiten bieten sollen.

Beschreibung

Im Kern steht dabei zunächst einmal die "Manifest Description", mit der sich Web Apps zusammenstellen lassen, die zugehörige Spezifikation sieht man bei Mozilla bereits als stabil an. Zudem gibt es ein eigenes Javascript-API, mit dem die Web Apps direkt mit dem Browser interagieren können, also sich etwa in dessen Interface einpassen. Konkret gibt es auch gleich zwei Erweiterungen, die dieses API nutzen, eine für den Firefox 4, eine für Googles Chrome. Derzeit beschränkt sich deren Funktionalität noch auf die Aufnahme eines Knopfes, künftig soll hier noch mehr folgen.

Stores

Mozilla hat dabei gar nicht vor, einen eigenen App Store zu etablieren, sondern stellt APIs zur Verfügung, mit denen Dritte eigene Stores auf Basis der offenen Spezifikation starten können. Damit man nicht von Anfang an nur mit theoretischen Funktionen dasteht, hat der Softwarehersteller aber zumindest mal ein eigenes Verzeichnis mit einigen Demo-Apps zusammengestellt. 

Wozu?

Außerdem hat man einige User-Interface-Konzepte zusammengetragen, die zeigen sollen, dass Web Apps keineswegs nur glorifizierte Bookmarks sein sollen. So kann man sich etwa Web Apps als zentrale Services für andere Webseiten vorstellen, vom Web-Adressbuch bis zu Bezahlangeboten. Auch Widgets sieht man als einen interessanten Spezialfall von Online-Anwendungen.

Ausblick

All diese Funktionalität will man in den nächsten Wochen und Monaten erforschen. Zudem will man die Web Apps noch tiefer mit dem Browser integrieren und den automatischen Abgleich mit mobilen Geräten ermöglichen. Auch in Hinblick auf die Integration mit den einzelnen Betriebssystemen habe man noch einiges an Arbeit vor sich, wie das Projekt betont. (red, derStandard.at, 04.03.11)

Failanzeige
01
na super

Na da warte ich schon auf das Apple-Announcement in der sie Firefox von ihrem OS verbannen.

M. P.1
00

Zuzutrauen wär's ihnen.

hanfman1950
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Nice

vill werden ja mal PC Spiele mal auch nur noch als app angeboten wär ja lustig

Johannes
00

das kommt fix - alles nur eine Frage der Zeit, Fortschritten in den Technologien und Internet-Bandbreite.

Denk bloß mal an die "unendliche" Rechnerpower die im Netz verfügbar ist - da wird dein lokaler Rechner nie mithalten können.

whei
01
http://www.onlive.com

Meinen Sie sowas wie hier?

Johannes
00

genau, in die Richtung wird's gehen (bzw geht es jetzt schon) :)
Kenne onlive nicht, weswegen ich nichts über deren Service sagen kann. Aber ich traue mich zu behaupten, dass dieser Markt noch in den Kinderschuhen steckt und onlive einer der früheren Vorreitern ist. In den nächsten 5-10 Jahren wird da noch viel passieren - viel was heute noch "unvorstellbar" ist...

Gewinnwarnung
01

Web-Apps sind ganz nett, wenn man von einem anderen PC mal kurz seine Mails, Termine & Kontakte checken möchte. Aber auf meinem Notebook hätt' ich dann doch gerne offline Programme, die ich ohne Internet nutzen kann und die dann zu einem späteren Zeitpunkt, wenn man wieder Internet hat, die Daten synchronisieren mit einem Web-Dienst seiner Wahl.

M. P.1
00
McJ
02

Das dürfte mit Local-Storage auch mit "Web-Apps" gehen.

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