Kopie

Minecraft-Entwickler: "Softwarepiraterie ist kein Diebstahl"

3. März 2011, 14:14
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    grafik: archiv

Hochrechnung von "verlorenen Verkäufen" seien einfach absurd - Wer Spiele aktiv entwickelt habe kein Problem

Geht es um das Thema Softwarepiraterie, fallen die Wortmeldungen aus Richtung der ProduzentInnen meist recht monoton aus: Piraterie zerstöre die Grundlage der Softwareentwicklung und gefährde unzählige Arbeitsplätze, entsprechend scharf müsse man dagegen vorgehen, so der Tenor in der Industrie. Eine argumentatorische Stoßrichtung, die dermaßen durchgängig ist, dass es bereits für einige Aufregung sorgt, wenn einmal einer der ProponentInnen der Branche ein etwas entspannteres Verhältnis zeigt.

Minecraft

So lässt denn nun auch einer der aktuell erfolgreichsten Computerspieleentwickler mit eher ungewöhnlichen Statements aufhorchen: Im Rahmen eines Vortrags auf dem Independent Games Summit äußerte sich Minecraft-Entwickler Markus Persson unter anderem zur Piraterie-Thematik. Der Logik, dass Softwarepiraterie Diebstahl sei, könne er einfach nicht folgen. Wenn man ein Auto stehle, dann sei es weg, bei der Kopie eines Spiel wären hingegen einfach nur mehr davon im Umlauf, das sei ein entscheidender Unterschied.

Verlust?

Auch an die von der Industrie so gerne hochgerechneten, recht spekulativen Verlustentgänge durch Piraterie will Persson nicht so recht glauben. Es gebe schlicht keine "entgangenen Verkäufe", sonst könne man gleich auch schlechte Besprechungen und verschobene Release-Termine hochrechnen. Anstatt über die fiktionalen 70 Prozent verlorener Einnahmen zu klagen, empfiehlt er den EntwicklerInnen entsprechende Anreize für den Kauf zu schaffen. Wenn man ein Spiel aktiv entwickle, und regelmäßig mit neuen Funktionen versehe, würden aus denen, die es zunächst kopiert haben, schnell KäuferInnen.

Hintergrund

Ganz überraschend kamen die Aussagen von Persson allerdings nicht, ist er doch selbst Mitglied der Piratenpartei. Über mangelnden Erfolg braucht sich der Entwickler derzeit auch beileibe nicht zu beklagen, Minecraft hat - obwohl noch in der Beta-Phase - bereits fast 5 Millionen registrierte SpielerInnen, wovon rund 30 Prozent dafür gezahlt haben. (red, derStandard.at, 03.03.11)

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LokisWut
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Ehre wem Ehre gebührt,

ich sehe das genau so, es ist ein Preisleistungsverhältnis.
Als Softwareentwickler und Konsument kenne ich beide Seiten.
Es wird derzeit so viel dilettantischer Müll auf den Markt gebracht (aus Berechnung, oder weil ein Schlipsträger sagt es muss nicht gut sonder fertig werden)
Es ist jetzt oft so das Kunden als Betatester missbraucht werden und dafür noch kräftig zur Kasse gebeten werden.
Und durch den hohen Prozentsatz am Kapital der für Werbung und Marketing eingesetzt wird, ist es gar nicht möglich ein Produkt im Laden oder durch rein subjektive Berichte die Qualität einer Software abzuschätzen. Auch eine Reklamation oder Umtausch ist schwierig. Ein Defektes Gerät Werkzeug oä kann man reklamieren oder zurückgeben, Software nicht.

Philippe Tiede
00
30.5.2011, 14:47
Cheat

Wer das Spiel etwas interessanter gestalten will, kann diese Cheats benutzen :) http://www.doppelklicker.de/Cheat-Cod... 835.0.html

Moist von Lipwig
00
16.3.2011, 10:37
Minecraft = GOTY!

Und Notch hat recht mit seiner Aussage.

heri byrd
00
10.3.2011, 23:58

"Wenn man ein Spiel aktiv entwickle, und regelmäßig mit neuen Funktionen versehe, würden aus denen, die es zunächst kopiert haben, schnell Käufer."

qft!

hopper
00
10.3.2011, 21:17

Naja, wenn man über Jahre hinweg seine Kunden besch***, darf man sich nicht wundern, wenn man jegliches Vertrauen verliert.

