Show-Produzent: Schnitt auf Penelope Cruz sei lang vorab geplant gewesen
Los Angeles - Eine kleine Spitze gegen Hollywoods latente bis offene Homophobie haben Javier Bardem und Josh Brolin bei der
83. Oscar-Verleihung gesetzt, doch kein Fernsehzuschauer konnte
es sehen. Auf ihrem Weg zum Podium, wo sie die Nominierten für die beste
Drehbuchadaption verlesen sollten, legten die beiden Schauspieler ein kurzes
Tänzchen hin - und küssten sich. Statt jedoch den Männer-Kuss zu zeigen, wurde
abrupt nach Beginn des Tanzes auf Bardiems Ehefrau Penelope Cruz umgeschaltet,
die im Publikum saß.
Bekannt wurde die Episode deshalb, weil Nachrichtenagentur-Fotografen sie natürlich festhielten. Und diskutiert wurde dann, ob es
am prüden Amerika oder an einem Zufall liegt, dass die Kamera plötzlich wechselte und
ungewöhnlich lange auf Cruz hielt.
Oscar-Produzent Bruce Cohen meinte jedenfalls gegenüber
dem "Hollywood Reporter", der Tanz und der Kuss seien nur
deshalb nicht zu sehen gewesen, weil "das nicht vorgesehen war". "Der Plan war
immer, dass wir zu Penelope im Publikum schalten, wie sie Joshs und Javiers
Einführung beklatscht, und genau so ist es dann passiert", so Cohen. Den Tanz
habe er zwar gesehen, das mit dem Kuss sei ihm aber neu, "das wäre ein großartiger
Fernsehmoment geworden". (APA)