Unabsichtlich zensierter Männer-Kuss bei der Oscar-Gala?

3. März 2011, 18:29
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    foto: reuters/gary hershorn

    Josh & Javier unterwegs zur Bühne

Show-Produzent: Schnitt auf Penelope Cruz sei lang vorab geplant gewesen

  Los Angeles - Eine kleine Spitze gegen Hollywoods  latente bis offene Homophobie haben Javier Bardem und Josh Brolin  bei der  83. Oscar-Verleihung gesetzt, doch kein Fernsehzuschauer konnte es sehen. Auf ihrem Weg zum Podium, wo sie die Nominierten für die beste Drehbuchadaption verlesen sollten, legten die beiden Schauspieler ein kurzes Tänzchen hin - und küssten sich. Statt jedoch den Männer-Kuss zu zeigen, wurde abrupt nach Beginn des Tanzes auf Bardiems Ehefrau Penelope Cruz umgeschaltet, die im Publikum saß.

Bekannt wurde die Episode deshalb, weil Nachrichtenagentur-Fotografen sie natürlich festhielten. Und diskutiert wurde dann, ob es am prüden Amerika oder an einem Zufall liegt, dass die Kamera plötzlich wechselte und ungewöhnlich lange auf Cruz hielt.

Oscar-Produzent Bruce Cohen meinte jedenfalls gegenüber dem  "Hollywood Reporter", der Tanz und der Kuss seien nur deshalb nicht zu sehen gewesen, weil "das nicht vorgesehen war". "Der Plan war immer, dass wir zu Penelope im Publikum schalten, wie sie Joshs und Javiers Einführung beklatscht, und genau so ist es dann passiert", so Cohen. Den Tanz habe er zwar gesehen, das mit dem Kuss sei ihm aber neu, "das wäre ein großartiger Fernsehmoment geworden".  (APA)

Mathias
 
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Und diskutiert wurde dann, ob es am prüden Amerika oder an einem Zufall liegt, dass die Kamera plötzlich wechselte und ungewöhnlich lange auf Cruz hielt.

Der Grund dürfte wohl Janet Jacksons Auftritt beim Superbowl 2004 (alias "Nipplegate") sein. Dannach durfte doch im US Fernsehen alles nur noch zeitverzögert gesendet werden. Die Regelung hat Obama sicher nicht fallen lassen ....

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