Früher ging es ja noch mit den Bugs, aber seitdem so ziemlich alle übers Internet Patches beziehen können steigt die Rate an unfertig ausgelieferten Spielen immer mehr an.

Da überlegt man es sich als zahlender Kunde zweimal ob man 40€+ ausgeben möchte ohne es zuvor ausgiebig angetestet zu haben

Dein schönster Traum
00
10.3.2011, 09:09
Die Zukunft:

* Spiele werden gratis, man zahlt nur noch monatliche Abo - Gebühren für den Online - Modus, daher kein Kopierschutz und ähnlicher Schwachsinn mehr nötig

* Anwendungsprogramme werden gratis für Privat- und Hobbyanwender, nur gewerbliche Nutzer zahlen Lizenzgebühren

Wie wärs damit, liebe Softwareindustrie?

Mathias
 
00
10.3.2011, 10:34
:-) süss...

... in vielen Bereichen ist das schon Alltag!

# Free-to-Play-Spiele

# etliche OpenSource Programme funktionieren genau nach diesem Schema ;-)

Unterton
00

Mir sind die Spiele einfach schon zu teuer.
50-70 Euro für neue Titel auszugeben fällt mir im Traum nicht ein. Ich habe mit dem Spielen von Computer- bzw. Konsolenspielen aufgehört, weil ich auch keine Lust habe, Zeit mit den immer selben Spielprinzipien zu verbringen - die Spiele sind zum Teil langweilig geworden - deswegen besorge ich mir auch keine Raubkopien...
Ich verstehe aber jeden, der ein Spiel ordentlich antesten will, bevor er es kauft. Demoversionen haben meiner Meinung überhaupt keine Aussagekraft über die Qualität von Spielen. Eine Raubkopie zu haben schließt den Kauf nicht aus!
Wenn ich auf einer bekannten "tongaischen" Filmplattform einen Film ansehe und mir der gefällt, kaufe ich mir auch die BluRay davon...

Mundle
02

Ich persönlich habe früher einige SPiele kopiert, bin davon aber eher abgekommen, weil ich doch ein Mensch mit Gewissen bin. Eben weil ich Gewissen habe, beurteile ich Spiele, vor dem Kauf sehr gewissenhaft um ja keinen Schrott mit meinen finanziellen Mitteln zu unterstützen.

Als Konsument muss man vorsichtig sein. Die Spieleindustrie ist mMn ziemlich degeneriert und Spieleperlen lassen sich nur schwer finden.

Oft sind manche Spiele auch ganz okay, aber durchzogen von dummen und sinnlosen Designfehlern, die nie behoben werden, weil das SPiel nur bis zur Version 1.1 entwickelt wird und fertig(Hauptsache Geld verdient)

Auch taugt es mir nicht, dass Spiele überhaupt Patches bedürfen. Fast kein Spiel wird mehr ordentlich fertigentwickelt!

Mathias
 
00
10.3.2011, 10:37
kleiner Tipp:

In der Suchmaschine Ihrer Wahl folgendes eintippen:

"Spieletests 2011"

oder Fachmagazine am Kiosk einsehen.

Wobei der Großteil sowieso das gleiche schreibt, nur wenige trauen sich "ehrlich" zu sein. Manch Konzern könnte ja den Verlag kaufen und das Magazin einstampfen ...

Citizen357
00
Aus einer weniger erfolgreichen Sicht...

Der kann leicht reden. Mir geht es mit meinen Spielen sicher nicht darum reich zu werden - ich möchte mir lediglich keine Sorgen machen müssen ob ich überhaupt ein nächstes Spiel entwickeln kann. Meiner Meinung nach machen es sich viele mit dem Gedanken "Gekauft hätte ich es ja nicht" zu einfach. Woher will man das wissen? Tun wir doch mal so als könnte man kein Spiel spielen wenn man keines kauft. Klar würde man dann Geld ausgeben wenn man spielen möchte - die Gedanken laufen doch ganz anders wenn man ohnehin mit Spielen versorgt ist! Ergo hätte der Markt mehr Volumen was bei den ganz kleinen einen wirklichen Unterschied machen könnte.

biberkopf
00

vielleicht scheiterts an der kommunikation an die potenziellen kunden. wie heißt denn das spiel?

