Wien/London - Der britische Glücksspielkonzern PartyGaming, der sich
gerade mit dem Wiener Sportwettenanbieter bwin zusammenschließt, ist 2010 in die
Gewinnzone zurückgekehrt. Unterm Strich verdiente das Unternehmen im vergangenen
Jahr 38,9 Mio Euro nach einem Verlust von 18,5 Mio. Euro im Jahr davor. Das
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg von 93,2 auf
100,2 Mio. Euro, die Erlöse legten von 310,1 auf 357,3 Mio. Euro zu, geht aus
dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervor.
Mit Poker hatte PartyGaming vergangenes Jahr wenig Glück. Die Erlöse in
dieser Sparte gingen von 136,8 auf 124,8 Mio. Euro zurück. Größte Sparte ist
nunmehr der Casinobereich mit Erlösen von 151,4 Mio. nach 136,3 Mio. Euro. Bingo
und Sportwetten haben ebenfalls deutlich zugelegt, und zwar von 22,8 auf 51,4
Mio. Euro bzw. von 13,2 Mio. auf 20,8 Mio. Euro.
Dividende für 2010 will das Management keine ausschütten. Das Board der neuen
Gesellschaft, die per 31. März in bwin.party digital entertainment unbenannt
wird, werde dann die Diviedendenpolitik bestimmen, heißt es.
An der Börse befanden sich am Donnerstag sowohl die PartyGaming- als auch die
bwin-Aktie, die nur noch drei Wochen in Wien notiert, im Höhenflug.
PartyGaming-Papiere schnellten bis 14 Uhr um 3,2 Prozent auf 180,6 Pence nach
oben, bwin-Aktien legten um 2,23 Prozent auf 25,89 Euro zu. (APA)