Citizen357
00

"Wenn man ein Spiel aktiv entwickle, und regelmäßig mit neuen Funktionen versehe, würden aus denen, die es zunächst kopiert haben, schnell KäuferInnen."

Man arbeitet 3 Jahre an einem Spiel und kümmert sich dann ein Jahr darum, während einem die Kohle für die Entwicklung eines Folgeprojektes ausgeht, in der Hoffnung man konvertiert noch ein paar Leute. Ich persönlich mach das weil mir meine Spiele einfach wichtig sind. Dass es was neues gibt muss man aber erstmal kommunizieren, was SCHWER ist wenn man kein Hype ist. In meinem Fall haben die Cracker in die nfo "Ripped: Nothing" geschrieben, was einfach nur falsch ist. Die Downloader wissen deshalb nichtmal dass das Spiel schon von Haus aus den doppelten Umfang hatte.

Citizen357
00

Zuletzt möchte ich sagen dass mir klar ist dass die Leute immer kopieren werden. Wenn man aber nichtmal bei kleinen Buden zumindest ein schlechtes Gewissen dabei hat... man kann doch nicht ersthaft glauben dass man da moralisch sowas wie "im Recht" ist.

Failanzeige
00

Selbst wenn man Raupkopien abschaffen würde, würde das nicht dazu führen das sich sämtliche Spieler ihre Raubkopien nun kaufen. Wer hat nicht schonmal ein Spiel gespielt "weil man's eben konnte", würde sich besagtes Spiel aber trotzdem nicht im Laden kaufen, wenn er es sonst nicht spielen könnte.

Peter W1
 
00

Das geht ja mal gar nicht, dass die xte Kopierdiskussion den thread vom eingentlich tollen Thema ablenkt: Wie perfekt doch Minecraft ist :) . Will die Red nicht endlich eines der besten Spiele aller Zeiten testen, damit dann alle Minecraft-Fans dort unbeeinflusst posten können ;) ? Welches Spiel hat sonst bereits in der Beta 1,5 Millionen verkaufte Lizenzen?

Kopien von welchem content auch immer ist ein sehr wichtiges Thema. Aber der Red ist hier eine besonders unglückliche Verquickung zweier Diskussionen gelungen ;) .

SagServus
00

Das Thema hier und auch der Artike handelt nunmal über den Kopierschutz und nicht Minecraft.

Al Borland
00

Welcher Kopierschutz?

Peter W1
 
00

Und in der Überschrift steht "Minecraft-Entwickler". Das überstrahlt alles *Fanboy-Begeisterung zeige* :) .

Ne, ich hab auch festgestellt, dass die Red endlich Minecraft testen soll. Wieviele Millionen Lizenzen müssen denn noch verkauft werden bevor die das mal testen und sich dann Minecraft fanboys gegenseitig mitteilen können, wie toll das Spiel ist :) .

BackfromHell
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Vl. wenns keine Beta mehr ist

Sebastian Auinger
00
Endlich!

Endlich einer, der mitdenkt.

Manuel Eder, hinter mir die Sinnflut
02

Heruntergeladene/kopierte Spiel automatisch als entgangener Gewinn zu verbuchen ist sowieso sehr vermessen. Ein Großteil der Leute hätte sich das Spiel sowieso nicht gekauft, hätte man es nicht herunterladen können.

VI SHU
01
warum

soll ich 70 euronen für ein spiel hinblättern nur um nach 15min zocken zu erkennen, dass ich diese verbugte beta am besten gleich wieder deinstallier???

|]3R |-|3RR |]1R3K70R
11

die spiele industrie ist sowieso in einer interessanten phase... es gibt genug toll ausgearbeitete physik- und grafik-engines am markt, so dass es schwerer wird tolle spiele am "fließband" zu produzieren, da eine gute grafik nicht ausreicht... es ist wieder kreativität gefragt.. so wie in den anfängen der computerspiel industrie, als die grafischen möglichkeiten sehr begrenzt waren, zählen heute wieder eher die inhalte... dadurch ist der markt durchlässiger für neueinsteiger und das ist gut so..

Ce Drei Pe O
011

ich kopiere spiele weil ich
1) nicht online spiele
2) mir der beigelieferte crack ärger mit dem kopierschutz spart
3) ich mich wegen pkt. 2 nirgends registrieren muss
4) ich nicht online sein muss dank pkt. 2

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